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Jetzt meldenDie ukrainischen Soldaten haben laut US-Experten innerhalb von fünf Tagen mehr Gelände zurückgewonnen als die russischen Truppen insgesamt seit April besetzt haben. Die Entwicklungen im Ticker:
Die ukrainischen Soldaten haben laut US-Experten innerhalb von fünf Tagen mehr Gelände zurückgewonnen als die russischen Truppen insgesamt seit April besetzt haben.
Die ukrainischen Truppen haben bei ihrer Offensive südöstlich von Charkiw nach eigenen Angaben etwa 3000 Quadratkilometer Land zurückerobert. Einige Verbände befänden sich noch etwa 50 Kilometer von der russischen Grenze entfernt, sagte Militärchef Walerij Saluschnjy. Ein am Sonntag veröffentlichtes Video zeigte Soldaten, die in Tschkalowske die ukrainische Flagge hissen.
Die russische Führung hat kurz nach einer schweren Niederlage des eigenen Militärs in der Ukraine Verhandlungen mit Kiew in Aussicht gestellt. «Russland lehnt Verhandlungen mit der Ukraine nicht ab, doch je länger der Prozess hinausgezögert wird, desto schwerer wird es, sich zu einigen», sagte Aussenminister Sergej Lawrow im Staatsfernsehen. Die Verhandlungen, die kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen das Nachbarland begannen, sind seit Monaten ausgesetzt.
Nach dem Teilrückzug der eigenen Truppen hat Russland ukrainischen Angaben zufolge die kritische Infrastruktur des Nachbarlandes beschossen. In mehreren Regionen seien Orte ohne Strom, meldeten ukrainische Medien am Abend. Über Probleme bei der Strom- sowie bei der Wasserversorgung berichteten unter anderem Politiker im ostukrainischen Gebiet Charkiw, aus dem russische Einheiten erst kurz zuvor abgezogen waren.
Kremlchef Wladimir Putin und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben Angaben aus Moskau zufolge zur kritischen Lage am von Russland besetzten ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja telefoniert. Putin habe ein internationales Einwirken auf die Ukraine gefordert, damit diese ihre Angriffe auf die Anlage einstelle, hiess es in einer Kreml-Mitteilung. Kiew wiederum wirft den russischen Truppen immer wieder vor, das seit März unter ihrer Kontrolle stehende AKW selbst zu beschiessen.