311 Wochen Nummer eins: Djokovic wird neuer Rekordhalter – Federer bleibt Trostpreis

sda/dpa/SB10

18.2.2021 - 08:00

Mund abputzen für Roger Federer: Sein Konkurrent Novak Djokovic schnappt ihm eine alte Rekor weg.
Bild: Getty

Novak Djokovic wird auch in der Woche ab dem 8. März die Nummer eins der Tennis-Welt bleiben. Damit löst er Roger Federer auch als Rekordhalter ab.

Der Serbe geht dann in seine 311. Woche als Weltranglisten-Erster und übertrifft seinen langjährigen Konkurrenten. Die Schweizer Tennis-Legende stand bisher 310 Wochen ganz oben. Djokovic profitiert von der überraschenden Niederlage von Rafael Nadal bei den Australian Open. Der Spanier, die Nummer 2 der Welt, verlor im Viertelfinal nach hartumkämpften fünf Sätzen gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas.



Djokovic steht trotz teilweise nicht wirklich überzeugenden Auftritten im Halbfinal (Gegner: Der russische Überraschungs-Qualifikant Aslan Karatsev) und ist klarer Favorit auf den Titel in Melbourne. Es wäre sein 9. Triumph Down under und insgesamt sein 18. Grand-Slam-Triumph.

Roger Federer durfte sich am 30. Januar 2004 erstmals als Nummer 1 im Männertennis feiern lassen. Damals zog er an den Australian Open mit einem lockeren Dreisatz-Sieg über Juan Carlos Ferrero ins Endspiel ein. Es sollte eine wichtiger Meilenstein in der Karriere des Baselbieters werden.

«Von der Nummer 1 habe ich erst mit der Zeit irgendwann geträumt, einfach einmal der Beste sein. Und das bin ich jetzt, das klingt wahnsinnig», sagte der damals 23-Jährige. 237 Wochen am Stück, bis am 17. August 2008, hielt sich der «Maestro» an der Spitze des Rankings, ehe ihn Nadal vorübergehend entthronte. Dieser Rekord wird auch für den Serben unantastbar bleiben.

Federer konzentriert sich auf andere Ziele

Von jenem 30. Januar 2004 bis heute standen dem Männertennis nur noch vier Profis als Nummer 1 vor: Federer, Nadal, Novak Djokovic und Andy Murray. Der Serbe übernimmt knackt nun in Kürze die Rekordmarke, welche im Tennis einen grossen Stellenwert geniesst. Der heute 33-Jährige hatte erstmals am 4. Juli 2011 die Spitze der Weltrangliste übernommen.

Federer, der im August seinen 40. Geburtstag feiert, plant sein Comeback nach dreizehneinhalb Monaten Verletzungspause im März am ATP-Turnier in Doha. Danach gilt sein Fokus der Rasen- und der Hartplatzsaison im Sommer. Halle, Wimbledon, die Olympischen Spiele in Tokio und das US Open in New York heissen die grossen Ziele von ihm.

«Dann geht der Startschuss so richtig », so ein optimistischer Federer gegenüber «SRF». Seine Motivation fürs Tennis ist auch nach mehr als 20 Jahren auf der Tour und 20 Grand-Slam-Titeln ungebrochen. Doch die Jagd auf die Nummer 1 wird auch für ihn eine Herkulesaufgabe, zumal sein Körper aufgrund seines Alters sicher vermehrte Ruhepausen verlangen wird.


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