«Gaht’s-no!-Priis» für Preiskennzeichnung bei Uhrenhändler

27.9.2019 - 18:42, SDA

Der «Gaht’s-no!-Priis» 2019 für die grösste bürokratische Absurdität im Kanton Zürich geht an den Fall eines Uhrenhändlers. Dieser muss auf Geheiss der Behörden die Preise aller seiner Produkte anschreiben und fürchtet sich nun vor Dieben und Räubern.

Jahrzehntelang versah der Uhrenhändler seine kostbaren Erzeugnisse aus Sicherheitsgründen nicht mit einer Preisetikette, wie die FDP des Kantons Zürich zur Preisvergabe am Freitag mitteilte . Nach 29 Jahren teilte ihm die Wirtschaftspolizei, aufgrund der nationalen Preisbekanntgabevorschriften müsse er die Uhren im Schaufenster anschreiben.

Eine weitere absurde Bürokratiegeschichte ist für die FDP der Fall eines Mannes, der trotz korrekt auf der Parkscheibe angezeigter Parkzeit eine Busse zahlen musste. Seine Parkscheibe nämlich war einen Zentimeter zu schmal und drei Zentimeter zu kurz.

Weiteres Preiswürdiges begab sich gemäss der FDP Zürich in der Stadt Winterthur. Dort wollte ein Wirt im Sommer mehr Tische vor seiner Bar aufstellen. Die Nachbarschaft war einverstanden, nicht aber die Stadt. An nicht zum Betrieb gehörenden Aussenfassaden würden keine Aussenwirtschaften geduldet, lautete der Bescheid. Auf eine nachgeschobene Petition brachte die Stadt nicht um Einlenken.

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