Lauberhorn-Abfahrt Odermatt krönt sich zum König von Wengen – Kildes übler Sturz überschattet seinen Sieg

Redaktion blue News

13.1.2024

Lauberhorn-Sieger Odermatt: «Der nächste Traum, der in Erfüllung geht»

Lauberhorn-Sieger Odermatt: «Der nächste Traum, der in Erfüllung geht»

Marco Odermatt weist die Konkurrenz in der Original-Abfahrt am Lauberhorn in die Schranken und erreicht mit dem Triumph beim Klassiker den nächsten Meilenstein.

13.01.2024

Wie schon am Donnerstag gelingt Marco Odermatt auch bei der langen Abfahrt am Lauberhorn ein Traum-Rennen. Restlos glücklich ist er am Ende trotzdem nicht, weil ein weiterer schlimmer Sturz das Renn-Wochenende trübt.


Odermatt hatte schon die verkürzte Abfahrt am Donnerstag überlegen gewonnen. Nun holte sich der 26-Jährige mit einer weiteren nahezu perfekten Fahrt auch den prestigeträchtigen Sieg über die Originaldistanz. Es ist sein zweiter Abfahrtssieg im Weltcup in Folge, nachdem er sich in der schnellsten Disziplin lange hatte gedulden müssen. Achtmal war er zuvor Zweiter, dreimal Dritter geworden.

Die Differenz zum formstarken Sarrazin, der in Wengen als einziger einigermassen an das Level von Odermatt herankam und das Berner Oberland mit zwei 2. Plätzen in den Abfahrten und dem Sieg im Super-G verlässt, war wiederum fast identisch wie an den Vortagen: Am Donnerstag hatte Odermatt mit 58 Hundertsteln Vorsprung gewonnen, nun trennten die beiden momentan stärksten Speedfahrer 59 Hundertstel. Den Sieg im Super-G hatte sich Sarrazin mit ebenfalls 58 Hundertsteln Vorsprung vor dem Schweizer geholt.

Die übrige Konkurrenz vermochte nicht ansatzweise mit Odermatt mitzuhalten. Dominik Paris schaffte es mit 1,92 Sekunden Rückstand auf das Podest. Niels Hintermann liegt 2,74 Sekunden hinter dem derzeitigen Weltcup-Dominator im 8. Rang.

Kilde schwer gestürzt

Überschattet wurde die erste Lauberhorn-Abfahrt über die Originaldistanz seit 2020 von einem schweren Sturz von Aleksander Kilde. Der Norweger verlor im Ziel-S die Kontrolle und prallte heftig in die Fangnetze.

Kilde, der seit dem Jahreswechsel von einer Erkältung geschwächt ist, sich in der Abfahrt und im Super-G am Donnerstag und Freitag dennoch als Dritter auf dem Podest klassiert hatte, war nach dem Sturz bei Bewusstsein. Er blieb aber liegen und musste mit dem Helikopter abtransportiert werden. Dem Augenschein zufolge zog sich der Lauberhorn-Sieger von 2022 und 2023 eine Schnittwunde am Bein zu. Das Rennen wurde für eine längere Zeit unterbrochen.

Hier wird Kilde mit dem Helikopter abtransportiert

Hier wird Kilde mit dem Helikopter abtransportiert

Nach einem schweren Sturz im Ziel-S der Lauberhorn-Abfahrt bleibt Alekander Aamodt Kilde liegen. Er zieht sich Schnittverletzungen zu und wird Minuten später mit dem Helikopter abtransportiert.

13.01.2024

Am Donnerstag und Freitag waren in Wengen bereits Marco Kohler und Alexis Pinturault schwer gestürzt. Beide zogen sich Kreuzbandrisse zu.

Im dritten Speedrennen innert 48 Stunden bekundeten am Samstag neben Kilde, der als einer der fittesten Athleten im Ski-Weltcup gilt, auch viele andere Fahrer Probleme. In der Summe werfen die Vorfälle ein schlechtes Licht auf den so dicht wie noch nie bepackten Weltcup-Kalender, zumal den drei Rennen in Wengen auch noch zwei Abfahrtstrainings vorangingen.

Niels Hintermann meinte gegenüber SRF: «Am Freitag hatten wir den längsten Super-G, heute die längste Abfahrt. Die Fahrzeit im Rennen am Donnerstag dauerte auch fast 1:45 Minuten. Es sind lange Tage, die Zeit zur Erholung ist sehr kurz. Die Stürze ergaben sich zwar aus Fahrfehlern, aber es waren wohl erzwungene Fahrfehler.»

Auch Cyprien Sarrazin hielt mit Kritik nicht zurück: «Drei Renntage hier, die mit der längsten Abfahrt enden, das ist zu viel, viel zu viel. Wenn wir sehen, wie Kilde, der Stärkste von uns allen, so stürzt, ist das nicht normal.»

