Corona-Skeptiker

Kanton Luzern entzieht Arzt die Bewilligung

rl, sda

1.3.2021 - 17:00

Die Flaggen haengen am Luzerner Regierungsgebaeude anlaesslich der Luzerner Regierungsratswahlen vom Sonntag, 31. Maerz 2019, im Regierungsgebaeude von Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Der Kanton greift durch: Flaggen am Luzerner Regierungsgebäude in Lurzern. 
Bild: Keystone

Weil ein Arzt auf Corona-Schutzmassnahmen gepfiffen hatte, darf er vorläufig nicht mehr praktizieren. Der Mann habe die Berufspflichten schwerwiegend verletzt, begründet der Kanton.

Über den vorläufigen Entzug der Praxisbewilligung für einen Luzerner Arzt haben verschiedene Medien berichtet. Der Kanton Luzern bestätigte am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA die Massnahme. Zu Details in laufenden Verfahren würden keine Auskünfte gegeben, erklärte ein Sprecher des Gesundheits- und Sozialdepartements.

Gemäss SRF wird dem Arzt aus Ebikon vorgeworfen, bei Behandlungen von Patientinnen und Patienten in seiner Praxis keine Schutzmaske getragen und Maskendispensationen auf schriftliche Anfrage hin ausgestellt zu haben. Zudem habe er mit unbelegten Aussagen zur Corona-Impfung die Bevölkerung verängstigt.

Am Montagabend soll in der Stadt Luzern eine Solidaritätsdemonstration für den Arzt stattfinden. Die Luzerner Polizei bestätigte auf Anfrage, sie habe Kenntnis davon, dass anonym zu einer Kundgebung aufgerufen worden sei.

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