FCZ-Goalie Yannick Brecher: «Die Zeit als Nummer 2 hat mir extrem gut getan»

Redaktion blue

31.7.2021

Yanick Brecher: «Die Zeit als Nummer 2 hat mir extrem gut getan»

Yanick Brecher: «Die Zeit als Nummer 2 hat mir extrem gut getan»

Yanick Brecher hat seine gesamte Profi-Karriere beim FC Zürich verbracht. Warum der Goalie dem Klub trotz teils schwierigen Zeiten die Treue hielt und was für ihn Gründe wären, um sich anderswo umzuschauen, erzählt er im Interview mit «blue Sport».

30.07.2021

Yannick Brecher hat seine gesamte Profi-Karriere beim FC Zürich verbracht. Warum der Goalie dem Klub trotz teils schwierigen Zeiten die Treue hielt und was für ihn Gründe wären, um sich anderswo umzuschauen, erzählt er im Interview mit «blue Sport». 

Redaktion blue

31.7.2021

Nicht der FCZ, sondern der FC Männedorf war der erste Klub von Brecher. Schon als kleiner Bub sei er jeweils der Grösste im Team gewesen, so der heute 1,96 Meter grosse Hüne. Kein Wunder, fand er bei den Junioren irgendwann den Weg ins Tor. Da er aber dort auch als Torwart stets viel mit den Füssen habe spielen müssen, könne er noch heute davon profitieren. 

Als 13-Jähriger wechselte er dann in die FCZ-Academy. Später wurde Brecher auch in die Junioren-Nati aufgeboten. In bester Erinnerung ist ihm  die U-17-EM in Liechtenstein. Trotz frühem Gruppen-Aus habe er eine tolle Zeit erlebt. «Gegen Spieler wie Paco Alcacer und Paul Pogba auf dem Platz zu stehen, war sehr emotional.» 

Bald fand er beim FCZ den Weg ins Fanionteam. Die Doppelbelastung – Brecher machte parallel eine Ausbildung als Polymechaniker  – sei eine intensive und strenge Zeit gewesen, blickt er zurück. Der Klub habe aber stets einen Plan mit ihm gehabt, so Brecher. Man habe ihn langsam an die Rolle als Nummer 1 heranführen wollen. Nur nach seiner Kurz-Ausleihe 2014 zu Wil sei er ein wenig ungeduldig geworden, sagt Brecher. Insgesamt aber lautet sein Fazit: «Die Zeit als Nummer 2 hat mir extrem gut getan».

Gute und schlechte Erinnerungen

Entgegen kam ihm dabei sein Charakter. «Ich bin ein bodenständiger Typ», beschreibt er sich selbst. Die Geduld hat sich ausgezahlt. Heute ist der 28-Jährige nicht nur unumstrittener Stammspieler, sonder gar Captain des Teams. Er müsse ein Vorbild sein, um vom Team akzeptiert zu werden, meint er zu seiner Rolle. 

Für einen Abgang bei seinem Herzensklub müsste deshalb anderswo alles passen, so Brecher. «Ich muss nicht auf Biegen und Brechen wechseln, wenn man bei einem grossen Schweizer Klub wie dem FCZ  ist», hält er fest. Immerhin hat Brecher in seinen über zehn Jahren bei den Zürchern schon drei Mal den Cup geholt. Vor allem der letzte Triumph 2018, wo er im Gegensatz zu 2016 und 2014 auf dem Platz stand, ist ihm immer noch sehr präsent. «Die Bilder werden nie mehr aus dem Kopf gehen», so Brecher.

Weniger gerne erinnert er sich an die Abstiegssaison 2016 zurück. In der gleichen Saison fiel er auch mit einem Kreuzbandriss aus. «Machtlos zuschauen war der Horror», hält Brecher fest.

Eine solche Saison soll aber die Ausnahme bleiben. Der Saisonauftakt gegen Lugano ist dem Klub schon mal geglückt. Am Samstag empfängt der FC Zürich im zweiten Spiel Lausanne. «blue Sport» zeigt die Partie live um 18:00 Uhr.