Am Sonntag steht in Wengen noch ein Slalom auf dem Programm.

Die Reaktionen aus Wengen

Murisier nach Sturz: «Ich muss zufrieden sein, dass ich gesund bin»

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Justin Murisier stürzt in der Lauberhorn-Abfahrt schon früh, kann im Zielraum aber Entwarnung geben und zeigt sich glücklich, sich nicht verletzt zu haben.

13.01.2024

Paris: «Wenn man nicht Vollgas gibt, hält man nicht mit Odermatt mit»

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Dominik Paris freut sich im Zielraum von Wengen über seinen dritten Platz in der Original-Abfahrt und macht klar, dass Marco Odermatt die Messlatte derzeit enorm hoch legt.

13.01.2024

Live-Ticker

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  • 13.01.2024 15:14

    Bis morgen!

    Für heute soll es das von den 94. Lauberhornrennen gewesen sein. Nach den Speed-Wettkämpfen steht morgen noch der traditionelle Slalom an. Dieser soll 10:15 Uhr beginnen. Selbstverständlich sind auch wir dann wieder live zur Stelle. Bis dahin!

  • 13.01.2024 15:12

    Starke Schweizer

    Bei den Schweizern gibt es mal wieder viel zu feiern. Neben Spitzenmann Marco Odermatt erwiesen sich die Eidgenossen erneut als mannschaftlich sehr stark und breit aufgestellt. Niels Hintermann wurde Achter. Ebenfalls in den Top 15 landeten Stefan Rogentin (13.), Franjo von Allmen (14.) und Josua Mettler (15.). Mit Alexis Monney (22.), Lars Rösti (24.) und Gilles Roulin (27.) landeten insgesamt sogar stattliche acht Schweizer in den Punkten.

  • 13.01.2024 15:10

    Kriechmayr bester Österreicher

    Als zweimaliger Lauberhornsieger musste sich Vincent Kriechmayr heute mit Rang fünf begnügen. Der Rückstand zur Spitze gestaltete sich mit zweieinhalb Sekunden recht gross. Von den heute nur vier österreichischen Startern fuhren auch Otmar Striedinger (12.) und Daniel Danklmaier (17.) nennenswerte Ergebnisse ein. Stefan Babinsky schied aus.

  • 13.01.2024 15:07

    Sander noch der Beste

    Für die Deutschen lief abermals wenig zusammen. Einzig Andreas Sander (28.) wusste zu gefallen, wurde beim ersten Anlauf abgewunken und brachte es tatsächlich fertig, die mehr als vier Kilometer lange Abfahrt nochmals zu bewältigen und in den Punkten zu landen. Das schaffte ansonsten nur noch Luis Vogt (30.). Romed Baumann (31.) fehlten dorthin zwei Hundertstel.

  • 13.01.2024 15:05

    Sieg für Odermatt!

    Marco Odermatt feiert seinen 31. Weltcupsieg – und nach dem verkürzten Rennen am Donnerstag nun auch eine richtige Abfahrt, die zweite seiner Karriere. Und mit dem Erfolg bei diesem Klassiker avancierte der Schweizer weiter zum kompletten Skifahrer. Der 26-Jährige bewies dabei auch die notwendigen Gleiterfähigkeiten, die man ihm bisher nicht zugetraut hatte. Darüber hinaus fuhr der Gesamtweltcupsieger wie von einem anderen Stern. Kaum einer vermochte derart konsequent die Linie zu halten. Damit deklassierte Odermatt den Grossteil der Konkurrenz. Einzig Cyprien Sarrazin hielt einigermassen Schritt, war knapp sechs Zehntel langsamer. Diese beiden fuhren in einer eigenen Liga. Der drittplatzierte Dominik Paris hatte schon beinahe zwei Sekunden Rückstand.

  • 13.01.2024 15:04

    Kyle Alexander (CAN)

    Mit Kyle Alexander scheidet jetzt der letzte Starter aus. Und da im Anschluss Arnaud Alessandria auf seinen Start verzichtet, endet das Rennen in diesem Moment.

  • 13.01.2024 14:57

    Arnaud Boisset (SUI)

    Direkt darauf folgt Arnaud Boisset. Der letzte schweizerische Starter wird in Canadian Corner von der Piste abgeworfen, streicht dort die Segel und scheidet aus.

  • 13.01.2024 14:55

    Lars Rösti (SUI)

    Nach einer weiteren Unterbrechung wegen eines Sturzes von Markus Nordgård Fossland ist jetzt ein weiterer Eidgenosse unterwegs. Lars Rösti macht das recht gut, begrenzt den Zeitverlust auf unter fünf Sekunden und sortiert sich als 24. ein. Damit fliegt Romed Baumann aus den Top 30.

