Finanznöte durch Corona

Bundesrat will sich nicht in Mietverhältnisse einmischen

sda/tafu

8.4.2020 - 16:21

Der Bundesrat will bei Mietverhältnissen von Geschäftslokalen nicht eingreifen. (Archivbild)
Source: Keystone/Gian Ehrenzeller

Der Bundesrat ist sich der schwierigen Situation vieler Geschäftsmietenden zwar bewusst, eine Einmischung durch ihn kommt aber nicht infrage. Lieber solle man selbst versuchen, pragmatische Lösungen zu finden.

Der Bundesrat will Mieterinnen und Mieter, die durch die Corona-Krise in Finanznöte geraten sind, nicht entlasten. Er werde sich nicht in «die privatrechtlichen Beziehungen» zwischen Mietern und Vermietern einmischen.

Der Bundesrat sei sich der schwierigen Situation vieler Geschäftsmietenden zwar sehr bewusst, teilte die Regierung am Mittwoch nach ihrer Sitzung und der nachfolgenden Klausur mit. Denn viele Mieterinnen und Mieter befürchteten, ihre Mieten wegen der Auswirkungen der Corona-Krise nicht mehr bezahlen zu können.



Kreativität und guter Wille nötig

Doch die Mietverhältnisse im Geschäftsbereich seien vielfältig. Deshalb würde jeder staatliche Eingriff den Verhältnissen nicht gerecht. Stattdessen rufe der Bundesrat alle Akteure «eindringlich» dazu auf, zu «konstruktiven und pragmatischen Lösungen Hand zu bieten».

Dazu könnten Mietzinserlasse, Stundungen oder vereinbarte Ratenzahlungen oder auch Kombinationen mit Vertragsverlängerungen gehören. In der gegenwärtigen Situation brauche es nun Offenheit, Kreativität und guten Willen, damit eine für alle tragfähige Lösung gefunden werden könne.



Der Bundesrat habe das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) damit beauftragt, zusammen mit dem Finanzdepartement die Situation zu beobachten und dem Bundesrat bis im Herbst 2020 Bericht zu erstatten.

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