Auf diesen sieben Touren siehst du den Herbst besonders schön

Von Bruno Bötschi

29.10.2021

Wenn die Wälder bunt werden, die Wiesen morgens mit einer Schicht aus glitzerndem Tau übersäht sind, Nebelschwaden aus den Flüssen und Bächen emporsteigen, dann zieht der Herbst ins Land.
Bild: Schweiz Tourismus

Von Bruno Bötschi

29.10.2021

Die letzten warmen Sonnenstrahlen geniessen, güldene Wälder bestaunen und sich von traumhaften Aussichten überwältigen lassen. Auf diesen sieben Wanderungen entdecken Wanderer den Herbst mit allen Sinnen.

Sidelhorn – imposante Aussicht

Die Gipfel der Berner und Walliser Alpen, Bergseen, Wildbäche und die imposanten Eismassen des Rhone- und Oberaargletschers: Dieses Panorama erlebt, wer auf das 2'764 Meter hohe Sidelhorn wandert.

Die Wanderung zum Sidelhorn bietet wunderbare Aussichten auf die Berner und Walliser Alpen.
Bild: Schweiz Tourismus

Die wunderbare Aussicht muss man sich aber zuerst mit einer leichten Bergtour «erarbeiten». Start- und Endpunkt der Tour befinden sich auf dem Grimselpass, dazwischen liegen sieben Kilometer Wandervergnügen.

Faulhorn – grandioser Rundblick

Die Wanderung startet an der Bergstation Gondelbahn Grindelwald-First und führt zunächst zum Bachalpsee. Danach steigt der Weg steiler an – hinauf zum 2'681 Meter hohen Faulhorn.

Der Name hat allerdings nichts mit Faulheit zu tun, vielmehr geht er auf die lockeren Gesteinsschichten aus Mergel und Schiefer («Fulen») zurück, aus denen der Berg besteht.

Das 2681 Meter hohe Faulhorn bietet einen grandiosen Rundblick.
Bild: Schweiz Tourismus

Der Abstieg erfolgt über den Südhang der Faulhorn-Kuppe, über Fulegg und via Männdlenen Berghaus zur Egg. Von dort aus führt der Weg etwas weniger steil durch das Gebiet Güw bis zur Bergstation Schynige Platte-Bahn.

Mont Vully – kleines, feines Weingebiet

Die Südlage des Hügelzuges Mont Vully ist bekannt für sein Mikroklima. Auf dem kalkhaltigen Boden gedeihen Trauben, aus denen Winzer Weine von aussergewöhnlich guter Qualität produzieren. 

Reblehrpfad Mont Vully: Infotafeln erzählen am Wegrand die Geschichte der einheimischen Weinspezialitäten.
Bild: Schweiz Tourismus

Um mehr über den Weinbau in einem der kleinsten Anbaugebiete der Schweiz zu erfahren, begehen Wanderer den fünf Kilometer langen Chemin «La Riviera» durch die Rebberge zwischen Sugiez und Môtier. Die Geschichte der lokalen Weinspezialitäten wird auf Infotafeln am Wegrand erzählt.

Derborence – eindrückliches Naturparadies

Wilde Natur und die grossartigen Landschaften gibt es während der Wanderung in Derborence im Kanton Wallis zu entdecken. Dazu gehört auch die Stätte des berühmten Bergrutsches der Diablerets im 18. Jahrhundert – heute ein Schauplatz der Regenerationskraft der Natur.

Derborance – wilde Natur und grossartige Landschaften.
Bild: Schweiz Tourismus

Der Ort inspirierte den 1987 verstorbenen Waadtländer Schriftsteller C.-F. Ramuz zu seinem Roman «Derborence». Der Rundwanderweg, er ist zwölf Kilometer lang, führt an vielen Plätzen vorbei. Ein Ort, an dem sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen.

Rinderhütte – spektakuläres 360-Grad-Panorama

Der Wanderweg aufs Torrenthorn führt von der Rinderhütte (2’350 Meter) auf den 2’998 Meter hohen Gipfel. Wer oben angekommen ist, wird mit einer spektakulären 360-Grad-Panoramasicht auf die Alpen belohnt. Zu sehen sind unter anderem das Matterhorn, die Jungfrau und der französische Mont-Blanc.

Die spektakuläre Belohung auf dem Torrenthorn – die 360-Grad-Panoramasicht auf die Alpen.
Bild: Schweiz Tourismus

Und ein Tipp für Schwindelfreie: Kraxeln Sie vor dem Abstieg über den Grat zum Schafberg, bevor sie den ängstlicheren Freundinnen und Freunden nachgehen, die lieber schon etwas früher in den Thermalbädern von Leukerbad entspannen wollen.

Zermatt – berauschende Farbexplosion

Im Herbst kann man sich kaum etwas Magischeres vorstellen als einen Wald aus Arven und Lärchen, der die Sinne mit frischen Düften und berauschenden Farbexplosionen betört. 

Im Herbst ein Farbenspektakel –  «Vorderi Wälder» in Zermatt.
Bild: Schweiz Tourismus

Im Walliser Ferienort Zermatt gibt es einen solchen Wald – er heisst «Vorderi Wälder». Holz, Harz und Nadeln der Arve enthalten den leicht flüchtigen Wirkstoff Pinosylvin. Sein Geruch fördert beim Menschen das Wohlbefinden.

Auch das Auge wird in diesem Wald verwöhnt. Der Boden ist kupferfarben, weil die Baumnadeln den Wanderweg bedecken. Und es überrascht ein Wasserfall, der in einer Kehre am Wegrand in den Findelbach stürzt.

Reiat – nördlichste Rundwanderung der Schweiz

Die Region Reiat ist eine landschaftliche Perle im Osten des Kantons Schaffhausen. Entdeckt wird sie am besten zu Fuss auf einer Rundwanderung. Während knapp fünf Stunden führt der Weg durch Wälder, Dörfer mit antiken Fachwerkhäusern und über Felder und Wiesen.

Reiat – eine landschaftliche Perle im Kanton Schaffhausen.
Bild: Schweiz Tourismus

Die Wanderung startet in Thayngen und führt von dort aus durch das Bibertal und die Vulkanlandschaft des Hegaus. Weiter geht es auf alten Schmugglerpfaden nach Altdorf und zum nördlichsten Rebhang der Schweiz, der Heimat des fruchtigen Schaffhauser Blauburgunders.

Noch mehr Herbstwanderungen finden sich auf der Internetseite von Schweiz Tourismus.

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