  • 13.01.2024 14:42

    Beinbruch bei Kilde

    Inzwischen wurde eine schwere Verletzung von Aleksander Aamodt Kilde bestätigt. Der Norweger hat sich am rechten Bein eine offene Oberschenkelfraktur zugezogen. Nach Marco Kohler am Donnerstag und Alexis Pinturault gestern ist das die dritte schwere Verletzung dieser Lauberhorn-Woche. Wir wünschen baldige Genesung.

  • 13.01.2024 14:40

    Gilles Roulin (SUI)

    Nun steuert Gilles Roulin Weltcuppunkte an. Der Eidgenosse verliert nur etwas mehr als fünf Sekunden, reiht sich damit als 26. ein. Folglich geht nun auch Josef Ferstl leer aus.

  • 13.01.2024 14:39

    Pietro Zazzi (ITA)

    In diesem Moment fährt Pietro Zazzi als 27. ins Ziel, kickt damit Dominik Schwaiger aus den Top 30. Fortan sitzt Josef Ferstl auf dem Schleudersitz - mit 5,91 Sekunden Rückstand. Das ist also jetzt die minimale Zielvorgabe für die verbleibenden Athleten.

  • 13.01.2024 14:35

    Luis Vogt (GER)

    Was bringt nun Luis Vogt zustande? Das Startintervall beträgt inzwischen nur noch 1:15 Minuten. Es geht also Schlag auf Schlag. Der 21-Jährige landet im Pulk der Deutschen, also eher im Hinterfeld. Für den Moment ist es Platz 27.

  • 13.01.2024 14:34

    Guglielmo Bosca (ITA)

    Weiterhin gibt es gute Weltcuppunkte zu holen. Daran arbeitet Guglielmo Bosca. Der Italiener kommt als 23. unten an und macht Simon Jocher den Garaus, der nun nur noch 31. ist.

  • 13.01.2024 14:32

    Dominik Schwaiger (GER)

    Dominik Schwaiger hat im unteren Teil Probleme mit der Linienfindung, sammelt so fast sechs Sekunden Rückstand ein. Das bedeutet Platz 28. Damit rutscht Thomas Dressen als erster aus den Top 30.

  • 13.01.2024 14:31

    Brodie Seger (CAN)

    Weite Wege fährt Brodie Seger. Bei ihm ist auch nicht zu erwarten, dass er sich vollends überwindet. Es geht eher darum, heil unten anzukommen. Der Kanadier tut das als 28.

  • 13.01.2024 14:30

    Elian Lehto (FIN)

    Ebenfalls eine ordentliche Leistung zeigt Elian Lehto auf dieser schweren Abfahrt. Der Finne reiht sich als 20. Im Klassement ein.

  • 13.01.2024 14:29

    Blaise Giezendanner (FRA)

    Gute Ergebnisse sind also immer noch drin, im Klassement ist nach wie vor Platz. Blaise Giezendanner kämpft sich mit letztem Einsatz ins Ziel, fällt dort erschöpft in den Schnee, und wird sich in Kürze über Rang 18 freuen.

  • 13.01.2024 14:28

    Josua Mettler (SUI)

    Da will sich der nächste Eidgenosse nicht lumpen lassen. Josua Mettler ist anfangs noch besser unterwegs, baut unten noch einen Fehler ein. Am Ende landet der 25-Jährige als Fünfzehnter genau hinter dem Teamkollegen.

  • 13.01.2024 14:26

    Franjo von Allmen (SUI)

    Mehr erwarten wir von Franjo von Allmen. Der Schweizer hat in den vergangenen Tagen bereits angedeutet, welches Potenzial in ihm steckt. Und der 22-Jährige will es wissen, begrenzt seinen Zeitverlust auf unter vier Sekunden und wird damit starker Vierzehnter.

  • 13.01.2024 14:25

    Sam Morse (USA)

    Besser schlägt sich Sam Morse. Der US-Amerikaner kommt auf fünf Sekunden Defizit, was immerhin für Rang 19 reicht.

  • 13.01.2024 14:23

    Simon Jocher (GER)

    Simon Jocher kassiert auf der Lauberhornabfahrt fast sieben Sekunden Rückstand und reiht sich im Klassement als 23. direkt vor Thomas Dressen ein. Ob das für Weltcuppunkte reichen wird - bei Dressen ganz sicher nicht. Im Ziel beklagt Jocher so viele Fehler.

  • 13.01.2024 14:20

    Matthieu Bailet (FRA)

    Dann ist Matthieu Bailet unterwegs. Der Franzose ist gestern im Zielhang ins Fangnetz geflogen, geht es auch heute wieder forsch an. Doch vor dem Hundschopf verdreht es ihn bei einem Linksschwung. Da steht Bailet fast, die Zeit ist beim Teufel. Kurz vor dem Ziel scheidet der 27-Jährige endgültig aus.

