Corona-Übersicht

US-Maskengegner terrorisiert mit Bombendrohung das falsche Ottawa +++ Südafrika will Corona-Alarmplan aussetzen

Agenturen/red

10.2.2022

Polizei geht gegen Demonstranten vor Parlamentsgebäude in Neuseeland vor

Polizei geht gegen Demonstranten vor Parlamentsgebäude in Neuseeland vor

Bei Corona-Protesten in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington hat die Polizei nach offiziellen Angaben mehr als 50 Personen festgenommen und Hunderte weitere Demonstranten gewaltsam geräumt.

10.02.2022

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 26'321 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 19 neue Todesfälle und 148 Spitaleinweisungen.

Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 36'740 bestätigte Neuinfektionen, 150 Spitaleintritte und 18 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 28,4 Prozent gesunken. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 1,3 Prozent ab.

Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 659 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 76,20 Prozent. 22,50 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

Kanton Aargau reduziert Zahl der Impfzentren

Im Kanton Aargau schliessen die Impfzentren in Laufenburg, in Leuggern, in Menziken, im Shoppingzentrum Tivoli in Spreitenbach und in Zofingen per Ende März ihren Betrieb. Die Nachfrage nach Covid-Impfungen ist gemäss Kantonsbehörden deutlich zurückgegangen.

Impfungen seien weiterhin an den Kantonsspitälern Aarau und Baden sowie am Spital Muri und am Gesundheitszentrum Fricktal (Standort Rheinfelden) möglich, heisst es im «Covid-19-Programm»-Newsletters des Kantons vom Donnerstag.

Impfstoffverträge sollen bis Ende Juni 2022 zugänglich werden

Die Verträge zur Beschaffung der Covid-19-Impfstoffe sollen spätestens bis Ende Juni 2022 zugänglich gemacht werden. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat eine entsprechende Verfügung erlassen.

Bis dahin sei die Impfstoffbeschaffung des Bundes für das Jahr 2023 abgeschlossen, teilte das BAG auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Donnerstag mit. Danach würden die gesetzlich vorgesehenen Anhörungsverfahren bei den Herstellern durchgeführt, um die Notwendigkeit allfälliger Schwärzungen abzuklären.

Nationale Konferenz soll Therapieempfehlungen zu Long Covid erarbeiten

In Olten wird am kommenden 31. März eine nationale Konferenz zum Thema Long Covid stattfinden. Ziel ist es, gemeinsame Diagnose- und Therapieempfehlungen zu dieser Krankheit zu erarbeiten, deren Langzeitfolgen noch wenig bekannt sind.

Die Konferenz wird von der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH) mit Unterstützung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) organisiert, wie Simone Buchmann, Sprecherin des BAG, auf Anfrage von Keystone-SDA sagte.

Angeregt wurde das Treffen von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe, die sich seit November letzten Jahres regelmässig treffe, sagte Buchmann. In diesem Gremium sind unter anderem Erste-Hilfe-Ärzte, Rehabilitationsspezialisten, Patientenorganisationen, die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), die FMH, das Bundesamt für Sozialversicherungen, die Versicherer sowie Forscherinnen und Forscher vertreten.


Die Ereignisse des Tages in der Übersicht

Das Wichtigste in Kürze

  • Schulen im Kanton Schwyz müssen ab dem kommenden Montag nicht mehr regelmässig Corona-Tests durchführen.
  • Die Verträge zur Beschaffung der Covid-19-Impfstoffe sollen spätestens bis Ende Juni 2022 zugänglich gemacht werden.
  • Der Trend der rückläufigen Infektionszahlen hält in der Schweiz an: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldet 26'321 neue Fälle, rund 28 Prozent weniger als vor einer Woche.
  • In Deutschland könnte ab 1. Oktober eine allgemeine Impfpflicht für Menschen ab 18 Jahren gelten, falls das Parlament der Vorlage im März zustimmt. Wer nicht geimpft ist wird zur Kasse gebeten.
  • Kanadas Hauptstadt Ottawa ist im Ausnahmezustand. Seit fast zwei Wochen blockieren Tausende Lastwagen die Strassen, um gegen Corona-Massnahmen zu protestieren. Aber Premier Trudeau beharrt auf einer Impfpflicht für Fahrer beim Grenzübertritt.

Agenturen/red

10.2.2022

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  • 21.50 Uhr
    Wir beenden unseren Ticker am Donnerstag

  • 21.42 Uhr
    EU-Gesundheitsminister sehen Gefahr durch Corona-Pandemie noch nicht gebannt

    Die EU-Gesundheitsminister sehen die Gefahr durch die Corona-Pandemie noch nicht gebannt. «Es ist zu früh, um die Pandemie wie eine Endemie anzusehen», sagte der französische Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstag nach einem Treffen mit seinen Kollegen in Grenoble. Auch EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides betonte, die Corona-Pandemie sei noch nicht vorbei. Die Pandemie habe gezeigt, dass es «viele Drehungen und Wendungen» gebe, sagte Kyriakides.

    «Wir blicken mit Optimismus in die Zukunft, aber gleichzeitig bleiben wir realistisch und müssen vorbereitet sein, um Varianten entgegenzutreten», sagte die EU-Kommissarin. Sie verwies auf die weiterhin hohe Bedeutung von Corona-Impfungen. «Seit heute sind 70 Prozent der EU-Bevölkerung vollständig geimpft und mehr als 45 Prozent haben einen Booster erhalten», sagte Kyriakides. Dies seien «ermutigende Zahlen, aber wir müssen weiterhin impfen».

