Corona-Übersicht

Bundesrat will keinen Lockdown – Kantone ergreifen eigene Massnahmen

Agenturen/red

18.12.2020 - 22:02

Die wichtigsten Entscheide des Bundesrats:

  • Gastrobetriebe werden geschlossen, auch über die Festtage.
  • Sportbetriebe werden ebenfalls geschlossen. Im Freien darf man Sport noch in Gruppen bis maximal fünf Personen betreiben.
  • Auch Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Museen, Kinos, Bibliotheken und Casinos müssen schliessen. Kulturveranstaltungen mit Publikum bleiben verboten.
  • Für Einkaufsläden wird die maximale Anzahl von Kund*innen, die sich dort gleichzeitig aufhalten dürfen, weiter eingeschränkt.
  • Über den Betrieb von Skigebieten entscheiden die Kantone. Luzern, Schwyz, Zug und Nidwalden schliessen ihre Ski- und Sesselliftanlagen vom 22. Dezember bis mindestens 29. Dezember. Walliser Skigebiete bleiben geöffnet.
  • Kantone mit günstiger epidemiologischer Entwicklung können Erleichterungen beschliessen.

Laut Angaben der Johns-Hopkins-Universität liegt die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in der Schweiz bei bislang insgesamt 403'989; davon gelten 311'500 als genesen. 6541 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 verstorben. Weltweit stieg die Zahl der Infizierten auf 75'433'871, die Zahl der Toten auf 1'670'531.

Folgende verschärfte Massnahmen im Kampf gegen Corona hat der Bundesrat heute beschlossen – eine Zusammenfassung:

Ab Dienstag sind schweizweit Restaurants, Kultur-, Freizeit- und Sportbetriebe geschlossen. Läden dürfen montags bis samstags von 6 bis 19 Uhr öffnen, müssen aber an Sonntagen und Feiertagen schliessen. Die Skigebiete dürfen offen bleiben, sofern sie eine kantonale Bewilligung erhalten. Dies hat der Bundesrat am Freitag beschlossen. Die Massnahmen gelten vorerst bis am 22. Januar. Am 30. Dezember wird der Bundesrat Bilanz ziehen und allenfalls auf Anfang Januar zusätzliche Massnahmen ergreifen.

22.00 Uhr: Wir beenden unseren heutigen Ticker

21.41 Uhr: WHO-Experten reisen Anfang Januar nach China

Ein internationales Expertenteam soll in der ersten Januarwoche für Forschungen zum Ursprung der Corona-Pandemie nach China reisen. Geplant sei ein Besuch im mutmasslichen Ausgangsort des Ausbruchs in der Stadt Wuhan, sagte Michael Ryan, der Leiter der Notfallprogramme der Weltgesundheitsorganisation. Vor Ort würden Quarantäne-Vorkehrungen für das Team getroffen. Die Fachleute würden zwar mit ihren chinesischen Kollegen zusammenarbeiten, jedoch nicht von ihnen beaufsichtigt.

Ryan kam auch auf die aktuelle Lage im Kampf gegen die Pandemie zu sprechen. Die Welt solle den Beginn von Corona-Impfungen feiern, doch würden «die nächsten drei bis sechs Monate hart», sagte er. Man müsse davon ausgehen, dass sich die Virusausbreitung in Ländern noch einmal verschärfen werde, die schon jetzt mit hohen Fallzahlen konfrontiert seien.

21.02 Uhr: Run auf Zürcher Testzentren

Vor Weihnachten bringt der grosse Andrang die Zürcher Covid-Testzentren in Bedrängnis. Die Warteschlangen seien vor den Stadtspitälern Waid und Triemli am Freitag teilweise mehr als hundert Meter lang gewesen, berichtet der «Tagesanzeiger». «Nächster freier Termin: 26. Dezember 2020», heisst es bei der Online-Terminanmeldung. Auch im Unispital sind laut dem Online-Buchungsportal nur noch Termine ab nächster Woche erhältlich.

20.48 Uhr: Kroatien verhängt Reiseverbot für Feiertage

Angesichts der zahlreichen Corona-Infektionen in Kroatien hat die Regierung ein Reiseverbot während der Feiertage verhängt. Vom 23. Dezember bis zum 8. Januar dürfen sich die Kroaten nur innerhalb ihrer jeweiligen Regionen bewegen, wie Innenminister Davor Bozinovic am Freitag mitteilte. Gleichzeitig lockerte die Regierung die Einschränkungen für Gottesdienste in dem streng katholischen Land.

Kroatien ist nach Litauen das EU-Land mit der zweithöchsten Pro-Kopf-Infektionsrate. Pro 100'000 Einwohnern wurden in den vergangenen zwei Wochen 1158 Fälle registriert. In dem Land mit 4,2 Millionen Einwohnern infizierten sich seit Beginn der Pandemie fast 200.000 Menschen mit Corona, mehr als 3000 starben an oder mit dem Virus.

20.27 Uhr: US-Führungsfiguren lassen sich impfen

Der gewählte US-Präsident Joe Biden wird sich am kommenden Montag öffentlich gegen das Coronavirus impfen lassen. Der 78-Jährige und seine Ehefrau Jill würden den Biontech-Pfizer-Impfstoff in ihrem Heimatstaat Delaware verabreicht bekommen, sagte Bidens Sprecherin Jen Psaki am Freitag. Damit solle «die klare Botschaft an die Öffentlichkeit gesandt werden, dass es (die Impfung) sicher ist.»

Zuvor hatte sich der scheidende Vizepräsident Mike Pence vor laufenden Kameras den Impfstoff des Mainzer Biotechnologie-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer spritzen lassen. Der Republikaner sagte dabei, es gehe darum, «Vertrauen in den Impfstoff aufzubauen». Das Vakzin sei «sicher und wirksam».

Der amtierende US-Vizepräsident Mike Pence (l) erhält eine Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Pfizer-BioNTech im Eisenhower Executive Office Building auf dem Gelände des Weißen Hauses.
Der amtierende US-Vizepräsident Mike Pence (l) erhält eine Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Pfizer-BioNTech im Eisenhower Executive Office Building auf dem Gelände des Weißen Hauses.
Bild: dpa

Auch die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, die 80-jährige Demokratin Nancy Pelosi, und der republikanische Mehrheitsführer im US-Senat, Mitch McConnell, ließen sich am Freitag impfen. Sie betonte im Kurzbotschaftendienst Twitter, sie habe «Vertrauen in die Wissenschaft».

20.22 Uhr: Verteilung von Corona-Impfstoff für ärmere Länder soll Anfang 2021 beginnen

Die Verteilung von Corona-Impfstoffen an ärmere Länder könnte nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im ersten Quartal des kommenden Jahres beginnen. Wie die WHO und die Impfbündnisse Gavi und Cepi am Freitag mitteilten, konnten fast zwei Milliarden Dosen unterschiedlicher Impfstoffe, die sich noch in der Entwicklung befinden, für bedürftige Länder gesichert werden. An der Covax-Initiative zur Beschaffung von Impfstoffen für ärmere Länder nehmen 190 Staaten teil.

Die Covax-Initiatoren betonten jedoch, dass die Verteilung «abhängig von den behördlichen Genehmigungen und der Bereitschaft der Länder zur Lieferung» sei. Zu den Impfstoffherstellern, die bisher jeweils hunderte Millionen Dosen zugesagt haben, zählen den Angaben zufolge AstraZeneca, Johnson & Johnson, Novovax und Sanofi. Die Impfstoffe dieser Hersteller haben bislang keine Zulassung erhalten.

20.09 Uhr: Eröffnung von Academy Museum verschoben

Das neue Academy Museum of Motion Pictures in Los Angeles soll nicht wie geplant im April, sondern erst Ende September 2021 eröffnet werden. Dies gab die Museumsleitung am Freitag bekannt. Der neuerliche Aufschub wurde mit steigenden Corona-Zahlen in Südkalifornien und der anhaltenden Schliessung kultureller Einrichtungen begründet.

Die Einweihung des Museums der Filmakademie, die alljährlich die Oscars verleiht, hatte sich mehrfach verzögert. 2012 waren die Pläne für den Bau des italienischen Stararchitekten Renzo Piano verkündet worden. Das Museum, für dessen Bau zunächst Kosten von 200 Millionen Dollar veranschlagt worden waren, sollte im Jahr 2016 eröffnet werden. Zwischenzeitlich haben sich die Baukosten fast verdoppelt. Stars wie Steven Spielberg, Barbra Streisand und George Lucas, aber auch Filmstudios, Stiftungen und Firmen spendeten Millionenbeträge.

19.24 Uhr: Macron – Fahrlässigkeit und Pech

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat seine Covid-19-Erkrankung auf Fahrlässigkeit und Pech zurückgeführt. Er werde «vollkommen transparent» hinsichtlich seiner Krankheit sein, sagte Macron am Freitag in einem offenbar selbst gefilmten Video von seiner Residenz La Lanterne in Versailles aus.

