Facebook-Moderatoren werfen Firma Gesundheitsgefährdung vor

dj

19.11.2020 - 11:07

Facebook-Moderatoren müssen wieder ins Büro
Facebook-Moderatoren müssen wieder ins Büro.
Keystone

Facebook-Moderatoren beklagen die Rückkehr ins Büro, Apple muss erneut für die iPhone-Drosselung zahlen und Ransomware-Attacken lohnen sich oft. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

In einem offenen Brief an die Facebook-Führungsspitze haben 200 Moderatoren dieser vorgeworfen, Leben zu riskieren, um «Facebooks Profite zu schützen». Trotz einer weltweit grassierenden Pandemie würden Moderatoren wieder dazu gezwungen, in Grossraumbüros statt von zu Hause aus zu arbeiten. Und während sich das persönliche Vermögen von CEO Mark Zuckerberg in der Pandemie auf 100 Milliarden Dollar verdoppelt habe, verweigere Facebook den Moderatoren eine Gefahrenzulage.

Facebook-Moderatoren sind fast ausschliesslich über Subunternehmen angestellt und verdienen erheblich weniger als reguläre Facebook-Mitarbeiter. Zu Beginn der Pandemie wurden sie grösstenteils ins Homeoffice geschickt, eine künstliche Intelligenz sollte Teile der Moderation übernehmen. Doch die sei der Aufgabe nicht gewachsen, schreiben die Verfasser des offenen Briefs. Facebook sagt, dass die «Mehrheit» der Moderatoren weiterhin von zu Hause aus arbeiten würde und man alle Gesundheitsvorschriften für Büroarbeit übererfülle.

Apple muss erneut für iPhone-Drosselung zahlen

Apple hat einen Vergleich mit mehreren US-Bundesstaaten abgeschlossen, der den Tech-Giganten zu einer Zahlung von 113 Millionen Dollar verpflichtet, meldet die «Washington Post». Auch bei diesem Verfahren ging es um die heimliche Drosselung von iPhones mit angeschlagener Batterie, die Ende 2017 publik wurde. Im Februar gab es bereits einen separaten Vergleich über 500 Millionen Dollar, die an US-Käufer von betroffenen iPhones verteilt werden.

Mehr Werbung bei YouTube

YouTube wird zukünftig auch Videos mit Werbung ausstatten, deren Ersteller nicht Teil des «YouTube Partner Program» sind, berichtet «Mashable». Über das Programm werden Creators an den Werbeeinnahmen beteiligt. Nun wird YouTube bei einigen Videos 100 Prozent der Einnahmen behalten, während die harte Arbeit der Creators nicht entlohnt wird.

Ein Viertel der Ransomware-Opfer zahlt

27 Prozent der grossen Unternehmen oder Organisation mit mehr 250 Mitarbeitern, die Opfer einer Ransomware-Attack wurden, haben bereits Lösegeld gezahlt. Das geht aus einer Studie der Sicherheitsfirma Crowdstrike hervor. Durchschnittlich wurde hier eine Summe von 1,1 Millionen Dollar an Kriminelle übertragen, um wieder Zugriff auf verschlüsselte Daten zu bekommen. Die Zahlungswilligkeit von Opfern dürfte einer der Gründe sein, warum Ransomware-Attacken in den letzten Jahren dramatisch zugenommen haben.

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