  • 13.01.2024 14:19

    Christof Innerhofer (ITA)

    Nun macht sich der Lauberhornsieger von 2013 auf den Weg. Christof Innerhofer lässt es an Konsequenz meist nicht vermissen. Doch wozu ist der 39-Jährige auf dieser langen Abfahrt konditionell in der Lage? Der Südtiroler braust als Sechzehnter ins Ziel.

  • 13.01.2024 14:16

    Andreas Sander (GER)

    Jetzt startet Andreas Sander zum zweiten Mal, nachdem der Deutsche vorhin abgewunken wurde. Oben ist der 34-Jährige genauso schnell. Im weiteren Verlauf macht er es sogar besser. Sander zeigt Biss, am Ende aber geht es konditionell an die Grenzen. Fünf Sekunden Rückstand werden es doch noch. Als Neunzehnter ist er allerdings bester Deutscher.

  • 13.01.2024 14:14

    Maxence Muzaton (FRA)

    Es wird jetzt also schwer, es unter die besten Zehn zu schaffen. Wenn der Rückstand unter vier Sekunden bleibt, wäre das schon in Ordnung. Bei einem Rechtsschwung schlägt Maxence Muzaton mit der rechten Hand an ein Tor. Die enormen Schmerzen bewegen ihn dazu, das Rennen aufgegeben.

  • 13.01.2024 14:12

    Daniel Danklmaier (AUT)

    Daniel Danklmaier führt einen schweren Kampf um die Linie, muss bei den Sprüngen schon von Glück sagen, auf den Beinen zu bleiben. Der Steirer verliert dennoch nicht den Biss, kann es dennoch nicht vermeiden, dass vier Sekunden Zeitverlust zusammenkommen. Immerhin bedeutet das Rang 15.

  • 13.01.2024 14:10

    Josef Ferstl (GER)

    Was fängt Josef Ferstl mit diesem Rennen an? Ohne die nötige Form ist es natürlich schwer, sich zu überwinden. Und ohne die Risikobereitschafft funktioniert das einfach nicht. Das gilt nun auch beim 35-Jährigen. Wenn dann am Ende auch noch die Oberschenkel angesichts der Anstrengungen schmerzen ... Ferstl bekommt sechs Sekunden aufgebrummt.

  • 13.01.2024 14:08

    Thomas Dressen (GER)

    Für Thomas Dressen ist diese Abfahrt nach der langen Verletzung zu viel. Schon an der ersten Zeitnahme ist es vorbei. In Canadian Corner trägt es ihn dann auch noch weit nach unten ab. Spätestens jetzt weiss der 30-Jährige, dass dies nur noch eine Trainingsfahrt werden sollte. Am Ende kommen mehr als elf Sekunden Rückstand zusammen.

  • 13.01.2024 14:05

    Adrian Smiseth Sejersted (NOR)

    Es müsste also gelten, sicher unten anzukommen. Doch genau das trifft bei Adrian Smiseth Sejersted nicht zu. Dieser Norweger macht in der Regel keine Gefangenen. In der Tat beweist der 29-Jährige dank seiner gnadenlos konsequenten Herangehensweise, was hier noch in der Piste steckt. Der Skandinavier greift das Podium an! Am Ende fehlen knapp drei Zehntel, das bringt aber einen sehr starken vierten Platz!

  • 13.01.2024 14:03

    Miha Hrobat (SLO)

    Für die Top 10 müssten die Athleten unter drei Sekunden Rückstand bleiben. Das sollte fortan die Vorgabe sein. Aber natürlich lässt jetzt auch die Qualität der Athleten nach. Bei Miha Hrobat fehlt es auch an der nötigen Risikobereitschaft. Angesichts der vielen Stürze erscheint das nachvollziehbar. Aber natürlich ist der Slowene nicht richtig schnell - fünf Sekunden Rückstand.

  • 13.01.2024 14:00

    Alexis Monney (SUI)

    Nun ist die Strecke wieder frei und Alexis Monney macht sich auf den Weg, gerät frühzeitig ins Hintertreffen. Sicherlich hat sich über den langen Zeitraum  auch die Piste verändert - insbesondere durch die Sonneneinstrahlung. Aber da wir erst 15 Männer im Klassement haben, ist dort noch eine Menge Platz, um ein gutes Ergebnis einzufahren. Dem Schweizer gelingt das nur bedingt - angesichts von mehr als viereinhalb Sekunden Rückstand. Platz 15 - einzig Romed Baumann war langsamer.

