Klassische Vermögensverwaltung ist doppelt so teuer wie Online-Beratung

SDA/uri

8.9.2021 - 09:27

18.03.2019, Hessen, Frankfurt/Main: Ein Kursmakler sitzt im Handelssaal der Börse an seinem Arbeitsplatz vor den Monitoren. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Frank Rumpenhorst)
Kursmakler an der Börse: Wer bei der Vermögensverwaltung Geld sparen will, kann Online-Angebote wahrnehmen. Hier gibt es dafür weniger Beratung.  (Symbolbild)
Bild: Keystone

Wer sein Vermögen von Profis verwalten lassen möchte, muss dafür tief in die Tasche greifen. Allerdings bestehen deutliche Unterschiede zwischen den Angeboten traditioneller Banken und digitalen Online-Produkten.

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8.9.2021 - 09:27

Mandate klassischer Banken kosten gemäss einer Untersuchung von moneyland.ch im Schnitt doppelt so viel wie Online-Angebote mit einem sogenannten Robo-Advisor. So zahlen Kundinnen und Kunden in der traditionellen Vermögensverwaltung für ein Aktienportfolio in Höhe von einer Million Franken im Schnitt 13'677 Franken oder 1,37 Prozent pro Jahr.

Bei digitalen Anbietern kommt mit durchschnittlich 6214 Franken oder 0,62 Prozent nur rund die Hälfte zusammen, schreibt der Vergleichsdienst am Mittwoch. Hinzu kämen bei beiden Varianten weitere Kosten für die Anlageprodukte oder Fremdwährungszuschläge.

Beratung ja oder nein?

Der grösste Unterschied zwischen dem Bankenmandat und dem Online-Angebot ist die Beratung. Während man bei den traditionellen Banken je nach Mandat mehr persönliche Beratungsleistungen erhält, wird beim Robo-Advisor die Dienstleistung nur online angeboten. In der Regel gibt es keine Beratung, so Moneyland. In der klassischen Vermögensverwaltung wird zudem stark auf aktiv gemanagte Fonds gesetzt, die bei den Gebühren nochmals deutlich über den online eher eingesetzten ETFs liegen.

Dafür können die Robo Advisor bereits ab kleinen Summen genutzt werden. So wird beispielsweise für einen Anlagebetrag von 25'000 Franken eine durchschnittliche Pauschalgebühr von 189 Franken oder 0,76 Prozent pro Jahr fällig. Hinzu kommen auch hier noch Steuern und Gebühren.



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