Kritiker hatten am Freitag auf angebliche Patzer Macrons bei der Vorbeugung gegen das Coronavirus in der vergangenen Woche verwiesen. Macron trägt normalerweise eine Maske und hält sich an Abstandsregeln. Der 42-Jährige wurde aber in den vergangenen Tagen dabei beobachtet, wie er gegen die französischen Richtlinien zur Eindämmung des Coronavirus verstiess. Er gab dem Chef der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Ángel Gurría, am Montag eine halbe Umarmung. Macrons Büro räumte am Freitag ein, dass das ein «Fehler» gewesen sei.

Videoausschnitte, die von der EU veröffentlicht wurden, zeigten, wie Staats- und Regierungschefs bei dem EU-Gipfel in Brüssel vergangene Woche in einem Kreis in einem grossen Konferenzsaal verteilt waren. Macron und die meisten der anderen hatten keine Maske an. Der französische Gesundheitsminister Olivier Véran hat angedeutet, dass sich Macron vielleicht bei dem Gipfel angesteckt habe. Macron hatte aber auch in Paris viele Treffen.

19.17 Uhr: US-Vizepräsident Pence gegen Corona geimpft

Der amtierende US-Vizepräsident Mike Pence hat sich gemeinsam mit seiner Frau Karen vor laufenden Kameras gegen das Coronavirus impfen lassen. «Ich habe nichts gemerkt», sagte Pence am Freitag in einer Ansprache, unmittelbar nachdem ihm der Impfstoff verabreicht wurde. Es sei ein «medizinisches Wunder», dass der erste Corona-Impfstoff mittlerweile in Bundesstaaten quer durch das Land verabreicht werde.

Er und seine Frau hätten mit der eigenen Impfung das amerikanische Volk versichern wollen, dass der Impfstoff trotz der raschen Entwicklung sicher und effektiv sei. «Karen und ich hoffen, dass dieser Schritt heute eine Quelle der Zuversicht und des Trostes für das amerikanische Volk sein wird», sagte Pence.

19.08 Uhr: Neue Coronavirus-Variante in Südafrika

In Südafrika kursiert eine neue Variante des Sars-CoV-2-Virus. Entdeckt worden sei die vorerst 501.V2 genannte Variante bei genetischen Untersuchungen von Proben aus verschiedenen Provinzen, sagte Gesundheitsminister Zweli Mkhize am Freitagabend in einer TV-Rede. Unklar ist bisher, ob sich das Auftauchen der neuen Variante auf künftige Impfungen auswirkt. Die bisherigen Strategien der Regierung sollen jedoch nicht geändert werden.

Freiwillige in einer Testeinrichtung für einen Impfstoff gegen Corona in Soweto, Südafrika.
Freiwillige in einer Testeinrichtung für einen Impfstoff gegen Corona in Soweto, Südafrika.
Bild: Keystone

Kürzlich hatten britische Behörden die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über eine in Grossbritannien gefundene neue Variante des Coronavirus informiert. Nach Angaben der WHO haben sich die schon bekannten Varianten des Virus im Hinblick auf Ansteckungswege oder Schwere der Erkrankung kaum oder gar nicht anders verhalten als das zuerst identifizierte Virus.

18.57 Uhr: Nidwalden schliesst Ski- und Sessellifte 

Auch der Kanton Nidwalden reagiert auf die sich verschlechternde Corona-Pandemie-Situation und schliesst seine Ski- und Sesselliftanlagen sowie Ski- und Schlittelpisten – und zwar über die Weihnachtszeit, zwischen dem 22. und 29. Dezember.

Das Vorgehen sei mit den Zetralschweizer Kantonen abgesprochen, heisst es in einer Mitteilung der Nidwaldner Staatskanzlei vom Freitagabend. Hingegen sei der Betrieb der Bahnen unter Einhaltung der Schutzkonzepte sowie das Offenhalten von Winterwanderwegen und Langlaufloipen gestattet.

18.55 Uhr: EU-Kommission für weitere 80 Millionen Dosen

Die EU-Kommission nutzt ihre Option auf 80 Millionen zusätzliche Impfstoffdosen des US-Herstellers Moderna. Dies teilte das Unternehmen am Freitag mit. Die Brüsseler Behörde hatte für die EU-Staaten einen Rahmenvertrag ausgehandelt, wonach sie zunächst 80 Millionen Dosen bestellt mit der Option auf weitere 80 Millionen. Fest bestellt seien nun die gesamten 160 Millionen Dosen, teilte Moderna in Cambridge im Bundessstaat Massachusetts mit.

Die ersten Lieferungen würden Anfang 2021 beginnen, sofern die EU-Kommission den Impfstoff zulässt, hiess es weiter. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hatte am Donnerstag erklärt, dass sie am 6. Januar eine Empfehlung dazu abgeben will.

18.51 Uhr: Bolsonaro befürchtet bei Corona-Impfung Verwandlung in einen Kaiman

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat die Unternehmen Pfizer und Biontech kritisiert und mögliche Kollateralschäden ihres Impfstoffs herangezogen. «Im Vertrag ist klar geregelt, dass Pfizer nicht für Nebenwirkungen verantwortlich ist. Wenn Du Dich in einen Kaiman verwandelst, ist es Dein Problem», sagte Bolsonaro bei einer Veranstaltung in der Stadt Porto Seguro am Donnerstagabend (Ortszeit) und lachte. Auch wenn jemand Superman werde, einer Frau ein Bart wachse oder ein Mann anfange, geschliffen zu reden, hätten sie (Pfizer) nichts damit zu tun.

Jair Bolsonaro posiert mit dem Impfplan für Brasilien und dem Maskottchen für die nationale Impfkampagne.
Jair Bolsonaro posiert mit dem Impfplan für Brasilien und dem Maskottchen für die nationale Impfkampagne.
Bild: Keystone

Der Pfizer/Biontech-Impfstoff ist in der dritten Phase in Brasilien getestet worden. Mehrere Länder wie die USA, Grossbritannien oder Mexiko haben Impfkampagnen mit dem Impfstoff gestartet oder angekündigt. Bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) wurde die Zulassung des Corona-Impfstoffs in der EU beantragt, eine Entscheidung darüber soll am kommenden Montag fallen – acht Tage früher als geplant.

Er werde sich nicht impfen lassen, sagte Bolsonaro, der sich bereits selbst mit dem Virus infiziert hatte. Seine Aussage fiel inmitten einer Politisierung der Impfung, fehlender Planung bei der Umsetzung einer Impfkampagne und steigender Corona-Zahlen in Brasilien, das zuletzt die Marke von sieben Millionen Infizierten überschritt und auf 200'000 Tote zusteuert.

18.42 Uhr: erste Skigebiete in der Schweiz geschlossen

Entgegen den Beschlüssen des Bundesrats: Luzern, Schwyz und Zug schliessen wegen der angespannten epidemiologischen Lage und der Situation in den Spitälern die Skigebiete am 22. Dezember bis mindestens am 29. Dezember.

18.29 Uhr: Österreich verhängt dritten harten Lockdown

Österreich geht ab dem 26. Dezember für mindestens drei Wochen erneut in den coronabedingten Lockdown. Ab dem 18. Januar sollen der Handel sowie erstmals seit November auch Kultur und Gastronomie wieder öffnen – allerdings nur für Menschen, die bei einem der dann landesweit umsonst angebotenen Corona-Schnelltests negativ getestet werden.

«Für alle, die nicht bereit sind, sich testen zu lassen, gelten die Regelungen des Lockdowns bis 24. Januar, also eine Woche länger», sagte Kanzler Sebastian Kurz am Freitagabend. Tests seien die Voraussetzung für Lockerungen in der Pandemie. «Ohne Einschränkungen gibt es keine Möglichkeit, durch diese Pandemie zu kommen.»

Konkret sieht der Plan für den dritten Lockdown in der Alpenrepublik vor, dass Ausgangsbeschränkungen vom 26. Dezember bis 24. Januar wieder den ganzen Tag gelten. Das Haus darf nur aus triftigen Gründen verlassen werden, zu denen neben diversen Grundbedürfnissen wie Einkauf oder Arztbesuch sowie etwa Arbeit oder Bildung auch die Erholung im Freien zählt.

Bis auf Geschäfte des täglichen Bedarfs bleiben der Handel und körpernahe Dienstleister wie Friseure bis zum 17. Januar geschlossen, Schüler lernen im Online-Unterricht. Über die Öffnung von Skigebieten und Liften, die für den 24. Dezember angekündigt war, sollen Bundesländer und Bezirke eigenständig entscheiden.

Ab dem 18. Januar sollen Schulen, Handel, Gastronomie, Tourismus wieder öffnen – unter der Bedingung der Vorlage eines negativen Antigen-Schnelltests, der nicht älter als eine Woche ist.

