Was macht eigentlich Silvia von Ballmoos?

textlab

11.3.2018

Diese Woche feiert Silvia von Ballmoos bei «Glanz & Gloria» ihr Comeback als Ansagerin. Dass sie mehr ist als nur ein «TV-Schätzchen», hat sie schon früh bewiesen.

Noch heute gehört Silvia von Ballmoos zu den bekanntesten Gesichtern des Schweizer Fernsehens. Kein Wunder: Fast 14 Jahre lang wirkte die heute 55-Jährige als Ansagerin. Zwischen 1996 und 1997 verging kaum ein Abend, an dem sie nicht am Bildschirm zu sehen war. Dabei wollte sie ursprünglich nur neben ihrem Jus-Studium etwas verdienen.

«Aus einem Buch über Traumberufe wusste ich, dass Ansagerinnen vor allem abends und nachts arbeiten müssen. Ideal, dachte ich – tagsüber an der Uni studieren, abends bis Mitternacht Uhr im TV-Studio Geld verdienen», sagt von Ballmoos gegenüber bluewin.ch schmunzelnd. Auch die Ziehung der Lottozahlen, «Gsund und guet» sowie das «Guetnachgschichtli» moderierte die Thurgauerin am Schweizer Fernsehen.

Weichen früh gestellt

Kein Wunder wird von Ballmoos auch heute noch auf der Strasse erkannt. «Tatsächlich werde ich oft auf meine TV-Zeit angesprochen», sagt sie. Weil das in der Regel aber immer sehr freundlich geschehe, sei das kein Problem. Im Gegenteil – «es freut mich». Auf ihre Zeit im Leutschenbach schaut sie mit Stolz und auch Dankbarkeit zurück.

Ohne die Zeit beim Fernsehen wäre ihr Lebensweg anders verlaufen, sagt sie. «Vielleicht wäre ich heute Anwältin in einer Anwaltskanzlei. Aber sicher nicht Chefin der eigenen Kommunikationsfirma und Coach von Führungskräften.» Zudem habe sie dank ihrer TV-Präsenz viele spannende Menschen kennengelernt, die ich sonst kaum getroffen hätte.

Tatsächlich hatte von Ballmoos die Weichen für eine erfolgreiche Karriere nach dem SRF-Bildschirm früh gestellt. 1995, also noch während ihrer Zeit als Ansagerin, gründete sie die Firma, die später zu Silvia von Ballmoos Communications werden sollte. Ein paar Jahre später erhielt sie so viele Anfragen, dass sie sich selbständig machte und dem Schweizer Fernsehen den Rücken kehrte. Heute bietet ihre Agentur im deutschsprachigen Raum Coachings, Kommunikationstrainings und PR-Services für Führungskräfte an

Für Frauen einsetzen

Ein Thema liegt ihr dabei besonders am Herzen. Als Frau, die sich jahrelang in einer Männerwelt durchsetzen musste, wisse sie genau, worauf es ankommt, «wenn man die gläserne Decke auf dem Weg in die Führungsebene durchbrechen will», sagt sie. Es gebe ihr eine ganz besondere Befriedigung, dieses Wissen mit anderen Frauen zu teilen. Im Seminar «Power sucht Frau, Frauen auf dem Weg in die Führungsetage» gibt sie ihre Erfahrungen an Interessierte weiter – und könnte damit in Zeiten von #MeToo und «Time’s Up» nicht aktueller sein.

Mit dem Image von Ansagerinnen als schöne Gesichter, die am TV nur vorlesen, hatte sie nie Probleme. «Ach, dieses Bild von den schönen Dummen war eigentlich mehr in den Köpfen einiger Journalisten», lacht sie. «Dabei haben wir unsere Texte selber geschrieben und waren die einzigen Moderatoren, die ihre Texte niemandem zum Gegenlesen geben mussten.» Für die Zuschauer dagegen seien Ansagerinnen – und Ansager — wichtige Identifikationsfiguren mit dem Sender gewesen.

Von Ballmoos musste deshalb auch nicht zwei Mal überlegen, als sie die Anfrage von «Glanz & Gloria» erhielt. «Ich habe spontan zugesagt. Es macht Spass, hinter die Kulissen der Sendung zu sehen, im Redaktionsteam mitzuarbeiten und wieder einmal vor der Kamera zu stehen. Nachdem die Probesendung gut gelaufen ist, freue ich mich auf meinen Live-Auftritt.»

Silvia von Ballmoos moderiert vom 12. bis 16. März das People-Magazin «Glanz & Gloria» auf SRF 1.

Star-Flash
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