Da bleibt so oder so kein Auge trocken

Fabian Tschamper

10.5.2020 - 14:00

Die Beziehung zwischen Müttern und ihren Kindern prägen unzählige Filme. Die Bindung sollte immer positiv sein, doch manchmal ist sie dies eben nicht. Die herzerwärmendsten und traurigsten Filme zum Muttertag.

«Ben Is Back», 2018

Die Geschichte dreht sich um Holly (Julia Roberts) und Ben Burns (Lucas Hedges). Ben ist Hollys drogenabhängiger Sohn, der plötzlich wieder vor ihrer Haustüre steht – 77 Tage clean. Sein Stiefvater und seine Geschwister sind skeptisch gegenüber Bens Rehabilitation und Holly stellt klare Regeln auf im Haushalt. Ben darf nicht einmal auf die Toilette, ohne die Tür aufzulassen.

Regisseur Peter Hedges erzählt die Geschichte über einen Zeitraum von 24 Stunden. Obwohl der Film hier und da Klischees bedient, teilt er eine kraftvolle Anti-Drogen-Botschaft.

«Mother's Day», 2016

Die Amerikaner lieben Filme, bei denen die Protagonisten aus unwahrscheinlichen Gründen irgendwie miteinander verbunden sind, dies aber nicht wissen. «Mother's Day» macht genau das und handelt von einer Gruppe von Leuten in Atlanta, die ihre Beziehung zu ihrer Mutter aufarbeiten wollen.



Die Besetzung lässt sich sehen: Jennifer Aniston, Kate Hudson, Julia Roberts, Jason Sudeikis und Timothy Olyphant reichen sich die Hand und zeigen, dass die eigenen Wurzeln hin oder her grosse Bedeutung haben.

«Bad Moms», 2016

Der Plot der Komödie ist schnell erklärt: Die Protagonistinnen fühlen sich nicht geschätzt in ihrem Haushalt – oder werden sogar hintergangen von ihren Ehemännern. Es finden sich also Amy, Kiki und Carla und beschliessen, sich der Verantwortung der Familie zu entziehen und – mit Verlaub – mal so richtig die Sau rauszulassen.

Die Combo mit Kristen Bell, Mila Kunis und Kathryn Hahn funktioniert tadellos und dürfte dem einen oder anderen zum Muttertag einen Lacher bescheren.

«After the Wedding», 2019

Aus einem Businessdeal vor dem Tag einer Hochzeit wird ein Gefühlschaos: Isabel (Michelle Williams) möchte einen Zustupf für ihr Waisenhaus in Indien. Sie findet eine Sponsorin in Theresa (Julianne Moore), die veranlasst, dass Isabel sie besucht – dies am Tag vor der Hochzeit von Theresas vermeintlicher Tochter Grace. Dabei stellt sich heraus, dass Theresa Ehemann ein Ex ist von Isabel – und das gemeinsame Kind, das eigentlich zur Adoption hätte freigegeben werden sollen, steht nun vor dem Altar.

«Mothers and Daughters», 2016

Die Besetzung des Dramas ist herausragend: Susan Sarandon, Sharon Stone, Christina Ricci und Courtney Cox versuchen im Film ihre Beziehung zu ihren Töchtern zu fassen, zu definieren – dies im Rahmen eines Kunstprojekts von Rigby (Selma Blair). Jene versucht damit ihre eigene Beziehung zu ihrer Mutter aufzuarbeiten.

Die Grenzen zwischen echter Dokumentation und fiktivem Werk verschmelzen in diesem Film, obwohl er komplett konstruiert ist ohne dokumentarischen Wert.

«Room», 2015

Hauptdarstellerin Brie Larson («Captain Marvel») durfte für diesen Film einen Oscar entgegennehmen – und dies zu Recht. Sie spielt die 24-jährige Mutter Joy Newsome, die zusammen mit ihrem fünfjährigen Sohn Jack in einem neun Quadratmeter grossen Schuppen lebt, den sie «Raum» nennen.



Jacks biologischer Vater hat Joy vor sieben Jahren entführt und hält sie seit damals in dem Schuppen gefangen. Old Nick, wie er genannt wird, kommt regelmässig um Lebensmittel zu bringen und Joy zu vergewaltigen. Trotz ihrer hoffnungslosen Lage gibt sich Joy für ihren Sohn optimistisch und lässt ihn glauben, dass nur der «Raum» real sei und der Rest der Welt einzig im Fernsehen existiert – bis sich das Blatt für die beiden plötzlich wendet.

Und hier noch die Bilder des Tages

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