Der Verzicht auf einen Test bedeute bis zum 24. Januar ganztägige Ausgangsbeschränkungen und das verpflichtende Tragen einer FFP-2-Maske etwa beim Einkaufen oder auf dem Weg zur Arbeit. Auch Schüler und Lehrer ohne negativen Test müssen eine FFP-2-Maske tragen.

18.23 Uhr: Walliser Skigebiete bleiben geöffnet

Die vom Bundesrat am Freitag angekündigten Massnahmen werden das Wallis «vorerst nicht betreffen», sagte der Präsident der Kantonsregierung, Christophe Darbellay. Insbesondere die Restaurants in den Skigebieten würden geöffnet bleiben.

Mit einer Virusreproduktionsrate von 0,97 bleibe das Wallis knapp unter der vom Bund geforderten Mindestmarke von 1,0, erklärte Darbellay. Die tägliche Häufigkeit von Infektionen bleibe über sieben Tage gesehen unter dem nationalen Durchschnitt.

Damit bleiben die Massnahmen im Tourismuskanton vorerst unverändert, Cafés und Restaurants bleiben bis 22.00 Uhr geöffnet. Auch für die Skigebiete ändert sich vorerst nichts. Diese Woche hatte der Kanton 48 Bergbahngesellschaften Betriebsgenehmigungen erteilt.

18.20 Uhr: Kanton Aargau schliesst Einkaufsläden

Der Aargauer Regierungsrat geht über die vom Bundesrat am Freitag beschlossenen Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hinaus. Einkaufsläden gehen am Montag nicht auf. Der Einkauf von Lebensmitteln bleibt möglich. Die Einkaufsläden sind ab Sonntag, 24.00 Uhr, geschlossen. Ausgenommen sind Lebensmittelläden und sonstige Läden wie zum Beispiel Kioske, Tankstellenshops, die Lebensmittel oder andere Güter des dringenden und täglichen Bedarfs verkaufen.

18.12 Uhr: Bündner Regierung entscheidet am Montag

Statt das Ende des kantonalen Mini-Lockdowns zu verkünden, muss die Bündner Regierung jetzt einen nationalen Restaurant-Lockdown mittragen. Ob die Skigebiete im Tourismuskanton über die Weihnachtstage offen bleiben, entscheidet sich am Montag.

Der Lockdown in der Gastrobranche trifft auch die Restaurants in den Skigebieten. Die Bergbahnen sind im Kanton Graubünden derzeit in Betrieb. «Wir entscheiden am Montag, ob sie das auch weiterhin bleiben können», sagte der Bündner Gesundheitschef Peter Peyer (SP). Dabei spielten nicht nur die Schutzkonzepte der Bergbahnen, sondern auch die Kapazitäten in den Spitälern eine Rolle. Zurzeit seien 12 der 22 Intensivbetten belegt, so Peyer. Fakt sei, dass über die Festtage statt 200'000 Menschen doppelt so viele im Kanton seien.

17.45 Uhr: Jetzt verschärft auch Schweden den Coronakurs

Schweden weicht angesichts der rapide steigenden Corona-Infektionszahlen immer weiter von seinem Sonderweg im Umgang mit der Pandemie ab. Am Freitag gab die Regierung verschärfte Auflagen bekannt. Die Zahl der Gäste, die in einem Restaurant zusammenkommen können, werde gesenkt, teilte Ministerpräsident Stefan Löfven mit. Zudem sei das Tragen von Masken im öffentlichen Nahverkehr fortan Pflicht. Die Situation sei weiter äusserst ernst, mahnte er.

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern hatte Schweden bisher einen relativ lockeren Corona-Kurs mit wenig Beschränkungen verfolgt. Die Regierung hat weder Lockdowns verhängt noch Geschäfte schliessen lassen, sondern bei der Virus-Eindämmung auf das Verantwortungsgefühl und die Vernunft der Bürger gesetzt.

Doch zuletzt verzeichnete das skandinavische Land eine starke Zunahme bestätigter Corona-Fälle, die dessen Gesundheitssystem belasten. Vor allem unter medizinischem Fachpersonal breitet sich das Virus schnell aus, weshalb die Regierung bereits gegengesteuert hat. So gilt landesweit für Bars und Restaurants ein Alkoholverkaufsverbot nach 22 Uhr.

17.35 Uhr: Nach Feuerwerksverbot – Niederländer sollen Böller und Raketen abgeben

Nach der Verhängung eines Feuerwerksverbots für die gesamten Niederlande haben die Behörden von Amsterdam und weiteren Grossstädten die Bevölkerung zur Ablieferung ihrer Böller-Vorräte aufgerufen. «Feuerwerk zu Hause? Geldbusse vermeiden und abliefern!», heisst es seit Freitag etwa auf der Website der niederländischen Hauptstadt.

Ähnliche Aktionen seien auch in Rotterdam, Den Haag und Utrecht angelaufen, berichtete die Nachrichtenagentur ANP. Mit dem landesweiten Verbot, das seit dem 1. Dezember gilt, wollen die Behörden erklärtermassen verhindern, dass die wegen der Corona-Krise stark beanspruchten medizinischen Notdienste sich um den Jahreswechsel herum auch noch um Verletzungen durch Feuerwerkskörper kümmern müssen.

Verboten sind nicht nur der Verkauf und der Einsatz, sondern auch der Besitz und die Lagerung zu Hause. Bei Verstössen drohen Bussen und Strafanzeigen.

17.20 Uhr: Kanton Bern – Skigebiete bleiben offen, ausserkantonale Patienten könnten abgeschoben werden

Die Skigebiete im Kanton Bern bleiben vorläufig offen. Die Berner Regierung ruft aber die Bevölkerung zu grosser Vorsicht auf und will die Skigebiete schliessen, falls sich die Situation in den Spitälern verschlimmern sollte.

Der bernische Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg (SVP) sagte am Freitag vor den Medien in Bern, die Spitäler Frutigen-Meiringen-Interlaken AG (fmi) hätten in einem Brief um Schliessung der Skigebiete in ihrem Einzugsgebiet ersucht. Das Personal sei erschöpft. Das Spital werde bei einer weiteren Zunahme von Patienten ausserkantonale Patienten «abschieben».

Diesen «Hilferuf», so Schnegg, nehme die Kantonsregierung sehr ernst. Sie habe sofort eine Umfrage gemacht bei den Spitälern, um zu erkennen, wie die Lage sei. Danach habe sie die Rega angewiesen, verletzte Personen nicht mehr in die Spitäler der fmi AG zu fliegen, sondern in andere Spitäler. Auch dürfe das Insel-Spital den Spitälern der fmi AG keine Patienten mehr zuweisen.

Die Situation könne jederzeit kippen, so Schnegg. Deshalb sei beim Skifahren höchste Vorsicht geboten. Skifahrer sollten stets einen Helm tragen und jene, welche sich sportlich nicht hätten auf die Saison vorbereiten können, müssten besonders vorsichtig sein.

16.52 Uhr: Das war's

Da keine weiteren Fragen mehr gestellt werden, wird die heutige Bundesrats-Pressekonferenz für beendet erklärt. Vielen Dank für das Interesse. Eine Übersicht über die wichtigsten Neuerungen finden Sie auch hier.



16.51 Uhr: Wo stecken sich die Leute an?

Kritisiert werde oft, dass es keine genauen Angaben dazu gebe, wo genau sich die Menschen anstecken. Könne man das verbessern? Es gebe tatsächlich «sehr wenige Informationen» zu den Ansteckungsherden, so Berset. Man versuche das im Rahmen des Contact Tracing herauszufinden. Es gehe aber nicht nur um die Frage, wo man sich anstecken könne – es gebe nach zehn Monaten Pandemie auch Erfahrungen dazu, welche Massnahmen wirken.

16.45 Uhr: Wie lange gilt ein Corona-Test-Resultat?

«Ein Test-Resultat ist eine Momentaufnahme», sagt Berset. Was am nächsten Tag sei, könne der Test nicht sagen. Besuche man jemanden in einem Altersheim, müsste man konsequenterweise jeden Tag einen Test machen.

16.43 Uhr: Stichwort Bäckereien

Bäckereien dürfen sonntags wieder das ganze Sortiment anbieten. Gelte dies schon am kommenden Sonntag, 20. Dezember? Berset antwortet, dass alle Massnahmen per Dienstag, 22. Dezember in Kraft treten. Das bedeutet: Nein, erst ab Sonntag, 27. Dezember.

16.39 Uhr: Bund vs. Kantone

Nach den gegenseitigen Aufrufen zum Handeln: Was erhofft sich der Bundesrat in Zukunft von der Zusammenarbeit mit den Kantonen? Es habe sich gezeigt, dass regionale Absprachen nicht so leicht seien – man habe wohl unterschätzt, wie anspruchsvoll das sei. Doch nun würden alle Kantone die zusätzlichen Massnahmen durch den Bundesrat unterstützen, das sei begrüssenswert.

