Wurde Kaly Sène «fit gespritzt?»

Basel erhebt nach geplatztem Millionen-Transfer Vorwürfe gegen GC

tbz

6.8.2022

Wirbel um Kaly Sènes Verletzung: Das ist der aktuelle Stand nach den Basler Vorwürfen gegen GC

Wirbel um Kaly Sènes Verletzung: Das ist der aktuelle Stand nach den Basler Vorwürfen gegen GC

Was ist dran an den angeblichen Vorwürfen gegen GC bezüglich der Verletzung von Ex-Basel-Leihgabe Kaly Sène? blue Sport Moderator Gianni Wyler hat im Letzigrund nachgefragt.

06.08.2022

Wie der «Blick» berichtet, droht der FC Basel nach dem geplatzten Verkauf von Kaly Sène mit einer Klage gegen GC. Der Stürmer soll in der letzten Saison «fitgespritzt» worden sein, weshalb dem FCB nun Millionen entgehen könnten.

tbz

6.8.2022

Eigentlich hätte Kaly Sène diesen Sommer für rund drei Millionen Ablöse vom FC Basel zum belgischen Klub Oud-Heverlee Leuven wechseln sollen. Allerdings zogen sich die Belgier nach einem Medizincheck, bei dem gemäss «Blick» die Überbleibsel einer Verletzung im Adduktorenbereich entdeckt worden seien, zurück.

Das sorgt in Basel nun für rote Köpfe und könnte sogar eine Klage mit sich ziehen. Der FCB soll schwere Vorwürfe gegen GC erhoben haben, bei denen Kaly Sène in der vergangenen Saison als Leihspieler tätig war und wo er sich in der Winterpause besagte Adduktorenverletzung zuzog.

In der Rückrunde wurde der Senegalese von GC dennoch eingesetzt. Aber war er überhaupt fit? Genau das soll Basel nun infrage stellen. Zum einen habe GC den FCB entgegen den Bestimmungen im Leihvertrag nicht rechtzeitig und ausführlich über Sènes Verletzung informiert, zum anderen befürchte man gemäss «Blick», dass der im Abstiegskampf für die Zürcher so wichtige Stürmer «fit gespritzt» worden sei.

Sollte das der Grund sein, weshalb sich Sène immer noch nicht von der Verletzung erholt hat und die Basler deshalb nun mehrere Millionen kosten könnte, wäre eine Klage gegen GC möglich.

Kaly Sène steht am Ursprung der Differenzen zwischen Basel und GC.
Bild: Keystone

GC distanziert sich – Sène spielte auch beim FCB

Die Grasshoppers distanzieren sich in einer Mitteilung klar von den erhobenen Vorwürfen. «Der Grasshopper Club Zürich hält solche Vorwürfe für unangemessen und realitätsfremd und weist diese entschieden zurück. Der Club hat stets hochprofessionell und in voller Übereinstimmung mit dem internen medizinischen Verfahren gehandelt und dem FC Basel die notwendigen Informationen, sowie die gewünschten Unterlagen über den Spieler zur Verfügung gestellt.»

Die Zürcher pochen zudem darauf, dass Sène auch vom FC Basel in einem Testspiel in diesem Sommer eingesetzt wurde: «Während seiner Zeit in Zürich wurde der Spieler nur dann eingesetzt, wenn der Clubarzt und der Spieler selbst ihn für einsatzfähig hielten, was auch durch seine einmonatige Pause zwischen April und Mai bestätigt wird. Die Tatsache, dass der Spieler Mitte Juni während der Saisonvorbereitung ein Testspiel absolvierte – und dabei auch ein Tor erzielte – beweist zudem, dass er zu diesem Zeitpunkt vom FC Basel als fit und einsatzbereit beurteilt wurde. Der Club wird dieses Thema in der Öffentlichkeit nicht weiter kommentieren.»

Das letzte Wort in dieser Sache ist wohl noch nicht gesprochen.