Februar ist die richtige Zeit für Vögelhüsli

dpa/tjb

16.2.2020 - 00:00

Februar ist die richtige Zeit für Nistkästen» vom 10. Februar 2020: Der Feldsperling mag eine kleine Einflugöffnung in seinen vier Wänden. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Source: Andrea Warnecke

Im Februar muss man noch keine Nisthilfe für Vögel aufhängen? Das ist ein Irrtum. Schon jetzt beginnen die Vögel, das Nest mit Laub, Moos und Zweigen heimelig zu machen.

Hecken sind rar, und sanierte Hausfassaden bieten kaum noch Platz für Vogelnester. Deshalb sind Vögel froh, wenn man ihnen Brutkästen bereitstellt. Der Februar ist eine gute Zeit, um Vogelhäuschen aufzuhängen – denn die müssen vor dem Frühling verfügbar sein, schreibt die Volgelwarte Sempach.


Reich gedeckter Tisch im Vogelhäuschen

Werden die Nisthilfen jetzt installiert, haben die Vögel noch ausreichend Zeit, das Nest zu beziehen und mit Laub, Moos und Zweigen so heimelig wie möglich zu gestalten, so Eva Goris von der Deutschen Wildtier Stiftung. Ab Mitte März starten die meisten Singvögel mit ihrer Brut- und Aufzuchtphase, spätestens im April liegen dann in allen Nestern Eier.

Aussehen und Preis der Immobilie seien den Vögeln dabei egal – doch Qualität und die Art der Haustür müssten stimmen. Wichtig seien naturbelassene Materialien ohne Chemie. Nistkästen aus Holz isolieren vor Hitze und Kälte, auch Holzbeton oder Terrakotta eigneten sich gut. Häuschen aus Kunststoff dagegen haben den Nachteil, dass sie nicht atmungsaktiv sind. Im Inneren könne es schnell feucht werden und schimmeln.



Rotkehlchen lieben breite Einflugöffnungen, Spatzen und Meisen dagegen eher kleine. Der Kleiber macht sich mit seinem geschickten Schnabel das Einflugloch passend – daher hat der Vogel auch seinen Namen. Ist die Öffnung zu gross, wird sie individuell verputzt. Grauschnäpper und Zaunkönige bevorzugen halboffene Nistkästen. Für Rauchschwalben gibt es schalenartige Nistkästen, wenn lehmige Pfützen für den eigenen Hausbau fehlen.

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