Rapider Rückgang der Corona-Zahlen in Spanien – Schaffhausen verschärft Massnahmen

Agenturen/red

4.12.2020 - 21:10

Weder Grenzen für Skigebiete noch neue Regeln für Restaurants – Bundesrat Berset erläutert die neusten Beschlüsse.
Bild: Screenshot Bund

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 4382 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 101 neue Todesfälle und 199 Spitaleinweisungen.

Die Positivitätsrate der PCR- und Antigen-Tests kumuliert für die vergangenen zwei Wochen lag bei 18,6 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner 3587 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

Beschlüsse und Empfehlungen des Bundesrats

Der Bundesrat will den Skigebieten keine Kapazitätsgrenzen auferlegen. Das Skifahren soll weiterhin möglich sein, auch die Kapazitäten werden nicht eingeschränkt. Zunächst geplante strengere Massnahmen hatten im Vorfeld starke Kritik bürgerlicher Kreise ausgelöst – und der Druck wirkte. Der Bundesrat verabschiedete die Massnahmen gemäss Berset «in Kenntnis der Kommissions- und Parlamentsentscheide».

In allen geschlossenen Transportmitteln in Berggebieten, also in Zügen, Kabinen und Gondeln, dürfen ab dem 9. Dezember jedoch nur zwei Drittel der Plätze besetzt werden. Das gilt für Sitz- und Stehplätze.

Mit Blick auf die Festtage appelliert die Landesregierung eindringlich an die Kantone. Um die Kontakte vor Weihnachten auf ein Minimum zu beschränken, will der Bundesrat die Bevölkerung ausserdem dazu bewegen, die Einkäufe bewusster zu planen. In grösseren Läden müssen pro Person statt wie heute vier neu zehn Quadratmeter zur Verfügung stehen. Die Regelung gilt ab dem kommenden Mittwoch, 9. Dezember, bis auf weiteres.

Für private Treffen gilt weiterhin eine Obergrenze von zehn Personen. «Der Bundesrat empfiehlt dringend, Treffen im Privaten und in Restaurants auf zwei Haushalte zu beschränken», heisst es weiter. Mehr zu den Beschlüssen und Appellen des Bundesrats lesen Sie weiter unten im Ticker.

Erfolge in Spanien und Italien

Der einstige Corona-Hotspot Spanien feiert im Kampf gegen das Virus beachtliche Erfolge. Die Zahl der Infektionen pro 100’000 Einwohner binnen sieben Tagen blieb erstmals nach zwei Monaten unter der Marke von 100. Diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz betrage jetzt 98,56, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Freitagabend mit. Zum Vergleich: Dieser Wert betrug in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Freitag knapp 135.

Auch in vielen Teilen Italiens verbessert sich die Corona-Situation allmählich und der Druck auf die Krankenhäuser sinkt. Deshalb kündigte die Regierung in Rom am Freitag an, die Zahl der Roten Zonen mit strikten Ausgangsbeschränkungen stark zu reduzieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bundesrat beschliesst weitere Massnahmen, um die Corona-Pandemie einzudämmen. 
  • Konkret verschärft werden die Regeln für Geschäfte: Neu gilt eine Grenze von einem Kunden pro zehn Quadratmeter; in kleinen Geschäften ist es ein Kunde auf fünf Quadratmetern.
  • In Restaurants müssen zukünftig für eine Person pro Tisch die Kontaktdaten erhoben werden.
  • Skigebiete sollen ohne Restriktionen öffnen dürfen. Allerdings gibt es eine Kapazitätsbeschränkung in den geschlossenen Bergbahnen: Sie dürfen nur zu zwei Dritteln besetzt sein.
  • Als Empfehlung gibt der Bundesrat heraus, dass sich in Restaurants nur noch maximal zwei Haushalte treffen sollen Die Regierung fordert die Arbeitgeber auf, den Arbeitnehmenden Home Office zu ermöglichen, wo immer möglich.
  • Das BAG meldet für die vergangenen 24 Stunden bei einer Positivitätsrate von 15,9 Prozent 4382 Neuinfektionen und 101 Todesfälle.
  • Mit einem Kurz-Lockdown will der Kanton Graubünden die Corona-Pandemie eindämmen. Bis am 18. Dezember gelten verschärfte Restriktionen, zudem plant der Kanton freiwillige Massentests.

22.00 Uhr: Wir beenden den Live-Ticker am Freitag

21.14 Uhr: 100 Tage Maske tragen: Biden plant Appell an Amerikaner

In den USA steigen die Infektionszahlen weiter ungebremst an. Erst heute haben die erfassten Neuinfektionen einen neuen Höchststand erreicht. Joe Biden will die Amerikaner dazu aufrufen, 100 Tage lang Masken in der Öffentlichkeit zu tragen.

Ausserdem werde er anordnen, dass der Mundschutz in Gebäuden von Bundesbehörden sowie in Verkehrsmitteln wie Flugzeugen getragen werden muss, sagte Biden dem TV-Sender CNN am Donnerstag. Ein US-Präsident kann das Tragen von Masken nur in bestimmten Situationen anordnen, solche Entscheidungen liegen grösstenteils bei den einzelnen Bundesstaaten.

Er sei überzeugt, dass man mit Masken und Impfungen einen erheblichen Rückgang der Coronavirus-Infektionen erreichen könne, betonte Biden, der am 20. Januar ins Amt eingeführt wird. Die USA erleben gerade eine massive Corona-Welle mit einem starken Anstieg von Ansteckungen und auch Todesfällen. Der noch amtierende Präsident Donald Trump hatte das Tragen von Masken immer wieder ins Lächerliche gezogen.

Carolyn Kaster
Will die Amerikaner dazu aufrufen, 100 Tage lang Masken in der Öffentlichkeit zu tragen: Der gewählte Präsident (President-elect) Joe Biden.
Bild: Carolyn Kaster/AP/dpa

20.30 Uhr: Portugal verlängert Corona-Notstand bis 23. Dezember

Portugal hat seinen Corona-Notstand um zwei Wochen bis zum 23. Dezember verlängert. Das Parlament billigte am Freitag in Lissabon einen entsprechenden Antrag von Präsident Marcelo Rebelo de Sousa. Im Notstandsdekret wird hervorgehoben, dass angesichts der komplizierten Situation eine weitere Verlängerung um erneut zwei Wochen wohl nötig sein werde. Rebelo de Sousa hatte sein Vorgehen mit der sozialistischen Regierung abgestimmt.

Im Rahmen des Ausnahmezustands, der zweithöchsten Notstandsstufe, herrschen seit dem 9. November in weiten Teilen des Landes unter anderem strenge Ausgehbeschränkungen und Sperrstunden, darunter in der Hauptstadt Lissabon und der nördlichen Metropole Porto.

20.24 Uhr: Italien soll ab Sonntag nur noch eine Rote Zone haben

In vielen Teilen Italiens verbessert sich die Corona-Situation allmählich und der Druck auf die Krankenhäuser sinkt. Deshalb kündigte die Regierung in Rom am Freitag an, die Zahl der Roten Zonen mit strikten Ausgangsbeschränkungen stark zu reduzieren. Ab Sonntag soll dann nur noch die Region Abruzzen in Mittelitalien eine Rote Zone sein, wie die Nachrichtenagentur Adnkronos berichtete. Die Anordnungen dafür wolle Gesundheitsminister Roberto Speranza in Kürze erlassen.

