Selbst Obama kannte nach dieser Rede Johann Schneider-Ammann

tjb

6.3.2021

«Rire, c'est bon pour la santé …» – diese Worte Johann Schneider-Ammanns sind unvergessen. Der Viral-Hit wurde für den damaligen Bundespräsidenten zum PR-Albtraum – doch inzwischen sieht er darin auch das Gute.

tjb

6.3.2021

Einige Schweizer Bundesräte erinnert man vor allem wegen – meist ungewollt – komischen Einlagen bei öffentlichen Auftritten. Adolf Ogi mit seinem «Freude herrscht!» an die Adresse des ersten Schweizers im All, Rudolf Merz mit dem «Bü-hü-hü-hünderfleisch»-Lachanfall in der Fragestunde des Nationalrats. Johann Schneder-Ammann hat sich mit seiner Rede zum Tag der Kranken vor genau fünf Jahren ins kollektive Gedächtnis gebrannt.

Am 6. März 2016 hielt er im Westschweizer Fernsehen RTS eine Ansprache zum Tag der Kranken, der in der Schweiz jeweils am ersten Sonntag im März begangen wird. Da sitzt also ein bierernst dreinblickender Bundespräsident und setzt in bestem Français fédéral zu seiner Rede an: «Rire, c’est bon pour la santé …». Viel Häme ergiesst sich über den einstigen FDP-Magistraten wegen seinem komplett verunglückten Auftritt.

Erst die West-, dann die Gesamtschweiz krümmt sich vor Lachen über Schneider-Ammanns Worte. Und selbst über die Grenzen hinaus macht der damalige Bundespräsident mit dem Auftritt von sich reden. Einige Tage später greift der britisch-amerikanische TV-Komiker John Oliver die Rede in seiner Sendung «Last Week Tonight» auf. Womit die Rede selbst aufs Radar des damaligen Präsidenten Barack Obama gerät – denn dieser spricht Schneider Ammann bei einem späteren Treffen auf ebenjenen Auftritt an.

Für den Bundespräsidenten wächst sich die Rede schnell zum PR-Desaster aus. Doch schon kurze Zeit später kann er gelassen darauf zurückblicken – und der Sache sogar etwas Positives abgewinnen, wie er der «Handelszeitung» sagt: «Das Video zum Tag der Kranken war eine Panne – aber immerhin weiss nun jeder, dass es diesen Tag gibt.»

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