  • 21.05 Uhr
    Tschechischer Senat lehnt Verlängerung von Corona-Gesetz ab

    Der tschechische Senat hat die Verlängerung eines wichtigen Gesetzes zur Bekämpfung der Corona-Pandemie über den Februar hinaus abgelehnt. Nach einer achtstündigen Debatte stimmte eine Mehrheit von 32 der 62 anwesenden Mitglieder des Oberhauses des Parlaments am Donnerstag gegen die Vorlage. Das Gesetz ermöglicht es unter anderem, Geschäfte zu schliessen, öffentliche Veranstaltungen zu verbieten und den Schulbetrieb einzuschränken. Die bisherige Regelung läuft Ende des Monats aus. Das letzte Wort hat nun das Abgeordnetenhaus, welches den Senat überstimmen kann.

    Zwar hat die liberalkonservative Regierung in Prag viele Massnahmen ohnehin bereits beendet, sie will sich aber alle Möglichkeiten offen halten. «Die Corona-Lage bei den Senioren und Risikogruppen bleibt weiter kritisch», warnte Gesundheitsminister Vlastimil Valek. Die Opposition sprach nach der Niederlage der Koalition im Senat von einer «Ohrfeige» für die Regierung. 

    Young girl receives the COVID-19 vaccine at vaccination center in Prague, Czech Republic, Saturday, Jan. 8, 2022. New infections in the Czech Republic had been declining since a record high in late November, but started growing again this week. (AP Photo/Petr David Josek)
    Ein junges Mädchen bei der Schutzimpfung in einem Impfzentrum in Prag. Binnen sieben Tagen gab es in Tschechien nach offiziellen Zahlen 1829 Corona-Neuinfektionen je 100’000 Einwohner.
    Archivbild: AP
  • 20.32 Uhr
    US-Maskengegner bedroht das falsche Ottawa

    Mit einer Bombendrohung wollte ein Mann in den USA die Corona-Proteste in der kanadischen Hauptstadt unterstützen - er landete dabei aber im falschen Ottawa. Der Mann rief in einem Dorf im US-Staat Ohio desselben Namens an und hinterliess eine Drohung, mit der er die Polizei beschäftigen wollte, wie die Behörden dort mitteilten.

    Der Mann, ein 20-Jähriger aus Akron in Ohio, meldete sich am Montag zwei Mal telefonisch beim Sheriff-Büro im Kreis Putnam, wie der Ermittler Brad Brubaker sagte. Beim ersten Mal sprach er eine Bombendrohung aus, und bei einem zweiten Anruf sagte er, er sei angeschossen worden. Da fand er dann auch heraus, dass er nicht mit der Polizei in Kanada, sondern mit einem Beamten aus Ohio verbunden war. «Er hat nicht aufgepasst und einfach die erste Nummer angerufen, die er gefunden hat», sagte Brubaker der Zeitung «The Lima News». «Er sagte, er sei sauer wegen der Maskenpflicht.» Die Polizei wollte den Fall zur Prüfung an die Staatsanwaltschaft weiterleiten.

  • 20.21 Uhr
    Südafrika will Corona-Alarmplan aussetzen und Reformen umsetzen

    Südafrika will seinen nationalen Covid-Alarmplan nach zwei Jahren aussetzen und seine Wirtschaft nach den verheerenden Folgen der Corona-Restriktionen durch tiefgreifende Reformen wieder aufbauen. Ohne konkrete Termine für die Abschaffung zu nennen kündigte Präsident Cyril Ramaphosa am Donnerstagabend in einer TV-Rede an die Nation an: «Südafrika braucht einen neuen Konsens.»

    Strukturreformen seien nötig, um Investoren anzulocken; dazu gehörten auch Modernisierungen der Infrastruktur. Innerhalb der kommenden 100 Tage soll ein entsprechender Rahmenplan ausgearbeitet werden. Der Staat müsse durch Abschaffung schwerfälliger und unnötiger bürokratischer Hürden ein neues Umfeld schaffen, in dem die private Wirtschaft gedeihen könne. Einen Corona-Hilfsfonds verlängerte er um ein Jahr.

    Ein Patient, der sich mit dem Coronavirus infiziert hat, wird im Tshwane District Hospital in Pretoria mit Sauerstoff behandelt.
    Das zahlenmässig am schwersten von der Covid-Pandemie betroffene Land Afrikas hat Ende 2021 wegen sinkender Infektionszahlen die meisten Restriktionen aufgehoben - sie hatten eine verheerende Auswirkung auf die Wirtschaft, die unter Stromengpässen leidet.
    Symbolbild: Jerome Delay/AP/dpa
  • 20.17 Uhr
    Autofabriken in Nordamerika reduzieren wegen Protesten Produktion

    Als Folge der Truckerproteste in Kanada gegen Corona-Massnahmen müssen erste Autofabriken in Kanada und den USA ihre Produktion drosseln. Es fehlten Teile für die Fabrikation.

    Zwei kanadische Ford-Werke in Oakville und Windsor liefen wegen der Blockade der Ambassador-Brücke zwischen der kanadischen Provinz Ontario und der US-Metropole Detroit mit «reduzierter Kapazität», erklärte ein Sprecher von Ford am Donnerstag.

    Das Unternehmen Stellantis erklärte, am Donnerstagmorgen sei der Betrieb in allen Werken Nordamerikas normal gelaufen, aber einige Anlagen in den USA und Kanada hätten am Mittwochabend ihre zweite Schicht wegen fehlender Teile verkürzt. Dies hänge mit der Blockade der Brücke zusammen.

