Lüthi in aussichtsloser Position gestürzt: «Verärgert, aber nicht verletzt»

SDA

4.4.2021 - 19:30

Tom Lüthi hat zurzeit wenig Grund zur Freude.
Tom Lüthi hat zurzeit wenig Grund zur Freude.
Bild: Keystone

Tom Lüthi erlebt in Katar ein zweites GP-Wochenende zum Vergessen. Im Grand Prix von Doha stürzt der 34-jährige Berner auf seiner Kalex acht Runden vor Schluss - in chancenloser Position.

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4.4.2021 - 19:30

Zwei Jahre ist es her, da stellte Tom Lüthi auf dem Losail International Circuit den noch heute gültigen Rundenrekord der Moto2 auf. Im Frühling 2021 ist alles anders, nicht nur wegen Corona. Im zweiten Jahr in Folge fährt Lüthi der Spitze hinterher und muss nach den ersten beiden Saisonrennen in der Wüste Katars konstatieren: Auch nach dem Wechsel ins spanische Stop-&-Go-Team ist er keinen Schritt weiter als in der verkorksten letzten Saison ohne einen Podestplatz.

Man habe einen Schritt vorwärts gemacht, auch wenn man das noch nicht sehe, verkündete der 125er-Weltmeister trotz der 21. Startposition nach dem Qualifying am Samstag fast schon trotzig. Im Rennen ist davon nichts zu sehen. Lüthi fällt zwischenzeitlich bis auf den 25. Platz zurück, in der 13. von 20 Runden hat er als 21. bereits drei Sekunden Rückstand auf die Top 20, und WM-Punkte sind in weiter Ferne. Zu allem Übel stürzt er dann heftig und scheidet aus. "Verärgert, aber nicht verletzt", meldet das Team gegenüber dem Fernsehen SRF.

Zu Ärger hat Lüthi auch allen Grund. Im Vergleich zum bereits enttäuschenden 15. Platz vor einer Woche auf dem gleichen Rundkurs ging es keinen Schritt vorwärts, es folgte im Gegenteil der nächste Nackenschlag. Bei schwierigen Bedingungen mit starken Windböen und entsprechend viel Sand auf der Strecke fanden er und seine neue Boxencrew bis jetzt nicht die richtige Abstimmung und Lüthi nicht das notwendige Vertrauen in seine Maschine mit Kalex-Chassis.

Wie es gehen kann, zeigt aktuell ein anderer Routinier. Wie beim Saisonauftakt vor einer Woche wehrt sich der nur vier Jahre jüngere Engländer Sam Lowes erfolgreich gegen die jungen Wilden und triumphiert von der Pole-Position aus erneut vor dem Australier Remy Gardner.

Dupasquier erneut in den Top 12

In der Moto3 demonstriert der 19-jährige Freiburger Jason Dupasquier weiterhin, welch grosse Fortschritte er in seiner zweiten WM-Saison bereits gemacht hat. Nach dem 10. Platz vor Wochenfrist belegt der KTM-Fahrer beim GP von Doha den 11. Rang und holt zum zweiten Mal in seiner Karriere WM-Punkte. In seiner Rookie-Saison ist er noch ohne Zähler geblieben.

Von Startplatz 9 gestartet, leistet sich Dupasquier, der in nun 17 WM-Rennen noch nie ausfiel, im vergangenen Jahr aber meist weit hinter dem Feld her fuhr, mitten im grossen Pulk keine Fehler und behält immer die Nerven. Am Ende weist er auf den erst 16-jährigen Spanier Pedro Acosta, ebenfalls auf KTM, weniger als zwei Sekunden Rückstand auf. Der Rookie muss aus der Boxengasse starten, pflügt sich in seinem erst zweiten WM-Rennen aber energisch und gekonnt bis an die Spitze nach vorne.