Eine Journalistin will es genau wissen: Sind wirklich alle Kantone an Bord? Die Mehrheit der Kantone sei für schärfere Massnahmen, präzisieren Sommaruga und auch Berset. Das sei die konsolidierte Meinung der Kantone, die dem Bundesrat übermittelt worden sei. 

16.37 Uhr: Gelten Kioske als Take-aways oder Läden?

Kioske seien als Einkaufsläden zu klassifizieren – und somit zu schliessen.

16.36 Uhr: Warum entscheiden Sie nicht «für die ganze Schweiz»?

«Tun wir doch», antwortet Berset. Sommaruga pflichtet ihm bei. Alle würden jetzt ihren Beitrag leisten. Man sei in der besonderen Lage, das heisse, auch die Kantone und somit die Skigebiete blieben in der Verantwortung. Es entscheide nicht der Bund allein.

Man entscheide für die «ganze Schweiz», sagt Bundesrätin Sommaruga.
Bild: Screenshot Bund

16.35 Uhr: Sind auch rasche Lockerungen denkbar?

Der Bundesrat will am 30. Dezember Bilanz ziehen und über weitere harte Massnahmen entscheiden. Wäre auch der umgekehrte Fall denkbar – dass also bei einem positiven Verlauf auch eine Lockerung möglich wäre? Berset sagt, dass man ehrlich sein müsse: Die Fallzahlen seien aktuell so hoch, dass eine rasche massive Verbesserung unwahrscheinlich sei. Zudem erinnert er an die Erfahrungen, die in der Westschweiz gemacht worden seien: Dort seien die Lockerungen auch zu rasch erfolgt.

16.30 Uhr: Was ist mit der Kulturbranche?

Die Kulturbranche habe eine schwache Lobby – habe sie deshalb weniger Hilfe erhalten? Berset bestätigt, dass die Kulturbranche mit am härtesten getroffen werde. Deshalb habe man nun auch die Kulturverordnung nochmals nachgebessert.

16.26 Uhr: Hat der Bundesrat in der Pandemie Fehler gemacht?

Sommaruga verteidigt das Vorgehen der Landesregierung: Man habe im Frühling drastisch durchgegriffen, die ausserordentliche Lage ausgerufen und einen Lockdown verordnet. Danach sei bei Kantonen und Parlament der Wunsch nach mehr Mitsprache laut geworden, was mittlerweile der Fall sei. «Dadurch wird es komplizierter.»

Sie verteidigt das bestehende System, in dem des zuletzt auch rasch gegangen sei. «Wenn Sie sehen, was hier an Arbeit geleistet wurde in den letzten wenigen Wochen», sagt Sommaruga mit Blick auf die Kurzarbeitsentschädigung, dann könne sich das Erreichte sehen lassen. Dass es Kritik gebe, sei aber normal und das sei von Anfang an so gewesen.

16.20 Uhr: Wieso gibt es keine Homeoffice-Pflicht?

Es brauche gute Schutzkonzepte, dann gehe Arbeiten auch in den Büros, so der Bundesrat. Das Homeoffice regle nicht alle Probleme, im Gegenteil, es kämen dadurch etwa psychische Probleme dazu.

16.17 Uhr: Werden die Regeln für die Kirchen an Weihnachten gelockert?

Die Obergrenze von 50 Personen bleibe auch für Kirchen bestehen. Auch an Weihnachten. Darüber sei im Bundesrat nicht diskutiert worden.

16.13 Uhr: Die Kunden müssen sich in den Läden besser verteilen. Wie soll das gehen?

Die Läden dürften ja nicht nur unter der Woche, sondern weiterhin auch am Samstag bis 19 Uhr offen haben. «Alle Arbeitstätigen können ihre Einkäufe dann erledigen.»

16.13 Uhr: Vulnerable Angestellte

Besonders vulnerable Angestellte haben keinen Anspruch auf eine Freistellung – wieso? Man gehe davon aus, dass die Schutzkonzepte der Arbeitgeber mittlerweile so weit ausgearbeitet seien, dass sie einen effektiven Schutz ermöglichen, zum Beispiel von Schwangeren, erklärt Michael Gerber vom BAG.

16.10 Uhr: Wo liegen die Richtwerte für die Ausnahmen?

«Wir müssen die Corona-Zahlen senken», antwortet Berset. Alle Kantone, die einen R-Wert von unter 1 haben, dürften Ausnahmen machen. Steigen allerdings in diesen Kantonen die Werte, sei es auch dort vorbei. «Das Ziel muss sein, den Richtwert nicht bei 1 zu halten, sondern eben bei 0,8 oder 0,9 – nur so sinken die Zahlen.»

16.08 Uhr: Kann man trotzdem Weihnachten feiern?

Was bedeuten die neuen Entscheide konkret für Weihnachten? Darf man seine Familie überhaupt noch besuchen, will ein Journalist wissen. Die bereits bekannten Regeln und Empfehlungen für die Festtage blieben dieselben, so Berset: maximal zehn Personen aus zwei Haushalten. Solange man sich an diese Rahmenbedingungen halte, könne man auch Weihnachten feiern. Es bleibe aber wichtig, möglichst wenig Kontakte zu haben. «Wir zählen hier auf den gesunden Menschenverstand.» Man müsse sich im Alltag einfach anders organisieren, zum Beispiel nur alle drei Tage einkaufen gehen.

Sommaruga ergänzt, dass der Bundesrat nicht für jeden Einzelfall und für jede einzelne Person eine eigene Vorgabe erlassen könne. Doch es brauche jetzt Solidarität: Für sehr viele Menschen werde das eine schwierige Zeit werden, sagt die Bundespräsidentin.

16.04 Uhr: Was ist mit den Schulen?

«Das war heute kein Thema in der Bundesratssitzung», sagt Berset. 

16.02 Uhr: Sind genug Schnelltests vorhanden?

Die Kriterien für Schnelltests wurden ausgeweitet – reichen auch die Kapazitäten aus? Ja, sagt Berset. Die Kapazitäten seien seit Oktober, November nicht ausgeschöpft worden. Patrick Matyhs vom BAG ergänzt: «Wir könnten mehr als doppelt so viele Tests durchführen, als aktuell angefordert werden.» Der Entscheid darüber, in welchen Apotheken oder anderen Institutionen Tests angeboten werden, liege aber nicht beim Bund. Möglich wäre auch, dass künftig Arbeitgeber solche Tests durchführen.

15.56 Uhr: Daheim bleiben oder Skifahren?

Der Bundesrat ruft die Bevölkerung dazu auf, zu Hause zu bleiben – gleichzeitig dürfen die Kantone die Skigebiete offen halten. Ein Widerspruch? Nein, findet Berset. Auch in den Wintersportgebieten gälten dieselben Regeln wie anderswo, «Restaurants in Skigebieten wird es nicht geben». Die Kantone hätten diese Verantwortung gewollt, nun müssten sie sie übernehmen.

Bundespraesidentin Simonetta Sommaruga, Mitte, spricht an einer Medienkonferenz an der Seite von Bundesrat Guy Parmelin, links, und Bundesrat Alain Berset, rechts, am Freitag, 18. Dezember 2020, im Medienzentrum Bundeshaus in Bern zur Anpassung der Corona-Massnahmen wegen der weitherhin hohen Fallzahlen in der Schweiz. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Simonetta Sommaruga, Guy Parmelin (l.) und Alain Berset informieren in Bern über die neuesten Entscheide des Bundesrats. 
Bild: Keystone

15.55 Uhr: Die Zahlen heute sind etwas tiefer als vor einer Woche. Stimmt das optimistisch?

«Hoffentlich zeigen die Massnahmen von vor einer Woche Wirkung. Aber auch eine Stabilität ist hier nicht genügend», antwortet Sommaruga. Aber klar, man hoffe, dass die Zahlen nicht explodierten, sondern dass sie sich stabilisierten. «Was wir heute beschlossen haben, soll zu einer Senkung führen.» Berset ergänzt: Man sei drei Mal höher als Spanien, Frankreich und Belgien. «Die Zahlen sind viel zu hoch!»

15.53 Uhr: Kommt bald die Impfung?

Ist in den nächsten Tagen mit der Zulassung eines Impfstoffs in der Schweiz zu rechnen? Dieser Entscheid liege allein bei der Zulassungsbehörde Swissmedic, sagt Berset, die unabhängig sei. Zudem sei auch mit einer Zulassung nicht auf einen Schlag alles gut. «Es ist eine gute Nachricht, aber es hilft am Anfang nicht viel.» Ein positiver Effekt trete erst ein, wenn ein grosser Teil der Bevölkerung geimpft sei. Den Winter müsse die Bevölkerung aber «aus eigenen Kräften» bewältigen.

15.50 Uhr: Herr Berset, gehen Sie Skifahren?

Er habe seine Skiferien annulliert. «Ich hoffe aber gleichwohl auf einige freie Tage», sagt der Gesundheitsminister lachend. Was genau er dann mache, schaue er.

