Milliardenprojekt in Bern: «Einstein» liefert seltene Einblicke

14.6.2018 - 08:32, tsch

«Einstein»-Moderator Tobias Müller spricht mit den Projektleitern des RBS, Adrian Wildbolz, und der SBB, Benno Nussberger - zwei von mehreren Bauherren, die für den neuen Berner Bahnhof zuständig sind.
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Tobias Müller darf ausnahmsweise auch gleich selber ran.
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Auf dem Raupenbagger wird Müller in die Kunst des Spitzens eingeführt.
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So soll der neue Bahnhof Bern unterirdisch aussehen.
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Hier wird die Grundlage einer unterirdischen Baustelle gelegt.
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Rechts neben der roten Wand befindet sich die «Eilgut»-Baustelle des RBS.
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So sieht der Bahnhof Bern zurzeit von oben aus.
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Arbeiten bei Nacht an den Gleisen: Es ist 3 Uhr morgens zwischen Gleis 3 und 4 - eine Schutzmauer wird gebaut, Gleise und Fahrleitungen werden angepasst.
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Die Arbeiter nutzen die Zeitfenster der Nacht zum Schaffen, damit der Bahnbetrieb bei Tag aufrecht erhalten werden kann.
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Wenige Stunden in der Nacht können die Arbeiter die freien Gleise nutzen, um am neuen Bahnhof zu schaffen. Hier im Morgengrauen gegen 5 Uhr bauen sie bereits die Baustelle wieder zurück, damit der Bahnverkehr anschliessend wieder aufgenommen werden kann.
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Das Arbeiten im Dunkeln ist nicht leicht. Und gefährlich obendrein. Denn hier darf kein Zug fahren und die Fahrleitungen mit 15'000 Volt müssen ausgeschaltet sein.
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«Einstein»-Moderator Tobias Müller forscht am Milliardenbau und öffnet geheime Baustellenpforten.
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Berner Bahnhof oder Berliner BER: «Grossbaustellen und Milliardenprojekte» dauern und verschlingen Unsummen. «Einstein» beleuchtet das Thema von allen Seiten.

Vom Gotthardtunnel bis zur Golden Gate Bridge, vom Berner Bahnhof bis zum Berliner Flughafen BER: Gigantische Bauprojekte faszinieren die Menschheit schon immer - sorgen aber in gleichem Masse für Probleme und Ärger. «Einstein» widmet sich in der aktuellen Ausgabe der Debatte um «Grossbaustellen und Milliardenprojekte», die Unsummen verschlingen und an denen nicht selten Jahre gewerkelt wird. Das Wissensmagazin beleuchtet die «Vision Berner Bahnhof», die in einer Dekade realisiert sein soll. Welche «Pleiten, Pech und Pannen» auf derlei Projekte zukommen können wird ebenso thematisiert wie die «Mobilität der Zukunft», die nicht selten alten Plänen einen Strich durch die Rechnung macht. Eine Fachfrau erklärt zudem, wie man derlei gigantische Vorhaben am besten angeht.

Neuer Berner Bahnhof - fast unsichtbares Milliardenprojekt

In Bern entsteht ein im Alltag fast unsichtbares Milliardenprojekt: Noch zehn Jahre lang soll in 25 Metern Tiefe am neuen Regionalbahnhof samt Fussgängerzone mit Ladenpassage gebaut werden. Oben hingegen setzt man auf Licht: Der Blick auf die Stadt soll frei werden. Kostenpunkt: mehr als eine Milliarde Franken. «Einstein» blickt hinter die Kulissen des Bahnhofs-Plans und liefert seltene Einblicke.

Was es bedeutet, solche Grossprojekte zu stemmen

Gigantische Bauvorhaben wie diese sind es, die auch heute noch eine riesige Herausforderung darstellen. Was es bedeutet, diese zu stemmen, erklärt Bauingenieurin Sandra Akmansoy, die das dänische Büro der grossen Baufirma Arup leitet. Ihr Unternehmen verantwortete etwa das Opernhaus in Sydney. Derzeit geht die Expertin ein neues Grossprojekt an: einen 18 Kilometer langen Tunnel, der unter dem Meer Dänemark und Deutschland verbinden soll. Was sie an derlei Aufgaben reizt und wo die Arbeit kritisch ist, verrät Akmansoy im Porträt.

Und wenn alles schiefläuft?

Was es bedeutet, wenn alles schiefläuft, illustriert kein anderes Projekt besser als der geplante Berliner Grossflughafen BER. Seit Jahren verschlingt die Dauerbaustelle Milliarden um Milliarden - ein Ende ist kaum in Sicht. Wie man ein derartiges Scheitern verhindern kann, erklärt ETH-Bauingenieur Heinz Ehrbahr, der den Rohbau des Gotthard-Basistunnels leitete und Studenten beibringt, wie man erfolgreich gross baut. Er weiss, warum milliardenteurer Gigantismus hierzulande nicht möglich ist.

Die Zukunft im Blick behalten

Im letzten Beitrag beleuchtet «Einstein» schliesslich die «Mobilität der Zukunft». Wenn selbstfahrende Autos, Drohnen und E-Bikes Alltag werden, dürfen Grossprojekte wie der Berner Bahnhof schliesslich nicht an veralteten Plänen festhängen. Die Reportage zeigt, wie die Verantwortlichen per «Trendradar» die Entwicklung zur Smart City immer im Blick behalten.

Die neuste Ausgabe von «Einstein» läuft am Donnerstag, 14. Juni, um 22.25 Uhr auf SRF 1. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

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