    Ein Toyota-Sprecher erklärte, die Blockade der Grenzbrücke verschärfe die ohnehin wegen schlechten Wetters und der Corona-Pandemie bestehenden Lieferprobleme. Werke im US-Bundesstaat Kentucky und in Kanada seien am stärksten von «dieser jüngsten Herausforderung» betroffen. Toyota erwarte in den kommenden Tagen Produktionsunterbrechungen.

    Demonstranten gegen Corona-Massnahmen blockieren in Kanada eine wichtige Brücke, welche die kanadische Provinz Ontario mit der US-Metropole Detroit verbindet.
    Archivbild: Keystone
  • 19.36 Uhr
    Konservativer britischer Ex-Premier Major legt Johnson Rücktritt nahe

    Der frühere britische Premierminister John Major hat seinem Parteikollegen Boris Johnson nach dem Skandal um Lockdown-Partys den Rücktritt nahe gelegt. «Der Premierminister und andere Amtsträger haben in (Downing Street) Nummer 10 Lockdown-Regeln gebrochen», sagte der konservative Politiker am Donnerstag bei einer Veranstaltung in London. Zwar verwies Major auf die laufende Polizeiermittlung zu den mutmasslichen Regelbrüchen, antwortete jedoch auf die Frage, ob ein Regierungschef, der das Gesetz gebrochen habe, zurücktreten müsse: «Das ist schon immer der Fall gewesen.»

    Der innenpolitische Skandal habe weitreichende Konsequenzen, auch über das Land hinaus, sagte Major, der das Vereinigte Königreich von 1990 bis 1997 regiert hat. Johnson, der am Donnerstag im Ausland zu Gesprächen über die Ukraine-Krise unterwegs war, wies diese Behauptung zurück. Der Vorwurf sei «nachweislich falsch», sagte er zu Journalisten in Warschau.

    Johnson droht wegen der «Partygate»-Affäre ein Misstrauensvotum. Entziehen ihm mindestens 54 seiner Fraktionskollegen das Vertrauen, muss er sich einer Abstimmung stellen. Ein Untersuchungsbericht hatte den Verantwortlichen in der Downing Street erhebliche Verfehlungen bei der Einhaltung von Regeln und Führungsversagen vorgeworfen. Die Polizei hat im Rahmen ihrer Ermittlungen Befragungsbögen an 50 mutmassliche Beteiligte verschickt, darunter wohl auch an Johnson.

    Sir John Major.
    Archivbild: Keystone
  • 19.04 Uhr
    Japan erteilt Corona-Pille von Pfizer die Freigabe

    Eigentlich lässt sich das Land bei der Freigabe ausländischer Medikamente viel Zeit. Bei der Corona-Pille von Pfizer ging es nun aber ungewöhnlich schnell. Das hat seine Gründe.

    Japan hat dem Corona-Medikament von US-Hersteller Pfizer im Schnellverfahren die Zulassung erteilt. Durch die Verfügbarkeit der Tablette Paxlovid gebe es für Hochrisikopatienten, etwa Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen, zusätzliche Behandlungsoptionen, teilte Gesundheitsminister Shigeyuki Goto am Donnerstag mit. Das grüne Licht kam damit bereits weniger als einen Monat nach Pfizers Antrag auf Zulassung – und damit ungewöhnlich schnell für ein Land wie Japan, das sich für die Freigabe von ausländischen Medikamenten in der Regel sehr viel länger Zeit lässt.

    Allerdings haben die Behörden Mühe, die hohen Fallzahlen durch die besonders ansteckende Omikron-Variante des Virus zu drücken. Gerade unter den Älteren steigt die Zahl der Neuinfektionen stark an, in Tokio und anderen Metropolregionen kommen Krankenhäuser allmählich unter Druck.

    Welche Präparate wirken gegen Omikron? Viel Hoffnung ruht auch auf dem antiviralen Arzneimittel Paxlovid von Pfizer.
    Japan setzt auf Medikamente zur oralen Einnahme wie Paxlovid, um die Zahl schwerer Verläufe und Todesfälle zu senken. Seine Regierung habe zwei Millionen Dosen der Pfizer-Pille gesichert, sagte Kishida.
    Archivbild: Pfizer/dpa
  • 18.20 Uhr
    Luzerner Fasnachtsgruppen bereiten sich auf «volles Programm» vor

    Noch hat die Luzerner Kantonsregierung kein grünes Licht gegeben für grosse Fasnachtsveranstaltungen wie etwa Umzüge oder Tagwachen. Die Guuggenmusiken und Maskengruppen bereiten sich aber bereits vor für die grossen Anlässe wie etwa den «Monstercorso».

    Zuletzt hatte sich der Luzerner Regierungsrat Ende Januar zur Fasnacht geäussert. Damals hiess es, Veranstaltungen auf einem nicht abgesperrten Gelände seien nicht bewilligungsfähig. Mit einer Neueinschätzung der Lage will die Regierung warten bis zum Entscheid des Bundes über die Lockerung der Coronamassnahmen am Mittwoch.

    Heute sei zwar noch nichts bewilligt, sagte Robert Marty, Präsident der Vereinigten, der Dachorganisation der Guuggenmusiken und Fasnachtsgruppen am Donnerstag vor den Medien. Doch die Zeichen stünden gut, dass die Fasnacht in diesem Jahr wieder mit dem Monstercorso, einem Umzug am Dienstagabend, abgeschlossen werden könne.

