8042 Neuinfektionen +++ Mehrere Kantone verschärfen Massnahmen

Agenturen/red

25.11.2021

Die Zahl der Neuinfektionen und Spitaleintritte steigt weiter. Angesichts der Lage verschärfen mehrere Kantone die Schutzmassnahmen — und fordern weitere Schritte auf nationaler Ebene. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

Agenturen/red

25.11.2021

Angesichts der steigenden Zahl von Ansteckungen mit dem Coronavirus und der Spitaleinweisungen verschärfen mehrere Kantone die Schutzmassnahmen. Zudem führen sie Booster-Impfungen für jüngere Altersgruppen ein.

Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen müssen in mehreren Kantonen wieder Masken tragen. Dazu zählen Zürich, St. Gallen, Basel-Land, Obwalden und die Waadt. In der Stadt Luzern gilt ab sofort für alle Kinder ab der 1. Klasse in den Betreuungsangeboten Maskenpflicht. Gleiches gilt auch in zwei besonders von Ansteckungen mit den Coronavirus betroffene Schulhäusern.

Pipettieren von Corona-Proben durch eine Labor-Mitarbeiterin, am Dienstag, 2. Februar 2021, im Zentrallabor Stadtspital Triemli in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Pipettieren von Corona-Proben durch eine Labor-Mitarbeiterin: Die Zahl der positiven Corona-Tests in der Schweiz steigt weiter an.
KEYSTONE/Gaetan Bally

Im Kanton Luzern muss künftig in Kinos, im Theater oder in Konzertsälen sowie in Spitälern eine Schutzmaske getragen werden - trotz Covid-Zertifikat. Auch in den Kantonen Freiburg, Solothurn, Obwalden und Wallis müssen Besucherinnen und Besucher in Heimen und Spitälern ein Covid-Zertifikat vorweisen. In Solothurn und Obwalden gilt zudem Maskenpflicht.

Die Kantone Zug, Luzern und Graubünden bieten neu die Auffrischimpfung gegen das Coronavirus für Personen ab 16 Jahren an. «Ab Montag boostern wir auf Teufel komm raus», sagte Regierungsrat Peter Peyer am Donnerstag vor den Medien in Chur. Auch im Kanton Thurgau gibt es ab Montag Booster-Impfungen für unter 65-Jährige.



Für Massnahmen auf nationaler Ebene

Die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) lässt bei ihren Forderungen an den Bund nicht nach. Ihre Plenarversammlung plädiert für weitere Massnahmen gegen die Corona-Pandemie auf nationaler Ebene. Nur so könne eine Überlastung des Gesundheitswesens verhindert werden.

Aufgrund der gegenwärtigen Dynamik der epidemiologischen Lage sei mit einer weiteren Zunahme der Hospitalisationen und einer steigenden Belastung der Intensivstationen zu rechnen, teilte die GDK am Donnerstagabend mit.

Der Bundesrat seinerseits hatte am Mittwoch klargemacht, dass er im Moment die Kantone in der Pflicht sieht. Zur Bekräftigung dieser Sichtweise schickte er den Kantonen einen Brief, unterzeichnet von Bundespräsident Guy Parmelin und Bundeskanzler Walter Thurnherr, wie GDK-Sprecher Tobias Bär auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen Bericht in den Tamedia-Onlinemedien vom Donnerstag bestätigte.

Deutlich mehr Ansteckungen

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete in seinem Wochenbericht für die Zeit vom 15. bis 21. November deutlich mehr Covid-19-Ansteckungen und auch mehr Spitaleintritte im Vergleich zu Vorwoche. So wurden für die Berichtswoche in der Schweiz und in Liechtenstein 38'043 neue Fälle gemeldet, wie das BAG am Donnerstag mitteilte. In der Vorwoche waren 25'025 Infektionen registriert worden.

In der Berichtswoche wurden zudem 420 Hospitalisationen im Zusammenhang mit einer laborbestätigten Sars-CoV-2-Infektion gemeldet (Vorwoche: 290). Die durchschnittliche Zahl der Covid-Erkrankten auf Intensivstationen stieg von 124 auf 150. Zudem wurden in der Berichtswoche 57 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Ansteckung gemeldet - nach 52 Todesfällen in der Vorwoche.

Am Donnerstag wurden in der Schweiz und in Liechtenstein dem BAG innerhalb von 24 Stunden 8042 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet. Gleichzeitig registrierte das BAG 27 neue Todesfälle und 88 Spitaleinweisungen.

Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 77,9 Prozent. 21,1 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt. 65,47 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft. Bislang wurden 7'732'908 Zertifikate für vollständig Geimpfte ausgestellt.