Die bisher als rot eingestuften Regionen Toskana, Kampanien sowie das Aostatal und die Provinz Bozen-Südtirol würden in eine weniger strenge Risikozone (orange) wechseln, hiess es. Insgesamt gibt es drei Corona-Risikozonen. In Gelben Zonen gelten die geringsten Sperren.

Sanitäter schieben eine Trage und eine Sauerstoffflasche in einen Krankenwagen vor der Erste-Hilfe-Abteilung des Cardarelli-Krankenhauses in Neapel. (Archivbild)
Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa

19.51 Uhr: Spanien feiert rapiden Rückgang der Corona-Zahlen

Der einstige Corona-Hotspot Spanien feiert im Kampf gegen das Virus beachtliche Erfolge. Die Zahl der Infektionen pro 100’000 Einwohner binnen sieben Tagen blieb erstmals nach zwei Monaten unter der Marke von 100. Diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz betrage jetzt 98,56, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Freitagabend mit. Zum Vergleich: Dieser Wert betrug in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Freitag knapp 135.

Spanien habe inzwischen eine der niedrigsten Inzidenzen Europas, schrieb die Zeitung «El País». Der Wert konnte innerhalb eines Monats mehr als halbiert werden. Am 4. November betrug er noch 236. Die Zahl der Aufnahmen von Covid-19-Kranken in Intensivstationen binnen sieben Tagen ging im selben Zeitraum von 382 auf 210 zurück. Am Freitag waren nur noch rund 24 Prozent der Intensivplätze mit Covid-Patienten besetzt, gegenüber gut 29 Prozent Anfang November.

Eine Gruppe Polizisten mit Masken ist in der Stadtmitte von Madrid im Einsatz. (Archivbild)
Bild: Diego Radamã©s/Zuma Press/dpa

19.15 Uhr: US-Weltkriegsveteran verlässt rechtzeitig zu 104. Geburtstag nach Corona-Infektion Klinik

Rechtzeitig vor seinem 104. Geburtstag hat ein US-Weltkriegsveteran nach einer Corona-Infektion das Krankenhaus wieder verlassen können. Die Klinik der Stadt Madison im Bundesstaat Alabama veröffentlichte diese Woche ein Video, wie Major Lee Wooten in einem Rollstuhl aus dem Krankenhaus geschoben wird.

Das Personal singt dabei zwei Tage vor Wootens eigentlichem Geburtstag händeklatschend Happy Birthday. Der von seinen Verwandten «Pop Pop» genannte Senior - noch in Krankenhauskleidung und mit Schutzmaske und Veteranen-Käppi ausgestattet - winkt beglückt.

19.00 Uhr: Ausgangssperre am Wochenende in Türkei beginnt

Für Menschen in der Türkei gilt jetzt coronabedingt eine landesweite Ausgangssperre. Sie trat am (heutigen) Freitag um 19.00 Uhr MEZ (21.00 Uhr Ortszeit) in Kraft. Bis Montagmorgen dürfen Menschen nur zwischen 10.00 und 17.00 Uhr vor die Tür, um im nächstgelegenen Laden einzukaufen, wie es in einer Verfügung des Innenministeriums heisst. In der gleichen Zeit dürfen auch Lieferdienste ausliefern. Restaurants und Imbisse ist die Lieferung zwischen 10.00 und 20.00 Uhr gestattet.

Die Ausgangssperre endet Montagmorgen um 5.00 Uhr Ortszeit. Sofern die Regierung es nicht anders anordnet, soll es auch an den kommenden Wochenenden Ausgangssperren geben. Ausgenommen von den Regeln sind etwa Touristen.

Andere Regeln gelten für Menschen unter 20 und über 65 Jahre. Sie dürfen während der Ausgangssperre nicht vor die Tür.

Menschenaufläufe wird man vor der Kulisse der Süleymaniye-Moschee am Ufer des Bosporus in absehbarer Zeit nicht mehr sehen. Die türkische Regierung hat eine landesweite Ausgangssperre erlassen. (Archivbild)
Bild: Emrah Gurel/AP/dpa

18.24 Uhr: Madrid verbietet traditionelle Silvesterparty im Zentrum der Stadt

Bei der großen Silvesterfeier in Madrid wird traditionell bei jedem Glockenschlag um Mitternacht eine Traube gegessen: Dieser spanische Neujahrsbrauch muss angesichts der Coronakrise diesmal ausfallen - zumindest an der bekannten Puerta del Sol im Zentrum der spanischen Hauptstadt, wo sich normalerweise tausende Menschen zur Silvesterfeier versammeln. Die Region Madrid hat die Feierlichkeiten auf öffentlichen Plätzen in diesem Jahr untersagt, wie die regionale Gesundheitsbehörde am Freitag mitteilte.

Auch die beliebte Reiterparade zu Begrüssung der Heiligen Drei Könige, die traditionell am 5. Januar abgehalten wird, wurde deutlich eingeschränkt. Sie muss der Behörde zufolge in einem ausgewiesenem Bereich vor sitzendem Publikum stattfinden. Weitere Massnahmen sehen unter anderem begrenzte Teilnehmerzahlen für Weihnachtsmärkte vor.

17.55 Uhr: Schaffhausen verschärft Massnahmen und schliesst Freizeiteinrichtungen

Weil die Fallzahlen nicht sinken und am Kantonsspital Schaffhausen Kapazitätsengpässe bestehen, hat der Regierungsrat des Kantons Schaffhausen heute Einschränkungen für private Treffen und Restaurantbesuche beschlossen. Sowohl in Wohnungen als auch in Restaurants dürfen sichAngehörige von zwei Familien treffen. Veranstaltungen mit mehr als 15 Personen sind, mit Ausnahme politischer Gremien, verboten.

Verschiedene Institutionen und Freizeieinrichtungen bleiben auf Anordnung geschlossen. Dazu gehören Turnhallen, Hallenbäder, Tanzstudios, Fitness- und Wellnesszentren, Eissportanlagen. Ausnahmen gibt es für den Schul- und Profisport. Auch Spielsalons und Casinos, Innenräume von Unterhaltungs- und Freizeitbetrieben (namentlich Museen, Kinos, Theater, Jugendtreffpunkte oder Bowling- und Billiardcenter) sowie Erotikbetriebe dürfen nicht mehr öffnen.

Die neuen Massnahmen treten am 6. Dezember, 24 Uhr in Kraft und gelten vorerst bis zum 22. Dezember, 24 Uhr.

17.45 Uhr: Tschechien öffnet Skigebiete am 18. Dezember

Die Skigebiete in Tschechien dürfen vom 18. Dezember an öffnen. Das gab Gesundheitsminister Jan Blatny am Freitag bekannt. «Wir glauben, dass die meisten Menschen wirklich zum Sport in die Berge fahren und nicht wegen der abendlichen Unterhaltung», sagte der Mediziner. Mit den Einzelheiten zum Hygienekonzept und dem Warteschlangen-Management werde sich das Kabinett am Montag befassen.

