Bisher grösste Tageslieferung eingetroffen — Schweiz erhöht Impftempo

Agenturen/toko

30.5.2021

Laut einem Medienbericht ist die Schweiz derzeit Weltspitze beim Impfen. Die bisher grösste Lieferung an einem Tag — eine Million Moderna-Impfdosen — erlaubt die Erhöhung des Impftempos. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

Agenturen/toko

30.5.2021

Die Schweiz schlägt ein hohes Tempo bei Impfungen gegen das Coronavirus an. Sie ist laut «SonntagsZeitung» derzeit Weltmeister im Impfen. Das zeigten aktuelle Daten des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). In den letzten Wochen seien Hunderttausende Impfdosen eingetroffen.

Dies erlaube es, das Impftempo weiter zu erhöhen. Am Samstagabend seien in den Lagern der Armee-Apotheke eine Million Dosen des Moderna-Impfstoffes eingetroffen — die bisher grösste gelieferte Menge an einem Tag.

Der Präsident der Kantonsärzte, Rudolf Hauri, rief die Bevölkerung dazu auf, sich impfen zu lassen. Das BAG will seinerseits mit einer neuen Kampagne junge Frauen zur Impfung einladen. Gerüchte, wonach die Corona-Impfung Frauen unfruchtbar mache, sollen damit widerlegt werden.

Carol Moser, Fachperson Impfen, zieht den Covid-19 Impfstoff von Moderna in Spritzen auf, im Impfzentrum Bernexpo, am Montag, 10. Mai 2021, in Bern. Im heute geoeffneten Impfzentrum Bernexpo (IZBE) werden bei voller Auslastung bis zu 4000 Impfungen pro Tag moeglich sein. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Die Schweiz erhöht das Tempo beim Impfen weiter. (Symbolbild)
Bild: Keystone/Peter Klaunzer

Schweizer Corona-Medikament laut Medienbericht vor dem Durchbruch

Im Kampf gegen das Coronavirus steht ein neues Arzneimittel der Basler Biotechfirma Kinarus vor dem Durchbruch. Es kann in Form einer Tablette eingenommen werden und wirkt mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen alle Mutanten des Coronavirus.

Es wirkt in allen Phasen der Erkrankung, ist antiviral, entzündungshemmend und antifibrotisch, zitiert der «SonntagsBlick» Alexander Bausch, den Firmenchef von Kinarus. Es ist billiger als aktuelle Therapien und macht es damit auch für ärmere Länder erschwinglich. Das Medikament steht am Anfang der klinischen Versuchsphase und wird in den nächsten Monaten an über 400 Patienten geprüft.


Die Ereignisse des Tages im Überblick:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Im Kampf gegen die Pandemie planen die vietnamesischen Behörden in Ho-Chi-Minh-Stadt Massentests auf das Virus.
  • In den USA hat inzwischen die Hälfte der Bevölkerung mindestens eine Corona-Impfung bekommen.
  • Durch neu eingetroffene Lieferungen erhöht sich das Impftempo in der Schweiz
  • Laut einem Medienbericht steht ein neues Arzneimittel der Basler Biotechfirma Kinarus vor dem Durchbruch.
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    Ho-Chi-Minh-Stadt plant Massentests auf das Coronavirus

    Im Kampf gegen die Pandemie planen die vietnamesischen Behörden in Ho-Chi-Minh-Stadt Massentests auf das Virus. Dies berichteten staatliche Medien am Sonntag. Das frühere Saigon ist mit 13 Millionen Einwohnern die grösste Stadt des südostasiatischen Landes. Stadtoberhaupt Nguyen Than Phong sagte nach einem Bericht der Zeitung VnExpress, dass ein Testprogramm mit 100'000 Tests pro Tag für Risikogruppen starten solle. Ausserdem werden in der Metropole von Montag an wieder verschärfte Abstandsregeln gelten.