Das Wichtigste in Kürze:

  • Ab Montag gilt im Kanton Genf eine Maskenpflicht in allen Innenräumen.
  • Das BAG meldet 8042 Neuinfektionen. 27 Personen starben an Covid-19, 88 wurden hospitalisiert.
  • Besonders betroffene Kantone in der Zentral- und Ostschweiz beginnen ihre Massnahmen zu verschärfen.
  • Graubünden und Thurgau bieten Booster-Impfungen allen Altersgruppen an.
  • In Deutschland ist die Zahl der Corona-Toten auf über 100'000 gestiegen. Die meisten Corona-Toten gab es im vergangenen Winter mit teils mehr als 1000 pro Tag gemeldeten Fällen.
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  • 21.21 Uhr
    Neue Corona-Massnahmen in Portugal

    Die Regierung von Portugal hat neue Massnahmen zur Eindämmung der wieder steigenden Corona-Infektionszahlen ergriffen. Alle Besucher, die auf dem Luftweg einreisen, werden künftig im Rahmen des am 1. Dezember in Kraft tretenden Notfallzustands einen negativen Test vorweisen müssen. Das gilt auch, wenn sie geimpft oder genesen sind, wie Ministerpräsident António Costa in Lissabon mitteilte. Geimpfte und Genesene werden zudem genauso wie Ungeimpfte beim Besuch von Bars und Discos, von Krankenhäusern und Seniorenheimen sowie von Grossveranstaltungen ohne feste nummerierte Plätze einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorlegen müssen.

    Neben anderen Massnahmen wird wieder eine generelle Maskenpflicht in allen geschlossenen öffentlichen Räumen eingeführt. Zum Besuch von Restaurants, Fitnesszentren, touristischen Einrichtungen und Veranstaltungen mit nummerierten Plätzen gilt die 3G-Regel.

    Homeoffice wird von der Regierung in Lissabon «dringend empfohlen». Zudem wird es nach dem Jahresendfeiertagen eine «Woche der Zurückhaltung» mit obligatorischem Homeoffice sowie mit geschlossenen Schulen, Universitäten, Bars und Diskotheken geben.

    Mit 87 Prozent hat Portugal eine der höchsten Impfquoten der Welt. Die Sieben-Tage-Inzidenz klettert allerdings schon seit vielen Wochen. Sie lag zuletzt über 160.

  • 20.50 Uhr
    Tschechiens Präsident Zeman mit Corona im Spital

    Der tschechische Präsident Milos Zeman ist kurz nach seiner Entlassung aus dem Spital wieder ins Krankenhaus eingewiesen worden. Grund sei ein positiver Corona-Test, teilte ein Sprecher des 77-Jährigen mit. Zeman müsse sein Arbeitsprogramm während der Behandlung unterbrechen. Die ursprünglich für Freitag geplante Ernennung des liberalkonservativen Wahlsiegers Petr Fiala zum neuen Ministerpräsidenten muss damit verschoben werden.

    Eine Koalition aus Fialas Demokratischer Bürgerpartei (ODS) und vier weiteren Parteien hatten bei der Parlamentswahl im Oktober eine klare Mehrheit von 108 der 200 Sitze erobert. Derzeit bleibt die bisherige Regierung unter dem Multimilliardär Andrej Babis geschäftsführend im Amt. Zeman war gerade erst anderthalb Monate im Krankenhaus behandelt worden — nach offiziellen Angaben wegen Komplikationen einer seiner chronischen Erkrankungen.

    Die scheidende Babis-Kabinett hat von Freitag an für zunächst 30 Tage wegen der Corona-Pandemie den Notstand ausgerufen. Alle Weihnachtsmärkte wurden abgesagt. Gaststätten müssen um 22.00 Uhr schliessen, obgleich dort die 2G-Regel gilt. Die Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen wird begrenzt. Innerhalb von sieben Tagen gab es nach aktuellen Zahlen 1097 Neuinfektionen je 100'000 Einwohner.

  • 20.31 Uhr
    Tschechien schliesst Weihnachtsmärkte und Diskotheken, Slowakei verhängt Lockdown

    Die tschechische Regierung schliesst wegen des Anstiegs der Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus Weihnachtsmärkte und Diskotheken, will aber auf einen Lockdown verzichten. «Die Situation wird sich in den kommenden Wochen verschlechtern, wobei der Höhepunkt um Weihnachten herum erwartet wird», sagte Gesundheitsminister Adam Vojtech. Deshalb müssten Gastronomie-Betriebe zwischen 10 Uhr abends und 5 Uhr morgens schliessen, Alkoholverzehr in der Öffentlichkeit wird verboten.

    Die neuen Regeln reduzieren ausserdem die maximale Teilnehmerzahl privater Feiern auf 100 und bei Kultur- und Sportveranstaltungen auf 1000. Seit Montag gilt bereits eine 2G-Regel in der Gastronomie und bei Veranstaltungen. Nicht geimpfte Menschen haben demnach keinen Zutritt, es sei denn sie können eine kürzliche Genesung von Covid-19 nachweisen.

    Besonders im Osten des Landes kommen die Spitäler wegen der zahlreichen Corona-Patienten an ihre Belastungsgrenze. Patienten werden zum Teil per Helikopter oder Krankenwagen in andere Landesteile verlegt. Die Lage ist ähnlich dramatisch wie in den Nachbarländern Slowakei und Österreich. Dennoch will Prag vorerst auf drastische Massnahmen verzichten.

