«Game of Thrones»-Ersatz? Neues Serien-Spektakel «Britannia»: Kelten, Römer, Druiden

tsch

23.2.2018

Ist die neue Sky-Serie «Britannia» nur ein «Game of Thrones»-Lückenfüller oder doch mehr?

«Game of Thrones»-Fans weltweit sind nahezu in Schockstarre verfallen, als verkündet wurde, dass die finale Staffel des Fantasy-Epos erst 2019 ausgestrahlt werden wird. Doch die Wartezeit wird gut gefüllt, denn mit ihrer ersten Koproduktion «Britannia» schlagen Sky und Amazon in eine ähnliche Kerbe: Finstere Mächte und blutige Schlachten zwischen Römern und Kelten im 1. Jahrhundert nach Christus erwarten den Zuschauer in dem Format, das ab Freitag, 23. Februar, auf Sky Atlantic HD zu sehen ist.

Kelten gegen Römer

Der Serie aus der Feder von Jez Butterworth liegt eine reale historische Epoche zugrunde. Konkret geht es um die im Jahr 43 nach Christus einsetzende römische Invasion des späteren Grossbritanniens. Aulus Plautius (David Morrissey) führt die Legionen an und müht sich, mit 400 Schiffen und 20'000 Soldaten die britische Insel in eine römische Provinz zu verwandeln. Doch die Inselbewohner haben bei den römischen Expansionsplänen ein Wörtchen mitzureden. Das Volk der Kelten existiert in vielen untereinander zerstrittenen Stämmen. Doch nur gemeinsam können sie den Invasoren Einhalt gebieten.

Kelten und Römer kämpfen in neun blutigen Folgen um die Vorherrschaft Britanniens. Der Clou dabei: Die mysteriösen Kelten beschwören mithilfe ihrer Druiden finstere Mächte aus der Unterwelt, damit diese ihnen im Kampf gegen die überheblichen Aggressoren beistehen. Ob das gut geht?

Prominente Besetzung

Kelly Reilly spielt die Keltenfürstin Kerra, die mit ihrer Rivalin Antedia (Zoë Wanamaker) gemeinsame Sache machen muss, um sich des Ansturms vom Festland zu erwehren. Reilly wirkte in der zweiten Staffel von «True Detective» mit, zudem kennt man sie aus Guy Ritchies «Sherlock Holmes»-Filmen.

Wanamaker hingegen hat als Fluglehrerin Madam Hooch in «Harry Potter und der Stein der Weisen» bereits Fantasy-Erfahrung sammeln können. Genau wie Mackenzie Crook, der den Druiden Veran spielt und vielen noch aus «Fluch der Karibik» bekannt sein dürfte. David Morrissey hat mit seiner Rolle als «The Governor» in «The Walking Dead» sowohl Erfahrung im seriellen wie im blutigen Genre-Bereich. Ergänzt wird der namhafte Cast noch vom Dänen Nikolaj Lie-Kaas, der aus den Jussi Adler-Olsen-Verfilmungen «Erbarmen», «Schändung» und «Erlösung» bekannt ist, sowie von Ian McDiarmid, der den Imperator in den «Star Wars»-Filmen darstellte.

Jeremy «Jez» Butterworth, Schöpfer der Serie, hat sich bisher als Autor von Theaterstücken und Filmen einen Namen gemacht. Zu seinen bekanntesten Werken zählen «James Bond 007: Spectre» und «Edge of Tomorrow» mit Tom Cruise und Emily Blunt. Ob der Ausstattungsaufwand, die brutalen Konflikte und die düstere Fantasy von «Britannia» das Publikum ähnlich im Sturm erobern wird wie «Game of Thrones» von David Benioff und D.B. Weiss, muss sich erst zeigen.

Mehr als nur ein Lückenfüller?

«Britannia» nur als Lückenfüller für sehnsüchtige Westeros-Fans abzutun, wird dem Format allerdings nicht gerecht. Denn die Serie steht auf ihren eigenen Beinen und hat Potenzial. Sie vermag es aber möglicherweise tatsächlich in die Lücke zu stossen, die «Game of Thrones» spätestens 2019 hinterlassen wird.

Ob dem so ist, lässt sich frühestens ab Freitag, 23. Februar, feststellen. Dann zeigt Sky Atlantic HD die erste Folge um 20.15 Uhr. An vier darauffolgenden Freitagen werden die restlichen acht Episoden jeweils in Doppelfolgen ausgestrahlt. Sky zeigt die Serie in deutschsprachiger Erstausstrahlung und bietet sein Format auch via Sky Ticket, Sky Go und Sky on Demand an.

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