Mit einem Zustrom ausländischer Touristen wird derzeit nicht gerechnet. «In Österreich ist das für die Einheimischen gedacht, auch bei uns sollte es nur für unsere Leute sein», sagte der tschechische Regierungschef Andrej Babis im Sender Radio Zet. In dem EU-Mitgliedstaat gilt immer noch der Notstand. Am Freitag meldeten die Behörden 4624 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden. Es gab seit Pandemiebeginn 8641 Todesfälle.

Einreisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz müssen sich in Tschechien derzeit bis auf wenige Ausnahmen online anmelden und dem örtlichen Gesundheitsamt einen negativen Corona-PCR-Test vorlegen. Eine 24-Stunden-Ausnahmeregelung gilt ausdrücklich nicht für touristische oder sportliche Aktivitäten.

17.35 Uhr: Kantonsspital Schaffhausen meldet Kapazitätsengpass wegen Covid-19

Das Kantonsspital Schaffhausen gerät wegen der hohen Anzahl an Covid-19-Patienten an seine Leistungsgrenzen. Am Donnerstag mussten drei Personen auf die Intensivstationen ausserkantonaler Spitäler verlegt werden.

Alle acht Betten auf der Intensivstation seien am Donnerstag zwischenzeitlich belegt gewesen, teilten die Spitäler Schaffhausen am Freitag mit. Auch auf der Isolationsstation sei die Belegung anhaltend hoch.

Die Zahl der täglich positiv auf das Coronavirus getesteten Personen stagnierte im Kanton Schaffhausen zuletzt auf hohem Niveau. Mit 656 Fällen pro 100'000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen liegt die Inzidenz gemäss den Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit über dem Schweizer Durchschnitt von 595 Fällen.

Am Kantonsspital Schaffhausen sei aufgrund der stagnierenden Fallzahlen in den kommenden Wochen keine Beruhigung der Lage in Sicht, was den Verantwortlichen grosse Sorgen bereite.

17.20 Uhr: Graubünden entschädigt Restaurants für bereits eingekaufte Frischwaren

Der Kanton Graubünden entschädigt Gastronomiebetriebe, die vom zweiwöchigen Restaurant-Lockdown betroffen sind, für bereits eingekaufte Frischwaren mit maximal 10'000 Franken. Die Entschädigung wird ausgerichtet, weil die Schliessung aller Restaurants im Kanton am Freitag kurzfristig kommuniziert wurde.

Rechtlich abgestützt wurde die Entschädigung über eine Teilrevision der kantonalen Covid-19-Härtefallverordnung, wie das Departement für Volkswirtschaft und Soziales am Freitag mitteilte. Geld gibt es für angefallene Kosten für eingekaufte Frischwaren, die wegen der Schliessung nicht mehr genutzt werden können.

16.58 Uhr: Das war's mit den Fragen

Somit ist nach diesen Fragen die Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Alain Berset beendet. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, werte Leser*innen.

16.52 Uhr: Beschränkung gilt nur in Skigebieten

Die Kapazitätsbeschränkung auf zwei Drittel gilt nur für die Transportanlagen in den Skigebieten selber, präzisiert Michael Gerber vom Bundesamt für Gesundheit auf die Frage eines Journalisten die Regelung. Reguläre Züge, die in die Skigebiete führen, seien davon nicht betroffen.

16.50 Uhr: Was, wenn ich mit Corona Skifahren gehe?

«Eine Person, die Symptome hat, muss sich in Isolation begeben und sich testen lassen. Nicht Skifahren», sagt Berset. Das sage der Bundesrat seit der ersten Welle. Beim Ticket-Verkauf könnten die Skigebiete-Betreiber Selbst-Deklarationen der Personen verlangen. Damit sei deren Pflicht erfüllt.

16.47 Uhr: Wie wird kontrolliert, ob jemand eine Maske trägt im Skigebiet?

An die Kontrolle, ob jemand im Skigebiet Maske trage, müsse mit Augenmass und mit Verantwortungsbewusstsein herangegangen werden, so die Antwort.

16.44 Uhr: Sind wir nicht längst im Verzug mit Handeln?

Er glaube nicht, dass man im Verzug sei, antwortet Berset. Aber ja, die Situation könne sich schnell ändern. Der R-Wert müsse aber nun wieder in der ganzen Schweiz auf 1 fallen.

16.43 Uhr: Verlagern die Grenzen für Gondelbahnen das Problem nicht nur?

Es sei gut möglich, das eine Kapazitätsbeschränkung der Gondelbahnen zu einem grösseren Gedränge beim Anstehen führe, bejaht Berset die Bedenken eines Journalisten. Das sei der Grund, dass man ursprünglich auch über eine Kapazitätsbeschränkung für Skigebiete insgesamt diskutiert habe.

16.41 Uhr: Kehren wir in die ausserordentliche Lage zurück?

«Nein», antwortet Berset auf diese Frage einer Journalistin. Es gäbe dafür momentan auch gar keine rechtliche Grundlage.

16.40 Uhr: Warum stellt der Bundesrat nun ein Ultimatum?

Der Bundesrat spüre, dass sich die Situation nicht in die richtige Richtung entwickle, sagt Berset. In den letzten Tagen habe sich die Indizenz nicht mehr so positiv entwickelt wie in den Wochen zuvor. Darum sei es so wichtig, die nun auf hohem Niveau stabilisierte Lage genau im Auge zu behalten.

16.34 Uhr: Gibt es Nachbesprechungen mit den Nachbarländern?

Die Bewilligung, ob ein Skigebiet offen gelassen werden könne, liege in der Hoheit der Kantone, so Berset. Die Kantone stünden hier in der Verantwortung, der Bund habe kein Durchgriffsrecht. Selbstverständlich werde man mit den Nachbarländern weiter im Gespräch bleiben.

16.34 Uhr: Kein Druck aus dem Ausland

Berset hat keinen Druck aus den Nachbarländern der Schweiz gespürt, die Skigebiete zu schliessen, entgegnet Berset auf die Frage eines Journalisten. Man bemühe sich aber, die aktuelle Situation gemeinsam zu meistern. Man habe das ganze Jahr über enge Kontakte gehabt mit den Regierungen der Nachbarn, und diese bestünden weiterhin.

16.31 Uhr: Warum gibt es keine strengeren Massnahmen für die Skigebiete?

Niemand wisse, was in den kommenden Wochen passiere. Wenn der R-Wert weiter steige, werde man reagieren.

16.30 Uhr: Schweiz kann sich nicht leisten, zuzuwarten

In den welschen Kantonen habe sich nun wieder gezeigt, dass es etwa zwei Wochen dauere, bis strengere Massnahmen Resultate zeigten, stellt ein Journalist fest. Und will von Berset wissen, ob man dann nicht erst wieder zwei Wochen abwarten müsste, wie sich die Pandemie-Lage in der Schweiz entwickle. Das Problem seien die bevorstehenden Festtage, so Berset. Man könne nicht noch einmal zwei Wochen zuwarten für eine allfällige Verschärfung.

