Diese Konsole erweckt all deine alten Spiele zu neuem Leben

Von Martin Abgottspon

8.9.2021

Nintendo-Klassiker schluckt die Polymega ebenso wie alte Playstation- oder Megadrive-Spiele.
Nintendo-Klassiker schluckt die Polymega ebenso wie alte Playstation- oder Megadrive-Spiele.
Polymega

Einige Videospiele gelten heute als Raritäten. Dank der Polymega stauben diese nicht mehr vor sich hin.

Von Martin Abgottspon

8.9.2021

Nintendo hat das Geschäft mit Retro-Games schon vor einiger Zeit für sich entdeckt. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft im Jahr 2016 brachte das Unternehmen zunächst eine Classic Mini NES auf den Markt und legte ein Jahr später mit der Classic Mini SNES nach. Beide Systeme ermöglichen den Besitzern das Abspielen einiger vorinstallierter Spiele. Darunter befinden sich auch Klassiker wie «Super Mario World», «Mario Kart» oder «Donkey Kong Country». Da im Lieferumfang der Konsole auch die originalen Controller dabei sind, kann man hier zu Recht von purer Nostalgie sprechen, auch wenn die vergilbten Spiele auf dem Estrichboden damit nicht spielbar sind. 

Die Polymega will diese Lücke mit einer neuen All-in-One-Konsole jetzt schliessen und dabei auch nicht nur Nintendo-Liebhaber ansprechen. Die Konsole vereint in der Basisversion fünf discbasierte Systeme in einem Gehäuse (PlayStation, Sega Saturn, NeoGeo-CD, Mega-CD sowie PC-Engine-CD). Ausserdem kann man sich zusätzliche Module anschaffen, um damit auch Games gängiger 8- und 16-Bit-Systeme wie eben etwa jene von Nintendo oder Sega abzuspielen.

Retro-Charme und neue Technik

Die Polymega vereint dabei den Retro-Charme gekonnt mit dem heutigen Stand der Technik. Schaltet man das Gerät zum ersten Mal ein, landet man auf einer Netflix-ähnlichen Übersichtsseite, wo man in die verschiedenen Systemkategorien eintauchen kann. 20 Spiele sind bereits vorinstalliert, so dass man auch ohne Retro-Sammlung im Regal gleich loslegen kann.



Das volle Potenzial entfaltet die Polymega aber natürlich, wenn man seine alten Lieblingsspiele wieder einlegen kann. Das funktioniert gemäss ersten Tests auch tadellos. Die Konsole schluckt wirklich alles, was man ins Laufwerk schiebt. Es gibt keine regionalen Einschränkungen und sogar selbst gebrannte CDs werden erkannt, wenn auch der Abgleich mit der Spieledatenbank in diesem Fall nicht immer exakt funktioniert. Auf das Spielerlebnis hat dies aber keine Auswirkungen.

Ein übersichtliches Menü macht das Zocken auf der Polymega zum Kinderspiel.
Ein übersichtliches Menü macht das Zocken auf der Polymega zum Kinderspiel.
Polymega

Man muss nicht mehr ständig Discs wechseln

Im Unterschied zu früher lassen sich die Spiele jetzt auch direkt auf der 32GB grossen SSD-Festplatte speichern, wodurch man die Discs gar nicht mehr braucht. Wer wirklich über eine Mega-Sammlung verfügt, kann mit einem weiteren Speicherriegel oder auch einer USB-Festplatte nachhelfen. 



Ein Online-Store ist zum Launch der Konsole im September nicht geplant, könnte in naher Zukunft aber noch folgen wie die Entwickler von Playmaji mitteilen. Ausserdem denkt der Hersteller auch bereits über die Unterstützung weiterer Konsolen wie N64 oder Dreamcast nach. Ebenfalls geplant ist ein Streamingservice, zu dem aber noch keine Einzelheiten bekannt sind. Ob man hier auf das Streaming von Oldies setzt oder gar mit Google Stadia und Co. zusammenarbeiten will, ist derzeit unklar.

Liefertermin in der Schweiz erst 2022?

So günstig wie die Classic-Mini-Konsolen von Nintendo wird der Spass mit der Polymega nicht. Die Konsole wird in der Schweiz knapp 500 Franken kosten. Im Lieferumfang sind neben der Konsole ein kabelloser Controller samt USB-Funkempfänger, das Netzteil und ein HDMI-Kabel dabei. Die Module für weitere Konsolen kosten nochmal rund 120 Franken.

Weltweiter Verkaufsstart der Polymega ist am 12. September. Wann die Konsole in der Schweiz erhältlich sein wird, ist noch offen. Digitec hat die Polymega zwar schon im Sortiment, aktuell muss man sich gemäss Händler Softridge aber noch bis Anfang 2022 gedulden. Je nach Lieferbedingungen könnte der Termin noch angepasst werden.