Krisensitzung bei den Belgiern

Gingen sich Vertonghen und Hazard an die Gurgel?

DPA/jar

29.11.2022

Gesprächsbedarf bei Eden Hazard und Jan Vertonghen.
Gesprächsbedarf bei Eden Hazard und Jan Vertonghen.
Getty

Nach einer deutlichen Aussprache im Mannschaftskreis soll nun bei Belgiens bislang so enttäuschendem WM-Team alles besser werden.

DPA/jar

29.11.2022

«Das war ein guter Austausch zwischen den Spielern. Dabei kam vieles auf den Tisch. Jetzt bereiten wir uns auf den Sieg gegen Kroatien vor», sagte Captain Eden Hazard von Real Madrid am Dienstag im belgischen Team-Quartier im katarischen Abu Samra an der Grenze zu Saudi-Arabien.

Die «Rode Duivels» benötigen nach dem überraschenden 0:2 im zweiten Gruppenspiel gegen Marokko am Donnerstag (16.00 Uhr) gegen den Vize-Weltmeister einen Sieg, um nicht erstmals seit 1998 bereits in der WM-Vorrunde zu scheitern. «Ich glaube nicht, dass es mein letztes Match ist. Wir sind da, um zu gewinnen. Wir müssen uns mehr füreinander anstrengen. Das wird den Unterschied machen. Daran müssen wir arbeiten», sagte Hazard.

Sein Team war bei der WM vor allem durch Einzelaktionen aufgefallen. Dass das Team zerstritten sei, wiesen sowohl Hazard als auch dessen Klub-Kollege Thibaut Courtois aber zurück. «Da werden viele Lügen verbreitet», befand der Welt-Torhüter Courtois.

Auseinandersetzung in der Kabine?

Die französische «L'Equipe» hatte berichtet, dass es in der Kabine nach dem 0:2 gegen Marokko fast zu handgreiflichen Auseinandersetzungen gekommen wäre und dass etwa Hazard und Abwehrspieler Jan Vertonghen Kopf an Kopf gestanden hätten. Dies dementierte Courtois am Dienstag. «Da war nichts. Das wird von aussen konstruiert, das schweisst uns nur mehr zusammen», sagte der Real-Keeper. Und Hazard witzelte: «Ich werde nicht mit ihm kämpfen, er ist grösser als ich.»

Eden Hazard will nichts von Problemen innerhalb der Mannschaft wissen.
Eden Hazard will nichts von Problemen innerhalb der Mannschaft wissen.
Getty

Hintergrund der Geschichte ist, dass Vertonghen nach der Niederlage gegen Marokko die Aussagen von Hazard und Kevin de Bruyne konterte. «Ich denke, wir spielen offensiv schlecht, weil wir auch vorne zu alt sind. Wir haben nicht genug Chancen kreiert», sagte der Verteidiger.

Zuvor hatte de Bruyne öffentlich gesagt, dass er nicht daran glaube, dass Belgien die WM gewinnen kann, weil das Team «zu alt» sei. Und Hazard legte nach: «Unsere Verteidiger sind nicht die schnellsten und das wissen sie.»