Jö-Effekt Neunjähriger aus «Fortnite» verbannt – Fans eilen zur Hilfe

Von Fabian Gilgen

6.5.2020

Zenon bedankt sich bei seinen Fans.
Zenon bedankt sich bei seinen Fans.
Bild: Youtube

Für den neunjährigen Victor «Zenon» Hugo ist eine Welt zusammengebrochen. Denn er wurde für ganze vier Jahre von «Fortnite» gebannt, nur weil er den Arena-Modus spielen wollte. Doch die Internet-Community reagiert.

Obwohl er erst neun Jahre alt ist, gehört es für den kleinen brasilianischen Jungen Victor «Zenon» Hugo schon länger zum Alltag, unter der Aufsicht seines Vaters «Fortnite» zu streamen. Dabei ist er sehr erfolgreich. Auf Twitch hat er über 137'000 Follower und sogar einen Vertrag bei der eSports-Organisation Detona Gaming.



Umso schwieriger war es für den Jungen, einen Bann von «Fortnite» zu verkraften, den Epic Games ausgesprochen hat, weil er im kompetitiven Arena-Modus gespielt hat, der laut Nutzerbestimmungen erst ab 13 Jahren freigegeben ist. Für ganze vier Jahre sollte er vom Spiel ausgeschlossen werden, bis er eben dieses Alter erreichen würde.

Zenon kann es nicht fassen, dass er gebannt wird und muss weinen.

Video: Twitch

Die Community wehrt sich

Von den Tränen Zenons gerührt, wendeten sich viele Fans des Jungen auf Twitter gegen Epic Games und erstellten den Hashtag #freeZenon, der in nur Zwölf Stunden fast 100'000 Tweets erreichte. Auch «Fortnite»-Streamer-Legende Ninja wurde auf den Bann Zenons aufmerksam und setzte sich in einem Tweet für ihn ein:

«Solange der Arena-Modus kein Geld für Platzierungen anbietet, gibt es keinen Grund für einen Ausschluss von Zenon aus dem Arena-Modus, bis er 13 Jahre alt wird. Allerdings ist die Altersgrenze für die Teilnahme an ‹Fortnite›-Turnieren 13 Jahre und er ist neun Jahre alt. Auf jeden Fall sollte er von keinem anderen Bereich von ‹Fortnite› ausgeschlossen werden.»



Viele Twitter-Benutzer stimmten Ninja zu und so lenkte auch Epic Games ein. Auf Reddit gaben sie bekannt, dass Spieler unter 13 Jahren laut Gesetz nicht an Turnieren teilnehmen könnten, diese aber momentan unglücklicherweise auch vom Arena-Modus ausgeschlossen würden, der sie für solche Turniere qualifizieren lässt. In den kommenden Monaten würde ein Update implementiert, das Spieler auch unter 13 Jahren am Arena-Modus teilnehmen lasse. So wird auch Zenon weiterhin «Fortnite» spielen können.

Was aber bei dem ganzen #freeZenon-Aufmarsch untergegangen ist, ist die eigentliche Altersbeschränkung von «Fortnite», die bei 12 Jahren liegt, sowie dem fragwürdigen Fakt, dass er mit nur neun Jahren bereits bei einer eSports-Organisation unter Vertrag steht. In Brasilien sieht man das wohl nicht ganz so eng wie in der Schweiz.

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