    Dieses Jahr soll es in der Stadt Luzern wieder einen Monstercorso geben. (Archivbild)
    Archivbild: Keystone
  • 17.55 Uhr
    Nationale Konferenz soll Therapieempfehlungen zu Long Covid erarbeiten

    In Olten wird am kommenden 31. März eine nationale Konferenz zum Thema Long Covid stattfinden. Ziel ist es, gemeinsame Diagnose- und Therapieempfehlungen zu dieser Krankheit zu erarbeiten, deren Langzeitfolgen noch wenig bekannt sind.

    Die Konferenz wird von der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH) mit Unterstützung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) organisiert, wie Simone Buchmann, Sprecherin des BAG, auf Anfrage von Keystone-SDA sagte.

    Angeregt wurde das Treffen von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe, die sich seit November letzten Jahres regelmässig treffe, sagte Buchmann. In diesem Gremium sind unter anderem Erste-Hilfe-Ärzte, Rehabilitationsspezialisten, Patientenorganisationen, die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), die FMH, das Bundesamt für Sozialversicherungen, die Versicherer sowie Forscherinnen und Forscher vertreten.

    Laut einer Umfrage unter 1500 Infizierten im Kanton Zürich sind 25 von 100 Erkrankten sechs Monate nach der Infektion noch nicht geheilt: Drei leiden an schweren, vier an mittelschweren und 18 an leichten anhaltenden Symptomen. Neun von 25 sind nach einem Jahr geheilt, 16 nicht oder nur teilweise.

  • 17.50 Uhr
    Schwyzer Schulen bald nicht mehr zum Testen verpflichtet

    Schulen im Kanton Schwyz müssen ab dem kommenden Montag nicht mehr regelmässig Corona-Tests durchführen. Sie können jedoch bis längstens Ende März repetitive Tests anbieten, wie das kantonale Bildungsdepartement am Donnerstag mitteilte.

    Dabei gilt das Prinzip der «doppelten Freiwilligkeit», wie es im Communiqué weiter hiess. Das bedeutet, dass die Teilnahme an den Tests für Schülerinnen und Schüler nicht obligatorisch ist.

    Der Entschied bedeutet eine weitere Lockerung der Covid-19-Massnahmen an den Schwyzer Schulen. Seit Anfang Juni 2021 waren alle Schulen im Kanton verpflichtet, ab der 3. Klasse repetitive Tests anzubieten.

    Bei Reihentests an Schulen macht sich in vielen Kantonen die starke Auslastung der Labore bemerkbar. Resultate liegen darum teils verzögert vor. (Archivbild)
    Archivbild: Keystone
  • 17.37 Uhr
    Deutsche Regierungspartei FDP will Schutzmassnahmen zum 20. März beenden

    Der deutschen Regierungskoalition steht eine Debatte über die Beendigung der Corona-Einschränkungen bevor. FDP-Fraktionschef Christian Dürr will sämtliche Corona-Schutzmassnahmen schon im kommenden Monat auslaufen lassen. «Am 20. März sollte Deutschland zur Normalität zurückkehren», sagte Dürr den Zeitungen der Funke Mediengruppe. «Denn dann laufen die Massnahmen aus, wenn der Bundestag nicht aktiv eine Verlängerung beschliesst.»

    Für eine Verlängerung bestehe aus heutiger Sicht jedoch kein Anlass, sagte Dürr. «Der Gradmesser für die Corona-Einschränkungen muss immer die Belastung des Gesundheitssystems sein», sagte er. «Glücklicherweise gibt es diese Überlastung nicht mehr.»

    Derzeit sei zu erleben, dass die Kliniken sehr gut mit der Omikron-Welle umgehen könnten, argumentierte Dürr. «Daher sollten wir schon heute damit beginnen, die Freiheitseinschränkungen Schritt für Schritt zurückzunehmen und zum 19. März — also in über einem Monat — auslaufen zu lassen.»

    Mit seinem Vorstoss geht Dürr weiter als die Koalitionspartner. Erst vor wenigen Tagen hatte Grünen-Fraktionsvize Maria Klein-Schmeink der «Welt am Sonntag» gesagt, «aus aktueller Perspektive» sei eine Verlängerung der vom Bundestag beschlossenen Regelungen nötig. Auf bestimmte Massnahmen wie Maskenpflicht und Kontaktreduzierung könne «in naher Zukunft» nicht verzichtet werden, sagte Klein-Schmeink.

  • 17:00 Uhr
    Impfstoffverträge sollen bis Ende Juni 2022 zugänglich werden

    Die Verträge zur Beschaffung der Covid-19-Impfstoffe sollen spätestens bis Ende Juni 2022 zugänglich gemacht werden. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat eine entsprechende Verfügung erlassen.

    Bis dahin sei die Impfstoffbeschaffung des Bundes für das Jahr 2023 abgeschlossen, teilte das BAG auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Donnerstag mit. Danach würden die gesetzlich vorgesehenen Anhörungsverfahren bei den Herstellern durchgeführt, um die Notwendigkeit allfälliger Schwärzungen abzuklären.

    Mit diesem Vorgehen werde der Abwägung nach einer guten Verhandlungsposition der Schweiz, die im öffentlichen Interesse sei, Rechnung getragen. Gleichzeitig trage dieses Vorgehen auch dazu bei, den Zugang zu den Verträgen im Sinne des Öffentlichkeitsgesetzes zu gewähren.

    Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (Edöb) hatte dem BAG am 18. Januar im Rahmen eines Schlichtungsverfahrens empfohlen, die Verträge zu veröffentlichen. Ein Rechtsanwalt hatte zuvor gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz Zugang zu den Impfstoff-Lieferverträgen ersucht.