    Vietnam war bisher mit niedrigen Fallzahlen vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen. Bis Sonntag gab es erst 7107 Infektionen, von denen aber mehr als 4000 erst seit Ende April auftraten. Die Zahl der Corona-Toten wird mit 47 angegeben. Am Samstag meldeten die Staatsmedien, dass in Vietnam eine neue Variante des Coronavirus entdeckt worden sei. Sie weise sowohl Eigenschaften der bisher bekannten britischen als auch der indischen Form auf. Sie sei sehr leicht übertragbar, vor allem über die Luft.

    epa09228389 A policeman guards inside a quarantine area in Hanoi, Vietnam, 26 May 2021. Vietnam is currently facing the fourth Covid-19 wave, which is expected to last longer than previous ones, according to Vietnam's Health Minister Nguyen Thanh Long. EPA/LUONG THAI LINH
    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die vietnamesischen Behörden die gesamte Bevölkerung von Ho-Chi-Minh-Stadt auf das Virus testen lassen. (Symbolbild)
    Bild: Keystone/EPA/Luong Thai Linh 
  • 16.48 Uhr
    Ungeimpfte sollen für Konzert in Florida 55-fachen Preis zahlen

    Der Eintritt für ein Konzert im US-Bundesstaat Florida soll für vollständig Geimpfte nur 18 US-Dollar (rund  16 Franken) kosten, für ungeimpfte Gäste hingegen 1000 Dollar (rund 900 Franken). Der Veranstalter betonte, es gehe bei dem «Rabatt» nicht darum, den Menschen vorzuschreiben, sich impfen zu lassen. «Falls jemand ungeimpft kommen will, wird er viele Gäste abschrecken und muss die Differenz zahlen», hiess es. Die Punkrock-Band Teenage Bottlerocket wird demnach am 26. Juni in der Stadt St. Petersburg an der Golfküste auftreten.

    Gäste, die Tickets zu dem reduzierten Preis kaufen, müssen beim Einlass ihren Impfnachweis der Gesundheitsbehörde CDC vorlegen, hiess es in der Beschreibung des Konzerts. Veranstalter Paul Williams sagte der «Washington Post», er habe nach dem Bekanntwerden des Angebots zahlreiche Hassbotschaften und Drohungen von Impfgegnern erhalten.

    Die unterschiedliche Preisgestaltung sei ein Fall von Diskriminierung, erklärte eine Sprecherin des Gouverneurs von Florida, Ron DeSantis, der Zeitung zufolge. Der Republikaner hatte jüngst ein Gesetz unterschrieben, das es Geschäften, Behörden, Schulen und Universitäten verbietet, von ihren Kunden, Schülern oder Studenten eine Impfung zu verlangen. Das Gesetz gilt erst ab Juli.

    Falls der «Rabatt» für Geimpfte ein PR-Gag für das Konzert gewesen sein sollte, hat er sich ausgezahlt: Die billigeren Tickets für die relativ kleine Location waren heute Sonntag bereits ausverkauft.

  • 16.09 Uhr
    Corona-Zahlen in Moskau steigen wieder

    Russlands Hauptstadt Moskau hat wieder mit steigenden Corona-Zahlen zu kämpfen. Heute Sonntag wurden 3719 neue Fälle registriert und damit bereits den vierten Tag infolge mehr als 3000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte den Anstieg im Staatsfernsehen unter anderem mit den einwöchigen Mai-Ferien. In dieser Woche seien die Moskauer weniger zum Arzt gegangen, weshalb einige Infektionen erst später festgestellt worden seien.

    Zuvor schon hatte Sobjanin das Impftempo in der 12-Millionen-Einwohner-Stadt als zu langsam kritisiert. Der Anteil der Geimpften an der Gesamtbevölkerung sei geringer als in jeder anderen europäischen Hauptstadt. Dass viele Menschen eine Impfung ablehnten, sei eine «Schande». Insgesamt sind in Russland erst rund elf Prozent der Bevölkerung geimpft. In Moskau gibt es seit Monaten kaum noch Beschränkungen.