  • 13.01.2024 13:55

    Unterbrechung

    Abermals haben wir eine Unterbrechung. Während Stefan Babinsky auf eigenen Ski zu Tal rutscht, begibt sich Andreas Sander zum Helikopter und wird wieder nach oben zum Start gebracht.

  • 13.01.2024 13:51

    Stefan Babinsky (AUT)

    Inzwischen ist die Strecke wieder frei - für Stefan Babinsky. Der Steirer lässt ebenfalls früh viel Zeit liegen, wird dann in Canadian Corner durch heftige Schläge weit nach unten abgetragen, muss folglich bergauf fahren. Als es links herum ins Kernen-S geht, rutscht der 27-Jährige auf dem Innenski weg, rasselt in die Bande und scheidet aus.

  • 13.01.2024 13:48

    Andreas Sander (GER)

    Andreas Sander ist schon unterwegs, setzt eine starke erste Zwischenzeit. Doch dieser Hoffnungsschwimmer wird alsbald zunichte gemacht. Und ohnehin lässt man ihn nicht zu Ende fahren. Nach dem Sturz von  Alexander wird der Deutsche abgewunken. Natürlich wird Sander nochmals fahren dürfen - so er denn möchte.

  • 13.01.2024 13:45

    Cameron Alexander (CAN)

    Anschliessend nimmt Cameron Alexander die Herausforderung an, wird in Canadian Corner gewaltig durchgeschüttelt. Der Kanadier macht das insgesamt besser als Baumann. Ein Top-10-Resultat ist locker drin. Dann meistert der 26-Jährige den Silberhornsprung. Erst wenig später verschneidet es ihm die Ski, er kommt zu Fall, tut sich aber glücklicherweise nicht weh.

  • 13.01.2024 13:43

    Romed Baumann (GER)

    Jetzt schauen wir auf den ersten deutschen Teilnehmer. Romed Baumann kommt allerdings gar nicht in Fahrt, liegt von Beginn an deutlich zurück. Der gebürtige Tiroler fährt seinen Ansprüchen und seiner Form hinterher. Und da hilft es ihm auch nicht, dass die Lauberhornbahn gerade drüber fährt, als er durch den Tunnel braust. Am Ende kassiert der 37-Jährige eine Packung von fast fünfeinhalb Sekunden. Das bedeutet die Rote Laterne.

  • 13.01.2024 13:41

    Ryan Cochran-Siegle (USA)

    Es ist nicht ansatzweise vorstellbar, dass die Zeit von Marco Odermatt noch erreichbar ist. Und auch Cyprien Sarrazin dürfte nicht mehr zu knacken sein. Und selbst wenn Ryan Cochran-Siegle jetzt an der ersten Zwischenzeit vorn ist, hat das nichts zu bedeuten. Immerhin das Podium, also der dritte Platz scheint noch nicht vergeben. Daran aber kommt der US-Amerikaner als Achter nicht ran.

  • 13.01.2024 13:38

    Stefan Rogentin (SUI)

    Die schweizerischen Zuschauer bleiben in Stimmung, denn der nächste ihrer Helden ist unterwegs. Stefan Rogentin ist allerdings im Super G stärker einzuschätzen. Für diese Abfahrt fehlt ihm etwas der Biss. Letztlich kommt der 29-Jährige auch noch etwas vom rechten Weg ab, fängt sich weit mehr als drei Sekunden ein und muss mit Rang elf vorliebnehmen.

  • 13.01.2024 13:36

    Niels Hintermann (SUI)

    Dann legt Niels Hintermann los. Anfangs kann der Eidgenosse seine herausragenden Gleitfähigkeiten ausspielen. Doch als es technisch anspruchsvoll wird, liegt der 28-Jährige in Canadian Corner schon zurück. Als es in Langentreijen wieder ums Gleiten geht, hat Hintermann schon zu viel Rückstand. Doch ein gutes Ergebnis ist ja weiterhin drin. Der Schweizer kommt als Siebter unten an.

  • 13.01.2024 13:33

    Vincent Kriechmayr (AUT)

    Wenn hier noch einer etwas bewegen kann, dann ist es Vincent Kriechmayr. Allerdings lief es für den Oberösterreicher an den vergangenen Tagen nicht nach Wunsch. Der Weltmeister von 2021 will es wissen, ist anfangs richtig gut dabei. Im Kernen-S verliert der zweimalige Lauberhornsieger entscheidend Zeit, der Sieg gerät ausser Reichweite. Doch aufgrund der grossen Abstände ist das Stockerl noch drin. Den letzten Streckenteil bekommt Kriechmayr nicht gut genug hin, büsst in der Summe zweieinhalb Sekunde ein und ist damit immer noch Vierter.

