Shiffrin übertrumpft Hirscher: «Ich habe heute bestimmt nicht an Rekorde gedacht»

dpa/jar

13.1.2021 - 08:09

In Flachau nicht zu schlagen: Mikaela Shiffrin.
In Flachau nicht zu schlagen: Mikaela Shiffrin.
Keystone

Mikaela Shiffrin war im Slalom von Flachau nicht zu schlagen und hat sich mal wieder neue Rekorde im Ski-Weltcup gesichert.

Mikaela Shiffrin hat den Flutlicht-Slalom von Flachau gewonnen und mal wieder ein Stück Ski-Geschichte geschrieben. Die Amerikanerin feierte am Dienstagabend ihren 68. Erfolg im Weltcup und liess damit in der ewigen Bestenliste den Österreicher Marcel Hirscher hinter sich. Zudem bejubelte sie ihren 100. Podestplatz und hält mit nun 44 Slalom-Erfolgen die meisten Siege in einer Disziplin in der Damen-Historie. Ihre Landsfrau Lindsey Vonn hatte in ihrer Karriere 43 Abfahrten gewonnen.

«An Rekorde habe ich heute bestimmt nicht gedacht», sagt Shiffrin nach ihrem Triumph. «Ich wollte einfach stark und inspirierend Ski fahren. Das war heute wirklich ein Spass. In mir hatte sich so viel Energie aufgestaut und die ist dann im zweiten Lauf rausgekommen.»

In einem spannenden Wettkampf verwies sie Katharina Liensberger um 0,19 Sekunden auf Platz zwei und verhinderte den ersten Weltcupsieg der Österreicherin. Dritte wurde Wendy Holdener (+0,43 Sek.), die weiterhin auf ihren ersten Slalom-Erfolg warten muss.



Auf der Herrmann-Maier-Piste steigt normalerweise vor bis zu 15'000 Fans die grösste Ski-Party im Frauen-Weltcup – wegen Corona blieb das Zuschauerspektakel diesmal aber aus. Im letzten Slalom vor der WM im Februar in Cortina d'Ampezzo zeigten Shiffrin und Liensberger im Finale dennoch eine Show mit dem besseren Ende für die Amerikanerin. Sie hat jetzt in der ewigen Sieger-Bestenliste nur noch Ingemar Stenmark (86) und ihre Ex-Teamkollegin Lindsey Vonn (82) vor sich.

In der Slalom-Wertung verteidigte unterdessen die Slowakin Petra Vlhova, die vierte wurde, ihren Spitzenplatz (400 Punkte). Dahinter ist alles sehr eng: Liensberger (360) gefolgt von Shiffrin (335) und Michelle Gisin (330) belegen die Plätze zwei bis vier. In der Gesamtwertung führ Vlhova vor Gisin und Shiffrin.

Für ein weiteres Schweizer Highlight sorgte am Dienstag übrigens Camille Rast: Die mit der Nummer 57 gestartete Walliserin überraschte mit dem 6. Rang, mit dem sie die Selektionskriterien für die WM in Cortina d'Ampezzo erfüllte.

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