Spülung mit Holzspäne:  Zürich installiert Bio-Toiletten

tsch

20.4.2019 - 15:28

Der Gang auf die Toilette soll nun biologischer werden - zumindest in Zürich (Symbolbild).
Bild: Keystone, Anthony Anex

In Zürich gibt es an acht Standorten sehr ungewöhnliche Toiletten. Sie wurden im Rahmen eines Pilotprojekts aufgestellt. Das Besondere an den Stätten für die Notdurft ist: Die Komposttoiletten brauchen weder Wasser, Strom und auch keinen Kanalisationsanschluss. 

Sehr ungewöhnliche Toiletten lassen sich diesen Sommer im Rahmen eines Pilotprojekts in Zürich aufsuchen. Wie der «Tagesanzeiger» berichtet, handelt es sich dabei um Kompost-WCs. Sie brauchen weder Wasser, Strom noch Kanalisationsanschluss. Wie kann das funktionieren?

In den Holzhäuschen gebe es ein Urinal aus Stahl, der Toilettensitz sei aus Bambus, erklärt Hersteller Kompotoi. Die Fäkalien gelangen in ein Becken mit Holzspäne, «gespült» werde ebenfalls mit Holzspäne. Dazu gebe es einen Toilettenpapierspender und einen Abfalleimer.  Die Händereinigung erfolgt über Spender mit Geldesinfektionsmittel.

Regelmässige Reinigung

Wie der Hersteller Kompotoi mitteilt, sei das Ziel der Toiletten, dass ein natürlicher Nähstoffkreislauf geschlossen werde. Die WCs werden je nach Häufigkeit der Besuche einmal täglich bis einmal pro Woche gereinigt. 

Die Bio-Anlagen stehen unter anderem am Hohensteinspielplatz am Uetliberg, der Escherhöhe am Zürichberg und auf der Hürstwiese in Zürich-Affoltern. Weitere WCs werden an der Langstrasse Höhe Denner, auf der Siriuswiese in Oberstrass, im Schindlergut im Kreis 6, im Heuried und im Zeughausareal aufgestellt.

Bilder aus der Schweiz
Zurück zur Startseite