    Die Slowakei hingegen verhängte einen teilweisen Lockdown. Menschen sind aufgefordert, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben. Nur noch essenzielle Geschäfte wie Supermärkte dürfen öffnen. Die Regelung gilt zunächst für zwei Wochen. «Wir werden in zehn Tagen eine neue Bewertung vornehmen», sagte Wirtschaftsminister Richard Sulik.

    Die Schulen bleiben demnach vorerst geöffnet. «Das ist uns wichtig», sagte Sulik.

  • 20.20 Uhr
    Ischgl: Per Sesselbahn in die Beiz auf Schweizer Seite

    Ganz Österreich ist derzeit im Lockdown. Dennoch starten Anfang Dezember einige Skigebiete in die Saison. Die «Hüttengaudi», wie man in Österreich sagt, muss jedoch ausbleiben: Alle Restaurants haben geschlossen.

    Einen Sonderfall gibt es im tirolerischen Ischgl, wie heute.at berichtet. Weil es mit dem Skigebiet des bündnerischen Samnaun verbunden ist, können Gäste sich dort per Sesselbahn, wahlweise mit oder ohne Sitzheizung, auf die Schweizer Seite befördern lassen — wo die Beizen geöffnet haben.

  • 20.01 Uhr
    Australien entsendet nach Protesten Verstärkung auf die Salomonen

    Nach gewaltsamen Ausschreitungen auf den Salomonen entsendet Australien Polizisten und Soldaten auf die Inselgruppe im Pazifik. Die ersten hätten Australien bereits verlassen, sagte Ministerpräsident Scott Morrison. Ziel sei es, für Stabilität und Sicherheit auf den Salomonen zu sorgen. Rund 1000 Regierungsgegner hatten am Mittwoch in der Hauptstadt der Salomonen, Honiara, den Rücktritt von Ministerpräsident Manasseh Sogavare gefordert. Sie drangen in das Parlament ein und legten Brände.

    Ministerpräsident Sogavare habe entsprechend einem bilateralen Sicherheitsabkommen um die Entsendung gebeten, sagte Morrison. Entsendet werden sollten den Angaben zufolge 23 Bundespolizisten und bis zu 50 weitere Beamte. Hinzu kämen 43 Soldaten, ein Patrouillenboot und mindestens fünf Diplomaten. Sie sollen mehrere Wochen auf den Salomonen bleiben. Morrison versicherte, Australien wolle sich nicht in die inneren Angelegenheiten der Salomen einmischen. Konflikte müssten die Menschen dort selbst lösen.

    Sogavare ordnete am Mittwoch einen Lockdown an, nachdem die Proteste eskaliert waren. Die Demonstranten drangen in das Parlament ein und setzten das Dach eines Nebengebäudes in Brand, wie die Regierung erklärte. Auch eine Polizeiwache und andere Gebäude seien angezündet worden. «Sie hatten die Absicht, unsere Nation zu zerstören», teilte die Regierung mit. Sogavare liess daraufhin die Hauptstadt von Mittwochabend bis Freitagabend abriegeln. Dennoch gingen am Donnerstag erneut Menschen auf die Strasse.

    Die Demonstranten kritisierten innenpolitische Entscheidungen der Regierung und forderten den Rücktritt des Ministerpräsidenten. Auf Unverständnis stiess Sogavares Entscheidung von 2019, die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan abzubrechen und stattdessen China die Loyalität der Salomonen zu versichern. Besonders gross war der Ärger in der bevölkerungsreichsten Provinz des Staates, Malaita.

  • 19.16 Uhr
    Sachsen und weitere deutsche Bundesländer bereiten Verlegung von Intensivpatienten vor

    Im deutschen Bundesland Sachsen werden die ersten Patientenverlegungen in andere Bundesländer geplant, wie Landesgesundheitsministerin Petra Köpping in Dresden sagte. Auch in Thüringen und Bayern laufen Vorbereitungen. Die norddeutschen Bundesländer wollen in den kommenden Tagen laut niedersächsischem Innenministerium zunächst zehn Corona-Patienten aus Ostdeutschland aufnehmen.

    Hintergrund ist das sogenannte Kleeblatt-Konzept zur strategischen Verlegung von Intensivpatienten. Bayern und weitere Bundesländer hatten vor dem Hintergrund der steigenden Auslastung der Intensivstationen am Dienstag offiziell das Konzept aktiviert. In diesen Tagen soll daher eine grössere Zahl von Patienten aus Bayern, Thüringen, Sachsen, Berlin und Brandenburg in andere Regionen verlegt werden.

    Köpping zufolge meldete Sachsen bereits 16 Patienten für die Verlegung an, davon seien zehn sofort für die Verlegung geeignet. Für die kommenden Wochen seien weitere 20 Verlegungen pro Woche aus Sachsen angemeldet worden. Jetzt müsse das Bundes-Kleeblatt geeignete Kliniken finden. Köpping zufolge gibt es auch Angebote aus dem Ausland, unter anderem aus Italien und Portugal, Corona-Patienten aufzunehmen. Diese Entscheidung obliege aber dem Bund.

