«Slasher»-Filme

Freitag der 13. – wer lauert da?

Von Fabian Tschamper

13.11.2020

Horrorfilm-Fans dürfte am heutigen Datum ein freudiger Schauder erfassen: Schliesslich schwingt Jason Voorhees in der «Freitag der 13.»-Reihe unermüdlich die Machete. Auch andere Slasherfilm-Ikonen sind einfach nicht totzukriegen.

Der kleine Jason wird im Ferienlager Crystal Lake aufgrund seines entstellten Gesichts gemobbt. Als er im See ins Wasser fällt, während die Aufseher abgelenkt sind, ertrinkt er. Seine Mutter Pamela Voorhees macht daraufhin das Camp dafür verantwortlich – und schreitet zur Selbstjustiz, indem sie die Campbesucher ermordet.

20 Jahre später, am Freitag dem 13., soll das Camp eine Neueröffnung feiern. Die mittlerweile geisteskranke Pamela wiederholt ihre Taten, wird aber im Verlauf von einem Mädchen enthauptet – Jason sieht dies vom See aus und aufersteht von den Toten, um seine Mutter zu rächen.

Jason Voorhees ist eine Horrorfilm-Ikone. Der erste Film mit dem fiktiven Serienmörder kam 1980 in die Kinos, seither ist die Reihe auf zwölf Teile angewachsen. Jason metzelte nicht nur am Crystal Lake, sondern auch in Manhattan und sogar im Weltall – die Drehbuchautoren wissen also, wie man die Reihe am Leben hält.

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Ein unerreichter Slasher-Hype

Jason war zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Das Horror-Genre erlebte Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre eine Blütezeit. Kinobesucher wollten Blut sehen, sich gruseln, ja sogar panische Angst durchstehen. Neben Jason Voorhees entstieg zur selben Zeit der ähnlich stoische Michael Myers («Halloween», 1978) aus den Tiefen der Hölle.

Myers' Markenzeichen sind eine weisse William-Shatner-Maske, ein dunkler Overall und ein Küchenmesser. Als Kind tötet er an Halloween seine grosse Schwester, nachdem diese mit ihrem Freund intim wurde. Merke: Sex in Horrorfilmen ist nie eine gute Idee. Michael wird daraufhin für 15 Jahre in eine Anstalt verbannt, wo er kein Wort spricht, völlig teilnahmslos ist. Am 30. Oktober 1978 gelingt ihm die Flucht und er begeht in seinem Heimatort Haddonfield einen blutigen Amoklauf.

Buchstäblich aus einem Albtraum entstammt Freddy Krueger («Nightmare on Elm Street», 1984). Der Kindermörder hat mehr als 20 Opfer auf dem Gewissen: Er lockt sie in ein Kraftwerk, wo er als Hausmeister arbeitet, tötet und verbrennt sie dort. Als er ertappt wird, nehmen die Bewohner der Elm Street Rache an Freddy: Sie lassen Benzin in den Keller des Kraftwerks ein und Krueger verbrennt. Durch einen Pakt mit dem Teufel lebt Freddy aber in den Träumen der Kinder der Elm Street weiter und terrorisiert sie dort. One, two, Freddy's coming for you ...

Ghostface, Chucky und dieser eine Typ mit der Motorsäge

Die Ikonen dieser Slasher-Filme sind natürlich allesamt sehr auffällig gekleidet – oder sind generell in ihrer Erscheinung eindeutig. In diese Kategorie gehört auch der Protagonist der «Scream»-Filme: Ghostface trägt eine weisse Geistermaske – Nomen est Omen – und einen schwarzen Umhang. Auch er schwingt ein Messer – daher der Begriff «Slasher», was übersetzt so viel wie «Schlitzer» heisst.

Chucky, die Mörderpuppe, hat zwar ein vielversprechendes Konzept, ehrlicherweise hat er aber länger überlebt, als man hätte vermuten können. Der Geist eines gestörten Serienmörders ergreift Besitz von einer Puppe und hinterlässt eine blutige Spur. Ganz ehrlich: Kann man ihn nicht einfach in den Kamin schmeissen? Kann doch nicht so schwierig sein. 

Zu guter Letzt bleibt da noch ein Hauptcharakter, der zu den furchteinflössendsten überhaupt gehört: Im «Texas Chainsaw Massacre» greift der Kannibale Bubba Sawyer zu einer Kettensäge und zerstückelt seine Opfer. «Leatherface» – wie er genannt wird – macht sich Masken aus der Haut seiner Opfer und streift sich diese über. Sein Markenzeichen neben der Kettensäge ist eine blutverschmierte, gelbe Schürze.

Welcher dieser Slasher-Protagonisten finden Sie am schrecklichsten? In der Bildergalerie oben können Sie sich nochmals einen Eindruck verschaffen.

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