Elon Musk hält Wort

Starlink-Satelliteninternet in Ukraine eingetroffen

Von Dirk Jacquemien

1.3.2022

SpaceX hat bereits tausende Starlink-Satelliten ins All geschickt, wie hier im April 2021 von Florida aus.
SpaceX hat bereits Tausende Starlink-Satelliten ins All geschickt, wie hier im April 2021 von Florida aus.
Keystone

Nach Versprechungen von Elon Musk sind die ersten Satellitenschüsseln für den Starlink-Internetzugang in der Ukraine eingetroffen. Doch schon gibt es Warnungen, das System könnte von Russland zur Peilung missbraucht werden.

Von Dirk Jacquemien

1.3.2022

Der ukrainische Vizepremier und Digitalminister Mykhailo Fedorov freute sich. «Starlink – hier. Danke, Elon Musk», twitterte er und zeigt ein Foto eines Lastwagens, der Dutzende Starlink-Packungen geladen hatte. Starlink ist ein satellitengestütztes Internetangebot, das von Elon Musks SpaceX betrieben wird.

Fedorov hatte Musk vergangene Woche direkt um Unterstützung gebeten. «Während du den Mars kolonisieren willst, versucht Russland die Ukraine zu besetzen», schrieb Fedorov. Je länger der Krieg dauert, desto wahrscheinlicher ist es, dass landbasierte Kommunikationsmittel ausfallen.

Einfaches Ziel für Russland?

Obwohl Starlink einen von den Umgebungsverhältnissen grösstenteils unabhängigen Internetzugang ermöglichen kann, gab es auch schon erste Warnungen. Der Sicherheitsforscher John Scott-Railton wies darauf hin, dass die Starlink-Signale trianguliert und zur Zielfindung genutzt werden könnten.

Gerade Russland hat damit Erfahrung, wie Scott-Railton betont. 1996 war es dem Land gelungen, den tschetschenischen Präsidenten Dschocha Dudajew über sein Satellitentelefon zur orten. Eine präzisionsgelenkte Rakete tötete ihn dann.