    Im Osten und Süden Deutschlands sind die Sieben-Tage-Inzidenzen bei den Corona-Infektionen derzeit besonders hoch. In Sachsen liegt die Inzidenz aktuell bei knapp 1075 und damit Deutschland-weit am höchsten. Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Niedersachsen werden die Verlegung von zunächst zehn Intensivpatienten aus Ostdeutschland organisieren, wie das niedersächsische Innenministerium in Hannover mitteilte.

  • 18.28 Uhr
    Genf dehnt Maskenpflicht auf Innenräume aus

    Auch der Kanton Genf verschärft die Schutzmassnahmen, um die Coronapandemie einzudämmen. Ab Montag gilt eine Maskenpflicht in allen Innenräumen.

    Die Genfer Kantonsregierung hält in einer Mitteilung fest, dass die Zahl der Coronavirus-Fälle im Kanton zurzeit nicht progressiv, sondern exponentiell steigt. Eine solche Situation sei letztmals Ende 2020 verzeichnet worden.

    Dies habe die Kantonsregierung überzeugt, eine Reihe weiterer Massnahmen zu treffen. Dazu gehört in erster Linie die Ausweitung der Maskenpflicht auf Innenräume von öffentlichen Einrichtungen, öffentlich zugänglichen Orten und bei Veranstaltungen, aber auch am Arbeitsplatz und in Ausbildungseinrichtungen. Die Massnahme tritt ab Montag in Kraft. Ausgenommen sind die unter 12-Jährigen.

    FFP2-Masken schützen im Vergleich zu Alltagsmasken besser vor dem Coronavirus.
    Der Kanton Genf hat die Maskenpflicht auf alle Innenräume ausgeweitet.
    Christin Klose/dpa-tmn (Symbolbild)

    Der Kanton Genf will allerdings die Wiedereinführung der Maskenpflicht auf der Sekundarschulstufe I prüfen. Wie bereits am (gestrigen) Mittwoch angekündigt, erinnert der Kanton daran, dass die Polizeikontrollen in den öffentlichen Einrichtungen verstärkt werden.

    Weil die Impfung nach wie vor die wirksamste Massnahme sei, um aus der Pandemie herauszukommen, ermuntert der Staatsrat alle über 65-Jährigen, sich für eine Auffrischungsimpfung anzumelden. Die Booster-Impfung soll zudem bald auch für alle über 16 Jahre alten Personen zur Verfügung stehen.

    In den Genfer Universitätsspitälern waren am Donnerstag 98 Menschen wegen einer Covid-19-Erkrankung in Behandlung, 15 von ihnen mussten auf der Intensivstation behandelt werden. Ausserdem sind zurzeit 48 Menschen wegen Long-Covid in Spitalbehandlung. Wenn sich die Entwicklung weiter so fortsetze, könne eine Überlastung der Kapazitäten an den Genfer Spitälern in den nächsten Wochen nicht ausgeschlossen werden, hatte die Kantonsregierung am Mittwoch festgehalten.

  • 18.25 Uhr
    Belgischer Ministerpräsident ordnet wegen Corona-Lage Dringlichkeitssitzung an

    Die Corona-Lage in Belgien hat sich drastisch verschlechtert. Der Anstieg der Neuinfektionen und Krankenhauseinweisungen sei höher als die vergangene Woche von Experten vorausgesagten «pessimistischsten Kurven», erklärte der belgische Ministerpräsident Alexander de Croo. Er kündigte für morgen Freitag eine Dringlichkeitssitzung an, um über weitere Corona-Masssnahmen zu entscheiden.

    Aktuelle Daten zeigten, dass sich die «epidemiologische Situation in den letzten Tagen erheblich verschlechtert hat», teilte de Croo mit. Am Montag erreichten die Corona-Neuinfektionen in Belgien einen neuen Höchstwert seit Beginn der Pandemie. Das belgische Gesundheitsinstitut Sciensano registrierte rund 23'600 Neuinfektionen. In der vergangenen Woche gab es in dem Land mit 11,5 Millionen Einwohnern durchschnittlich mehr als 16'000 Ansteckungen am Tag.

    «Um die Pflege zu entlasten», seien nun neue Massnahmen nötig, fügte der belgische Ministerpräsident hinzu. Er versicherte, dass die Behörden die Impfkampagne verstärken würden, insbesondere die Verabreichung der dritten Dosis zur Auffrischung des Impfschutzes. In Belgien sind bisher rund 75 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft.

  • 18.02 Uhr
    Kanton Freiburg erlässt Zertifikatspflicht für Spitäler und Heime

    Um das Wiederaufflammen der Coronapandemie einzudämmen, hat der Kanton Freiburg für Besuche in Gesundheitseinrichtungen eine Zertifikatspflicht erlassen. Der Bevölkerung empfiehlt er, wo nötig Masken zu tragen und die Hygieneregeln einzuhalten.