16.25 Uhr: Die Westschweiz war restriktiv – also reisten die Westschweizer in die Deutschschweiz. Jetzt ist es umgekehrt. Was tun dagegen?

Diesen innerschweizerischen Corona-Tourismus könne man nicht einfach so stoppen. Es gebe nun einmal keine innerschweizerischen Grenzen mehr. «Ich habe nicht den Eindruck, dass diese Reisebewegungen eine so grosse Rolle gespielt haben – auch wenn sie unerfreulich sind», sagt Berset. Eine gute Koordination über Kantonsgrenzen hinaus sei aber natürlich wünschenswert.

16.25 Uhr: Ist der Schweizer Weg gescheitert?

Es sei schwierig einzuschätzen, ob der Schweizer Weg versagt habe, sagt Berset. Bilanz ziehen könne man erst am Schluss. Bisher habe man eine Überlastung der Spitäler vermieden, doch das könne sich sehr schnell ändern, wenn die Fallzahlen wieder steigen, hält der Bundesrat fest. Denn heute sei die Lage angespannt.

16.20 Uhr: Kommen Massnahmen für die ganze Schweiz?

«Das kann ich jetzt noch nicht sagen», vertröstet Berset. Die Entwicklung in den Regionen sei asymmetrisch. Man wolle aber auf jeden Fall schnell und bilateral mit den betroffenen Kantonen diskutieren.

16.16 Uhr: Haben wir nun wirklich eine Woche Zeit, um abzuwarten?

Berset lacht kurz auf. Und sagt dann: «Unser Ziel ist das gleiche wie bereits kommuniziert: Eine Halbierung der Fallzahlen alle zwei Wochen – so wären wir auf 1000 Neuansteckungen pro Tag an Weihnachten», sagt Berset.

16.15 Uhr: Nur wenig neue Massnahmen getroffen

«Es gibt nicht so viele Massnahmen, die wir neu getroffen haben», sagt Berset. Die neuen Regeln beschränkten sind fast nur auf Geschäfte, entgegnet er auf die Frage, warum nun mit schweizweiten Regeln auch den Kantonen neue Massnahmen auferlegt würden, in denen die Fallzahlen am Sinken seien.

16.12 Uhr: Begrüssen Sie es, wenn das Parlament so kurzfristig auch noch Stellung bezieht?

Der Bundesrat habe seinen heutigen Entscheid in Kenntnis des Briefes aus dem Parlament getroffen, antwortet Berset auf eine weitere Journalistenfrage. Es gebe allerdings Entscheide in der Schweiz, die in eine falsche Richtung gehen würden, sagt der Gesundheitsminister weiter.

Man hoffe, einen Lockdown Ende oder Mitte Januar damit verhindern zu können. Man hoffe auf eine Stabilisierung auf hohem Niveau. «Anfang Dezember ist keine einfache Zeit.»

16.10 Uhr: Was halten Sie von den Massentests im Bündnerland?

Der Bundesrat sieht die Massentests, die Graubünden nun plant, skeptisch, wie Berset auf die Frage einer Journalistin sagt. Ihre Behörde sei über das Vorhaben informiert worden, sagt Virginie Masserey vom Bundesamt für Gesundheit. Man interessiere sich für die Erfahrungen, die der Kanton damit sammeln werde.

16.07 Uhr: Zeit für Fragen – Berset appelliert an die Kantone

«Wir wollen eine dritte Welle oder eine Weiterentwicklung der zweiten Welle verhindern», sagt Berset. Um den gewählten Weg mit Erfolg zu beschreiten, brauche es nun Vernunft und Eigenverantwortung. Berset appelliert an die Kantone, dass die Bewilligungen für den Betrieb entzogen werden müsse, wenn die Schutzkonzepte in den Skigebieten nicht eingehalten würden. 

Der Bundesrat will auf die Nachfrage eines Journalisten aber nicht sagen, von welchen Kantonen die Landesregierung nun weitere Massnahmen gegen eine Ausbreitung der Pandemie ergriffen wissen will.

16.05 Uhr: Beschränkungen für geschlossene Bergbahnen

Nun äussert sich Berset zu den Regeln für Skigebiete: In den geschlossenen Bergbahnen wird die Kapazität auf zwei Drittel begrenzt. Für die Skigebiete als Ganzes wird es aber keine Begrenzungen geben. Zudem benötigen die Gebiete für den Betrieb eine Bewilligung der kantonalen Behörden, die eng an die Einhaltung eines klaren Schutzkonzeptes gebunden sei.

16 Uhr: Weniger Menschen in Läden

Der Bundesrat wolle nicht, dass die Situation aus dem Ruder laufe, sagt Berset. Man werde die Situation bereits zu Beginn der nächsten Woche erneut beurteilen und dann allenfalls weitere Massnahmen treffen. Denn die Situation entwickle sich nicht, wie es sich der Bundesrat gewünscht hätte. Entsprechend sei der Zeitplan hoch getaktet.

Nun erläutert der Gesundheitsminister, welche konkreten Massnahmen der Bundesrat heute beschlossen hat: Er reduziert die maximal mögliche Anzahl von Personen, die sich in einem Laden aufhalten dürfen. In grossen Geschäften sei dies ein Mensch auf zehn Quadratmeter, in kleinen einer auf fünf Quadratmetern. In Restaurants müssen zukünftig für eine Person pro Tisch die Kontaktdaten erhoben werden.

Bei den weiteren Massnahmen handelt es sich um Empfehlungen, nicht um eine Verpflichtung: In Restaurants sollen sich nur noch maximal zwei Haushalte treffen, zudem fordert der Bundesrat die Arbeitgeber auf, den Arbeitnehmenden Home Office zu ermöglichen, wo immer dies möglich sei.

15.50 Uhr: Beunruhigende Zahlen

«Wie Sie wissen, hat die Schweiz einen eigenen Weg gewählt in dieser Pandemie», beginnt Berset. Das verleihe dem Land einige Freiheiten, aber bedeute auch mehr Verantwortung. Das Pflegepersonal sei weiterhin am Anschlag, und es gelte, zu handeln, bevor sich wieder ein exponentieller Anstieg der Corona-Fallzahlen ergebe.

Man stelle fest, dass es nach einer zwischenzeitlichen Beruhigung wieder beunruhigende Zeichen gebe. Heute seien die Zahlen zum ersten Mal seit mehreren Wochen leicht gestiegen. Derzeit flache die Kurve auf einem sehr hohem Niveau ab. Es gebe unterdessen wieder Kantone, wo der Reproduktionswert des Virus wieder über 1 liege.

15.45 Uhr: Pressekonferenz beginnt – kaum neue Einschränkungen

Nun tritt Bundesrat Berset vor die Medien, um im Einzelnen über die geplanten Massnahmen für die kommenden Wochen zu informieren.

Der Bundesrat fordert die Kantone auf, bei steigenden Fallzahlen zusätzliche Massnahmen zu ergreifen. Auf Kapazitätsgrenzen für Skigebiete verzichtet er aber – ebenso wie auf strengere Regeln für Restaurants oder eine klare Anweisung zum Thema Home Office.