  • 15.26 Uhr
    Deutscher Virologe und Abgeordneter erhält regelmässig Liebesbriefe von Frauen

    Die Dauerpräsenz im Fernsehen während der Corona-Pandemie hat für den Gesundheitsexperten Karl Lauterbach ungeahnte Folgen: Er punktet beim anderen Geschlecht. «Ich habe auch einige Liebesbriefe bekommen», sagte Lauterbach der «Welt am Sonntag». Darauf eingegangen sei er aber nicht: «Ich habe, offen gesagt, noch keine Zeit gefunden, mich denen zu widmen.»

    Der studierte Mediziner Lauterbach hat in der Corona-Pandemie an politischem Einfluss gewonnen. In dem Interview signalisierte er Interesse daran, nach der Bundestagswahl das Bundesgesundheitsministerium übernehmen. «Ich habe mich immer für das Amt des Gesundheitsministers interessiert», sagte er. «Wenn die Gelegenheit sich noch einmal ergibt, würde ich es auf jeden Fall nicht ablehnen.»

  • 14.37 Uhr
    Deutscher Vizekanzler vorzeitige Aufhebung von Homeoffice-Pflicht ab

    Vizekanzler Olaf Scholz hat Forderungen aus der Wirtschaft eine Absage erteilt, die Homeoffice-Pflicht angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen vorzeitig aufzuheben. «Das Virus ist noch nicht besiegt», sagte der SPD-Kanzlerkandidat der «Bild am Sonntag». «Deshalb halte ich es für absolut richtig, wie vereinbart die Pflicht zum Homeoffice beizubehalten.» Nach derzeitigem Stand gilt die Homeoffice-Pflicht bis zum 30. Juni.

    Der Bundesverband der Deutschen Industrie hatte unter Verweis auf die Impffortschritte in dieser Woche eine Aufhebung der Homeoffice-Pflicht sowie der Corona-Testpflicht in Betrieben gefordert. Scholz wies die Forderungen zurück und warnte vor Leichtsinn.

    Die Grünen fordern laut einem Bericht der Zeitungen der Funke Mediengruppe unterdessen die Umwandlung der Homeoffice-Pflicht in ein Recht auf Homeoffice. In einem von Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt vorgelegten Drei-Punkte-Plan zur Modernisierung der Arbeitswelt nach der Corona-Pandemie heisst es den Zeitungen zufolge: «Eine moderne Arbeitswelt sollte für geeignete Tätigkeiten ein Recht auf selbstbestimmtes, mobiles Arbeiten beinhalten, wobei die Inanspruchnahme jederzeit freiwillig und den Beschäftigten überlassen bleibt.»

    Neben einem Recht auf Homeoffice sieht der Grünen-Vorschlag vor, Unternehmen bei der Digitalisierung zu helfen und die ländliche Infrastruktur zu stärken. Im Rahmen eines Modell-Projekts «Neues Leben auf dem Land» sollten laut dem Plan etwa gut ausgestattete und gut erreichbare Coworking-Spaces in Dörfern oder Regionalbahnhöfen geschaffen werden.

  • 13.42 Uhr
    Opposition in Deutschland macht Regierung für Testcenter-Betrügereien mitverantwortlich

    Politiker der Opposition in Deutschland haben der Bundesregierung eine Mitverantwortung für die mutmasslichen Betrügereien in Corona-Schnelltestzentren zugewiesen und eine Verschärfung der Regeln gefordert. Linken-Chefin Susanne Hennig-Wellsow kritisierte die Einführung des Schnelltest-System als «überstürzt und chaotisch». Der Nachrichtenagentur AFP sagte sie: «Das ist in meinen Augen schlampiger Umgang mit einer wesentlichen Säule der Corona-Bekämpfung und schlampiger Umgang mit Steuergeld.»