15.49 Uhr: Wieso bleiben die Skigebiete offen?

Berset erklärt, dass das Skifahren an der frischen Luft stattfinde und man auch andere Sportarten wie das Joggen im Wald weiterhin betreiben könne. Er räumt aber ein, dass das Risiko für Unfälle – was auch eine Belastung für die Spitäler bedeute – bestehe. Die Kantone hätten eine grosse Verantwortung zu tragen.



15.46 Uhr: Warum warten Sie bis Dienstag?

Es gehe dieses Mal um eine totale Schliessung der Restaurants. Diese müssten ihre Essens-Reserven aufbrauchen können.

15.45 Uhr: Was ist aus dem Ampelsystem geworden?

In den jüngsten Tagen war von der Einführung eines Ampelsystems die Rede – wurde dieses Konzept nun verworfen? Berset sagt, dass mit einem Ampelsystem ein Automatismus eingeführt worden wäre, was nicht das Ziel sei. Man habe aber auch so die Möglichkeit, zu agieren.

15.45 Uhr: Wann genau wird ein Skigebiet geschlossen?

Das sei in der Verordnung klar definiert, antwortet Berset. Es liege in der Verantwortung der Kantone, diese Verordnung umzusetzen. Dabei müsse Rücksicht auf die Kapazität in den Spitälern genommen werde. Es bleibe aber ein Ermessensentscheid.

15.44 Uhr: Wieso bleibt Shopping erlaubt?

Wieso bleiben die Läden offen, obwohl die Spitäler bereits voll sind? Die Massnahmen gehen weit, hält Sommaruga fest. Man könne immer noch weiter verschärfen. Es sei aber auch so schon ein Schritt, der schwierig genug sei – «die Bevölkerung wird das in ihrem Alltag spüren».

15.41 Uhr: Welche Kantone können die Restaurants offen lassen?

Es sind noch immer dieselben wie vor einer Woche, antwortet Berset auf diese Journalistenfrage.

15.35 Uhr: Fragerunde ist eröffnet

Die erste Frage: Warum verzichtet der Bundesrat auf eine Homeoffice-Pflicht, wie das die Covid-Taskforce empfohlen hatte? Die Wissenschaftler würden beraten, sagt Berset, doch Massnahmen beschliesse der Bundesrat. Aber man habe immer noch die Möglichkeit, schärfere Massnahmen zu ergreifen.  

15.30 Uhr: Kurzarbeitsentschädigung wird ausgebaut

Wirtschaftsminister Guy Parmelin erklärt nun, dass das einfache Verfahren bei Kurzarbeitsentschädigung nochmals bis zum 31. März 2021 verlängert wird. Ausserdem will der Bundesrat im Januar über weitere Entlastungen entscheiden. Vorgesehen sei unter anderem die Aufhebung der Karenzzeit.

Das Parlament hat sich heute zudem auf einen zusätzlichen Artikel im Covid-19-Gesetz geeinigt: Demnach erhalten Personen mit einem Einkommen von bis zu 3470 Franken bei Kurzarbeit 100 Prozent ihres Lohnes entschädigt. Bei Einkommen zwischen 3470 und 4340 Franken beträgt die Kurzarbeitsentschädigung bei vollständigem Verdienstausfall ebenfalls 3470 Franken. Ab 4340 Franken gilt dann die reguläre Entschädigung von 80 Prozent.

15.28 Uhr: «Nicht da, wo wir sein sollten»

«Noch einmal: Wir sind nicht da, wo wir sein sollten», sagt Berset mit Blick auf die Coronavirus-Fallzahlen im Land. Sein Besuch diese Woche in einem Spital in Neuenburg habe ihm gezeigt, wie angespannt die Lage im Gesundheitswesen sei. «Auf lange Sicht kann das nicht gut gehen.» Er sei sich bewusst, dass die nun beschlossenen Einschränkungen einschneidend seien, aber man könne sich nun keine Zurückhaltung mehr erlauben. 

15.26 Uhr: Mehr Schnelltests

Als nächstes kommt Berset auf die Schnelltests zu sprechen, wo ebenfalls Neuerungen anstehen. Bisher sind lediglich Antigen-Schnelltests mittels Nasen-Rachenabstrich anerkannt. Künftig dürfen in Apotheken, Spitälern, Arztpraxen und Testzentren alle Arten von Schnelltests durchgeführt werden, die den Kriterien des BAG entsprechen. Diese Tests können zudem neu auch bei Personen ohne erkennbare Symptome und ausserhalb der geltenden Testkriterien des BAG durchgeführt werden.

15.25 Uhr: Berset redet Bergkantonen ins Gewissen

Als nächstes spricht Berset. Der Gesundheitsminister fasst die wesentlichen Neuerungen zusammen und betont, dass über die Skisaison die Kantone entscheiden. «Überlegen Sie gründlich», sagt er an die Adresse der Bergkantone, «die Spitäler sind voll.» 

15.20 Uhr: «Es braucht jetzt die ganze Schweiz»

Gerade für Selbstständige würden die kommenden Wochen schwierig, sagt Sommaruga. Der Bundesrat prüfe deshalb in Absprache mit den Kantonen ein weiteres Hilfspaket, über das im Januar entschieden werde. Auch Leute, die von Einsamkeit bedroht seien, bräuchten nun Unterstützung. Sie schliesst mit: «Es braucht jetzt die ganze Schweiz.»

15.19 Uhr: Weitreichende Massnahmen

Mit einem ganzen Paket an Massnahmen soll die epidemiologische Entwicklung verbessert werden. Die weitgehendsten Eingriffe betreffen Restaurants, Bars und Kultur- sowie Freizeiteinrichtungen, die allesamt schliessen müssen (Übersicht siehe oben). Die neuen Massnahmen gelten ab dem kommenden Dienstag, 22. Dezember, für mindestens einen Monat.

«Wichtig ist, dass wir auch über den Tag hinausschauen», so Sommaruga. Der Bundesrat behält sich vor, in den kommenden Wochen rasch weitere Massnahmen zu ergreifen, sollte sich die Lage weiter verschlechtern. Am 30. Dezember 2020 wird er eine Zwischenbeurteilung vornehmen und Anfang Januar Bilanz ziehen.

15.17 Uhr: Bundesrat und Kantone sind sich einig

Simonetta Sommaruga spricht als Erste. Der Bundesrat sei überzeugt, dass es nun schärfere Massnahmen brauche – und mittlerweile seien auch alle Kantone dieser Meinung. «Diese Einigkeit freut mich», sagt die Bundespräsidentin. Sie erinnert daran, dass das Spitalpersonal am Anschlag sei, viele Menschen einen Angehörigen verloren hätten. 

15.15 Uhr: Start der Medienkonferenz

Die Medienkonferenz des Bundesrats ist eröffnet. Über die heutigen Beschlüsse informieren die Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga sowie die Bundesräte Alain Berset und Guy Parmelin. 

Alain Berset informiert über die neusten Corona-Beschlüsse des Bundesrats.
Screenshot: Bund

14.28 Uhr: Mehr als 1000 Tote in zwei Wochen

In den letzten 24 Stunden sind 120 Personen in der Schweiz mit Covid-19 gestorben. Damit sind landesweit innerhalb von zwei Wochen insgesamt 1015 Todesfälle registriert worden, wie aus Zahlen des BAG hervorgeht. Der 7-Tage-Schnitt lag bei 75 Toten, wie SRF berichtet. Am härtesten wurde der Kanton Zürich getroffen – hier wurden innert 14 Tagen 190 Todesfälle gezählt. In den Kantonen Bern und St. Gallen starben im selben Zeitraum jeweils 107 Menschen an Covid-19.

14 Uhr: Medienkonferenz des Bundesrats ab 15.15 Uhr

Zu den weiteren Massnahmen in der Corona-Pandemie werden Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und die Bundesräte Alain Berset und Guy Parmelin informieren. Die Medienkonferenz kann hier live verfolgt werden. 

Bei der Medienkonferenz werden neben Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga (rechts) auch die Bundesräte Alain Berset (links) und Guy Parmelin (nicht im Bild) anwesend sein. (Archiv)
Bild: Keystone

13.42 Uhr: Schweden, Belize und Sachsen neu auf Risikoliste

Schweden gilt gemäss Angaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) neu als Corona-Risikogebiet - Österreich, Polen, Portugal und Ungarn hingegen nicht mehr. Das Amt hat die Risikoliste entsprechend geändert.

Wer ab dem 28. Dezember aus Schweden, dem deutschen Bundesland Sachsen und dem zentralamerikanischen Land Belize in die Schweiz einreist, muss neu ebenfalls zehn Tage in Quarantäne, wie aus der am Freitag veröffentlichten Liste des BAG hervorgeht.

Die Quarantänepflicht gilt weiterhin für Andorra, Georgien, Kroatien, Litauen, Luxemburg, Montenegro, San Marino, Serbien, Slowenien und die USA. Und im Nachbarland Italien bleiben die Regionen Friaul-Julisch Venetien und Venetien Risikogebiete.

