Frische-Kur
Zuklappen oder herunterfahren? Was dein Laptop wirklich braucht

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Feierabend, Deckel zu, fertig. So machst du es wahrscheinlich mit deinem Laptop wie fast alle. Doch was passiert dabei im Innern des Geräts? Und wann sollte man das Notebook vielleicht mal wieder richtig runterfahren?
Wenn du den Bildschirm herunterklappst, fährt dein Gerät in der Regel nicht herunter, sondern wechselt in eine Art Wartestellung. Alle geöffneten Programme, Browser-Tabs und Dokumente bleiben im Arbeitsspeicher aktiv, damit du beim nächsten Aufklappen sofort weiterarbeiten kannst. Dafür braucht das Gerät weiterhin etwas Strom, auch wenn der Bildschirm dunkel bleibt. Über mehrere Tage macht sich das durchaus im Akkustand bemerkbar.
Hinzu kommt aber auch, dass dein Laptop nie richtig «leer» wird, weil das Betriebssystem im Hintergrund weiterläuft. Mit der Zeit sammeln sich offene Prozesse und temporäre Dateien an, was ältere oder leistungsschwächere Geräte spürbar bremsen kann. Ein vollständiges Herunterfahren schliesst dagegen sämtliche Programme und setzt den Arbeitsspeicher komplett zurück.
Mac und Windows ticken unterschiedlich
Je nach Betriebssystem verhält sich der Laptop allerdings etwas anders. Bei einem MacBook entscheidet macOS grösstenteils selbst, wie tief der Ruhezustand ausfällt. Nach ein paar Stunden im Standby sichert das System den Arbeitsspeicher zusätzlich auf der Festplatte, damit ein MacBook auch nach tagelanger Standby-Zeit noch Akku übrig hat.
Ein Windows-Laptop überlässt dir dagegen die Wahl. Du kannst selbst festlegen, ob das Gerät beim Zuklappen in den einfachen Energiesparmodus, in den Ruhezustand oder gleich ganz herunterfährt. Diese Freiheit hat einen Preis, denn falsch eingestellt, entleert sich der Akku über Nacht schneller als bei einem MacBook im selben Zustand. Windows-Geräte laufen zudem tendenziell unrunder, wenn sie tagelang nie neu gestartet werden, während ein MacBook diese Alterserscheinung deutlich seltener zeigt.
So behältst du die Kontrolle
- Windows-Laptop einstellen: Öffne mit der Tastenkombination «Windows» und «X» die Energieoptionen und lege unter «Auswählen, was beim Zuklappen des Computers geschehen soll» fest, ob dein Gerät herunterfahren, in den Ruhezustand wechseln oder im Energiesparmodus bleiben soll.
- MacBook im Standby beobachten: Lässt sich dein MacBook auch nach längerer Standby-Zeit zügig aufwecken, musst du nichts ändern. Wird das Aufwachen spürbar langsamer oder der Akku ungewöhnlich warm, lohnt sich ein Neustart.
- Einmal pro Woche durchstarten: Fahr dein Gerät – egal ob Mac oder PC – mindestens einmal wöchentlich vollständig herunter, damit Updates einspielen und der Arbeitsspeicher sich leert.
- Vor Reisen komplett ausschalten: Im Flugzeug oder bei längerem Transport gehört der Laptop ganz ausgeschaltet, nicht nur zugeklappt, schon aus Sicherheitsgründen.
- Akkuwarnung ernst nehmen: Sinkt der Akkustand im Standby unter eine kritische Grenze, wechseln moderne Geräte automatisch in einen tieferen Ruhezustand, um Datenverlust zu verhindern – warte diesen Moment aber nicht bewusst ab.
Für den Alltag heisst das: Zuklappen ist für die kurze Pause zwischen zwei Meetings völlig in Ordnung, bei beiden Systemen. Wer aber öfter über das Wochenende nicht am Gerät sitzt, fährt mit einem bewussten Herunterfahren besser. Der Akku dankt es, und der nächste Start fühlt sich spürbar frischer an.
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