    Besonders wichtig sei eine Impfung gegen das Coronavirus, wie der Staatsrat mitteilte. Ausserdem sei es unerlässlich, dass sich alle Freiburgerinnen und Freiburger weiterhin strikte an die festgelegten Hygiene- und Abstandsregeln hielten. Wo nötig, soll die Bevölkerung Masken tragen.

    Wer im Kanton Freiburg einen Besuch in einem Spital, einer Klinik, einem Heim oder einer Tagesstätte plant, muss neu ein Covid-Zertifikat vorweisen können.

    An den Schulen gilt ab der Klasse 5H obligatorisch eine Maskenpflicht, sobald in einer Klasse ein Coronafall auftritt. Sind mehrere Klassen betroffen oder steigt die Zahl der Ansteckungen, wird das Maskentragen für die gesamte Schule obligatorisch.

    Ab drei positiven Fällen in einer Klasse wird diese in Quarantäne geschickt.

    Die Kantonsangestellten erinnert der Staatsrat an die bereits geltenden Regelungen, namentlich zum Homeoffice. Ausserdem beauftragte er das Amt für Personal und Organisation, angesichts der derzeitigen Verschlechterung der Situation, neue Massnahmen zu prüfen.

  • 17.23 Uhr
    Bundesrat macht klare Ansage in Brief an Kantone

    Der Bundesrat hatte am Mittwoch klargemacht, dass er im Moment die Kantone in der Pflicht sieht. Zur Bekräftigung dieser Sichtweise hat er den Kantonen einen Brief geschickt, unterzeichnet von Bundespräsident Guy Parmelin und Bundeskanzler Walter Thurnherr, wie GDK-Sprecher Tobias Bär auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen Bericht in den Tamedia-Onlinemedien vom Donnerstag bestätigte.

    Der Brief sei Teil des Bundesratsentscheids vom Mittwoch, sagte Parmelins Sprecher Urs Wiedmer auf Anfrage. Laut dem Online-Medienbericht ist er vier Seiten lang und enthält «deutliche Worte an die Kantone mit hohen Ansteckungszahlen». Der Bundesrat ruft die Kantone dazu auf, das Gesundheitssystem auf eine erneut sehr hohe Belastung vorzubereiten.

    Die Landesregierung ihrerseits werde erst schweizweite Massnahmen in die Konsultation schicken, wenn die Kantone ihrerseits alle Massnahmen ergriffen hätten und ihre Möglichkeiten erschöpft seien, die negative Entwicklung zu stoppen. Grund dafür seien die grossen regionalen Unterschiede bei den Fallzahlen und Inzidenzen.

  • 17.10 Uhr
    Kanton Solothurn zahlt keine Hilfe für Bielersee-Schifffahrt

    Der Kanton Solothurn bezahlt der Bielersee-Schifffahrts-Gesellschaft (BSG) wegen der Coronavirus-Pandemie keine finanzielle Entschädigung. Der Kanton hat das Gesuch für eine Unterstützung der BSG um 250'000 Franken abgelehnt.

    Die BSG habe ihren Sitz im Kanton Bern und sei nicht in unmittelbaren finanziellen Nöten, sagte Bernardo Albisetti, Departementssekretär des kantonalen Bau- und Justizdepartementes, am Donnerstag im SRF-Regionaljournal Aargau/Solothurn. Daher könne dem Gesuch nicht entsprochen werden.

    Der Entscheid sei nachvollziehbar, hielt BSG-Direktor Thomas Mühlethaler fest. Die Existenz der BSG sei «im Moment nicht gefährdet», und die Arbeitsplätze seien gesichert. Wenn das nächste Jahr jedoch ähnlich verlaufe, so werde es sehr schwierig.

    Die BSG rechnet gemäss Mühlethaler in diesem Jahr mit einem Verlust von rund einer Million Franken. Die BSG will erneut Gesuche beim Kanton Bern und beim Bund einreichen.

    Keine Aussicht auf Geld: Der Kanton Solothurn bezahlt an die Bielersee-Schifffahrts-Gesellschaft keine Corona-Gelder. (Symbolbild)
    Keine Aussicht auf Geld: Der Kanton Solothurn bezahlt an die Bielersee-Schifffahrts-Gesellschaft keine Corona-Gelder. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 16.23 Uhr 
    Tschechien ruft nationalen Notstand aus

    Tschechien ruft wegen steigender Corona-Infektionszahlen erneut den nationalen Notstand aus. Das gab der geschäftsführende Ministerpräsident Andrej Babis nach einer Meldung der Agentur CTK am Donnerstag in Prag bekannt.

    Der Notstand ermöglicht es der Regierung, Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit auszusetzen. Zudem können Medizinstudenten zum Dienst in den Krankenhäusern verpflichtet werden. Die Massnahme gilt nach einem Kabinettsbeschluss von Freitag an für zunächst 30 Tage.