  • 13.01.2024 13:30

    Florian Schieder (ITA)

    Florian Schieder war am Donnerstag auf verkürzter Strecke Vierter. Doch auch der Italiener lässt gleich oben viel Zeit liegen. An der Minschkante verdreht es ihn. Ohne die richtige Position kann Schieder den Schlägen in Canadian Corner nicht standhalten. Der 28-Jährige liegt schon im Schnee, steht kurz drauf wieder und vermeidet es, im Fangnetz zu landen.

  • 13.01.2024 13:27

    James Crawford (CAN)

    Nach etwa einer halben Stunde Unterbrechung und der Fahrt eines Vorläufern wird der Wettkampf nun fortgesetzt. James Crawford hat die schwere Aufgabe, jetzt antreten zu müssen. Den amtierenden Super-G-Weltmeister dürfen wir an der Bestzeit sicherlich nicht messen. Der Kanadier kommt nicht richtig in Fahrt, findet nicht die Einstellung zur Piste. Crawford verliert sogar mehr als vier Sekunden und rutscht ans Ende des Klassements.

  • 13.01.2024 13:19

    Bergung abgeschlossen

    Inzwischen ist die Erstversorgung abgeschlossen. Jetzt wird Aleksander Aamodt Kilde doch per Seilwinde aus dem Zielraum gebracht. Gleich wird der Norweger in einen anderen Helikopter umgelagert und mit diesem in die Klinik transportiert.

  • 13.01.2024 13:08

    Jeden Tag ein Schwerverletzter

    Die 94. Lauberhornrennen fordern Opfer. An jedem der bisherigen Wettkampftage hat es einen erwischt. Am Donnerstag zerstörte sich Marco Kohler das Knie. Einen Kreuzbandriss erlitt gestern auch Alexis Pinturault. Es trifft also auch die ganz prominenten Namen - so wie heute Aleksander Aamodt Kilde.

  • 13.01.2024 13:04

    Schmerzen am Bein

    Kilde hat Schmerzen am rechten Bein, das schaut nicht gut aus. Die Erstversorgung läuft, doch da der Patient am Zielraum liegt, sollte der Abtransport nicht so problematisch sein. Man kann ihn dort unten direkt zu einem Hubschrauber bringen. Eine Bergung per Seilwinde ist hier nicht notwendig.

  • 13.01.2024 13:00

    Unterbrechung

    Zumindest bewegt sich Aleksander Aamodt Kilde. Allerdings muss sich der 31-Jährige erst einmal sammeln, sitzt da auf Höhe der Ziellinie im Schnee. Rettungskräfte sind dann beim Norweger. Da dieser weiterhin nicht aufsteht, ist eine Verletzung zu befürchten.

  • 13.01.2024 12:56

    Aleksander Aamodt Kilde (NOR)

    Wozu ist der gesundheitlich angeschlagene Aleksander Aamodt Kilde in der Lage? Diese lange Abfahrt konditionell zu überstehen, bedeutet ja im Vollbesitz der Kräfte schon ein Husarenstück. Der Norweger vermag das heute nicht zu leisten, probiert dennoch alles, denn das Podium ist ja weiter drin. Die Oberschenkel brennen, Kilde kann den Kräften im Ziel-S nicht mehr standhalten. Im Zielschuss fliegt der Skandinavier spektakulär ins Fangnetz.

  • 13.01.2024 12:54

    Dominik Paris (ITA)

    Dann legt Dominik Paris los. Und auch der Italiener findet oben noch Zeit. Am Hundschopf stimmt die Richtung nicht so perfekt. Und im Kernen-S passt es nicht, dort fehlt Geschwindigkeit. Im anschliessenden Flachstück bleibt somit viel Zeit liegen. Prompt ist eine Sekunde weg. Im Ziel sind es letztlich fast derer zwei, was immer noch für Rang drei reicht.

  • 13.01.2024 12:51

    Cyprien Sarrazin (FRA)

    Doch jetzt folgt Cyprien Sarrazin. Und der Franzose zeigt zu Beginn, dass er Odermatt das Wasser reichen kann. Oben ist der Junge noch schneller. Doch dann passt die Linie nicht ideal. Noch aber ist der Rückstand nicht gross, der Franzose kämpft weiter und ist nicht weit weg. Sarrazin fährt wirklich stark, doch für die Führung reicht es nicht. Sechs Zehntel fehlen, das bedeutet den zweiten Platz.

  • 13.01.2024 12:48

    Marco Odermatt (SUI)

    Jetzt aber tobt die Menge so richtig. Marco Odermatt macht sich auf den Weg und die Fans gehen steil. Der Schweizer Superstar stellt überraschend gute Gleitfähigkeiten unter Beweis. Das war ja die offene Frage. Und was der 26-Jährige danach macht, ist von einem anderen Stern. Jetzt fährt der Mann alles in Grund und Boden, holt innerhalb kürzester Zeit mehr als eine Sekunde raus. Und das ist noch nicht das Ende. Der Eidgenosse bewältigt alle Schwierigkeiten beinahe spielend. Und im Ziel sind es mehr als zweieinhalb Sekunden. Odermatt deklassiert die Konkurrenz. Und die Zuschauer flippen vollends aus.