Bundesrat Alain Berset informiert über die neusten Corona-Massnahmen.
Bild: Keystone

15 Uhr: Kein Silvesterchlausen

Das traditionelle Silvesterchlausen in Appenzell Ausserrhoden am 31. Dezember und am alten Silvester (13. Januar) fällt aus. Die epidemiologische Lage lasse es nicht zu, den grössten Brauchtumsanlass im Kanton durchzuführen, gab die Regierung bekannt.

Sie wies die Chlausenschuppel (Gruppen) sowie Gäste von nah und fern an, «die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten und in der kommenden Zeit auf die sonst geliebten Traditionen und deren Besuch zu verzichten». Wegen der unvermeidlichen Menschenansammlungen und des Sing-Verbots dürfe das Chlausen nicht stattfinden.

14.05 Uhr: Medienkonferenz mit Alain Berset ab 15.45 Uhr

Die Corona-Fallzahlen steigen in der Schweiz in einzelnen Kantonen wieder an. Heute diskutiert der Bundesrat weitere Massnahmen, hier lesen Sie, welche das voraussichtlich sein werden. Gesundheitsminister Alain Berset tritt ab 15.45 Uhr vor die Bundeshausmedien. Wir übertragen und tickern die Pressekonferenz live.



13.40 Uhr: Das bisschen Corona – Aussenminister Pompeo lädt 900 Gäste zu Empfang ein

Trotz rapide steigender Corona-Infektionszahlen in den USA hat das Aussenministerium unter Ressortchef Mike Pompeo 900 Gäste zu einem Empfang Mitte Dezember eingeladen. Zu einer weiteren Party mit Pompeo und dessen Frau seien 180 Botschafter mit Begleitperson eingeladen, berichteten US-Medien übereinstimmend am Donnerstag (Ortszeit).

Die Mitarbeiter des Ministeriums wurden demnach in der vergangenen Woche angewiesen, Veranstaltungen auf das absolut notwendige Minimum zu reduzieren oder sich virtuell zu treffen. Pompeo und sein Protokollchef Cam Henderson sollen sich jedoch über die Regeln hinweggesetzt haben. So plane das Aussenministerium in den nächsten Wochen fast täglich grössere Empfänge. Die geladenen Gäste sollen mit Essen und Getränken verpflegt werden.

13.15 Uhr: Warteschlangen zum Auftakt der Massentests in Österreich

13 Uhr: Corona-Pandemie wirft Schweizer Luftfahrtbranche um Jahre zurück

Der Flughafen Zürich und die Swiss erholen sich nur langsam vom Lockdown im Frühling. Nach einem Anstieg des Flugverkehrs im Sommer ist die Zahl der Passagiere und Flugbewegungen wieder zurückgegangen.

«Die Situation ist heute eigentlich wieder wie im Lockdown», sagte Stephan Widrig, CEO der Flughafen Zürich AG, am Freitag an einer Medienkonferenz. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der Passagiere 90 Prozent tiefer.

Auch Thomas Klühr, CEO von Swiss, verglich die aktuelle Situation mit derjenigen im Frühling. Die Fluggesellschaft mache derzeit täglich einen Verlust von 1,5 bis 2 Millionen Franken. Die immer wieder ändernden Reisebeschränkungen und Quarantänebestimmungen seien eine unglaubliche Herausforderung.

Eine Prognose, bis wann sich die Luftfahrtbranche erholen könnte, wollten weder Widrig noch Klühr abgeben. Beide setzen jedoch grosse Hoffnungen auf die Impfungen gegen das Coronavirus.

12.45 Uhr: Bars dürfen im Kanton Jura wieder öffnen – aber nur bis 18.30 Uhr

Der Kanton Jura lockert wie angekündigt seine Corona-Schutzmassnahmen. So dürfen Restaurants, Cafés, Bars und Museen ab dem 10. Dezember definitiv wieder ihre Türen öffnen. Allerdings gelten strenge Öffnungszeiten: Bereits um 18.30 Uhr müssen Betriebe ohne Küche wieder schliessen.

Sämtliche Restaurants, Cafés und Bars im Kanton können ab dem 10. Dezember grundsätzlich von 06.00 bis 18.30 Uhr geöffnet sein, wie die jurassische Regierung am Freitag mitteilte. Nach 18.30 Uhr dürfen aber nur noch beim Kanton angemeldete Betriebe mit einer Küche, in der auch Essen zubereitet wird, Gäste empfangen. Darüber hinaus dürfen ab 18.30 Uhr nur Getränke serviert werden, wenn der Gast gleichzeitig auch eine Mahlzeit zu sich nimmt.

Die jurassische Regierung hatte die Lockerungen der Schutzmassnahmen bereits am 27. November angekündigt, diese allerdings an die Entwicklung der Corona-Fallzahlen und der Situation in den Spitälern geknüpft. Die Zahl der Neuansteckungen sei rückläufig, bleibe aber nach wie vor auf einem hohen Niveau, heisst es weiter im Communiqué.

Weiterhin geschlossen bleiben im Kanton Jura Clubs, Theater, Kinos und Konzerthallen. Der Zeitplan der jurassischen Regierung sieht vor, dass Kulturinstitutionen ab dem 17. Dezember wieder ein zahlenmässig eingeschränktes Publikum empfangen können.

12.12 Uhr: USA und zahlreiche europäische Länder wieder auf Quarantäne-Liste

Die Schweiz hat die Quarantäneliste um elf Länder und einige Regionen in Italien und Österreich ergänzt. Personen, die unter anderem aus den USA, Portugal oder Kroatien in die Schweiz einreisen, müssen sich in Isolation begeben, wie das BAG am Freitag mitteilte. 

Auch einige Regionen aus den Nachbarländern Italien und Österreich sind wieder auf der Liste gelandet: Dazu gehören die Emilia Romagna, Friaul-Julisch Venetien und Venetien in Italien sowie Kärnten und die Steiermark in Österreich. Für Einreisende aus Oberösterreich und Salzburg bestand bereits bisher eine Quarantänepflicht.

Neu dazu gekommen sind gemäss dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) die USA, Portugal, Polen, Ungarn, Georgien, sowie die Balkanstaaten Serbien, Kroatien, Slowenien und Nordmazedonien und Jordanien im Nahen Osten.

Bisher waren neben den beiden österreichischen Regionen nur Luxemburg, Montenegro, Andorra und Französisch-Polynesien von der Quarantänepflicht betroffen. Die neue Liste tritt mit dem 14. Dezember in Kraft.

Die Passagierzahlen am Flughafen Zürich sind im Oktober im Zuge der zweiten Coronawelle weiter gesunken.(Symbolbild)
Die Schweiz hat die Quarantäneliste für Einreisende wieder massiv erweitert.
sda

11.45 Uhr: BAG meldet 4382 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innert 24 Stunden 4382 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 27'425 Tests gemeldet worden. Das entspricht einer Positivitätsrate von 15,9 Prozent. Zudem registrierte das BAG gemäss des täglichen Lageberichts vom Freitag 101 neue Todesfälle und 199 Spitaleinweisungen.