    Die Bundesregierung habe «nach dem chaotischen Start Zeit gehabt zu korrigieren — das wurde versäumt», kritisierte Hennig-Wellsow. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn müsse nun «unverzüglich erklären, wie er gegen Betrug vorgehen will und wie die Abrechnungen künftig sicherer gemacht werden», sagte die Linken-Chefin. «Die Ankündigung weiterer Stichproben-Kontrollen genügt da bei weitem nicht.»  Auch Politiker anderer Parteien kritisierten die deutsche Bundesregierung.

    Nach Berichten über gross angelegten Abrechnungsbetrug in Corona-Testzentren hatte Spahn am Vortag schärfere Kontrollen angekündigt. «Wo es nötig ist, schärfen wir nach», schrieb er auf Twitter. Es werde nun «stichprobenartig mehr Kontrollen geben».

    Wegen der möglichen Betrugsfälle ermitteln inzwischen unter anderem die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Wirtschaftskriminalität in Bochum und die Staatsanwaltschaft Lübeck. Es besteht der Verdacht, dass Testzentren dem Staat sehr viel mehr Schnelltests in Rechnung stellen als sie tatsächlich vornehmen. Abrechnen können die Teststellen pro Bürgertest 18 Euro (rund 20 Franken).

  • 12.47 Uhr
    Die halbe US-Bevölkerung hat mindestens erste Corona-Impfung bekommen

    In den USA hat inzwischen die Hälfte aller rund 330 Millionen Einwohner mindestens die erste Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Rund 40 Prozent der Bevölkerung sind schon vollständig geimpft. Die Zahl der Erstimpfungen stieg auf 167,2 Millionen, womit 50,3 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Spritze bekommen haben, wie aus Zahlen der Gesundheitsbehörde CDC hervorging.

    Auf die Zahl der rund 260 Millionen Erwachsenen in den USA bezogen ergibt sich eine noch höhere Impfquote: Gut 62 Prozent von ihnen bekamen bislang mindestens eine Impfung, mehr als 51 Prozent sind vollständig geimpft, wie die CDC-Daten zeigen. In der besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppe ab 65 Jahren erhielten demnach bereits 86 Prozent mindestens eine Dosis eines Impfstoffs.

    US-Präsident Joe Biden hat als Ziel ausgegeben, dass bis zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli rund 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens die erste Impfung erhalten haben sollen. Viele Bundesstaaten, Kommunen und Unternehmen bieten inzwischen deutliche Anreize - von der Verlosung von Millionengewinnen bis hin zu Kreuzfahrten - um die Impfquote weiter zu erhöhen.

  • 11.58 Uhr
    Deutsche Städte beklagen zunehmende Übergriffe auf Mitarbeiter bei Corona-Kontrollen

    Mitarbeiter von Ordnungsämtern und Polizei in Deutschland beklagen bei den Kontrollen von Corona-Massnahmen ein zunehmend aggressives Verhalten der Bürger. Dies ergab eine Umfrage der «Welt am Sonntag» unter den 15 grössten Städten Deutschlands. Kommunen berichteten dabei von steigendem Unverständnis, verbalen Konflikten und zum Teil tätlichen Angriffen, wenn Mitarbeiter die Einhaltung etwa von Maskenpflicht und Abstandsgebot kontrollierten.

    «Grundsätzlich sind insbesondere Maskenkontrollen in circa 98 Prozent der Fälle immer von Diskussionen begleitet», sagte ein Sprecher der Stadt Frankfurt am Main dem Blatt. «In den allerwenigsten Fällen ist hier Einsicht vorhanden.» Ein Sprecher der Stadt Köln erklärte, die Menschen würden bei Kontrollen «immer ungeduldiger und gereizter» reagieren. «Die Ordnungsdienstkräfte wurden teilweise gezielt angespuckt, gebissen oder anderweitig körperlich angegangen.»

    Auch die Städte Düsseldorf, Leipzig, Dortmund, Essen, Nürnberg und Duisburg berichten von zunehmenden Aggressionen. Vor allem wenn Bußgelder angedroht würden, entstünden Konflikte.