    Der Rechtsanwalt wollte so unter anderem in Erfahrung bringen, was die Impfstoffe bisher gekostet haben und wie viel Geld für die Zukunft dafür budgetiert wurde. Das BAG hatte sich bis dahin gegen eine Veröffentlichung der Verträge gestellt. Die verlangte Offenlegung würde die Interessen der Schweiz für laufende und künftige Verhandlungen schwächen, hiess es dazu zur Begründung.

    Über die Veröffentlichung der Verträge hatte auch das Parlament bei der letzten Revision des Covid-19-Gesetzes im vergangenen Winter debattiert. Der Nationalrat hätte die Veröffentlichung gewünscht, mit Rücksicht auf den Schutz von Berufs-, Geschäfts- und Fabrikationsgeheimnissen. Der Ständerat war jedoch dagegen und setzte sich in der Einigungskonferenz durch.

  • 15.43 Uhr
    Kanton Aargau reduziert Zahl der Impfzentren

    Im Kanton Aargau schliessen die Impfzentren in Laufenburg, in Leuggern, in Menziken, im Shoppingzentrum Tivoli in Spreitenbach und in Zofingen per Ende März ihren Betrieb. Die Nachfrage nach Covid-Impfungen ist gemäss Kantonsbehörden deutlich zurückgegangen.

    Impfungen seien weiterhin an den Kantonsspitälern Aarau und Baden sowie am Spital Muri und am Gesundheitszentrum Fricktal (Standort Rheinfelden) möglich, heisst es im «Covid-19-Programm»-Newsletters des Kantons vom Donnerstag.

    Der Kanton führte auch in der vergangenen Woche insgesamt Kontrollen zur Einhaltung von Schutzmassnahmen in öffentlich zugänglichen Betrieben und Einrichtungen durch. Bei den 59 Kontrollen wurden 13 Mängel festgestellt. Sie hätten rasch und ohne grossen Aufwand korrigiert werden können, hiess es.

  • 14.18 Uhr
    Prinz Charles zum zweiten Mal angesteckt

    Der britische Thronfolger Prinz Charles hat sich erneut mit dem Coronavirus infiziert. «Der Prinz von Wales ist heute Morgen positiv auf Covid-19 getestet worden und isoliert sich nun», hiess es am Donnerstag auf dem offiziellen Twitter-Account des 73-Jährigen.

    Prinz Charles bedauere es, seine geplanten Termine in der Stadt Winchester nicht wahrnehmen zu können und bemühe sich darum, den Besuch nachzuholen. Am Mittwochabend hatte Charles gemeinsam mit seiner Frau Herzogin Camilla (74) an einem Empfang im British Museum in London teilgenommen.

    Der älteste Sohn von Queen Elizabeth II. hatte sich bereits direkt zu Beginn der Pandemie – also noch lange vor Beginn der Impfungen – mit dem Virus infiziert, aber damals nur milde Symptome gezeigt. Wie es dem Thronfolger derzeit geht, wurde zunächst nicht bekannt.

    Prinz Charles und Herzogin Camilla gehen auf Reisen.
    Pechvogel: Prinz Charles, hier mit Herzogin Camilla.
    Bild: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
  • 14.16 Uhr
    Schweiz kauft 2000 Medikamenten-Packungen zu

    Der Bund hat zusätzliche 2000 Packungen eines Medikaments gegen Covid-19 reserviert. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat mit dem Unternehmen GlaxoSmithKline einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen, wie es am Donnerstag mitteilte.

    Das Medikament Xevudy wird zur Antikörper-Therapie eingesetzt. Es wird über eine Infusion intravenös verabreicht und enthält den Antikörper Sotrovimab. Dieser wurde vom Tessiner Unternehmen Humabs BioMed entdeckt.

    Nach Angaben des BAG handelt es sich um den dritten derartigen Vertrag mit GlaxoSmithKline. Schon im Jahr 2021 hatte der Bund insgesamt 5000 Packungen bestellt.

    Die Heilmittelbehörde Swissmedic hatte das Medikament Mitte Januar befristet zugelassen. Zur Anwendung kommen soll es gemäss Swissmedic bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren, die ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, jedoch weder eine Sauerstofftherapie noch Spitalpflege benötigen.

  • 13.42 Uhr
    Das BAG meldet 26'321 neue Fälle

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Dienstag 26'321 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 81'855 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 19 neue Todesfälle 148 Spitaleinweisungen.

    Am gleichen Tag vor einer Woche hatte das BAG noch Meldungen über 36'740 bestätigte Neuinfektionen, 150 Spitaleintritte und 18 Todesfälle erhalten. Damit sind die Fallzahlen innert Wochenfrist um 28,4 Prozent gesunken. Die Spitaleinweisungen nahmen im Vergleich zur Vorwoche um 1,3 Prozent ab.

    Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 0,92.

    Aktuell befinden sich in den Spitälern insgesamt 659 Personen in Intensivpflege. Die Auslastung der Intensivstationen beträgt zurzeit 76,20 Prozent. 22,50 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten belegt.