Für die vergangenen zwei Wochen wurden pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner 595 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung befanden sich laut Angaben des BAG 27'525 Menschen in Isolation und 25'411 Menschen in Quarantäne. Zusätzlich befanden sich 190 Personen in Quarantäne, die aus einem Risikoland heimgekehrt waren.

11.20 Uhr: Die Bündner Massnahmen im Überblick

Damit die Spitäler in der Wintersaison nicht an ihre Kapazitätsgrenzen stossen, private Feiern an Weihnachten und Neujahr möglich sind und die Skisaison in den Tourismusregionen ermöglicht werden kann, hat der Kanton Graubünden einen Kurz-Lockdown beschlossen. Bis am 18. Dezember gelten eine Reihe von strikten Massnahmen.

So sind Versammlungen und Treffen von mehr als zehn Personen im privaten und öffentlichen Raum verboten. Ausgenommen sind politische Anlässe. An religiösen Gottesdiensten und Beerdigungen dürfen unter Einhaltung der Abstandsregeln und Hygienekonzepte bis 50 Personen teilnehmen.

Restaurations- und Unterhaltungsbetriebe (Kinos, Theater, Museen, Bibliotheken, Clubs etc.) bleiben geschlossen. Take-Away, Lieferservice und Kantinenverpflegung sind weiter möglich.

Sportliche Aktivitäten mit mehr als zehn Personen sind verboten. Ausnahmen gelten für Profisportler und Kinder unter 16 Jahren.

Bis einschliesslich 23. Dezember gilt an öffentlichen und privaten Schulen eine Maskenpflicht auf dem gesamten Schulareal. Ausgenommen sind Schülerinnen und Schüler in Kindergärten und Primarschulen.

Von der behördlichen Schliessungsanordnung betroffene Betriebe haben Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung ohne die obligatorische zehntägige Wartefrist. Der Anspruch beginnt mit dem Tag der Gesuchseinreichung, wird aber nicht rückwirkend gewährt. Betroffene Arbeitnehmende haben Anspruch auf Erwerbsersatz.

Die Strategie des Kantons sieht Flächen- und Kontrolltests vor. Vom 11. bis 13. Dezember sind freiwillige Massentests in einigen Regionen geplant. Die Kosten werden vom Kanton übernommen. In Bergbahn- oder Hotelleriebetrieben, bei Gesundheitsberufen, Lehrpersonen oder anderen Berufsgruppen mit vielen sozialen Kontakten sind regelmässige und systematische Tests geplant.

Regierungspraesident Christan Rathgeb, an einer Medienkonferenz der Buendner Regierung zum Gesamtschutzkonzept gegen das Coronavirus, aufgenommen am Freitag, 4. Dezember 2020, in Chur. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Der Bündner Regierungspräsident Christan Rathgeb erklärt das neue Gesamtschutzkonzept gegen das Coronavirus.
KEYSTONE/Gian Ehrenzeller

10.43 Uhr: Kontaktbeschränkungen und mehr Kontrollen

Die Massentest sind eine von drei Säulen des Massnahmepakets, sagt Regierungsrat Marcus Caduff. Die anderen beiden seien Kontaktbeschränkungen und verstärkte Kontrollmassnahmen. Daher seien Veranstaltungen mit mehr als zehn Personen verboten, Kinos, Theater oder Konzertsäle müssten schliessen. Die Einschränkungen gelten auch für sportliche Aktivitäten: Kontaktsportarten sind untersagt, Ausnahmen gelten für Profisportler und Kinder unter 16 Jahren.

Die Bevölkerung solle aber nicht ganz auf Sport verzichten, sagt Jon Domenic Parolini. Nur eben individuell: «Tun Sie ihrer Gesundheit etwas Gutes und unternehmen Sie eine Wanderung im angekündigten Schnee.»

Die Kontrolle der Einhaltung von Schutzkonzepten soll die Polizei kantonsweit übernehmen. «Es geht uns nicht darum, Bussen auszustellen, sondern aufzuklären und mit Augenmass zu agieren», sagt der Vertreter der Kapo und appelliert an die Eigenverantwortung. «Damit wir nicht einschreiten müssen, ist es wichtig, dass die Betriebe die Schutzkonzepte einhalten.»

10.34 Uhr: Graubünden will flächendeckend testen

Regierungsrat Mario Cavigelli kündigt Massen- und Flächentests an. Dies sei «ein Zeichen der Verantwortlichkeit gegenüber uns selbst, aber auch gegenüber möglichen Gäste.» So sollen etwa Betriebe die ganze Belegschaft regelmässig testen lassen. Die Kosten würde der Kanton übernehmen.

Im Rahmen eines Pilotprojekts sollen zwischen 11. und 13. Dezember 2020 in den Regionen Maloja (Tourismusgrossregion), Bernina (hohe Fallzahlen) und Engiadina Bassa/Val Müstair die gesamte Bevölkerung auf freiwilliger Basis getestet.

Mit diesem Pilotprojekt soll zusätzlich die Ausgangslage geschaffen werden, um bei Bedarf einen Flächentest über den ganzen Kanton durchzuführen.

10.23 Uhr: Schliessung der Bündner Skigebiete verhindern

Der Bündner Regierungspräsident Christian Rathgeb sagt, dass «verschärfte Massnahmen für zwei Wochen, intensivierte Testmassnahmen und intensivierte Kontrollen» nötig seien, weil die Fallzahlen nicht sinken, sondern auf hohem Niveau stagnieren. Die Massnahmen seien jetzt nötig, weil man «mit allen Mitteln die Schliessung der Skigebiete verhindern» wolle. «Der Wintertourismus ist elementar für unser wirtschaftliches Vorankommen.»

10.15 Uhr: Kanton Graubünden informiert über verschärfte Massnahmen

Die Bünder Kantonsregierung informiert in einer Medienkonferenz über das angepasste Gesamtschutzkonzept zur Bewältigung der Covid-19-Pandemie.

10.10 Uhr: Covid-Todesprämie – Obwaldner Gesundheitsdirektorin bestreitet ungeheuerliches Gerücht 

Ein Gerücht über eine angebliche Covid-Todesprämie hat es bis ins Obwaldner Kantonsparlament geschafft. Gesundheitsdirektorin Maya Büchi-Kaiser (FDP) bestritt, dass der Kanton 4000 Franken pro Covid-Toten zahle und sprach von einer Ungeheuerlichkeit.

Bei der Beratung des Kantonsbudgets 2021 sagte Kantonsrat Hubert Schumacher (SVP), beim Gesundheitsamt müsste eigentlich noch Geld eingestellt sein, wenn zutreffe, was in der Bevölkerung immer wieder erzählt werde. Er sei nämlich wiederholt mit den Aussagen konfrontiert worden, wonach bei Todesfällen Ärzte, Heimpersonal und Bestatter angehalten worden sein sollen, auf einem Formular Covid-19 als Todesursache anzukreuzen. Damit werde eine Covid-Prämie von 4000 Franken vom Kanton fällig.

