Lohnabschlüsse

Die Migros erhöht die Löhne kaum – und nicht einmal für alle

SDA/tafi

24.1.2021

Kunden und Personal tragen Gesichtsmaken in der Migros an der Muelhauserstrasse in Basel, am Montag, 24. August 2020. Der Kanton Basel-Stadt fuehrt als erster Deutschschweizer Kanton wegen der steigenden Corona-Fallzahlen eine Maskenpflicht in Laeden ein. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
Nicht alle Angestellten der Migros dürfen auf eine Lohnerhöhung hoffen: Die Bezüge werden nur auf individueller Basis erhöht.
KEYSTONE/Georgios Kefalas

Nach den Lohnabschlüssen im Detailhandel können nicht alle Migros-Mitarbeitende auf mehr Geld hoffen. Die Lohnerhöhung fällt gering aus und wird «leistungsbezogen» gewährt.

Die Migros zeigt sich laut einem Bericht der «SonntagsZeitung» bei Lohnerhöhungen knauserig. Während Coop und die Fenaco-Landi-Gruppe mit ihren Volg-Läden die Lohnsumme für 2021 um jeweils ein Prozent erhöht hätten, seien es bei der Migros je nach Genossenschaft nur 0,2 bis 0,5 Prozent.

Darüber hinaus böten Coop und Fenaco Hand zu einer generellen Lohnerhöhung für Saläre bis zu einer Höhe von 4700 Franken brutto. Coop zahle 40 Franken. Bei Fenaco seien es 50 Franken.

Die Migros habe auf der anderen Seite die Bezüge ausschliesslich auf individueller Basis erhöht. Dies geschehe «leistungsbezogen», wie Firmensprecher Thomas Kaderli in der «SonntagsZeitung» sagte.

Durch diese Praxis würden viele Angestellte seit Jahren leer ausgehen, kritisiert Anne Rubin, die bei der Gewerkschaft Unia für den Detailhandel zuständig ist. Bereits die letzten vier Lohnabschlüssen seien bei der Migros schlechter ausgefallen als bei Coop.

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