    Un collaborateur de City Test, controle dans la file d'attente les patients qui ont bien pris rendez vous dans le Nouveau Centre de depistages Covid-19, ce jeudi 30 decembre 2021 a Geneve. L'arrivee de City Test au centre-ville permettra de decharger les differentes structures de testing (centres, pharmaciesÖ) et de repondre a une demande en augmentation constante avec l'arrivee du variant Omicron a Geneve. Occupant deux etages, City Test realisera 1000 a 1500 depistages par jour. (KEYSTONE/Martial Trezzini)
    Menschen stehen in Genf für einen Corona-Test an. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 12.35 Uhr
    Tui startet diese Woche erste Mallorca-Flüge

    Die Reisebuchungen ziehen nach Angaben von Tui wieder deutlich an – der grösste Touristikkonzern will deshalb den Beginn der Frühjahrssaison auf Mallorca schon im Februar einläuten. An diesem Freitag sollen die ersten Flüge aus Deutschland in Richtung der Balearen-Insel abheben, wie das Unternehmen ankündigte.

    Die Maschinen starten in Frankfurt, Düsseldorf und Hannover. Der Anbieter hofft, dass nach zwei harten Jahren bis zum Sommer das Niveau vor der Corona-Krise erreicht ist. «Die Sehnsucht nach Sonne und Meer stimuliert jetzt auch die kurzfristige Nachfrage für das Mittelmeer», begründete der Chef von Tui Deutschland, Stefan Baumert, am Donnerstag das Vorziehen der Flugverbindungen.

    Im weiteren Verlauf der Saison sollen «erstmals seit Pandemiebeginn wieder alle Hotels auf den Balearen zur Verfügung stehen». Manche Anlagen seien in der Zwischenzeit erweitert oder umgestaltet worden.

  • 11.51 Uhr 
    Zürcher Stadtrat Golta verpasst wegen Corona den Wahlsonntag

    Der Zürcher Sozialvorsteher Raphael Golta ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der SP-Stadtrat weist leichte Symptome auf und nimmt seine stadträtlichen Aufgaben in Isolation von zu Hause aus wahr.

    Golta wird an den Anlässen rund um den Wahltag vom kommenden Sonntag voraussichtlich nicht teilnehmen könnten, teilte das Zürcher Sozialdepartement am Donnerstag mit.

    Vergangene Woche sei eines der Kinder des Stadtrates positiv auf das Coronavirus getestet worden, heisst es in der Mitteilung. Nach dem Auftreten von Symptomen liess sich der Sozialvorsteher ebenfalls testen. Das positive Testergebnis lag am Mittwoch vor.

    Sozialvorsteher Raphael Golta ist positiv auf das Coronavirus gestestet worden - er wird den Wahlsonntag von Zuhause aus mitverfolgen müssen.
    Sozialvorsteher Raphael Golta ist positiv auf das Coronavirus gestestet worden - er wird den Wahlsonntag von Zuhause aus mitverfolgen müssen.
    Bild: Keystone
  • 10.45 Uhr 
    Nidwalden und Zug fahren Impfkapazitäten zurück

    Der Kanton Nidwalden schränkt das Impfangebot im alten Zeughaus weiter ein, weil die Nachfrage nach Covid-19-Impfungen nachlässt. Auch der Kanton Zug fährt die Kapazitäten der Nachfrage entsprechend zurück.

    Noch im Januar wurde in Oberdorf NW im Impfzentrum an sieben Tagen die Woche geimpft. Das Angebot im alten Zeughaus war vorübergehend ausgebaut worden, um das erhöhte Bedürfnis in der Bevölkerung abzudecken. Aktuell sei das Personal kaum ausgelastet, wie die Nidwaldner Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte.

    Daher ist die Impfstelle ab kommender Woche nur noch am Mittwoch von 13.30 bis 18.00 Uhr geöffnet. Weiterhin geimpft wird in Nidwalden auch in Arztpraxen und Apotheken.

    Im Kanton Zug ist eine Schliessung des Impfcenters, das täglich geöffnet hat, derzeit kein Thema, wie Gesundheitsdirektor Martin Pfister (Mitte) gegenüber den Zeitungen von CH-Media sagte. Die Kapazitäten würden aber der Nachfrage entsprechend zurückgefahren.

    Aktuell arbeiten noch 140 Personen im Impf- und Zertifikatscenter, die meisten von ihnen Teilzeit. 45 Vollzeitstellen sind es derweil beim Zuger Contact-Tracing. Dort ist ein Abbau ab Mitte Februar geplant.

    Ein Arbeitsplatz fuer das Aufziehen von Moderna Booster Impfstoff im Impfzentrum Thun, am Montag, 17. Januar 2022. Heute wurde im Impfzentrum Thun die 200'000 Impfung verabreicht. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
    Weil die Nachfrage nachlässt, schränken Schweizer Kantone ihr Impfangebot ein. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 10.22 Uhr
    Pariser Polizei verbietet Trucker-Demo

    In Paris hat die Polizei eine Trucker-Demo gegen Corona-Beschränkungen nach kanadischem Vorbild verboten, zu der sich in einigen französischen Städten bereits Konvois auf den Weg gemacht haben.

    Zum Schutz der öffentlichen Ordnung wurden die für das Wochenende geplanten Proteste und Blockaden in der Hauptstadt untersagt, teilte die Präfektur am Donnerstag mit. Die Polizei werde mit Härte gegen jede Missachtung vorgehen. Entsprechende Kräfte würden mobilisiert, um Strassenblockaden zu verhindern und Beteiligte zu verfolgen. Diesen drohten hohe Geldstrafen, das Abschleppen der Fahrzeuge und Einträge in der Verkehrssünderdatei.