Er habe selber diverse Abklärungen gemacht. Alle hätten ergeben, dass es kein solches Formular gebe. Er bat die Gesundheitsdirektorin, diesen Sachverhalt zu bestätigen.

Die Regierungsrätin sagte, auch ihr seien diese Gerüchte zu Ohren gekommen. Sie seien eine Ungeheuerlichkeit und nicht nachvollziehbar. Büchi-Kaiser sagte, sie bestätige, dass es keine solche Prämie gebe und forderte auf, man solle ihr ein solches Formular zeigen, wenn es dies wirklich gebe.

Das Gerücht war bereits im Urner Landrat ein Thema. Damals führte der befragte Kantonsarzt aus, es gebe eine Entschädigung für eine Leichenschau, dies sei aber unabhängig von der Todesursache. Eine Covid-Prämie gebe es nicht.

9.50 Uhr: Strengere Corona-Regeln in Italien – Skigebiete dicht

Mit strengeren Corona-Regeln für die Zeit um Weihnachten und Neujahr will die Regierung in Italien eine dritte Infektionswelle verhindern. Ministerpräsident Giuseppe Conte unterschrieb dazu ein Dekret, das am Freitag in Kraft trat.

Alle Skigebiete blieben bis zum 6. Januar geschlossen, hatte er zuvor in einer Pressekonferenz am Donnerstagabend mitgeteilt. Zwischen dem 21. Dezember und dem 6. Januar müssen Italiener, die als Touristen im Ausland waren und zurückkehren, und auch ausländische Touristen, die nach Italien einreisen, demnach in eine 14-tägige Quarantäne.

Die landesweit geltende Ausgangssperre bleibt Conte zufolge zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens weiter bestehen. In der Silvesternacht werde die Sperre von 22 Uhr am 31. Dezember bis 7 Uhr am Neujahrstag verlängert. Ebenfalls erhalten bleibt die Aufteilung der Regionen in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern in die drei Corona-Risikozonen rot, orange und gelb.

Ausserdem müssen sich italienische Schüler der höheren Jahrgangsstufen weiter in Geduld üben. Dem Dekret zufolge sollen sie erst wieder ab dem 7. Januar zum Präsenzunterricht kommen - und in einer ersten Phase soll dies auch nur für drei Viertel der Schüler gelten. Bislang verfolgen sie den Unterricht digital zu Hause.

In der Nacht zum Donnerstag hatte die Regierung bereits eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit über Weihnachten und Neujahr beschlossen. Reisen zwischen einzelnen italienischen Regionen seien vom 21. Dezember bis 6. Januar verboten. Am 25. und 26. Dezember sowie am Neujahrstag sollten die Menschen in ihren Städten und Gemeinden bleiben. Ausnahmen gelten stets für Arbeit, Notfälle oder um an den eigenen Wohnsitz zurückzukehren.

8.45 Uhr: Graubünden schliesst alle Restaurants

Was gestern bereits publik wurde, ist nun amtlich: In Graubünden tritt heute um Mitternacht ein Teil-Lockdown in Kraft, der bis zum 18. Dezember gilt. Die Regierung hat im «Kantonsamtsblatt» weitreichende Einschränkungen angekündigt. So sind Versammlungen von mehr als zehn Personen im öffentlichen Raum, aber auch im privaten Rahmen verboten. Restaurants, Bars und Cafés müssen schliessen – das gilt explizit auch für das Gastroangebot auf den Skipisten. Möglich bleiben ein Heimlieferservice und ein Take-away-Angebot bis 22 Uhr.

Geschlossen werden ausserdem Kinos, Theater und Museen, sowie Kletterhallen, Schwimmbäder und dergleichen. An den Schulen wird eine Maskentragepflicht eingeführt, mit Ausnahme für Kindergarten- und Primarstufe.

Ab Freitagnacht müssen Restaurationsbetriebe in Graubünden angeblich für zwei Wochen schliessen. (Symbolbild).
Bild: Keystone

7.48 Uhr: Mehr als 23'400 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 23'449 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit liegt der Wert knapp über den 22'806 Fällen der Vorwoche, wie aus den RKI-Zahlen vom Freitagmorgen hervorgeht. Mit 432 neuen Todesfällen binnen eines Tages wurde der dritthöchste Stand seit Beginn der Pandemie gemeldet. Der bisherige Höchstwert von 487 Todesfällen war am Mittwoch erreicht worden.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg am Freitag auf 18'034. Das RKI zählt in Deutschland seit Beginn der Pandemie 1'130'238 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 (Stand: 04.12., 00:00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 820'600 Menschen inzwischen genesen.

25.11.2020, Baden-Württemberg, Nürtingen: Eine Mitarbeiterin macht in einem Corona-Abstrich-Zentrum bei einem Autofahrer einen Abstrich für einen Corona-Test. Foto: Tom Weller/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Eine Mitarbeiterin nimmt Ende November in einem Corona-Test-Zentrum im baden-württembergischen Nürtingen bei einem Autofahrer einen Abstrich. (Archiv)
Tom Weller/dpa

7.05 Uhr: Biden plant Masken-Appell an Amerikaner 

Der gewählte US-Präsident Joe Biden will die Amerikaner bei seiner Amtseinführung dazu aufrufen, zur Eindämmung der Corona-Pandemie 100 Tage lang Masken in der Öffentlichkeit zu tragen. Ausserdem werde er anordnen, dass der Mundschutz in Gebäuden von Bundesbehörden sowie in Verkehrsmitteln wie Flugzeugen getragen werden muss, sagte Biden in einem Interview des TV-Senders CNN am Donnerstag. Ein US-Präsident kann das Tragen von Masken nur in bestimmten Situationen anordnen, solche Entscheidungen liegen grösstenteils bei den einzelnen Bundesstaaten.

Er sei überzeugt, dass man mit Masken und Impfungen einen erheblichen Rückgang der Coronavirus-Infektionen erreichen könne, betonte Biden, der am 20. Januar ins Amt eingeführt wird. Die USA erleben gerade eine massive Corona-Welle mit einem starken Anstieg von Ansteckungen und auch Todesfällen. Der noch amtierende Präsident Donald Trump hatte das Tragen von Masken immer wieder ins Lächerliche gezogen.

Der gewählte US-Präsident Joe Biden will die Amerikaner zum Maskentragen bewegen. (Archiv)
Bild: Keystone

5.10 Uhr: Weniger Impfstoff lieferbar als erhofft

Die Pharmakonzerne Pfizer/Biontech und Moderna können Impfstoff nicht so schnell wie erhofft liefern. Von Moderna gibt es ausserhalb der USA im ersten Vierteljahr nur 25 Millionen Dosen, während Pfizer/Biontech bis Ende dieses Jahres nur 50 statt 100 Millionen Dosen bereitstellen können.

