Schweigeminute um 11.59 Uhr

Parmelin: «Halten wir inne im Gedenken an die Opfer»

lmy/sda

5.3.2021

Bundesratspraesident Guy Parmelin spricht zur Grossen Kammer an der Fruehlingssession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 4. Maerz 2021 im Nationalrat Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)
Bundespräsident Guy Parmelin ruft die Bevölkerung zu einer Gedenkminute auf.
Keystone/Alessandro della Valle

Vor einem Jahr starb der erste Mensch in der Schweiz an Corona. Der Bundesrat ruft darum heute um 11.59 Uhr zu einer Gedenkminute auf.

lmy/sda

5.3.2021

Am 5. März 2020 verzeichnete die Schweiz ihren ersten Corona-Todesfall – eine 74-Jährige verstarb im Universitätsspital Lausanne an den Folgen der Erkrankung. Bis heute hat die Pandemie hierzulande 9319 Opfer gefordert, über eine halbe Million Menschen wurden infiziert.

Bundespräsident Guy Parmelin hat deshalb die Kirchen in der Schweiz aufgerufen, am Freitagmittag die Glocken läuten zu lassen. Die Schweizerinnen und Schweizer rief er gleichzeitig zu einer Schweigeminute um 11.59 Uhr auf.

Heute Morgen richtete sich Parmelin auf Twitter nochmals an die Bevölkerung. Auch die Schweiz habe in der Pandemie einen hohen Preis bezahlt: «Halten wir einen Moment inne im Gedenken an die Opfer der Pandemie. Gedenken wir auch der Menschen, die weiterhin um ihre Gesundheit oder ihre Arbeit kämpfen. Anerkennung verdient auch das Pflegepersonal.» Man wolle in aller Stille die Freundschaft, Unterstützung und Dankbarkeit bezeugen.

Auf die Organisation einer Gedenkzeremonie hat der Bundesrat in Absprache mit den Präsidenten von National- und Ständerat verzichtet. Begründet wird dieser Entscheid mit der aktuellen epidemiologischen Lage. Unabhängig vom Bund bereiten auch die Landeskirchen Traueranlässe vor.

Bundesratssprecher André Simonazzi teilte auf Twitter ein Bild aus der Bundesratssitzung, das das Gremium bei der Schweigeminute zeigt.