Folge von Fusionen: Kanton Aargau zählt noch 200 Gemeinden

ga, sda

30.11.2021 - 09:35

Die Zahl der Aargauer Gemeinden schrumpft: Ab 2022 besteht der Kanton noch aus 200 Gemeinden.
Keystone

Die Aargauer Gemeindelandschaft ist als Folge von Gemeindefusionen im Wandel. Der Kanton besteht vom kommenden Jahr an nur noch aus 200 Gemeinden. Im Jahr 2000 gab es 232 Gemeinden.

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30.11.2021 - 09:35

Mit Beginn des neuen Jahres werden zwei weitere Gemeindefusionen vollzogen. So schliessen sich die Gemeinden Bad Zurzach, Baldingen, Böbikon, Kaiserstuhl, Rekingen, Rietheim, Rümikon und Wislikofen zur Gemeinde Zurzach zusammen.

Und Bözen, Effingen, Elfingen und Hornussen bilden neu zusammen die Gemeinde Böztal. Der Kanton unterstützte die Gemeinden bei Zusammenschlüssen seit dem Jahr 2000 mit insgesamt 68 Millionen Franken, wie das kantonale Departement Volkswirtschaft und Inneres (DVI) am Dienstag mitteilte.

Mehr Frauen in Gemeinderäten

Als Trend zeichnet sich ab, dass der Frauenanteil in den Gemeinderäten leicht steigt. Der Frauenanteil erhöhte sich seit den letzten Gesamterneuerungswahlen im Jahr 2017 von 25,7 Prozent auf 26,5 Prozent.

Ortsbürgergemeinden als Waldbesitzer

Neben den 200 Einwohnergemeinden bestehen auch 170 Ortsbürgergemeinden. Diese Gemeinden verwalten das Ortsbürgergut, unterstützen die Einwohnergemeinden und fördern das Kulturleben. Wichtigster Bereich ist die Verwaltung und Bewirtschaftung von Wäldern.

Im Eigentum von Ortsbürgergemeinden befinden sich derzeit etwa zwei Drittel der aargauischen Waldflächen. Anfang Jahr gab es 178 Ortsbürgergemeinden. Durch die Zusammenschlüsse Böztal und Zurzach wird sich auch der Bestand der Ortsbürgergemeinden auf 170 reduzieren.

Immer weniger Ortsbürger

Die Ortsbürgergemeinden tragen den Namen ihrer jeweiligen Einwohnergemeinde. Sie bestehen aus der Gesamtheit der Personen, die im Besitz des Ortsbürgerrechts sind und im Gebiet der entsprechenden Einwohnergemeinde wohnen. Der Anteil Ortsbürger und Ortsbürgerinnen an der Gesamtbevölkerung des Kantons ging in den vergangenen 30 Jahren von 20 Prozent auf 9 Prozent zurück.

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