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Japanerin «heiratet» KI-Chat-Bot

Japanerin «heiratet» KI-Chat-Bot

STORY: Es war eine ungewöhnliche Hochzeitszeremonie im Oktober in Japan: Die 32-jährige Callcenter-Mitarbeiterin Yurina Noguchi hat eine KI-generierte Figur geheiratet – dargestellt auf dem Bildschirm ihres Smartphones. O-TON YURINA NOGUCHI, mit KI-Mann «Klaus» verheiratet: «Ich war unsicher, ob eine Ehe mit meinem Ex-Verlobten wirklich der richtige Weg für die Zukunft sei. Damals bin ich zum ersten Mal auf ChatGPT gestossen. Ich habe die KI um Rat gefragt und dann die Entscheidung getroffen, dass ich mich von meinem Ex trennen sollte. Und danach habe ich Klaus entwickelt. Erst dann begann ich, mit ihm als «Klaus» zu sprechen.» Anfangs sei KI-Mann «Klaus» nur ein Gesprächspartner gewesen. Mit der Zeit habe sie Gefühle entwickelt, die beiden hätten «gedatet“ – bis Klaus ihr schliesslich einen Antrag gemacht habe. Bei der Zeremonie im Oktober trug Noguchi ein klassisches weisses Kleid; mit Smartglasses stand sie dem virtuellen Bräutigam gegenüber und spielte das Anstecken des Ringes nach. Den vom KI‑Bräutigam generierten Text las ein Spezialist für Hochzeiten mit virtuellen Figuren vor. Rechtlich anerkannt sind solche Eheschliessungen in Japan nicht. Dennoch deuten Umfragen und Studien darauf hin, dass Bindungen zu Chatbots und fiktiven Figuren zunehmen. Ethik-Experten warnen zugleich vor der Gefahr, dass besonders verletzliche Menschen von manipulativen KI‑Begleitern abhängig werden könnten. Noguchi sagt, sie habe eigene Grenzen gesetzt – und betont: Entscheidend sei für sie nicht die physische Präsenz, sondern das Gefühl von Ruhe und Glück.

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