Auf diese Unterschiede sollten Sie beim Smartphone-Kauf achten

dj

1.12.2018

Bevor man sich an den Smartphone-Kauf macht, sollte noch etwas näher hingeschaut werden.
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Beim Kauf eines neuen Smartphones sollte man nicht nur oberflächlich auf Gigabyte und Megapixel achten, sondern etwas tiefer in die technischen Details eintauchen.

Klar, bevor man sich ein neues Smartphone zulegt, prüft man, wie viel Speicherplatz dieses mitbringt, wie gross der Bildschirm ist oder wie gut die Kamera Fotos schiesst. Doch auch auf einige sonst eher vernachlässigte Spezifikationen sollte man achten. Wir zeigen, welches die meist unterschätzten Merkmale bei Smartphones sind:

1. Die IP-Bewertung

Moderne Smartphones haben ein Rating nach dem IP-Schutzstandard. Dieses wird durch zwei Ziffern dargestellt. Die erste Ziffer gibt den Schutz gegen Staub an, die zweiten jenen gegen (Süss)wasser.

Beim Staubschutz geht die Bewertung von 0 bis 6, wobei 6 einen völligen Staubschutz bedeutet. Beim Wasserschutz reicht die Skala von 0 bis 9, wobei 9 hier für einen Schutz vor Hochdruckwasserstrahlung steht, was für Smartphones eher weniger relevant ist. Die am meisten verbreiteten Ziffern sind hier 7 und 8, die für zeitweiligen beziehungsweise dauerhaften Schutz bei Eintauchen in 1,5 Meter tiefes Wasser stehen.

Ein Smartphone sollte also ein Rating von IP67 oder IP68 haben, um vor Alltagsgefahren geschützt zu sein. Die Schutzstufe könnte schliesslich darüber entscheiden, ob das Smartphone einen Ausflug zum Strand oder ein versehentliches Eintauchen in der Badewanne überleben wird.

Ein aktuelles Smartphone sollte wasserdicht sein.
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2. Die KI-Unterstützung

Apps, die auf künstliche Intelligenz (KI) zurückgreifen, werden immer wichtiger. Zum Einsatz kommt sie auf Smartphones etwa bei der Bildaufnahme und -bearbeitung oder bei digitalen Assistenten.

Daher ist es hilfreich, wenn die Smartphones einen auf KI spezialisierten Chip an Bord haben. Den nennen die Hersteller meistes «Neural Processor» oder «Neural Engine». Aktuelle Geräte von Apple oder das Mate 20 Pro von Huawei haben beispielsweise eigene KI-Chips, die bei Spitzen-Smartphones bald generell zum Standard gehören sollten.

Apple hob die KI-Fähigkeiten des A12-Chip der neuen iPhones bei der letzten Keynote explizit hervor.
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3. Die Ladegeschwindgkeit

Besonders eifrige Smartphone-Nutzer werden ihr Gerät vermutlich auch während des Tages aufladen müssen. Im Gegensatz zur nächtlichen Aufladung hat man dazu dann auch meistens nur begrenzt Zeit.

Daher ist es praktisch, wenn das Smartphone eine Schnellladefunktion hat. Leider macht hier fast jeder Hersteller sein eigenes Ding, so dass es kaum einheitliche Standards gibt. Android-Hersteller nennen das Feature etwa «Quick Charging», «Fast Charging» oder «TurboPower». Neuere iPhones unterstützen ab Werk ebenfalls ein schnelles Laden, allerdings nicht mit dem mitgelieferten Stromadapter. Kauft man sich einen extra Adapter und ein extra Kabel, lässt sich die Ladezeit aber knapp halbieren.

Um iPhones schnell aufladen zu können, braucht es einen speziellen Adapter und ein passendes USB-C-auf-Lightning-Kabel.
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4. Die Modem-Qualität

Auf die Spezifikationen des Modem achtet kaum jemand, es wird sich schon irgendwie mit dem Mobilfunknetz verbinden. Für die Qualität der Verbindung kommt es aber nicht nur auf den Netzbetreiber an. Auch das verwendete Modem und die Anzahl der internen Antennen ist wichtig.

Vor allem auf die Angabe MiMO, für «Multiple Input, Multiple Output» sollte man achten. 4x4 MiMo bedeutet etwa, dass das Smartphone vier Antennen zum Senden und vier Antennen zum Empfangen von Daten zur Verfügung hat. Bei Netzanbietern die diesen Standard unterstützen — wie Swisscom — sind so schnellere Verbindungen möglich. Als Beispiel unterstützt das iPhone XS 4x4 MiMo, das günstigere iPhone XR jedoch nur 2x2 MiMo — und die maximale Übertragungsrate ist entsprechend langsamer.

In naher Zukunft sollte man auch darauf achten, dass das Gerät den neuen Mobilfunkstandard 5G unterstützt. Denn dieser steht kurz vor der grossflächigen Lancierung. Das Samsung Galaxy S10 könnte eines der ersten weit verbreiteten Smartphones mit 5G-Unterstützung werden.

5. Die HDR-Unterstützung

Für die Qualität eines Bildschirms sogar wichtiger als die Auflösung ist die Unterstützung von High Dynamic Range, kurz HDR. Damit erscheinen Fotos und Videos farbenfroher und kontrastreicher — wer darauf Wert legt, sollte auf ein Smartphone mit HDR setzen.  

Für HDR gibt es verschiedene Standards, zu den aktuellen gehören etwa HDR10 sowie Dolby Vision. Unterstützung für HDR10 haben etwa das Samsung Galaxy S9 oder das Sony Xperia XZ3; das iPhone XS unterstützt gar sowohl HDR10 als auch Dolby Vision.

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