    Besonders stark sind die östlichen Landesteile betroffen. Am Donnerstag wurden 19 Corona-Patienten mit Hubschraubern und Krankenwagen aus überlasteten Krankenhäusern in Brünn (Brno) nach Prag verlegt. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg landesweit auf 1097 je 100'000 Einwohner. Erst knapp 6,3 Millionen der 10,7 Millionen Einwohner Tschechiens sind vollständig geimpft. In vielen Bereichen wie in Hotels und Gaststätten gilt inzwischen die 2G-Regel (geimpft oder genesen).

    epaselect epa09602382 Healthcare workers from Prague Ambulance Service, transport a COVID-19 patient from Brno to Motol University Hospital in Prague, Czech Republic, 25 November 2021. Hospitals in the South Moravia region are on the edge of capacity due to surge of coronavirus infections. Tests in the Czech Republic confirmed over 18.000 new cases of Covid-19 on 24 November. EPA/MARTIN DIVISEK
    Medizinisches Personal nimmt am 25. November 2021 in einem Spital in Prag einen Covid-Patienten in Empfang, der aus Brno verlegt wurde. 
    Bild: Keystone
  • 16.00
    In Italiens Fussballstadien gilt die 2G-Regel

    Ab dem 6. Dezember dürfen nur noch Genesene und Geimpfte Fussballspiele im Stadion verfolgen.  Die 2G-Regel gilt ab dem gleichen Tag auch in Restaurants, Bars, Kinos, Theatern, Clubs und Fitnessstudios. Diese Massnahmen sind vorerst auf den 15. Januar befristet.

  • 15.43
    Belgien meldet neuen Höchststand der Infektionen

    23'621 Infektionen innert 24 Stunden, mehr als je zuvor in dieser Pandemie. Täglich werden im Durchschnitt 294 Menschen wegen Covid-19 in ein Spital eingewiesen, 37 Menschen starben mit der Krankheit.

    Die 14-Tage-Inzidenz von Corona-Infektionen pro 100'000 Menschen lag zuletzt bei 1616,4. Insgesamt zählt Belgien seit Beginn der Pandemie über 1,7 Millionen Fälle. Rund 75 Prozent der 11,5 Millionen Einwohner*innen Belgiens sind vollständig gegen das Virus geimpft.

  • 15.15
    Auch der Kanton Luzern boostert alle ab 16 Jahren

    Das Luzerner Kantonsspital bietet ab sofort an den drei Standorten Luzern, Wolhusen und Sursee Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus an für alle ab 16 Jahren. Vorerst können sich nur jene Personen anmelden, die mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech geimpft sind.

    Die Verantwortlichen rechnen mit einer hohen Nachfrage nach Booster-Impfungen. Das Walk-in-Angebot im Kantonsspital in Luzern haben sie deshalb eingestellt. Die Online-Terminbuchung soll lange Wartezeiten verhindern.

    Kantonsspital Luzern
    Kantonsspital Luzern
    KEYSTONE/Urs Flueeler
  • 15.05
    Kanton Zürich führt wieder Maskenpflicht ab 4. Klasse ein

    Ab dem 1. Dezember müssen Kinder aber der vierten Primarklasse im ganzen Kanton eine Maske tragen. Für die Lehr- und Betreuungspersonen gilt das Obligatorium schon länger. Auf dem Pausenplatz und anderen Aussenbereichen der Schule brauchen die Kinder keine Maske zu tragen. 

    KEYSTONE / Ennio Leanza
  • 14.40
    EU-Zulassungsbehörde gibt Pfizer-Biontech-Impfstoff für Fünfjährige frei

    Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Pfizer/Biontech für Kinder ab fünf Jahren. Das teilte die EMA am Donnerstag in Amsterdam mit.

    Bislang ist dieser Impfstoff in der EU nur für Menschen ab 12 Jahren zugelassen. In Israel und den USA werden damit bereits Kinder ab fünf Jahren geimpft.

    Fünf- bis Elfjährige würden vom Pfizer/Biontech-Impfstoff ein Drittel der Erwachsenen-Dosis erhalten, verabreicht in zwei Injektionen im Abstand von drei Wochen. Die EMA betont, dass nach Studien das Mittel sicher und effektiv sei. Bisher seien keine schweren Nebenwirkungen festgestellt worden, allenfalls milde Reaktionen wie Fieber, Schmerzen am Einstich, Müdigkeit oder Kopfschmerzen. Die Experten hatten seit Oktober Studien der Hersteller geprüft.

  • 13.55
    Zug gibt Booster-Impfungen allen Altersgruppen frei

    Ab Montag 29. November können deshalb alle, deren zweite Impfung mehr als 6 Monate zurückliegt, ihren Termin für die Auffrischimpfung reservieren.

    Die Booster-Impfungen für über 65-Jährige seien im Kanton Zug weit fortgeschritten, melden die kantonalen Behörden. «Alle angemeldeten Personen werden in wenigen Tagen ihren Impftermin für die Boosterimpfung bekommen», heisst es in der Medienmitteilung. Knapp 6000 Personen hätten sich zum dritten Mal impfen lassen. 