    «Gegner der Corona-Massnahmen und auch uneinsichtige Personen werden heute deutlich schneller aggressiv als noch vor ein paar Monaten», sagte Oliver Malchow, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), der «Welt am Sonntag». «Das endet schnell mit Beleidigungen, Anhusten oder auch Attacken auf die Beamtinnen und Beamten.»

  • 11.19 Uhr
    5000 Menschen bei Corona-Test-Konzert in Paris

    In Paris haben tausende Menschen ein Corona-Test-Konzert besucht. 5000 Menschen tanzten am Samstagabend in der Konzertarena im Stadtteil Bercy zur Musik der Rockband Indochine. Forscher wollen mit dem Test-Konzert herausfinden, wie hoch das Corona-Infektionsrisiko bei Grossveranstaltungen ist.

    Als Besucher des Test-Konzerts zugelassen waren nur 18- bis 45-Jährige ohne Vorerkrankungen. Sie mussten sich vor dem Konzert auf das Coronavirus testen lassen und während der Veranstaltung Masken tragen.

    Die Einschränkungen taten der Freude vieler Konzertbesucher an dem Event keinen Abbruch. «Wir haben so lange darauf gewartet, dass Veranstaltungen wie diese wieder stattfinden können», sagte die 26-jährige Camille. «Ein Konzert gefunden zu haben, noch dazu von Indochine, das ist wirklich grossartig.»

    Eine Woche nach dem Konzert müssen sich die Konzertbesucher erneut auf das Coronavirus testen lassen. Ihre Daten werden dann mit jenen einer Kontrollgruppe aus 2500 Menschen verglichen, die den Samstagabend zu Hause verbringen mussten.

    Vergleichbare Test-Veranstaltungen hat es bereits in Spanien und Grossbritannien gegeben. Dort hatten die Forscher kein erhöhtes Infektionsrisiko festgestellt.

  • 10.35 Uhr
    Bericht: Schweizer Corona-Medikament vor dem Durchbruch

    Im Kampf gegen das Coronavirus steht ein neues Arzneimittel der Basler Biotechfirma Kinarus vor dem Durchbruch. Es kann in Form einer Tablette eingenommen werden und wirkt mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen alle Mutanten des Coronavirus. Es wirkt in allen Phasen der Erkrankung, ist antiviral, entzündungshemmend und antifibrotisch, zitiert der «SonntagsBlick» Alexander Bausch, den Firmenchef von Kinarus. Es ist billiger als aktuelle Therapien und macht es damit auch für ärmere Länder erschwinglich. Das Medikament steht am Anfang der klinischen Versuchsphase und wird in den nächsten Monaten an über 400 Patienten geprüft.

  • 9.56 Uhr
    Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland sinkt auf 35,2

    Die deutschlandweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist weiter auf 35,2 Fälle pro 100'000 Einwohner gesunken. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter meldete, wurden 3852 Neuinfektionen und 56 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus innerhalb eines Tages registriert.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz geht derzeit stetig zurück. Allerdings liegt die Zahl an Wochenenden oder nach Feiertagen in der Regel niedriger als im Wochendurchschnitt, weil weniger getestet wird und weniger Testergebnisse übermittelt werden.

    Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Massstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100'000 Einwohnern innerhalb einer Woche an.

    Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Corona-Infektionen in Deutschland liegt jetzt bei 3'679'148. Die Zahl der Todesopfer liegt bei 88'406.

  • 9.21 Uhr
    Schweiz ist derzeit Weltmeister beim Impfen

    Die Schweiz schlägt ein hohes Tempo bei Impfungen gegen das Coronavirus an. Sie ist laut «SonntagsZeitung» derzeit Weltmeister im Impfen. Das zeigten aktuelle Daten des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). In den letzten Wochen seien Hunderttausende Impfdosen eingetroffen.