Dagegen besteht ab Samstag keine Quarantänepflicht mehr für Reisende aus Ungarn, Portugal, Polen, Österreich, Nordmazedonien, Jordanien und Französisch-Polynesien.

13.26 Uhr Österreich erwägt Lockdown ab 26. Dezember 

Österreichs Regierung erwägt einen dritten harten Corona-Lockdown ab dem 26. Dezember. Eine Entscheidung über die Massnahmen soll an diesem Freitagnachmittag in einer Schalte mit den Länderchefs fallen.

Wie mehrere Medien berichteten, stehen eine weitere Schliessung grosser Teile des Handels sowie Ausgangsbeschränkungen bis zum 17. Januar im Raum, dazu nach den Ferien Online-Unterricht für Schüler. Unklar ist, was mit den Skigebieten geschieht, die am 24. Dezember öffnen sollten.

Ab dem 18. Januar soll laut den Plänen dann neben Schulen und Handel auch die seit Anfang November geschlossene Gastronomie wieder öffnen - allerdings, so berichtet etwa die österreichische Nachrichtenagentur APA aus Verhandlerkreisen, möglicherweise nur für Menschen, die bei einer dann stattfindenden zweiten Runde der Corona-Massentests ein negatives Testergebnis erhalten. Wer nicht teilnimmt, müsste dann eine weitere Woche zuhause bleiben.

Ein Mann geht am 17. November über den Michaelerplatz in Wien. Zuletzt gab es für rund drei Wochen einen Lockdown in Österreich – nun könnte es wieder soweit sein. (Archiv)
Bild: Keystone

13.02 Uhr: Sterberate deutlich höher als bei Grippe

Die Sterberate von Corona-Patienten im Spital könnte einer französischen Studie zufolge etwa dreimal so hoch wie die von Grippe-Patienten sein. Während sie bei Corona-Infizierten, die im Frühjahr in eine Klinik gebracht wurden, bei etwa 16,9 Prozent lag, betrug sie bei in einer Klinik behandelten Grippekranken im Winter 2018/2019 nur etwa 5,8 Prozent. Allerdings ist nicht auszuschliessen, dass sich Corona mittlerweile etwas besser behandeln lässt.

«Unsere Studie ... bestätigt, dass Covid-19 viel gravierender ist als die Grippe», sagte Studienleiterin Catherine Quantin vom Universitätsklinikum in Dijon laut einer Mitteilung. Die Ergebnisse sind im Fachblatt  «The Lancet Respiratory Medicine» erschienen. Das Ergebnis sei besonders eklatant, da die Grippesaison 2018/2019 in Frankreich die tödlichste innerhalb der letzten fünf Jahre gewesen sei, sagte Quantin.

Die Untersuchung stützt sich auf Zahlen einer nationalen Datenbank, die Details zu Einweisungen in private und staatliche Krankenhäuser erfasst. Insgesamt wurden die Daten von etwa 135'000 Patienten ausgewertet. Die Corona-Zahlen beziehen sich auf die Monate März und April diesen Jahres. Der Part zur Grippe analysiert Daten von Dezember 2018 bis Februar 2019.

The streets are full of people doing their Christmas shopping in Strasbourg, Eastern France. Thursday Dec. 17, 2020. (AP Photo/Jean-Francois Badias)
Einkäufer shoppen am 17. Dezember in Strassburg, Frankreich. 
Bild: Keystone

12.04 Uhr: Hilfsgesuche von Sport-Clubs werden ab sofort bearbeitet

Der Bund kann Gesuche von professionellen und halbprofessionellen Mannschaftssport-Clubs, die wegen der Corona-Pandemie Hilfe brauchen, ab sofort bearbeiten. Der Bundesrat hat die nötige Verordnung in Kraft gesetzt.

Die vom Parlament beschlossenen Gesetzesgrundlagen und die Verordnung gelten ab Samstag. Der Bund unterstützt den professionellen und halbprofessionellen Mannschaftssport 2020 und 2021 mit insgesamt 350 Millionen Franken. 115 Millionen Franken stehen für von À-fonds-perdu-Beiträge an Clubs zur Verfügung.

Will ein Club À-fonds-perdu-Beiträge, muss er mit dem Gesuch die Reduktion der Lohnsumme der Spieler und übrigen Angestellten vorweisen. Für Clubs mit Einkommen wesentlich unter dem Durchschnitt der Liga und für Aufsteiger sind Sonderregelungen vorgesehen.

11.45 Uhr: 4478 neue Ansteckungen innert 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Freitag 4478 Coronavirus-Ansteckungen bei 41'079 Tests innerhalb eines Tages gemeldet worden. Das entspricht einer Positivitätsrate von 10,9 Prozent. 120 Personen sind an den Folgen von Covid-19 gestorben, 184 Personen mussten ins Spital eingewiesen werden.

Die Positivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei 15,2 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner 664,59 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

Seit Beginn der Pandemie wurden in der Schweiz und in Liechtenstein 3'256'315 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19, wie das BAG weiter mitteilte. Insgesamt gab es 403'989 laborbestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus.

16'412 Personen mussten bisher wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung belief sich auf 6003.

Auf einer Intensivpflegestation im Stadtspital Triemli in Zürich kümmert sich medizinisches Personal Mitte Dezember um einen Covid-Patienten. (Archiv)
Bild: Keystone

11.42 Uhr: Studierende wehren sich gegen «Fern-Uni»

Der Verband der Studierenden der Universität Zürich (VSUZH) will nicht, dass sich die Universität zu einer «Fern-Uni» entwickelt. Fernunterricht, wie er während der Coronapandemie etabliert wurde, habe auch Nachteile.

Der Kantonsrat kürzte im Rahmen der Budget-Debatte 6,4 Millionen Franken bei der Universität Zürich. Dies, weil die Digitalisierung Möglichkeiten biete, das Betreuungsverhältnis zwischen Dozierenden und Studierenden auch ohne zusätzliche Ressourcen zu verbessern. Kurz: Die Studierenden sollen vermehrt online unterrichtet werden.

Diese Kürzung, die von den Bürgerlichen vorgeschlagen wurde, stösst den Studierenden sauer auf. Laut dem VSUZH lasse sich der physische Unterricht nicht ohne zusätzlichen Aufwand in ein virtuelles Format übersetzen. Gerade bei der Umstellung entstehe Mehraufwand.

Nach bald einem Jahr Online-Unterricht wegen der Pandemie zeichne sich zudem ab, dass diese Art von Fernunterricht auch Nachteile mit sich bringe, etwa im Bereich der Lerngruppen, in Diskussionsrunden und dem sozialen Austausch.

Viele Studierende wollen nicht, dass sich die Uni Zürich zu einer Fern-Uni entwickelt. (Symbolbild)
Viele Studierende wollen nicht, dass sich die Uni Zürich zu einer Fern-Uni entwickelt. (Symbolbild)
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11.25 Uhr: Boesch will auch bei geschlossenen Beizen Ski fahren

«Tagesschau»-Moderatorin Cornelia Boesch ging in der gestrigen Ausgabe der Nachrichtensendung bei SRF-Bundeshausredaktorin Nathalie Christen der Frage nach, ob nach der heutigen Bundesratssitzung womöglich auch die Beizen in den Skigebieten schliessen müssen. 

Christen erklärte dazu, sie rechne damit, dass dies den Kantonen überlassen bleibe. Zugleich meinte sie auch, dass sich geschlossene Restaurants indirekt auf den Betrieb auf den Skipisten auswirken dürften: «Ich könnte mir vorstellen, dass dies die einen oder anderen vielleicht vom Skifahren abhalten könnte – oder?» Auf die rhetorische Frage antworten Moderatorin Boesch prompt:  «Mich nicht!»

11.02 Uhr: Patienten-Rekord in US-Spitälern

Das Coronavirus breitet sich in den USA weiterhin rasant aus. Am Donnerstag stieg die Anzahl der Covid-Patienten in US-Spitälern auf ein Rekordhoch von mehr als 114'200, wie aus Daten des Covid Tracking Project hervorging.

Am gleichen Tag registrierten US-Behörden insgesamt 233'271 Neuinfektionen und 3270 Verstorbene mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion, wie die Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore am Freitagmorgen (MEZ) meldete. Erst am Mittwoch waren Höchstwerte bei Infizierten und Todesopfern in den USA erreicht worden: Binnen eines Tages hatten sich 247'403 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, 3668 starben.

10.45 Uhr: Kanton Waadt will ab dem 11. Januar impfen

Der Kanton Waadt will ab dem 11. Januar mit den Impfungen gegen Covid-19 beginnen. Es werden mehrere Impfzentren eröffnet. Mobile Teams sind in Altersheimen vorgesehen.

Die Waadtländer Gesundheitsdirektorin Rebecca Ruiz stellte am Freitag die Strategie des Kantons in Lausanne vor. Ziel sei es, in erster Linie die am meisten gefährdeten Personen zu schützen, dies seien vor allem die über 75-Jährigen. Die Impfung werde nicht obligatorisch sein, sagte Ruiz weiter.

