Digital-News des Tages

Tech-Zulieferer soll uigurische Zwangsarbeiter eingesetzt haben

dj

30.12.2020

Fabrikarbeit oder «Umerziehungslager»: Vor dieser «Wahl» stehen viele Uiguren.
Fabrikarbeit oder «Umerziehungslager»: Vor dieser «Wahl» stehen viele Uiguren.
Keystone

Ein Apple-Zulieferer soll Zwangsarbeiter eingesetzt haben, Intel wird die Aufspaltung vorgeschlagen und das finnische Parlament wurde gehackt. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

Der chinesische Tech-Zulieferer Lens Technology, der unter anderem Apple, Amazon und Tesla zu seinen Kunden zählt, soll uigurische Zwangsarbeiter in seinen Fabriken eingesetzt haben. Das sollen Dokumente des Tech Transparency Project zeigen, über die die «Washington Post» berichtete. Demnach sollen Tausende Uiguren aus ihrer Heimatprovinz Xinjiang zu Lens-Fabriken in anderen Teilen Chinas «transferiert» worden sein. 

Wer sich dem Arbeitseinsatz verweigerte, dem drohte die Internierung in «Umerziehungslagern». Lens stellt vor allem Glas-Produkte her und fertigte bereits für das erste iPhone die Glas-Bedenkung des Bildschirms. Lens, Amazon und Tesla äusserten sich nicht zu dem Bericht, Apple sagte, dass man «null Toleranz» für Zwangsarbeit habe. Eigene Überprüfungen hätten festgestellt, dass bei Apple-Zulieferern keine Zwangsarbeit zum Einsatz komme.


Grossaktionär fordert Aufspaltung von Intel

Der Hedgefond Third Point, ein Intel-Grossaktionär, hat den Chiphersteller aufgefordert, grosse Teile seines Geschäftes abzustossen. Third Point weist in einem Brief an den Intel-Verwaltungsrat darauf hin, dass in den letzten Jahren viele Marktanteile an Konkurrenten wie AMD, Samsung oder TSMC verloren gegangen seien. Vor allem bei der Chip-Fertigung hinkt Intel den Wettbewerbern immer weiter hinterher.

Prototyp von Apple Watch enthüllt

Ein offenbar in der Entwicklung der Apple Watch verwendeter Prototyp wurde nun enthüllt. Auf YouTube veröffentlichte ein Nutzer namens «Apple Demo» ein Video, das den funktionsfähigen Prototypen in einer sperrigen Hülle zeigt. Auf dem Gerät läuft eine Vorabversion von watchOS mit internen Apple-Test-Tools. Die Verpackung verrät, dass der Prototyp Teil eines «Ultra-Sicherheitsprogramms» war.

Finnisches Parlament gehackt

Das finnische Parlament wurde im Herbst offenbar Opfer eines Hackerangriffes. Dabei soll auf die E-Mail-Postfächer von Abgeordneten zugegriffen worden sein. Im gleichen Zeitraum wurde auch das norwegische Parlament angegriffen. Dortige Behörden gaben staatlichen russischen Hackern die Schuld, wie «ZDNet» schreibt.

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