ABD0051_20201202 - MAINZ - DEUTSCHLAND: HANDOUT - 29.11.2020, Rheinland-Pfalz, Mainz: Ein Mitarbeiter des MMainzer Unternehmens Biontech hält ein Fläschen mit Corona-Impfstoff in der Hand. (zu dpa «Großbritannien lässt Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer zu») Foto: BioNTech SE/dpa - ACHTUNG: Verwendung nur bis zum 09.12.2020 +++ dpa-Bildfunk +++. - FOTO: APA/BioNTech SE/BioNTech SE
Ein Mitarbeiter des Mainzer Unternehmens Biontech hält ein Fläschchen mit Corona-Impfstoff in der Hand. Nun dämpft US-Partner Pfizer eine rasche Auslieferung.
Keystone

Der US-Pharmakonzern Moderna geht davon aus, im ersten Vierteljahr 2021 weltweit rund 100 bis 125 Millionen Dosen seines Coronavirus-Impfstoffes ausliefern zu können. Von den rund 125 Millionen Impfdosen würden 85 bis 100 Millionen in den USA zur Verfügung stehen. Rund 25 Millionen sollen in andere Länder geliefert werden.

Auch der US-Pharmakonzern Pfizer und sein deutscher Partner Biontech machen einen Rückzieher. Sie können dieses Jahr nur halb so viel Corona-Impfstoff ausliefern wie ursprünglich geplant. Der Ausbau der Lieferkette dauere länger als angenommen, zitierte das «Wall Street Journal» am Donnerstag eine Pfizer-Sprecherin. Einige Bestandteile hätten in der frühen Produktion nicht den Standards entsprochen.

Statt 100 Millionen Auslieferungen wird dem Bericht zufolge bei Pfizer bis Jahresende nun nur noch mit rund 50 Millionen geplant. Pfizer hatte den Impfstoff zusammen mit dem deutschen Hersteller Biontech entwickelt. Wer sich impfen lässt, braucht zwei Dosen, um geschützt zu sein.

5.05 Uhr: WHO entwickelt elektronisches Reisezertifikat

BERLIN - OCTOBER 26:  In this photo illustration the H1N1 swine flu vaccination Pandemic is pictured on a vaccination card at Charite clinical center on October 26, 2009 in Berlin, Germany. German officials have begun a mass immunization by offering the vaccine to policemen, firefighters, medical personnel and other people who work in the health or rescue services across Germany. The rest of the population will be receiving the vaccine in approximately 7 days.  (Photo Illustration by Andreas Rentz/Getty Images)
Der gute alte gelbe Impfausweis hat womöglich schon bald ausgedient. Die WHO will ihn zeitgemäss durch eine elektronische Version ersetzen.
Getty Images

Die WHO arbeitet an einem elektronischen, weltweit gültigen Impfpass. Das Zertifikat soll zum Standard im internationalen Reiseverkehr werden und den herkömmlichen gelben Impfausweis aus Papier ersetzen, wie der «Blick» berichtet. Ziel sei ein «Standard für eine digitale Smart Yellow Card, um die erwarteten Impfstoffe gegen Covid-19 und andere Impfungen zu unterstützen», heisst es auf der Webseite der Gesundheitsorganisation der Vereinten Nationen (WHO).

Internationales Reisen, so die Vision der WHO, soll in Zukunft nur noch mit diesem virtuellen ePass möglich sein. Die Organisation rät Nationen davon ab, selber Impfzertifikate auszustellen. Stattdessen empfiehlt sie ein Vorgehen wie in Estland, das derzeit mit der WHO an diesem elektronischen Impfpass-Pilotprojekt arbeitet.

4.35 Uhr: Österreich startet mit Massentests

ABD0075_20201202 - WIEN - ÖSTERREICH: Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch, 02. Dezember 2020, nach einem Pressefoyer zum Ministerrat zum Thema
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) verordnet Österreich Massentests, um die Ausbreitung des Coronavirus wirkungsvoll eindämmen.
Keystone

In Österreich sollen Massentests die Ausbreitung des Coronavirus wirkungsvoll eindämmen. Heute Freitag startet das Projekt in grossem Stil in den Bundesländern Wien, Tirol und Vorarlberg. In Österreichs Hauptstadt können sich die Bürger an drei Standorten bis zum 13. Dezember testen lassen. Die Kapazität liegt in Wien bei bis zu 150'000 Tests pro Tag. Ziel der Regierung ist es, dass sich mehrere Millionen Menschen untersuchen lassen. Die Massentests gelten als wichtiger Baustein, gerade auch um symptomfreie Infizierte zu entdecken.

Durch den knapp dreiwöchigen Lockdown, der am kommenden Montag – zumindest was den Handel angeht – wieder aufgehoben wird, waren die hohen Infektionszahlen in Österreich zuletzt deutlich gesunken. Dennoch fährt die Regierung aus konservativer ÖVP und Grünen einen eher vorsichtigen Öffnungskurs. Dazu gehören auch die Reisebeschränkungen über Weihnachten und Neujahr.

2.10 Uhr: Kalifornien verhängt Ausgangssperre

Kalifornien führt wegen steigender Corona-Zahlen härtere Massnahmen ein, wie Gouverneur Gavin Newsom am Donnerstag ankündigte. Mit Blick auf steigende Krankenhauseinweisungen ordnet er in weiten Teilen des Staats Zuhausebleiben an (Stay at home order).

California Gov. Gavin Newsom receives a COVID-19 test at a new facility Friday, Oct. 30, 2020, in Valencia, Calif. Newsom announced the new $120 million, 134,000 sq. foot coronavirus testing facility in Valencia Friday. The state is working with corporate partner PerkinElmer to run the lab which will enable the state to process an additional 150,000 COVID-19 tests per day. (AP Photo/Marcio Jose Sanchez, Pool )
Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom lässt sich mediengerecht auf Covid-19 testen. Sein Staat steht besser da als viele andere US-Bundesstaaten. Dennoch verordnet er härtere Massnahmen im Kampf gegen die Pandemie als die Gouverneure in den meisten andern Staaten.
Keystone

Kontakt mit anderen Haushalten soll vermieden werden. Viele nicht lebensnotwendige Geschäfte müssen schliessen, darunter Friseure und Bars. Restaurants dürfen nur Essen zum Abholen anbieten. In Geschäften wird die Zahl der Kunden weiter reduziert. Der Staat müsse die Notbremse ziehen, sagte Newsom. In den betroffenen Regionen soll die Anordnung zunächst drei Wochen lang gelten.

Kalifornien mit rund 40 Millionen Einwohnern ist der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat. Insgesamt wurden dort seit Beginn der Pandemie mehr als 1,2 Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Auf die Einwohnerzahl bezogen steht der Westküstenstaat aber besser da als viele andere US-Bundesstaaten.

1.32 Uhr: Facebook löscht Fake News über Impfungen

Facebook verschärft das Vorgehen gegen falsche Informationen über Corona-Impfstoffe und will sie künftig löschen. Dabei gehe es unter anderem um von Experten widerlegte Behauptungen zur Sicherheit und Effizienz der Impfungen, teilte das Online-Netzwerk am Donnerstag mit. Auch Verschwörungstheorien werden betroffen sein – etwa dass Mittel an bestimmen Bevölkerungsgruppen ohne deren Zustimmung getestet würden oder Microchips enthielten. Die härtere Gangart sei die Fortsetzung der Linie des Online-Netzwerks, Beiträge zu löschen, die Menschen in der realen Welt schaden könnten, hiess es.

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Agenturen/red