Ein Impfzentrum werde ab dem 18. Januar im Universitätsspital Lausanne (CHUV) einsatzbereit sein. Andere Zentren in den vier Gesundheitsregionen des Kantons werden Anfang Februar schrittweise folgen, wie Ruiz weiter sagte. Das Personal, das die Impfungen durchführen wird, werde in der ersten Januarwoche speziell für diese Aufgabe geschult.

Die mobilen Teams werden aus sechs oder acht Bereitschaftsteams des Zivilschutzes mit etwa 60 bis 70 Personen bestehen. Sie sollen fünf Tage pro Woche im Einsatz stehen.

10.39 Uhr: Paul McCartney warnt vor Impfgegnern im Netz

Ex-Beatle Paul McCartney (78) warnt vor der Gefahr durch Falschinformationen von Impfgegnern im Internet. Er werde sich gegen das Coronavirus impfen lassen und andere dazu ermutigen, sagte McCartney der BBC am Freitag. «Es gab auch früher schon Impfgegner. Das war okay, es war ihre Entscheidung», sagte der britische Superstar. «Aber mit dem Internet greift das wirklich um sich.»

Das Maske-Tragen empfindet McCartney für sich persönlich als Segen: «Ich würde auch zu normalen Zeiten in einen Supermarkt gehen, aber dann damit rechnen, dass ich erkannt werde.» Mit der Maske könne er sich überall frei bewegen.

FILE - In this July 26, 2017 file photo, Paul McCartney performs on the One on One Tour at the Hollywood Casino Amphitheatre in Tinley Park, Ill. The former Beatle announced on social media on Wednesday, June 20, 2018, that âÄœEgypt Stationâĝ will be released on Sept. 7. The title comes from the name of one of McCartneyâÄ™s paintings and it will be McCartneyâÄ™s first full album since âÄœNEWâĝ in 2013. (Photo by Rob Grabowski/Invision/AP, File)
Paul McCartney kann dem Tragen einer Maske sogar Vorteile abseits der Pandemie abgewinnen. (Archiv)
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10.17 Uhr: Kanton Zug richtet Impfzentrum in Baar ein

Der Kanton Zug lässt in Baar ein Impfzentrum einrichten. Dort sollen täglich bis zu 1000 Personen gegen das Coronavirus geimpft werden können. Geplant ist ein Sieben-Tage-Betrieb mit 100 Vollzeitstellen. Die Impfaktion soll in der ersten Januarhälfte starten.

Aufgebaut und betrieben wird das Impfzentrum im «Gewerbepark an der Lorze» auf dem Spinnereiareal in Baar vom Zuger Kantonsspital und der Hirslanden AndreasKlinik, wie die Zuger Gesundheitsdirektion am Freitag mitteilte. Aktuell gehe man davon aus, dass ein oder zwei Impfstoffe sehr bald die Zulassung in der Schweiz erhalten könnten.

Die Gesundheitsdirektion begründet die Standortwahl in Baar damit, dass dort eine grosse Fläche mit verschiedenen Räumen zur Verfügung stehe, die sofort und ohne Anpassungen genutzt werden könne. Zudem sei er verkehrstechnisch gut erschlossen.

Paula McMahon prepares a shot of the Pfizer-BioNTech COVID-19 vaccine, as the mass public vaccination program gets underway, at the NHS Louisa Jordan Hospital in Glasgow, Scotland, Tuesday Dec. 8, 2020. The United Kingdom is beginning its vaccination campaign to inoculate people against the COVID-19 virus. (Jeff J Mitchell/Pool via AP)
1000 Impfungen pro Tag sollen im geplanten Zuger Impfzentrum in Baar ZG möglich sein. (Symbolbild)
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9.31 Uhr: China will 50 Millionen Menschen in acht Wochen impfen

China will bis Anfang Februar rund 50 Millionen Menschen gegen das Coronavirus impfen. Vor der Hauptreisezeit des Jahres anlässlich des chinesischen Neujahrsfestes am 11. Februar sollen rund 100 Dosen für eine Zweifachimpfung von Risikogruppen verteilt werden, berichtete die Hongkonger Zeitung «South China Morning Post» am Freitag.

Chinas Aussenamtssprecher Wang Wenbin wollte sich auf Journalistenfragen in Peking nicht dazu äussern, sondern verwies auf zuständige Behörden. Wie die «SCMP» weiter berichtete, wurden am Mittwoch Beamte der Gesundheitsämter aus dem ganzen Land zu einem vorbereitenden Treffen über Video zusammengerufen.

A nurse prepares a vaccine shot against measles at a clinic in Beijing, China, Saturday, Sept. 11, 2010. China wants to vaccinate nearly 100 million children in a 10-day nationwide campaign starting Saturday to bring it a step closer to eradicating measles. (AP Photo/Alexander F. Yuan)
Bis Anfang Februar will China 50 Millionen Menschen gegen Covid-19 impfen lassen. (Symbolbild)
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9.08 Uhr: Kantonsgericht stützt Bordellschliessungen

Das Luzerner Kantonsgericht hat eine vom Regierungsrat erlassene Massnahme gegen die Corona-Pandemie gestützt. Die vorübergehende Schliessung von Erotik- und Sexbetrieben liege im öffentlichen Interesse und sei verhältnismässig, teilte es am Freitag mit.

Das Kantonsgericht wies deswegen den Antrag von acht Frauen, den entsprechenden Passus in der kantonalen Corona-Verordnung aufzuheben, ab. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann an das Bundesgericht weitergezogen werden.

Das Luzerner Kantonsgericht hält die Schliessung von Erotik- und Sexbetrieben für verhältnismässig. (Symbolbild)
Bild: Keystone

8.53 Uhr: Luzerner Blue Balls Festival 2021 ohne Festbetrieb 

Das Luzerner Blue Balls Festival soll 2021 wie angekündigt stattfinden, aber ohne Festwirtschaft und Freiluftkonzerte rund um das Seebecken. Das Blue Balls im üblichen Volumen durchzuführen, sei wegen Corona nicht möglich, erklärte Festivaldirektor Urs Leierer in einem Interview mit Publikationen von CH Media.

Leierer hatte im April nach der Absage der diesjährigen Ausgabe bereits angekündigt, dass es 2021 wieder ein Festival geben werde, und zwar vom 23. bis 31. Juli. Es werde an jedem der neun Abenden ein Konzert im KKL Luzern durchgeführt, erklärte er in dem am Freitag publizierten Interview.

Weitere Anlässe wie Freiluftkonzerte, Verpflegungsstände und Bars rund um das Luzerner Seebecken wird es keine geben. Stand heute sei es nicht möglich, ein Schutzkonzept für eine Veranstaltung auf öffentlichem Grund zu erarbeiten, das die nötige Sicherheit gewähre, sagte Leierer. Die Covid-19-Verordnung mache den Veranstalter verantwortlich. Diese Verantwortung könne man nicht tragen.

Der deutsche Rapper Samy Deluxe im KKL Luzern anlässlich des Blue Balls 2019. Nach dem Ausfall des Festivals 2020 soll es 2021 wieder Konzerte geben. (Archivaufnahme)
Der deutsche Rapper Samy Deluxe im KKL Luzern anlässlich des Blue Balls 2019. Nach dem Ausfall des Festivals 2020 soll es 2021 wieder Konzerte geben. (Archiv)
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8.30 Uhr: Angst vor Chaos nach Ausbruch in Sydney

Nach einem neuen Corona-Ausbruch in Sydney fürchten viele Australier um ihre geplanten Weihnachtsbesuche in anderen Landesteilen. In der vergangenen Woche seien in der nördlichen Region der Metropole 28 neue Fälle verzeichnet worden, teilte die Premierministerin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, am Freitag mit. Andere Bundesstaaten erklärten Sydney zum Corona-Hotspot. Nun gelten wieder Beschränkungen für Reisen von und nach New South Wales, die erst kürzlich nach Monaten ausgehoben worden waren, berichteten australische Medien.

Wer aus Sydney in Regionen wie Queensland, Western Australia und das Northern Territory zurückkehrt, muss nun wieder 14 Tage in Quarantäne. Die Behörden forderten 250'000 Einwohner des Gebiets der «Northern Beaches» (Nordstrände) in Sydney auf, die nächsten drei Tage zu Hause zu bleiben. Der Sender «9News» sprach von drohendem «Weihnachts-Chaos».

7.53 Uhr: Widerstand gegen neue Massnahme wird geringer 

Am Freitag beschliesst der Bundesrat voraussichtlich stärkere Massnahmen gegen das Coronavirus. Der Widerstand gegen solche ist geringer als noch vor einer Woche.