    Der Kanton Zug zählt rund 127'000 Einwohner*innen. 66 Prozent haben mindestens zwei Impfraten erhalten.

  • 13.35
    Die neusten Zahlen

    Die 8042 Neuinfektionen von heute sind zwar weniger als gestern, der 7-Tage-Schnitt von 5789 liegt dennoch 50 Prozent über dem Wert der Vorwoche. 

    1011 Personen befinden sich mit Covid-19 in Spitalpflege (+41 Prozent mehr als vor einer Woche), 172 von ihnen in einer Intensivstation (+22 Prozent). Covid-Patient*innen belegen 21 Prozent aller verfügbaren Intensivbetten der Schweiz.

    KEYSTONE/Christian Beutler
  • 12.13 Uhr
    Thurgau: Booster-Termine für weitere Altersgruppen 

    Nach dem Kanton Graubünden öffnet auch der Kanton Thurgau ab nächstem Montag den Zugang zur Booster-Impfung für weitere Altersgruppen. Gleichzeitig werden die Öffnungszeiten des Impfzentrums in Weinfelden auf sieben Tage die Woche ausgedehnt.

    Personen ab 65 Jahren erhalten im Kanton Thurgau noch bis Sonntagabend exklusiv Termine für Auffrischimpfungen. Ab kommenden Montag werden die Impftermine sukzessive auch für jüngere Personengruppen geöffnet, wie der Kanton am Donnerstag mitteilte.

  • 10.58
    Contact-Tracing in Graubünden überlastet

    Das Contact-Tracing stellt auf Selbstregistration um, das heisst, positiv Getestete müssen sich selber bei den Behörden melden, um ihre Anordnung zu erhalten. Länger zurückliegende Fälle erhalten vom Contact Tracing lediglich ein SMS.

    Der Kanton Graubünden hat den Personalbestand im Contact Tracing eigenen Angaben zufolge verdoppelt. Trotzdem nehme der Anteil der Personen stetig zu, welche nicht mehr innerhalb von 24 bis 48 Stunden kontaktiert werden können, meldet die Kommunikationsstelle des Kantons. Vor einem Monat seien noch 40 Fälle pro Tag zu bearbeiten gewesen. Aktuell seien es über 300.

  • 09.40
    Obwalden: 3G in Spitälern und Heimen

    Obwalden verschärft seine Massnahmen gegen das Coronavirus, mit dem sich in diesem Kanton besonders viele anstecken. Ab Montag gilt die 3G-Regel für alle, die ein Spital oder Pflegeheim besuchen. Nicht geimpfte Angestellte mit Kontakt zu Patient*innen müssen sich zweimal wöchentlich testen lassen.

    In der Sekundarschule gilt Maskenpflicht, sofern weniger als 80 Prozent der Schüler*innen an den Reihentests teilnehmen. Ausgenommen ist der Sport- und Musikunterricht, wobei im Turnen Kontaktsportarten untersagt sind und beim Musizieren auf Abstände zu achten sei. 

    «Übergeordnetes Ziel dieser Massnahmen ist es, Infektionen frühzeitig zu erkennen und Infektionsketten zu unterbrechen», zitiert die Medienmitteilung des Regierungsrats Gesundheitsdirektorin Maya Büchi-Kaiser. «Mit den Massnahmen an den Schulen wollen wir den Präsenzunterricht auch mit den aktuell steigenden Fallzahlen möglichst sicherstellen können. Die Zertifikatspflicht in den Pflegeheimen dient dazu, die besonders vulnerablen Personen noch besser zu schützen», so Büchi-Kaiser weiter.

  • 09.15
    Booster für alle ab 16 in Graubünden

    Die Bündner Regierung gibt bekannt, dass ab kommendem Montag alle bereits gegen Covid-19 Geimpften ihre Auffrischimpfung erhalten können. 

    Der Start der Booster-Kampagne für alle über 16 Jahren ist Teil des soeben verabschiedeten Schutzkonzepts Winter 2021/2022. Dessen oberstes Ziel: «die Infektionszahlen mit gezielten Massnahmen nachhaltig eindämmen, ohne dass einschneidende Massnahmen wie Verbote das öffentliche Leben wieder einschränken.»

    Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu verhindern ist eines der Ziele des Bündner Schutzkonzepts. Dazu gehört auch der Wintertourismus.
    Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu verhindern ist eines der Ziele des Bündner Schutzkonzepts. Davon profitiert auch der Wintertourismus.
    KEYSTONE/Gian Ehrenzeller
  • 07.45
    Run auf Anti-Körper-Tests für Zertifikat

    Seit Dienstag letzter Woche berechtigt ein positiver Anti-Körper-Test zu einem 90 Tage gültigen Covid-Zertifikat. Dies hat zu einem Run auf diesen Test geführt, wie die Tamedia-Zeitungen berichten.  

    Der Test beweist, dass die betreffende Person genügend Anti-Körper gegen das Coronavirus in sich trägt, um eine hohe Immunität dagegen zu besitzen. In den meisten Fällen bedeutet ein positives Resultat, dass die Person Covid-19 durchgemacht hat und genesen ist. 