    Der tatsächliche Umfang, den die Fahrzeug-Konvois in Frankreich annehmen könnten, war für die Behörden zunächst schwer abschätzbar. In den von Paris am weitesten entfernten Städten im Süden machte sich am Mittwoch eine überschaubare Zahl von Demonstranten auf den Weg. Aufgerufen wird in den sozialen Medien zu einer Sternfahrt nach Paris. Ziel des sogenannten Convoi de la Liberté (übersetzt: «Konvoi der Freiheit») ist ein gebündelter Protest am Samstag in der Hauptstadt, auch von einer anschliessenden Weiterfahrt nach Brüssel ist die Rede.

  • 9.33 Uhr 
    Philippinen öffnen Grenze für ausländische Touristen

    Die Philippinen haben am Donnerstag ein fast zweijähriges Einreiseverbot für Personen aus dem Ausland aufgehoben. Reisende aus 157 Ländern mit Vereinbarungen zu Visafreiheit mit den Philippinen, die vollständig geimpft sind und negativ auf das Virus getestet wurden, werden wieder willkommen geheissen und müssen bei der Ankunft nicht mehr in Quarantäne, wie die Regierung mitteilte.

    Auch das Risikoklassifizierungssystem, das Reisende aus den am schlimmsten betroffenen Ländern ausschloss, wurde beendet. «Wir werden das nächste Kapitel auf dem Weg zur Erholung aufschlagen», erklärte Tourismusministerin Berna Romulo-Puyat. Die Wiedereröffnung der Grenze werde Arbeitsplätze schaffen und Einnahmen in tourismusbezogenen Unternehmen und Gemeinden generieren.

    Die Philippinen haben zur Eindämmung des Coronavirus einen der weltweit längsten Lockdowns verhängt und strengste Quarantänebeschränkungen, was die schlimmste Rezession seit den 1940er Jahren verursachte und Arbeitslosigkeit und Hunger auf ein Rekordniveau trieb. Nach Angaben der Regierung verloren allein im ersten Jahr der Pandemie mehr als eine Million Philippiner ihren Arbeitsplatz in Tourismusbetrieben und an Reisezielen. Tourismusorte, darunter beliebte Strand- und tropische Inselresorts, glichen auf dem Höhepunkt der Pandemie Geisterstädten. Ein Vulkanausbruch und Taifune verschlimmerten die Verluste noch.

    A foreign passenger wearing a protective mask as a precaution against the spread of the coronavirus pushes his cart as he arrives at Manila's International Airport, Philippines Thursday, Feb. 10, 2022. The Philippines lifted a nearly 2-year ban on foreign travelers Thursday in a lifesaving boost for its tourism and related industries as an omicron-fueled surge eases. (AP Photo/Basilio Sepe)
    Ein ausländischer Besucher reist am 10. Februar 2022 auf dem Flughafen von Manila in die Philippinen ein. 
    Bild: Keystone
  • 9.21 Uhr
    120 Festnahmen bei Demo von Impfpflicht-Gegnern in Neuseeland

    Bei Zusammenstössen zwischen Gegnern der Corona-Impfpflicht und der Polizei sind in Neuseelands Hauptstadt Wellington 120 Demonstranten festgenommen worden. Die Polizei versuchte am Donnerstagmorgen, ein Protestcamp auf dem Rasen vor dem Parlament zu räumen. Die Demonstranten skandierten Kampfschreie der Maori-Ureinwohner, schlugen und traten auf die Beamten ein. Die Polizisten setzten Pfefferspray ein. Nach einigen Stunden zogen sich die Einsatzkräfte vorerst zurück.

    Der stellvertretende Premierminister Grant Robertson sagte, die Geduld der Einwohner Wellingtons sei angesichts der durch die Proteste verursachten Störungen erschöpft. «Die Strassen in der Stadt sind blockiert, die Geschäfte mussten schliessen, die Menschen fühlten sich von einigen der Demonstranten bedroht und eingeschüchtert», sagte er vor dem Polizeieinsatz im Radio.

    Der Protest in der neuseeländischen Hauptstadt hatte am Dienstag begonnen. Offenbar inspiriert von dem derzeitigen Protest von Lkw-Fahrern in Kanada waren hunderte Fahrzeuge im Zentrum Wellingtons aufgefahren und hatten dort wichtige Strassen verstopft. Viele von ihnen zogen sich später wieder zurück, während einige Demonstranten ankündigten, ihren Protest «so lange wie nötig» fortzusetzen.

    Police arrest people protesting against coronavirus mandates at Parliament in Wellington, New Zealand, Thursday, Feb. 10, 2022. The protest began on Tuesday after more than 1,000 people driving cars and trucks from around the country converged on Parliament in a convoy inspired by protests in Canada and elsewhere around the world. (Mark Mitchell/NZ Herald via AP)
    Polizisten verhaften am 10. Februar 2022 Massnahme-Gegner in Wellington, Neuseeland. 
    Bild: Keystone
  • 8.15 Uhr
    Corona-Fälle in Tonga breiten sich schnell aus

    Nach dem internationalen Hilfseinsatz für Tonga wegen des Vulkanausbruchs nehmen die damit verbundenen Coronavirus-Fälle dort zu. Es seien 31 weitere Menschen positiv auf das Virus getestet worden, sagte Gesundheitsminister Saia Piukala, wie örtliche Medien am Donnerstag berichteten. Damit habe sich die Zahl der aktiven Fälle den zweiten Tag in Folge fast verdoppelt. Inzwischen seien es 64.