  • 13.01.2024 12:45

    Bryce Bennett (USA)

    Nun schiebt sich Bryce Bennett in den Hang und lässt die Ski oben grandios laufen. Die Sprünge drückt der US-Amerikaner gut weg. Canadian Corner erwischt der 31-Jährige auch gut. Doch das Kernen-S lässt sich besser fahren. In der Folge gerät er etwas ins Hintertreffen. Bennett kommt zeitglich mit Mattia Casse unten an und teilt sich mit diesem den dritten Platz.

  • 13.01.2024 12:42

    Mattia Casse (ITA)

    Jetzt steht Mattia Casse bereit - und wird losgelassen. Der Italiener lässt die Ski gut laufen, hat dann am Hundschopf Mühe, den Sprung zu stehen. Schrecken lässt sich der 33-Jährige davon nicht. Im Kernen-S investiert Casse in die Linie. Noch ist die Bestzeit in Reichweite. Doch wie bewältigt er die lange Strecke konditionell? Casse kommt mit gut vier Zehntel Verspätung als Dritter unten an.

  • 13.01.2024 12:40

    Justin Murisier (SUI)

    Anschliessend schafft es Justin Murisier nicht weit. Am Russisprung bekommt der Schweizer Rückklage und stürzt. Im ersten Moment schaut das heftig aus, doch der Eidgenosse erhebt sich schnell wieder, scheint sich nicht ernsthaft wehgetan zu haben. Danach fährt Murisier zu Tal, wird unterwegs von den Zehntausenden Fans trotzdem gefeiert.

  • 13.01.2024 12:37

    Otmar Striedinger (AUT)

    Nun will es Otmar Striedinger wissen. Der Kärntner springt am Hundschopf 43 Meter weit, steht das geradeso. Zeitlich passt das bis hierhin. Danach scheint es dem 32-Jährigen doch etwas zu heiss zu sein. Und natürlich gilt es auch, die Sache konditionell nach unten zu bringen. Striedinger büsst insgesamt eine halbe Sekunde ein.

  • 13.01.2024 12:35

    Jared Goldberg (USA)

    Dann stösst sich Jared Goldberg oben ab. Dem US-Amerikaner fehlt es heute an Gleitfähigkeiten, so bleibt früh viel Zeit liegen. Das lässt sich nicht mehr wettmachen. Erst ganz unten im Ziel-S holt der US-Boy noch etwas raus. Allerdings bleibt es bei 1,35 Sekunden Defizit. Damit übernimmt Goldberg die Rote Laterne.

  • 13.01.2024 12:33

    Nils Allegre (FRA)

    Gleich folgt der nächste Franzose. Nils Allegre springt am Hundschopf noch weiter als der Landsmann. Zeitlich bewegt sich der 30-Jährige auf dem Niveau des Kollegen. Nach unten hin fehlt ihm etwas die Geschwindigkeit. Am Ende wird es ganz knapp. Allegre fehlen 17 Hundertstel.

  • 13.01.2024 12:30

    Adrien Théaux (FRA)

    Jetzt eröffnet Adrien Théaux bei traumhaftem Wetter die Lauberhornabfahrt. Die Sonne strahlt vom blauen Himmel. Was gibt es Besseres zum Skifahren. Anfangs gilt es, die Gleitfähigkeiten auszupacken. Im Kernen-S legt der Franzose einen Extraschwung ein, um die Ausfahrt gut zu erwischen. Mitunter muss auch in die Linie investiert werden. Im Hanneggschuss geht es mit 150 Stundenkilometern dahin, der Franzose bemüht sich um die Abfahrtshocke. Im Ziel bleibt der 39-Jährige unter 2:30 Minuten Fahrzeit.

  • 13.01.2024 12:29

    Favoriten

    Zu den Favoriten gehört neben Odermatt ohne Frage der extrem formstarke Cyprien Sarrazin (Startnummer 9). Nach dem zweiten Platz am Donnerstag fuhr der Franzose gestern auf grandiose Art und Weise zum Sieg. Und der Super G ähnelte schon sehr eine Abfahrt. Geht der 29-Jährige heute wieder mit dieser Konsequenz zu Werke, zieht das über die volle Distanz durch, dann wird er schwer zu schlagen sein. Natürlich haben wir dann die üblichen Abfahrtskaliber im Blick. Trotz eines Infekts ist Vorjahressieger Aleksander Aamodt Kilde (11) an den vergangenen Tagen stets aufs Podium gefahren. Dominik Paris (10) hat seine Ambitionen mit vierten Plätzen angedeutet und ist auf der langen Abfahrt ganz klar ein Kandidat für die vordersten Ränge.