    Laurent Kurth membre du Conseil d?Etat neuchatelois se fait vacciner contre le Covid-19 lors d'un point presse dans le centre de vaccination de l'Esplanade le mercredi 12 mai 2021 a Neuchatel. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
    Die Schweiz legt derzeit ein hohes Impftempo vor.
    KEYSTONE/Jean-Christophe Bott (Symbolbild)

    Das erlaube es, das Impftempo weiter zu erhöhen. Am Samstagabend seien in den Lagern der Armee-Apotheke eine Million Dosen des Moderna-Impfstoffes eingetroffen — die bisher grösste gelieferte Menge an einem Tag. Der Präsident der Kantonsärzte, Rudolf Hauri, rief die Bevölkerung dazu auf, sich impfen zu lassen. Das BAG will seinerseits mit einer neuen Kampagne junge Frauen zur Impfung einladen. Gerüchte, wonach die Corona-Impfung Frauen unfruchtbar mache, sollen damit widerlegt werden.

    ARCHIV – Ein Mitarbeiter in einem bereitet eine Spritze mit dem Moderna-Wirkstoff gegen Corona für die Impfung vor. Foto: Robert Michael/dpa
    Am Samstagabend sind in den Lagern der Armee-Apotheke eine Million Dosen des Moderna-Impfstoffes eingetroffen — die bisher grösste gelieferte Menge an einem Tag.
    Robert Michael/dpa (Symbolbild)
  • 9.03 Uhr
    US-Hutgeschäft löst mit «gelbem Stern» für Impfgegner Sturm der Entrüstung aus

    Mit Werbung für Aufnäher in der Form eines gelben Sterns und mit der Aufschrift «Ungeimpft» hat ein Hutgeschäft aus dem US-Bundesstaat Tennessee einen Sturm der Entrüstung ausgelöst - und einen Teil seiner Geschäftspartner verloren. Als Reaktion auf das an Nazi-Symbolik erinnernde Produkt im Sortiment von HatWRKS kündigte die traditionsreiche US-Hutmacherfirma Stetson am Samstag (Ortszeit) an, ihre Geschäftsbeziehungen mit dem Unternehmen einzustellen.

    Der Laden HatWRKS hatte am Freitag auf seinem Instagram-Kanal angekündigt, die Aufnäher in sein Sortiment aufzunehmen. In dem Beitrag war eine Frau zu sehen, die einen gelben Stern mit der Aufschrift «Ungeimpft» auf ihrem schwarzen T-Shirt trug. Inzwischen wurde der Instagram-Beitrag gelöscht.

    Unter dem Hashtag #Hateworks entrüsteten sich zahlreiche Internetnutzer über das Produkt. «Eure Nazi-Stern-Aufnäher sind möglicherweise das Beleidigendste und Antisemitischste, was ich je gesehen habe», schrieb ein Nutzer auf der Facebook-Seite des Geschäfts. Der Protest übertrug sich auch in die reale Welt: So demonstrierten laut örtlichen Medien am Samstag einige Dutzend Menschen vor dem HatWRKRS-Geschäft in der Stadt Nashville. Einige von ihnen hielten dabei ein Banner mit der Aufschrift «Keine Nazis in Nashville!» in die Höhe.

    Das Geschäft reagierte derweil mit Unverständnis auf die Empörung. «Die Menschen sind so empört über meinen Beitrag? Aber empört ihr euch über die Tyrannei, die die Welt gerade erlebt?», schrieb das Unternehmen auf Instagram. «Wenn ihr nicht versteht, was geschieht, ist das eure Schuld, nicht meine.» Bereits vor dem Vorfall um den gelben Stern hatte HatWRKS im Internet regelmässig gegen die Corona-Eindämmungsmassnahmen sowie gegen US-Präsident Joe Biden gewettert.

    Zuletzt hatte auch die umstrittene republikanische Kongress-Abgeordnete Marjorie Taylor Greene die Pflicht zum Maskentragen in der Corona-Pandemie mit der Judenverfolgung in der NS-Zeit in Verbindung gebracht. Ihre Äusserungen wurden sowohl von den Demokraten als auch der Führung ihrer eigenen Partei scharf kritisiert.