Ein «Fortnite»-Killer? «Apex Legends» geht gerade durch die Decke

Martin Abgottspon

6.2.2019 - 09:56

«Apex Legends» ist seit Montag der neue Renner im Battle-Royale-Universium.
Bild Electronic Arts

Nicht einmal acht Stunden dauerte es, da hatte der neue Battle-Royale-Titel «Apex Legends» eine Million Spieler. Doch worum geht es hier überhaupt?

Wie aus dem Nichts tauchte «Apex Legends» auf. Das Spiel wurde von Entwickler Electronic Arts im Vorfeld kaum beworben. Ganz im Gegensatz zu «Anthem», das ebenfalls noch diesen Monat erscheinen soll. Trotzdem hat das Spiel auf Anhieb eingeschlagen wie eine Bombe.



Über eine Million Spieler haben sich innerhalb der ersten acht Stunden für das Gratis-Game registriert. Inzwischen soll bereits die 2,5-Millionen-Marke geknackt sein. Auf Twitch explodieren die Zuschauerzahlen, und die grössten Streamer sind ebenfalls im «Apex Legends»-Fieber. Einige werden dafür zwar bezahlt, die meisten aber nicht.

Die «Game Star» hat «Apex Legends» schon ausgiebig getestet.

Bild: Youtube

Was  «Apex Legends» anders macht

Im vergangenen Jahr hat «Fortnite» den Zahn der Zeit getroffen. Ein neues Genre hat «Fortnite» zwar nicht geschaffen, aber für die Masse mit seinem Comic-Look und der einzigartigen Baumechanik perfektioniert. Vermeintliche Konkurrenz-Titel gab es Dutzende. Wirklich gefährlich war aber keiner. Bis jetzt.

«Apex Legends» hält am Grundprinzip von Battle-Royal-Spielen fest. 60 Spieler werden auf einer Insel abgeworfen, wo es darum geht, alle anderen zu überleben, während die Zone immer kleiner wird. Anders als in bisherigen Battle-Royal-Spielen haben die Akteure in «Apex Legends» nun aber spezielle Fähigkeiten, die sie im Kampf einsetzen können.

Acht Klassen stehen zur Verfügung, mit denen man nicht nur gut zielen muss, sondern etwa auch als Heiler seine Kollegen bestens versorgt oder die Gegner mit einem Klon-Trick zum Narren hält. «Wir wollten unser eigenes PUBG, mögen aber auch Overwatch und Rainbow Six», sagt Electronic Arts ganz unverblümt über den neuen Glücksgriff aus eigenem Hause. Diese Verbindung hat der Enwickler gut hinbekommen.

Das führt im Weiteren auch dazu, dass «Apex Legends» im Vergleich zu «Fortnite» den Fokus viel stärker aufs Team-Gameplay legt. Gespielt wird in Dreiergruppen, und wer da am Ende als Sieger triumphieren will, gibt besser auf seine Teamkollegen acht.

Wer «Titanfall» kennt, wird sich in «Apex Legends» schnell zurechtfinden.
Bild: Electronic Arts

Gekommen, um zu bleiben?

Trotz der beachtlichen Zahlen muss «Apex Legends» nun aber erst beweisen, dass es auch langfristig mit den Grossen der Zunft mithalten kann. Die Voraussetzungen dafür scheinen zwar gegeben, doch hatte das Spiel zumindest am Anfang noch technische Probleme in Form von massiven Zeitaussetzern. Ausserdem bemängeln einige Spieler, dass gerade die Startphase häufig etwas langweilig sei, weil die Karte für 60 Spieler viel zu gross ausgelegt ist.

Für eine willkommene Abwechslung sorgt «Apex Legends» aber ohnehin. Ja, es ist eine Art «Fortnite», aber mehr für Erwachsene, die zudem auch Wert auf gutes Teamplay legen.

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