  • 13.01.2024 12:27

    Odermatt und die Schweizer

    Besser sind die Schweizer aufgestellt, die zehn Athleten ins Rennen schicken. Natürlich liegen die Hoffnungen auf Marco Odermatt (Startnummer 8), der am Donnerstag seine erste Weltcupabfahrt gewann. Doch ob der Gesamtweltcupsieger auch diesen langen Kanten bewältigen kann, muss sich zeigen. Für gute Ergebnisse ist derzeit auch Justin Murisier (5) gut. Ferner starten Niels Hintermann (15), Stefan Rogentin (16) und Alexis Monney (22). Franjo von Allmen (33) hat in den vergangenen Tagen aufhorchen lassen. Um die weiteren Eidgenossen kümmern wir uns im Verlauf des Rennens.

  • 13.01.2024 12:24

    Österreichisches Quartett

    Überraschend sind heute nur vier Österreicher dabei. Das liegt natürlich zum einen an Ausfällen, gestern sind auch noch die angeschlagenen Daniel Hemetsberger und Christoph Krenn abgereist, doch auch die ausbleibenden Ergebnisse und die fehlende Form bereiten dem ÖSV Sorge. In den ersten vier Abfahrten des Winters hat es kein Österreicher aufs Stockerl geschafft, das gab es noch nie in der Weltcup-Geschichte. So werden Raphael Haaser und Johannes Strolz heute nicht antreten. Es verbleiben Otmar Striedinger (Startnummer 4), Vincent Kriechmayr (14), Stefan Babinsky (21) und Daniel Danklmaier (27).

  • 13.01.2024 12:15

    Sieben Deutsche

    Wie bei der verkürzten Ersatzabfahrt für Beaver Creek am Donnerstag sind sieben Deutsche dabei. Die bisherigen Ergebnisse dieser Tage von Wengen waren allerdings ernüchternd. In die Top 15 hat es keiner geschafft. Und so bleibt uns nur abzuwarten, was Romed Baumann (Startnummer 18), Andreas Sander (20), Thomas Dressen (25), Josef Ferstl (26), Simon Jocher (31), Dominik Schwaiger (39) und Luis Vogt (42) heute zu leisten imstande sind.

  • 13.01.2024 12:06

    Tagesaufgabe

    Insgesamt wollen sich 57 Sportler aus 13 Nationen dieser Herausforderung stellen. Der Start liegt am namensgebenden, 2.472 Metern hohen Lauberhorn. Dort geht es in 2.315 Metern Höhe los. Somit erleben wir heute auch den Russisprung. Den Hundschopf, die mit 41 Prozent Neigung steilste Stelle, durften wir an den vergangene beiden Tagen bereits bewundern. Weiter geht es über Canadian Corner, Kernen-S, durch den Tunnel und den Hanneggschuss. Am Silberhornsprung hat es Alexis Pinturault gestern böse zerlegt. Aufgrund unter anderem des zerstörten vorderen Kreuzbandes im linken Knie ist dessen Saison beendet. Und selbst im Ziel-S ist am Freitag ein weiterer Franzose abgeflogen. An Gefahren mangelt es dieser Abfahrt mit 1.028 Metern Höhenunterschied nicht. Für die Kurssetzung mit 44 Toren zeichnet wie immer Hannes Trinkl von der FIS verantwortlich.

  • 13.01.2024 11:57

    Lauberhornabfahrt

    In der Tat lassen es die Umstände zu, dass wir in den Genuss der kompletten Strecke kommen. Mit 4.270 Metern ist die Wengener Abfahrt die derzeit längste im Weltcup. Doch nicht nur konditionell verlangt diese Piste den Sportlern alles ab. Bereits die vergangenen beiden Tage zeigten, dass der Weg zum Sieg nur über gnadenlose Konsequenz, höchstes Risiko, gepaart mit grandiosem skifahrerischen Können führt. Dafür kommt vermutlich nur etwas mehr als eine Handvoll Athleten in Frage.

  • 13.01.2024 11:47

    Wengen

    Vor der spektakulären Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau steigt heute bei abermals traumhaften Bedingungen der Höhepunkt des Lauberhorn-Wochenendes, die legendäre Abfahrt. Seit 1930 werden in Wengen offiziell alpine Skirennen ausgetragen, ab 1967 im Rahmen des Weltcups. Mittlerweile zählen die Organisatoren 94 Lauberhornrennen.

  • 19.12.2023 10:30

    Herzlich willkommen!

    Hallo und herzlich willkommen zur Abfahrt der Männer aus Wengen! Rechtzeitig vor dem Start des Rennens beginnt der Liveticker.