Prinz Harry

«Ich will eine Familie, keine Institution»

SDA/che

2.1.2023 - 15:51

Prinz Harry gibt TV-Interview vor Buchveröffentlichung

Prinz Harry gibt TV-Interview vor Buchveröffentlichung

Santa Barbara, 02.01.23: Kurz vor der Veröffentlichung der Memoiren des britischen Prinzen Harry will der US-Sender CBS ein Interview mit dem 38-Jährigen Royal ausstrahlen. Das geht aus einem Trailer hervor, den der Sender am Montag auf seinen Social-Media-Auftritten teilte. Das Interview soll am kommenden Sonntag gezeigt werden – nur zwei Tage vor der Veröffentlichung der Autobiografie mit dem Titel «Spare» (zu Deutsch: «Reserve»). Erwartet wird, dass Harry in dem Buch Details über den Bruch mit seinem Bruder William darlegt. Der Titel bezieht sich darauf, dass der jüngere Harry für William in der Thronfolge nur die Reserve war. Das Buch dürfte Öl ins Feuer giessen im royalen Familienzwist, der seit etwa drei Jahren in aller Öffentlichkeit ausgetragen wird. Bereits kurz vor Weihnachten hatten Harry und seine Frau Meghan in einer sechsteiligen Doku-Serie auf Netflix ihre Sicht der Dinge über die Entfremdung mit den britischen Royals dargelegt.

03.01.2023

Knapp eine Woche vor der geplanten Veröffentlichung seiner Memoiren hat Prinz Harry in einem TV-Interview Bedauern über den Bruch mit seiner Familie geäussert.

SDA/che

2.1.2023 - 15:51

Der Countdown zur Buchpremiere von «Spare» läuft und Prinz Harry ist schon fleissig in Sachen Eigen-PR unterwegs. Zwei Interviews gab er schon im Vorfeld, eines dem britischen TV-Sender ITV. Darin stellt der Royal klar: «Ich will eine Familie, keine Institution» und resümiert, es habe «niemals so weit kommen müssen».

Doch allzu versöhnlich klingen seine Worte nicht. Er beklagt, dass er und seine Frau Meghan (41) als Bösewichte dargestellt würden und es von anderer Seite «absolut keinen Willen zur Versöhnung» gegeben habe. Harry beschwert sich auch, es seien Informationen weitergegeben und Gerüchte in die Welt gesetzt worden.

Unklar ist, auf wen genau er sich mit seinen Äusserungen bezieht. In der Netflix-Dokumentation hatte er oft den Palastmitarbeitern oder den Boulevardmedien die Schuld für den Familienzwist gegeben – seltener seinem Bruder und Vater. Mit Spannung wird erwartet, ob er in den Memoiren noch weitere konkrete Vorwürfe aufbringt.

Der Königspalast schweigt eisern

Harry und seine Frau Meghan hatten sich mit den übrigen Royals überworfen und vor etwa drei Jahren vom engeren Kreis des Königshauses losgesagt. Besonders mit seinem Vater, König Charles III. (74), und seinem Bruder Prinz William (40), dem direkten Thronfolger, hatte sich Harry zerstritten. Öffentliche Äusserungen und Vorwürfe, etwa in einem TV-Interview mit US-Talkshow-Legende Oprah Winfrey, hatten den Graben noch vertieft.

Eine erhoffte Aussöhnung gab es weder nach dem Tod Prinz Philips im Jahr 2021 noch nach dem Tod Queen Elizabeths II. im September vergangenen Jahres. Zuletzt gossen Harry und Meghan mit einer sechsteiligen Netflix-Doku-Serie, in der sie ihre Sicht der Dinge darlegen, noch einmal Öl ins Feuer.

Besonders schwer wogen die Vorwürfe des Paares hinsichtlich rassistischer Äusserungen gegenüber Meghan, die afroamerikanische Wurzeln hat, und gezielter Weitergabe von Informationen und sogar Desinformationen an die Presse. In der Netflix-Doku warf Harry seinem Vater vor, bei einem Krisentreffen der Familie die Unwahrheit gesagt zu haben und klagte, William habe ihn angeschrien.

König Charles und die übrigen Royals gaben sich zuletzt unbeeindruckt. Auf eine direkte Reaktion des Palasts auf die Netflix-Serie wartete man vergeblich. Nur die Abwesenheit Harrys und Meghans bei gemeinsamen Auftritten der grösseren Royal Family in der Adventszeit und an Weihnachten erinnerten daran, dass der Haussegen bei den Windsors gehörig schief hängt.


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