    Tonga hatte vor dem Vulkanausbruch am 15. Januar bis auf einen einzigen Fall keine Coronavirus-Infektionen im Land gehabt. Die betroffene Person wurde isoliert. Nach der Lieferung wichtiger Hilfe kam es zu einem Coronavirus-Ausbruch. Piukala zufolge wurde bestätigt, dass er mit der Omikron-Variante verbunden ist. Alle der in jüngster Zeit Infizierten hätten milde Symptome gemeldet. Alle bis auf betroffene Kinder seien gegen das Coronavirus geimpft.

    Das Gesundheitsministerium teilte mit, mehr als 67 Prozent der Bevölkerung von Tonga gelten als vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Tonga hat etwa 105'000 Einwohner.

  • 6.11 Uhr
    Impfpflicht in Deutschland ab 1. Oktober?

    Im März soll das deutsche Parlament über die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht ab 18 abstimmen. Sofern es eine Mehrheit dafür gibt, könnte das Gesetz ab dem 1. Oktober greifen.

    «Wir streben an, das Gesetz in der zweiten Märzhälfte im Bundestag zu beschliessen. Nach einer mehrmonatigen Frist für Beratung und nachgeholte Impfungen soll die Impfpflicht dann am 1. Oktober greifen», sagte die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

    Corona-Impfpflicht könnte ab 1. Oktober gelten

    Corona-Impfpflicht könnte ab 1. Oktober gelten

    Eine allgemeine Corona-Impfpflicht ab 18 könnte – sofern es im Bundestag eine Mehrheit dafür gibt – nach den Vorstellungen einiger Abgeordneter ab dem 1. Oktober in Deutschland gelten.

    10.02.2022

    Strack-Zimmermann gehört zu einer Gruppe von Abgeordneten aus SPD, Grünen und FDP, die sich für eine Impfpflicht ab 18 stark machen. Zuletzt waren immer mehr Details ihres Vorschlags bekannt geworden. So sprach sich die Parlamentariergruppe in einem Eckpunktepapier dafür aus, dass die Impfpflicht mit drei Impfungen erfüllt und bis Ende des nächsten Jahres befristet sein soll. Die Krankenkassen sollen demnach ihre Versicherten informieren, über ein Impfportal den Impfstatus abfragen und diesen speichern.

    «In einem dritten Schritt sollen die Kassen dann diejenigen Personen an die Kommunen melden, die keinen Impfnachweis vorgelegt haben», sagte Strack-Zimmermann. Die Gesundheitsämter würden dann einen Impftermin anbieten. Wer ihn verstreichen lasse, müsse mit einem Bussgeld rechnen, sofern er sich nicht innerhalb von vier Wochen doch noch impfen lasse. «Auf diese Weise wird es mit Sicherheit gelingen, mehrere Millionen Ungeimpfte zu erreichen.» Auf sogenannte Erzwingungshaft solle aber verzichtet werden.

    ARCHIV - 03.11.2021, Berlin: Marie-Agnes Strack-Zimmermann, FDP-Bundestagsabgeordnete, Mitglied des FDP-Bundesvorstandes und Verteidigungspolitikerin, spricht in ihrem Abgeordnetenbüro im Jakob-Kaiser-Haus in einem Interview mit einem Journalisten der Deutschen Presse-Agentur. (zu dpa
    Marie-Agnes Strack-Zimmermann, FDP-Bundestagsabgeordnete, Mitglied des FDP-Bundesvorstandes und Verteidigungspolitikerin, gehört zu einer Gruppe von Abgeordneten aus SPD, Grünen und FDP, die sich für eine Impfpflicht ab 18 stark machen.
    KEYSTONE
  • 5.44 Uhr
    Trudeau verteidigt Massnahmen trotz Strassenblockaden

    Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat angesichts Proteste von Lastwagenfahrern die Pandemiemassnahmen seiner Regierung verteidigt. Er sei gegen eine Lockerung der Beschränkungen.

    Zuständig für Massnahmen sind allerdings die Provinzen. Einige nehmen nun Einschränkungen zurück. Am weitesten geht Alberta. Die konservativste Provinz im Land hebt die 2G-Regel für Restaurants sofort auf und will die Maskenpflicht bis Ende des Monats abschaffen. Die Proteste von Lastwagenfahrern in der Hauptstadt Ottawa und an wichtigen Grenzübergängen zu den USA hielten dennoch an.

    Die Trucker sind vor allem aufgebracht über eine Vorschrift, für die die Regierung von Trudeau verantwortlich ist: Seit dem 15. Januar müssen Lastwagenfahrer bei der Einreise nach Kanada vollständig gegen das Coronavirus geimpft sein.

    Die Pandemie-Beschränkungen sind in Kanada weitaus strenger als in den USA, aber die Kanadier haben sie weitgehend unterstützt. Die Corona-Todesrate in Kanada liegt denn auch bei bloss etwa einem Drittel der Rate in den USA.

    Eine ältere Frau versucht, ihren Weg durch die Lastwagen zu finden, während Lastwagenfahrer weiterhin gegen die Impfvorschriften in der Innenstadt von Ottawa, Ontario, Kanada, am 09. Februar 2022 protestieren. Seit dem 29. Januar 2022 protestieren Lastwagenfahrer gegen die Anordnung der kanadischen Regierung, dass Lastwagenfahrer sein dürfen gegen COVID-19 geimpft, um nach Kanada zurückzukehren, und wurde von anderen Gegnern des kanadischen Premierministers unterstützt. Am 6. Februar 2022 wurde in der Stadt Ottawa der Ausnahmezustand
    Eine ältere Frau versucht, ihren Weg durch die Lastwagen-Blockade in Ottawa zu finden. Die Lastwagenfahrer protestieren seit fast zwei Wochen gegen die Impfvorschriften in Kanada.
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