Nina Kunz: «Ab und zu kann ich nicht einschlafen, weil ich mich so aufs Aufstehen freue»

Bruno Bötschi

4.4.2021

Nina Kunz' neues Buch «Ich denk, ich denk zu viel» gibt es seit Kurzem im Buchhandel zu kaufen.
Bild: Goran Basic

Welchen Gegenstand brauchen Sie am Wochenende am meisten? Was steht jeden Samstag auf Ihrem Einkaufszettel? Heute stellen wir unsere Fragen Autorin Nina Kunz.

Jeden Samstag stellt «blue News» einem bekannten Menschen aus Kultur, Sport, Wirtschaft und Politik 22 Fragen, um zu erfahren, was sie oder er am Wochenende tut oder lässt – und was der schönste Moment in den vergangenen sieben Tagen war.

Heutiger Gast ist Autorin und Journalistin Nina Kunz. Ihr neues Buch «Ich denk, ich denk zu viel» erschien kürzlich im Verlag Kein & Aber. 

1. Nina Kunz, was bedeutet Wochenende für Sie – in einem Wort?

Wenig. – Das mit den Wochentagen habe ich nämlich schon lange aufgegeben, weil ich einfach jeden Tag ein bisschen arbeite.

2. Was war der schönste Moment in den vergangenen Wochen?

Als sich ein alter Freund – nach Jahren – überraschend bei mir meldete.

3. Wenn Sie Macht hätten, zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, würden Sie es befehlen, gegen den Widerspruch der Mehrheit?

Hm. Vermutlich nicht, weil ich denken würde: Wenn die Mehrheit dagegen ist, liege ich wohl falsch? Ich würde sofort das Gespräch suchen.

4. Was steht jeden Samstag auf Ihrem Einkaufszettel?

Braeburn-Äpfel.

5. Bei welcher Modedesignerin, bei welchem Modedesigner lassen Sie Ihr Geld?

Bei keiner und keinem. Fast alle meine Kleider sind Secondhand.

6. Mit wem würden Sie gern einmal zu Abend essen? Die Person darf auch bereits tot sein.

Mit der Schriftstellerin Leslie Jamison.

7. Wer ist der beste James-Bond-Darsteller? Und warum?

Daniel Craig, weil er sich nicht so ernst nimmt.

8. Welche TV-Serie schauen Sie gerade?

«I may destroy you» von Michaela Coel.

9. Welches Konzert haben Sie zuletzt besucht?

Ich glaube, das war Sophie Hunger in Berlin. Vor gefühlt drei Milliarden Jahren (aka: 2019).

«Wenn die Mehrheit dagegen ist, liege ich wohl falsch? Ich würde sofort das Gespräch suchen»: Nina Kunz.
Bild: Goran Basic

10. Bei welchem Song lassen Sie sofort alles stehen und liegen und stürmen die Tanzfläche?

«Get Busy» von Jean Paul. Immer noch.

11. Wie lange bleiben Sie am Sonntag im Bett, nachdem Sie aufgewacht sind?

Ich snooze nie. Ich liebe es, aufzustehen. Ab und zu kann ich sogar nicht einschlafen, weil ich mich so aufs Aufstehen freue.

12. Frühstück im Bett – ja oder nein?

Nie!

13. Wann sind Sie zuletzt in ein Gotteshaus gegangen?

2019.

14. Welchen Gegenstand brauchen Sie am Wochenende am meisten?

Den Tee-Kocher. Wie an allen Tagen.



15. Gibt es ein Ritual, das Sie jeden Sonntag pflegen?

Da ich am Dienstag jeweils meine «Magazin»-Kolumne  abgeben muss, verbringe ich den Sonntag meist am Arbeitstisch. Aber das ist schön, denn draussen ist es dann ganz still.

16. Freiburger Fondue Moitié-Moitié oder Tessiner Risotto?

Tessiner Risotto.

17. Das beste Fortbewegungsmittel, das Sie je besessen haben?

Ein pink-türkises Rennrad, das mir letztes Jahr geklaut wurde.

18. Locarno oder Lugano?

Locarno. So melancholisch, so schön.

19. Wenn Sie das Wort Romandie hören: An was denken Sie?

Ganz seltsam. An die Ex-Miss-Schweiz Laurianne Gilliéron.

20. Was tun Sie am Wochenende zu wenig?

Realisieren, dass es Wochenende ist.

21. Welches hartnäckige Gerücht über Sie ist schlichtweg nicht wahr?

Ich habe schon sehr, sehr lange kein Gerücht mehr über mich gehört.

22. Ihr Lieblingswitz?

Ich hab’ einen. Aber er ist total nerdy – und funktioniert leider nur auf Englisch (meine zweite Muttersprache). Er geht so: Why was Pavlov’s hair so soft? Because he conditioned it.

Bibliografie: Ich denk, ich denk zu viel, Nina Kunz, Kein & Aber, 192 Seiten, 26 Fr.

Nina Kunz füllte den Fragebogen schriftlich aus.

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