Mehrere Einsprachen gegen «Brings uf d'Strass!» in Zürich

fn, sda

20.4.2021 - 16:37

"Brings uf d'Strass!" freut nicht alle. Bei der Stadt gingen mehrere Einsprachen gegen das neue Sommerferien-Projekt ein. (Archivbild)
Keystone

Nicht alle sind erfreut darüber, dass die Stadt Zürich im Sommer während sieben Wochen mehrere Strassenabschnitte sperren und für die Bevölkerung freigeben will. Anwohner reichten Einsprachen bei der Stadt ein.

fn, sda

20.4.2021 - 16:37

Die Stadt Zürich will fünf Quartierstrassen in den Kreisen 1 bis 5 für den Verkehr sperren und den Platz der Bevölkerung zur Verfügung stellen. Ziel ist es, dass Zürcherinnen und Zürcher die Strassen für sich nutzen können, wenn sie die Sommerferien zuhause verbringen.

Nicht alle freuen sich jedoch auf «Brings uf d'Strass!», wie das Projekt heisst. Das Tiefbauamt bestätigte am Dienstag einen Bericht des «Tages-Anzeigers», gemäss dem mehrere Einsprachen dagegen eingingen. Bis jetzt seien Einsprachen zur Sperrung der Anker- und der Zähringerstrasse eingegangen, hiess es beim Tiefbauamt.

Es sei möglich, dass noch weitere Einsprachen per Post eintreffen würden. Die Frist lief am 14. April ab. Als erste Instanz wird nun der Stadtrat über die Einsprachen entscheiden. Danach können die Anwohner aber auch noch vor Gericht ziehen.

Aufschiebende Wirkung

Die Einsprachen haben aufschiebende Wirkung. Das heisst, dass die Stadt mit der Umsetzung erst beginnen kann, wenn die ausgeschriebenen Verkehrsanordnungen rechtskräftig sind.

Die Stadt geht nicht davon aus, dass dieses Projekt ein ähnliches Schicksal erleiden wird wie die «Mediterranen Nächte» im vergangenen Jahr. Sie rechnet damit, dass das Projekt «Brings uf d'Strass!» an mehreren Standorten umgesetzt werden kann.

Im vergangenen Jahr hatte die Stadt «Mediterrane Nächte» geplant und wollte dabei Restaurants und Bars erlauben, ihren Aussenbereich bis 2 Uhr offen zu halten. Viele Anwohner fürchteten jedoch um ihren Schlaf und legten Einsprache ein. Der Rechtsstreit zog sich so lange hin, bis der Sommer ohnehin vorbei war.