    Mitarbeitende von Apotheken geben an, dass bei ihnen den ganzen Tag Leute Schlange stünden, um einen Anti-Körper-Test machen zu lassen. Lorenz Risch vom Labor-Unternehmen Dr. Risch Gruppe spricht von einer Verfünffachung der Antikörper-Tests, die Gurten Apotheken in Bern hat bereits alle Test-Kits aufgebraucht.  

    Dies erstaunt auf den ersten Blick, denn die Tests sind mit 70 bis 100 Franken nicht billig. Im Vergleich zu den Schnell-Tests, die nur für ein 72 Stunden gültiges Zertifikat reichen, also beispielsweise für ein Party-Wochenende, ist der Antikörper-Test günstig. Denn das dafür ausgestellte Zertifikat gilt fast drei Monate. 

    Anti-Körper-Tests sind jedoch umstritten, denn sie belegen zwar, dass jemand mit dem Virus in Kontakt war, «Sie sagen aber nichts über den Zeitpunkt der Infektion aus. Je weiter zurück diese liegt, desto geringer der Schutz vor Neuansteckung und schwerer Erkrankung», zitieren die Tamedia-Zeitungen Task-Force-Leiterin Tanja Stadler. 

    KEYSTONE / Pierre Albouy
  • 5.02 Uhtr
    Italien verschärft Einschränkungen für Ungeimpfte

    Italien verschärft wegen der steigenden Corona-Zahlen die Einschränkungen für Ungeimpfte. Die Lage im Land sei zwar eine der besten in Europa, sagte Ministerpräsident Mario Draghi am Mittwoch. Sie verschlechtere sich jedoch leicht, aber stetig.

    Ab 6. Dezember haben demnach nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Restaurants, Bars, Kinos, Theatern, Clubs und Fitnessstudios. Ein negatives Corona-Testergebnis reicht dann nicht mehr aus. Die Regelung soll vorerst bis 15. Januar gelten.

    Zudem wird die Impfpflicht für Lehrer und das Gesundheitspersonal auf das Verwaltungspersonal im Gesundheits- und Schulwesen sowie Militär und Polizei ausgeweitet.

    Das italienische Gesundheitsministerium verkürzte ausserdem die Frist für die Auffrischungsimpfungen. Seit Mittwoch können alle Menschen ab 40 Jahren ihre Drittimpfung fünf statt sechs Monate nach der zweiten Immunisierung erhalten. Alle Italiener über 18 Jahre können ab 1. Dezember ihre Auffrischungsimpfung erhalten.

    People sit in bar in a flooded St. Mark's Square in Venice, Italy, Friday, Nov. 5, 2021. After Venice suffered the second-worst flood in its history in November 2019, it was inundated with four more exceptional tides within six weeks, shocking Venetians and triggering fears about the worsening impact of climate change. (AP Photo/Luigi Costantini)
    Italien verschärft die Massnahmen für Ungeimpfte. Auch in den beliebten Bars am St. Markusplatz in Venedig werden ab dem 6. Dezember nur noch Geimpfte oder Genesene bedient. Ein Test reicht dann nicht mehr aus. (Symbolbild)
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  • 4.49 Uhr
    Über 100'000 Corona-Tote in Deutschland

    Die Zahl der an oder mit Corona gestorbenen Menschen in Deutschland hat die Schwelle von 100'000 Toten überschritten. Das geht aus Zahlen von Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des Dashboards des Robert Koch-Instituts (RKI) wiedergeben. Demnach meldeten die Gesundheitsämter dem RKI jüngst 351 Todesfälle binnen 24 Stunden, die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie liegt nun bei 100'119.

    Die meisten Corona-Toten gab es laut RKI im vergangenen Winter mit teils mehr als 1000 pro Tag gemeldeten Fällen. Momentan sind die Sterbezahlen wesentlich niedriger, obwohl es deutlich mehr Infektionen gibt. Die Zahl der binnen eines Tages übermittelten Corona-Neuinfektionen überschritt erstmals die Schwelle von 70'000 Neuinfektionen. Dass jetzt weniger Infizierte sterben, liegt auch daran, dass grosse Teile der Bevölkerung geimpft ist – insbesondere bei älteren Menschen, die anfälliger für schwere Verläufe sind.

    12.11.2021, Thüringen, Weimar: Moos und Flechten bedecken große Teile einer Engelsskulptur aus Sandstein auf dem historischen Friedhof. Denkmalfachleute sorgen sich um die Engelskulpturen auf Thüringer Friedhöfen. Witterung und Umweltbelastungen haben vielen der seit mehr als 100 Jahren die Friedhöfe prägenden Figuren zugesetzt. In Thüringen stehen nach Angaben des Landeskonservators mehr als 100 Friedhöfe unter Denkmalschutz. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Martin Schutt)
    Moos und Flechten bedecken grosse Teile einer Engelsskulptur aus Sandstein auf dem historischen Friedhof in Weimar. (Symbolbild)
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