InternetAktie von Snapchat-Firma schiesst um ein Viertel hoch
SDA
25.4.2024 - 23:29
Die Snap-Erlöse stiegen wieder an. (Archivbild)
Keystone
Ein deutliches Umsatzplus im vergangenen Quartal hat der Wall Street den Glauben an die Foto-App Snapchat zurückgegeben. Die Aktie des Mutterkonzerns Snap sprang im nachbörslichen Handel am Donnerstag um mehr als ein Viertel hoch.
Keystone-SDA
25.04.2024, 23:29
26.04.2024, 05:43
SDA
Bei der Foto-App Snapchat zahlte sich der jahrelange Umbau der Werbesysteme schliesslich aus. Der Umsatz der Betreiberfirma Snap stieg im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 21 Prozent auf knapp 1,19 Milliarden US-Dollar.
Noch vor drei Monaten war der Aktienkurs nach der Enttäuschung über die vergangenen Quartalszahlen um mehr als 30 Prozent eingebrochen.
Strengere Privatsphäre-Einstellungen
Snap hatte die Anleger einst an Zuwachsraten von mehr als 50 Prozent gewöhnt. Doch dann hörte das Wachstum auf, unter anderem wegen Apples Massnahmen für mehr Privatsphäre auf dem iPhone. Entwickler wie Snap müssen Nutzerinnen und Nutzer nun ausdrücklich um Erlaubnis fragen, wenn sie ihr Verhalten quer über verschiedene Apps und Dienste verfolgen wollen, um die Werbung zu personalisieren. Viele Nutzende lehnten dies ab – und das zerschlug zahlreiche Anzeigen-Modelle, unter anderem auch beim Facebook-Konzern Meta.
Im Gegensatz zu Meta befürwortete Snap-Chef Evan Spiegel die Apple-Änderungen. Die Snapchat-Firma tat sich aber lange schwer damit, neue effiziente Verfahren für Online-Werbung aufzusetzen und den Umsatz wieder deutlich wachsen zu lassen.
Sparmassnahmen wegen roten Zahlen
Zugleich bleibt Snap in den roten Zahlen. Im vergangenen Quartal gab es einen Verlust von 305 Millionen Dollar nach roten Zahlen von 328,7 Millionen Dollar vor einem Jahr. Snap-Chef Spiegel griff bereits zu Sparmassnahmen, um gegenzusteuern.
Die Zahl der täglich aktiven Nutzerinnen und Nutzer stieg binnen drei Monaten von 414 auf 422 Millionen. Snapchat war einst mit von allein verschwindenden Bildern populär geworden. Inzwischen setzt der Dienst unter anderem auch auf sogenannte erweiterte Realität (AR, Augmented Reality), bei der digitale Objekte in reale Umgebungen integriert werden. Mit der Technologie lassen zum Beispiel Modefirmen ihre Produkte bei Snapchat virtuell anprobieren.
Für das laufende Quartal stellte Snap einen Umsatz zwischen 1,225 und 1,255 Milliarden Dollar in Aussicht und traf damit schon am unteren Ende der Spanne die Schätzung der Analysten.
Wadephul: China signalisiert Entgegenkommen bei Seltenen Erden
STORY: Bundesaussenminister Johann Wadephul hat bei seinem nachgeholten Besuch in Peking nach eigenen Angaben in Wirtschaftsfragen Fortschritte verbuchen können. Unter anderem äusserte er sich dort am Montag zum Thema Versorgung Deutschlands und Europas mit den Seltenen Erden. O-Ton Johann Wadephul (CDU), Bundesaussenminister: «Es ist gut, dass so ein substanzieller Kontakt stattfinden kann. Es waren heute offene und intensive Gespräche; Gespräche, die dazu da sind, immer wieder auszuloten, wie man gerade bei schwierigen Fragen vorankommen kann. Wir haben gute, konstruktive Gespräche geführt.»://: «Wir Europäer wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. Wir scheuen auch keinen Wettbewerb, aber dieser muss auf Regeln basieren und fair sein. Wir hören, dass die chinesische Seite durchaus Verständnis hierfür hat. Wir wissen, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern müssen. Aber unsere chinesischen Gesprächspartner wissen auch, dass die Europäische Kommission die Wettbewerbsbedingungen genau beobachtet und sich auch immer vorbehalten muss, selbst aktiv zu werden.»://: «Es ist gut zu hören, dass dies auch im chinesischen Interesse ist. Man will einander ein verlässlicher Handelspartner und ein verlässlicher Wirtschaftspartner sein und auch als ein solcher gelten. Und es ist auch gut, von chinesischer Seite zu hören, dass man sich besonderen Engpässen auf deutscher und europäischer Seite mit besonderer Priorität widmen will.»://: «China hat versichert, dass man sehr konstruktiv an die Prüfung dieser Anträge herangehen wird und dass es keinerlei Bestrebungen gibt, gerade deutsche Unternehmen hier mit grösseren Problemen zu belasten. Das halte ich für eine gute Zusage und ermutige jetzt die deutsche Wirtschaft, hier jetzt konkret in die Beantragung hineinzugehen.»://: «Wir wollen Handelsbarrieren abbauen, aber das setzt voraus, dass auch China hier Massnahmen ergreift, die die Effekte der Überproduktion in Europa nicht zu stark werden lassen.» Bei Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe er hingegen keine nennenswerten Zugeständnisse der chinesischen Führung erhalten.
08.12.2025
EU dreht russischen Gashahn zu: Steigen die Preise?
Die EU dreht den Gashahn zu: Bis spätestens Ende 2027 will Brüssel vollkommen unabhängig von russischem Erdgas sein. Damit wollen sich die EU-Staaten langfristig unabhängig von Energieimporten aus Russland und damit weniger erpressbar machen. Zudem wird es Russland erschwert, seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit den Milliardengewinnen aus Energielieferungen zu finanzieren.
05.12.2025
Juso-Erbschaftssteuerinitiative ist am Ständemehr gescheitert
In der Schweiz wird es vorderhand keine nationale Erbschaftssteuer zugunsten des Klimas geben. Die Juso-Volksinitiative «für eine Zukunft» ist gemäss Angaben des Bundesamts für Statistik (BFS) am Ständemehr gescheitert. Applaus gab es bei den Abstimmungssiegern aber auch bei den Verlierern, der Juso. «Wir haben es geschafft, über ein Jahr über unsere grössten Krisen zu sprechen», so die Juso-Präsidentin Mirjam Hostetmann.
30.11.2025
Wadephul: China signalisiert Entgegenkommen bei Seltenen Erden
EU dreht russischen Gashahn zu: Steigen die Preise?
Juso-Erbschaftssteuerinitiative ist am Ständemehr gescheitert