Leichtathletik

Ehammer pulverisiert Schweizer Rekord im Siebenkampf

sda

14.2.2021 - 16:53

Der Schweizer Mehrkämpfer Simon Ehammer darf sich freuen: Er ist aktuell die Nummer 1 der Welt im Hallen-Siebenkampf (Archivbild)
Der Schweizer Mehrkämpfer Simon Ehammer darf sich freuen: Er ist aktuell die Nummer 1 der Welt im Hallen-Siebenkampf (Archivbild)
Bild: Keystone

Beim Hallen-Siebenkampf in Frankfurt brilliert Simon Ehammer mit 6092 Punkten. Damit übertrifft er den Schweizer Rekord von Andri Oberholzer um 152 Punkte und stellt eine Jahres-Weltbestleistung auf.

Vor einer Woche hatte Ehammer eine grosse Enttäuschung hinnehmen müssen. An den Schweizer Meisterschaften in Magglingen musste der Athlet des TV Teufen nach einem Nuller im Stabhochsprung seine Rekord-Träume begraben. Am Ende des Tages schnappte ihm Andri Oberholzer mit 5940 Punkten auch noch den Schweizer Rekord weg.

Nun zeigte der 21-jährige Appenzeller im zweiten Mehrkampf innert einer Woche eine beeindruckende Reaktion. Er verblüffte erneut mit grossartigen Leistungen und holte sich den Rekord von Oberholzer bei erstbester Gelegenheit wieder zurück. Und mit den 6092 Punkten übernahm er zudem in der Jahres-Weltbestenliste die Spitze.

1000 Meter in 2:51,93 Minuten

Ehammer ist in der Pole-Position, um vom europäischen Leichtathletik-Verband einen der verbleibenden Startplätze an der Hallen-EM in Torun in Polen (4. bis 7. März) zu erhalten. Die bisherige Jahres-Weltbestleistung des Esten Risto Lillemets übertraf der Ostschweizer um 3 Punkte.

Zum Auftakt des zweiten Tages lief Simon Ehammer die 60 m Hürden in 7,83 Sekunden, was gleichbedeutend mit der viertbesten Zeit seiner Karriere war. Im Stabhochsprung übersprang er «nur» 4,80 m, 30 cm unter seiner persönlichen Bestleistung. Den abschliessenden 1000-m-Lauf meisterte er in 2:51,93 Minuten, worauf er sich über ein hervorragendes Schlussresultat freuen durfte.

Der U20-Europameister im Zehnkampf, der momentan in Magglingen die Spitzensportler-Rekrutenschule absolviert, kam in mehreren Disziplinen nicht an seine Bestleistungen. Dies zeigt, welch grosses Potenzial im Schweizer Leichtathleten des Jahres 2020 noch steckt.

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