Filmfestival Zürich

«Werk ohne Autor»-Regisseur will spannender sein als die Wahrheit

SDA

27.9.2018 - 16:40

Regisseur und Oscarpreisträger Florian Henckel von Donnersmarck reist am Sonntag in die Schweiz, um am Zurich Film Festival seinen Film «Werk ohne Autor» vorzustellen. (Archivbild)
Source: Keystone/EPA/CLEMENS BILAN

Am Sonntag zeigt das Zurich Film Festival «Werk ohne Autor», den neuen Film des deutschen Regisseurs Florian Henckel von Donnersmarck. Er basiert lose auf dem Leben des Künstlers Gerhard Richer, mit dem er «besonders viel Zeit» verbracht habe.

«Vier Wochen war ich bei ihm in Köln, die letzten Tage waren wir dann in Dresden, dort haben wir die Orte seiner Jugend angeschaut», erzählte der 45-jährige Oscarpreisträger («Das Leben der Anderen») im Interview der Nachrichtenagentur dpa. Richter habe ihn auch alle Gespräche aufzeichnen lassen, die sie führten.

Künstler in einer schwierigen Zeit 

Das Drama «Werk ohne Autor» erzählt von einem Künstler, der während der NS-Zeit aufwächst, in der DDR erste Erfolge feiert, dann aber in Westdeutschland einen Neuanfang wagt. Der Film orientiert sich dabei deutlich am Leben von Gerhard Richter. Henckel von Donnersmacrk betonte aber, dass es «keine 1:1-Biografie» sein soll. «Die Geschichte hat mir nicht die dramatischen Bausteine geliefert, die ich brauchte, um einen spannenden Film zu erzählen.»

Premiere am ZFF

Er habe sich daher gefragt, wie so eine Geschichte hätte sein können und sich dann «alle Freiheiten genommen, die ich wollte», um ein eigenständiges Kunstwerk schaffen zu können. «Und das musste interessanter und spannender sein als die Wahrheit.» Das Drama «Werk ohne Autor» feiert am 14. Zurich Film Festival Premiere im deutschsprachigen Raum. Florian Henckel von Donnersmarck wird mit den Schauspielern Tom Schilling und Sebastian Koch persönlich anwesend sein.

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