So würde etwa ein Grossteil der kantonalen Finanzdirektorinnen und -Direktoren neue Massnahmen befürworten, wie deren Präsident, Ernst Stocker (SVP/ZH), am Freitagmorgen gegenüber Radio SRF sagte. «Aufgrund der Pandemie-Situation und insbesondere der Belegung der Spitäler müssen wir weitere Massnahmen ergreifen.» Die Gesundheit der Bevölkerung gehe vor. Die Schweiz habe ein gewisses Potenzial, diese Schäden aushalten zu können, sofern sie nicht zu lange dauerten.

Auch die Gesundheitskommission des Nationalrats (SGK-N) wehrt sich – anders als vor einer Woche – nicht gegen schärfere Massnahmen. Damals hatte etwa die SGK-N mit einem Brief an den Bundesrat eindringlich vor schärferen Massnahmen gewarnt. Der Bundesrat zog die Schraube dennoch an.

Regierungsrat Ernst Stocker spricht an einer Medienkonferenz ueber das kantonale Covid-19-Haertefallprogramm und die Situation auf dem Arbeitsmarkt am Freitag, 13. November 2020, in Zuerich. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
Regierungsrat Ernst Stocker spricht an einer Medienkonferenz über das kantonale Covid-19-Härtefallprogramm und die Situation auf dem Arbeitsmarkt am Freitag, 13. November 2020, in Zürich. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
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7.17 Uhr: Studie zeigt besonders effektive Massnahmen

Ein Versammlungsverbot für mehr als zehn Personen und die Schliessung von Schulen und Hochschulen waren von Januar bis Mai wohl die effektivsten Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Dies ergibt sich aus einer Studie zu verschiedenen staatlichen Eingriffen in das öffentliche Leben in 41 Ländern. Die Schliessung aller Geschäfte ausser den lebensnotwendigen hatte demnach nur einen mässigen Effekt, die Vorschrift, zu Hause zu bleiben, sogar nur einen geringen zusätzlichen Effekt. Die Studie einer internationalen Forschergruppe um Jan Brauner von der University of Oxford (Grossbritannien) ist in der Fachzeitschrift «Science» erschienen.

Die Wissenschaftler verwendeten zum einen die Fallzahlen und die Anzahl der an Covid-19 Verstorbenen, die das Coronavirus Resource Center der Johns Hopkins University in Baltimore (Maryland, USA) täglich zusammenträgt. Diese Zahlen setzten sie über ein Computermodell in Beziehung zu einzelnen Massnahmen gegen die Ausbreitung der Krankheit, wie sie in 34 europäischen und sieben nicht-europäischen Ländern ergriffen worden sind. Die Effektivität massen die Forscher über die Verringerung der Reproduktionszahl R, die ohne staatliche Eingriffe bei 3,3 lag.

Die Studierenden der Uni Zürich sollen auch nach der Corona-Pandemie vermehrt online unterrichtet werden. So will der Kantonsrat Geld sparen. (Symbolbild)
Abstand und Masken in einem Hörsaal: Laut einer britischen Studie ist die Schliessung von Unis und Schulen eine der effektivsten Massnahmen zur Eingrenzung der Pandemie. (Symbolbild)
Keystone

5.30 Uhr: Fallzahlen in Deutschland steigen weiter

Erstmals sind in Deutschland mehr als 30'000 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines einzigen Tages registriert worden. Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 33'777 Infektionen gemeldet, wie das RKI am Morgen mitteilte.

In der Zahl sind 3500 Nachmeldungen aus Baden-Württemberg enthalten, die am Vortag aus technischen Gründen nicht übermittelt worden waren. Abzüglich der Nachmeldungen wurden somit 30'277 neue Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Die Zahl der Todesfälle erreichte mit 813 den zweithöchsten Wert seit Beginn der Pandemie.

5.05 Uhr: Moderna-Impfstoff in USA auf Zielgeraden

Im Kampf gegen das Coronavirus stehen die Vereinigten Staaten vor einem nächsten wichtigen Schritt. Ein Expertengremium hat die Notfallzulassung für den Moderna-Impfstoff empfohlen – das finale Okay der Arzneimittelbehörde FDA wird nun zügig erwartet.

Bei einem Treffen am Donnerstag sprachen sich unabhängige Experten für die Notfallzulassung des Impfstoffs des US-Unternehmens Moderna aus. Die Untersuchung durch das Gremium ist der letzte Schritt, bevor die Arzneimittelbehörde FDA entscheidet, ob das Mittel auf den Markt kommen soll. Die Food and Drug Administration hatte in dieser Woche bereits einen positiven Bericht veröffentlicht und darin die Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs bestätigt.

Sollte die FDA dem Moderna-Impfstoff schnell grünes Licht geben, kann der Pharmakonzern danach mit der Auslieferung von Millionen Impfdosen beginnen. An erster Stelle in der Impf-Reihenfolge stehen in den USA Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Pflegeheimbewohner. Einige von ihnen haben bereits eine Dosis des ersten, per Notfallzulassung verteilten Impfstoffs von Pfizer und Biontech erhalten. Das Ja der FDA zum Moderna-Mittel könnte binnen Stunden oder Tagen kommen. Dann würde die grösste Impfkampagne in der US-Geschichte den nächsten Schritt gehen.

Das Serum der US-Pharmafirma Moderna hat in Testreihen eine hohe Wirksamkeit von rund 94 Prozent bewiesen.
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4.15 Uhr: Nebenwirkungen unangenehm, aber harmlos

Die Nebenwirkungen einer Impfung gegen Covid-19 sind nicht angenehm, aber ohne grössere Bedenken, wie die neuesten Zahlen einer Studie zum Impfstoff von Pfizer und Biontech zeigen. Müdigkeit, Kopfweh, Schmerzen an der Einstichstelle – auf die Möglichkeit solcher bei Impfungen üblichen Nebenwirkungen müssen sich Menschen auch nach einem Pikser gegen das Coronavirus einstellen.

Das geht aus einer im «New England Journal of Medicine» veröffentlichten Studie zu den Impfstoff-Tests der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmakonzerns Pfizer hervor. Impfexperten sagen: Nicht angenehm, aber auch kein Anlass für grössere Bedenken.

Für die Studie wurden von Ende Juni bis Mitte November 44'820 Männer und Frauen untersucht. Etwa die Hälfte von ihnen bekam zweimal den Impfstoff verabreicht, der Rest ein Placebo. Je nach Altersgruppe und ob es sich um die erste oder zweite Dosis handelte, gaben 66 bis 83 Prozent Schmerzen an der Einstichstelle an. Bei fünf bis sieben Prozent zeigten sich Rötungen oder Schwellungen an der Stelle.

Weitere Symptome waren Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Durchfall oder Muskel- und Gliederschmerzen. Besonders bei der zweiten Impfdosis bekam ein Teil der Teilnehmer Fieber. Diese Nebenwirkungen waren der Studie zufolge im Allgemeinen schwach bis mässig und klangen nach kurzer Zeit wieder ab.

Über die leichteren Beschwerden hinaus gab es vereinzelt schwerwiegendere «unerwünschte Ereignisse». 64 Geimpfte berichteten über geschwollene Lymphknoten. Je eine Person meldete eine Schulterverletzung, Herzrhythmusstörungen sowie Parästhesie im Bein, also Taubheitsgefühl. Die Verträglichkeit des Impfstoffs wird auch nach der Zulassung weiter überprüft.

Müdigkeit und Kopfweh zählen zu den häufigsten Nebenwirkungen einer Impfung. Das ist auch bei einer Impfung gegen Covid-19 nicht anders. (Symbolbild)
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0.45 Uhr: Mehr Drogentote wegen Pandemie

Die Coronavirus-Pandemie hat in den USA nach Einschätzung der US-Gesundheitsbehörde CDC zu einer Zunahme der Zahl der Drogentoten geführt. In den zwölf Monaten bis Ende Mai dieses Jahres seien mehr als 81'000 Tote an einer Überdosis gestorben, teilte CDC mit – mehr als je zuvor in einem solchen Zeitraum. Brüche im Alltag wegen der Pandemie hätten Süchtige besonders hart getroffen, sagte CDC-Direktor Robert Redfield der Mitteilung zufolge. «Während wir den Kampf zur Beendigung dieser Pandemie fortsetzen, ist es wichtig, die verschiedenen Gruppen nicht aus den Augen zu verlieren, die auf andere Weise betroffen sind.»

CDC teilte mit, die Zahl der Todesfälle durch Überdosierungen sei zwar schon in den Monaten vor der Pandemie angestiegen. Statistiken deuteten aber darauf hin, dass sie während der Corona-Krise noch stärker zugenommen habe. Das scheine besonders auf den Missbrauch synthetischer Drogen wie Fentanyle (Opioide) zurückzuführen gewesen zu sein. Todesfälle durch Überdosen mit diesen Stoffen hätten in diesen zwölf Monaten um mehr als 38 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum zugelegt. Todesfälle im Zusammenhang mit Kokain-Überdosen hätten um mehr als 26 Prozent zugenommen.

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Agenturen/red