Argentinische Ministerin findet Schweiz «langweilig» — und erntet Kritik

toko

4.9.2021

Die argentinische Sicherheitsministerin Sabina Frederic.
Gobierno de la Nación Argentina /Ministerio de Seguridad

Die argentinische Sicherheitsministerin Sabina Frederic muss in ihrem Land derzeit Kritik und Spott einstecken — weil sie die Schweiz als «langweilig» bezeichnet hat. Auch der Schweizer Botschafter äussert sich.

toko

4.9.2021

Argentinien hat seit Jahren mit steigenden Kriminalitätsraten zu kämpfen — auch wegen einer anhaltenden Wirtschaftskrise. Vor einigen Tagen wurde die argentinische Sicherheitsministerin Sabina Frederic vom Radiosender «Mitre» zum Thema befragt.

Der Moderator fragte Frederic schliesslich, ob man etwa in die Schweiz auswandern müsse, um sich sicher zu fühlen. Daraufhin erklärte die Ministerin, in der Schweiz sei es zwar ruhiger, aber eben auch «langweiliger».

Die Aussage löste in Argentinien ein grosses Medienecho aus und brachte Frederic Kritik ein. Auch der Schweizer Botschafter äusserte sich — allerdings eher humorvoll.

Inzwischen sah sich die Ministerin dem «Blick» zufolge zu einem Rückzieher gezwungen. Sie sei falsch verstanden worden. Auswandern sei keine Option, man müsse die Probleme vielmehr im Land lösen.

Immerhin, so die Ministerin, sei es in der Schweiz gerade deshalb ruhig, weil das Land seine eigenen Probleme gelöst habe.