Digital-News des Tages

US-Militär kauft Standortdaten von Hunderten Millionen Smartphone-Nutzern

dj

17.11.2020

Das US-Militär kauft die Standortdaten unter anderem von Nutzern einer islamischen Gebetsapp.
Das US-Militär kauft die Standortdaten unter anderem von Nutzern einer islamischen Gebetsapp.
Keystone

Das US-Militär nutzt Gebetsapps zur Datensammlung, Gesichtserkennung gibt's jetzt auf für Bären und macOS Big Sur zerstörte alte Laptops. Das und mehr in den Digital-News des Tages.

Das US-Militär hat über Zwischenhändler die Standortdaten von Hunderten Millionen Smartphone-Nutzern weltweit gekauft, wie «Vice» meldet. Prominentestes Beispiel war dabei die Gebetsapp «Muslim Pro», die Nutzern die Richtung nach Mekka anzeigt und 98 Millionen Mal für iOS und Android heruntergeladen wurde. Ebenfalls betroffen waren diverse an Moslems gerichtete Dating-Apps.

Die App-Betreiber verkauften die Standortdaten an Datensammelfirmen, diese wiederum an Rüstungsunternehmen und diese dann an das Special Operations Command, das im US-Militär für die Terrorbekämpfung zuständig ist und etwa Kampfdrohnen dafür einsetzt.

Gesichtserkennung zur Bärenverfolgung eingesetzt

Forscher in der kanadischen Provinz British Columbia setzen nun Gesichtserkennungssoftware zur Verfolgung von wilden Bären ein, wie die CBC berichtet. Per Augenschein lassen sich einzelne Bären kaum voneinander unterscheiden, was ihre Verfolgung und Katalogisierung erschwert. Die Software «BearID» soll da helfen.

Neues macOS Big Sur schrottet alte Macs

Die neueste Version von Apples Desktop-Betriebssystems macOS macht offenbar einige ältere MacBook Pro unbrauchbar. Wie «Macrumors» berichtet, betraf es Ende 2013 und Mitte 2014 veröffentlichte Modelle des Laptops. Nach dem Update auf Big Sur zeigten die Geräte nur noch einen schwarzen Bildschirm an, eine Wiederherstellung war nicht möglich. Die Ursache des Problems, und ob die MacBooks permanent unbrauchbar gemacht wurden, sind noch nicht klar.

Airbnb vor Börsengang

Der Ferienwohnung-Vermittler Airbnb will noch in diesem Jahr an die Börse gehen, wie aus einem an die Aufsicht SEC verschickten Antrag hervorgeht. Im vergangenen Quartal konnte Airbnb sogar einen Gewinn erwirtschaften, davor war man allerdings vor allem aufgrund der Coronapandemie tief in den roten Zahlen.

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