Ausschreitungen

Jugendliche attackieren Polizei in St. Gallen – 19 Festnahmen

ny, sda

3.4.2021 - 02:59

Gummigeschosse und Reizgas gegen Anti-Corona-Proteste: Die Polizei in St. Gallen hat eine unruhige Nacht hinter sich. Insgesamt nahmen die Beamten 19 Demonstranten mit auf den Posten. Um 13 Uhr informiert die Polizei auf einer Medienkonferenz über die Geschehnisse.

ny, sda

3.4.2021 - 02:59

Die Stadtpolizei St. Gallen hat nach den Krawallen vom Freitagabend in St. Gallen 19 Personen für Abklärungen mit auf den Posten genommen. Nach Angaben eines Sprechers der Polizei sind inzwischen alle wieder frei.

Jugendliche hatten sich Freitagabend in St. Gallen auf dem Roten Platz getroffen, einem beliebten Treffpunkt in der Stadt. Gegen 21 Uhr eskalierte die Lage ein erstes Mal. Gewaltbereite Jugendliche griffen am Rand der Altstadt Polizisten an, die Polizei antwortete mit Gummischrot.

Nachdem die Polizei die Menschenansammlung aufgelöst hatte, beruhigte sich die Lage vorübergehend. Gegen 22:30 Uhr wurden Polizisten aber erneut angegriffen und mit Molotowcocktails beworfen, und es kam zu Beschädigungen. Erst gegen 01:40 Uhr am Samstag war der Polizeieinsatz zu Ende, wie Klaus-Dieter Mennel, Sprecher der Stadtpolizei, auf Anfrage sagte.

Zwei verletzte Jugendliche

Zwei Jugendliche seien bei den Auseinandersetzungen verletzt worden. Die Stimmung sei sehr aggressiv gewesen, sagte ein Polizeisprecher in der Nacht. Über weitere Verletzte war am Morgen nichts bekannt. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Über der Stadt kreiste mehrere Stunden lang ein Polizeihelikopter.

Laut Mennel wurden an der Kornhausstrasse in der Nähe des Bahnhofs Polizisten mit mehreren Molotow-Cocktails beworfen. Die Einsatzkräfte setzten Pfefferspray und Reizgas ein.

Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Ein Dutzend Mannschaftsbusse standen am Klosterplatz und am Gallusplatz bereit. Bereits vor einer Woche war es in St. Gallen nach einer illegalen Party zu Ausschreitungen und Sachbeschädigungen gekommen.

Die Stadtpolizei St. Gallen tritt am Samstag um 13 Uhr vor die Medien.

ny, sda