Schweres Zugunglück in türkischer Hauptstadt Ankara

SDA

13.12.2018 - 08:39

In der türkischen Hauptstadt Ankara sind bei einem schweren Zugunglück mindestens sieben Menschen getötet und 46 verletzt worden. Der Schnellzug von Ankara nach Konya sei am frühen Donnerstagmorgen in oder nahe der Station Marsandiz am Stadtrand entgleist.

Ein Hochgeschwindigkeitszug kracht in eine Lokomotive und fährt in eine Überführung – am Stadtrand von Ankara kommt es am Morgen zu einem schweren Unfall. Wieso durften zwei Züge gleichzeitig auf denselben Gleisen fahren?

Beim Zugunglück seien mindestens sieben Menschen getötet und 46 verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Zuvor hatte der Gouverneur der Provinz Ankara, Vasip Sahin, von vier Toten und 43 Verletzten gesprochen.

Züge waren auf denselben Gleisen unterwegs

Gegen 6.30 Uhr Ortszeit war nahe der Station Marsandiz der zwischen den Städten Ankara und Konya verkehrende Schnellzug mit einer Lokomotive zusammengestossen. Der Gouverneur der Provinz Ankara, Vasip Sahin, sagte, die Lokomotive sei auf denselben Gleisen wie der Schnellzug für eine Kontrollfahrt unterwegs gewesen. Teile des Hochgeschwindigkeitszuges krachten nach der Kollision in eine Überführung. Die Konstruktion, die offenbar aus Metall bestand, brach teilweise auf zwei der Waggons herunter.

Die Unfallstelle in Ankara. 
Source: Keystone

Bilder zeigten die beiden betroffenen Wagen umgestürzt zwischen zerrissenem und verbogenem Metall liegend, einer davon quer zu den Gleisen. Nicht weit entfernt ist die ebenfalls von den Gleisen abgekommene schwere Zugmaschine zu sehen. Der Unfallort liegt nahe der Station Marsandiz, die keine belebte Grossstadt-Station ist. Ersten Informationen zufolge liegt dort unter anderem eine Anlage zur Wartung von Zügen.

Immer wieder Zugunglücke in der Türkei

Wie schnell der Zug unterwegs war, blieb zunächst unklar. Auch wieso gleichzeitig zwei Züge auf denselben Gleisen fahren durften, konnten die Behörden noch nicht beantworten. Anadolu zufolge hat die Staatsanwaltschaft in Ankaraeine Untersuchung eingeleitet.

Zugunglücke sind in der Türkei keine Seltenheit. Erst im Juli waren bei einem schweren Unfall in der Nordwesttürkei mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 300 Menschen mussten verletzt in Krankenhäuser gebracht werden. Der Zug mit 362 Reisenden an Bord war entgleist, nachdem Regenfälle das Gleisbett weggespült hatten.

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