Grossbritannien verzeichnet höchste Anzahl Corona-Tote seit März +++ BAG meldet 1240 neue Fälle 

Agenturen/red

19.10.2021

Agenturen/red

19.10.2021

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 1240 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG zwei neue Todesfälle und 21 Spitaleinweisungen.

Am Dienstag vor einer Woche hatte das BAG 923 neue Infektionen registriert. Zudem gab es neun neue Todesfälle sowie 39 Spitaleinweisungen. Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 68,5 Prozent. 13,3 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 142,85 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,00.

Höchste Corona-Fallzahlen in Kantonen mit tiefer Impfquote

Der Bund spricht bei der Entwicklung der Corona-Fallzahlen, Spitaleintritte und Todesfälle von einer Trendwende. Insbesondere in Kantonen mit niedriger Impfquote stiegen die Zahlen wieder.

Das sagte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Dienstag vor den Medien in Bern. Je nach Kanton registriere man derzeit eine 14-Tage-Inzidenz zwischen 70 und 530 pro 100'000 Einwohner. «Sie ist tendenziell dort höher, wo die Impfquote tief ist.»

Es brauche deutlich mehr Geimpfte, um die Massnahmen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie aufzuheben, erklärt das Bundesamt für Gesundheit BAG. Die Situation verschlechtere sich. «Wir sehen einen Trend hin zur Verschlechterung der Situation», so Patrick Mathys.

Risiko an Long Covid zu erkranken halbiert sich mit einer Impfung

Geimpfte Personen haben oft einen asymptomatischen milden Verlauf der Krankheit, und das Risiko von Long Covid kann um 50 Prozent gesenkt werden. Das erklärte Mayssam Nehme, Klinikleiterin im Departement der Abteilung Allgemeine Medizin am Universitätsspital Genf HUG.

Einige Long-Covid-Patienten könnten nicht mehr richtig aufrecht stehen, erklärte Nehme vor den Medien in Bern. Sie würden unter starken Schmerzen leiden. Dies könne auch gesunde Menschen zwischen 30 und 40 Jahren treffen. Nach einer Impfung könnten sich die Symptome abschwächen.

Niederlande verzeichnen nach Lockerungen starken Anstieg der Fallzahlen

Der starke Anstieg von Corona-Infektionen und Patientenzahlen in Spitälern in den Niederlanden hält an. In den vergangenen sieben Tagen nahm die Zahl der Neuinfektionen um 44 Prozent im Vergleich zur Vorwoche zu, wie das zuständige Reichsinstitut für Gesundheit und Umwelt (RIVM) am Dienstag mitteilte. Gut 25'700 Fälle wurden gemeldet. Die Inzidenz beträgt nach Angaben des Instituts 151.

Die Behörde sieht einen direkten Zusammenhang mit der Lockerung der Massnahmen vor etwa drei Wochen. So war die Abstandsregel von 1,5 Meter aufgehoben worden. Masken müssen nur im öffentlichen Nahverkehr getragen werden. Nur vor dem Besuch von Gaststätten wird ein Nachweis verlangt, dass man getestet, geimpft oder genesen ist.


Die Ereignisse des Tages in der Übersicht:

Das Wichtigste im Überblick

  • Das BAG meldet 1240 Neuinfektionen bei 23‘324 Tests. Zwei Personen starben an Covid-19, 21 wurden hospitalisiert.
  • Welche Corona-Regeln auf den Skipisten gelten werden, dazu gibt es widersprüchliche Angaben: Maskenpflicht in den Kabinen, aber keine Zertifikatspflicht – das melden die Bergbahnen. Das BAG präzisiert: Der Bundesrat müsse erst noch entscheiden.
  • Nach dem Gros der Parteien hat sich jetzt auch die Wirtschaft zum Covid-19-Gesetz bekannt.
  • Angesichts dramatisch angestiegener Corona-Infektionszahlen führt die russische Metropole St. Petersburg zahlreiche Einschränkungen im öffentlichen Leben ein.
  • Angesichts rapide steigender Corona-Infektionszahlen in Lettland plant die Regierung in Riga einen neuerlichen Lockdown.
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  • 20.53 Uhr
    Moskau verhängt wieder Corona-Beschränkungen

    Angesichts neuer Corona-Rekordzahlen verhängt Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin erstmals seit dem Sommer wieder Beschränkungen zur Eindämmung des Virus. Sobjanin ordnete am Dienstag an, dass über 60-jährige, ungeimpfte Bürger von zu Hause aus arbeiten. Unternehmen müssen außerdem eine Homeoffice-Quote von «mindestens 30 Prozent» einhalten. Die Maßnahmen werden am kommenden Montag in Kraft treten und sollen bis Ende Februar gelten.

    Zudem sollen bis Januar 80 Prozent der Beschäftigten im Dienstleistungssektor geimpft werden. Bislang lag die Vorgabe bei 60 Prozent. Der Kreml erwägt außerdem, Ende Oktober einen einwöchigen Urlaub anzuordnen, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

    Police officers wearing face masks patrol in front of the Resurrection Gates, with the St. Basil's Cathedral in the background, in Moscow, Russia, Wednesday, April 22, 2020. The Russian capital has woken up to a lockdown obliging most people in the city of 13 million to stay home. The government ordered other regions of the vast country to quickly prepare for the same as Moscow, to stem the spread of the new coronavirus.  (AP Photo/Pavel Golovkin)
    Russland – und insbesondere Moskau -#– haben mit hohen Infektionszahlen bei geringer Impfquote zu kämpfen. Am Dienstag meldeten die russischen Behörden 1015 Corona-Tote innert 24 Stunden – so viele wie noch nie zuvor seit Beginn der Pandemie. (Symbolbild)
    Bild: Keystone/AP
  • 19.54 Uhr
    Italienische Senatorin wegen fehlenden Corona-Passes suspendiert

    Eine italienische Senatorin ist wegen der Weigerung, im Senat den obligatorischen Gesundheitspass vorzuzeigen, vorübergehend suspendiert worden. Die 51-jährige Laura Granato wollte am Dienstag an einer Parlamentssitzung teilnehmen, wurde aber des Hauses verwiesen, weil sie den Nachweis einer Impfung, eines negativen Corona-Tests oder einer kürzlichen Genesung von Covid-19 nicht erbringen wollte.

    Seit Freitag darf in Italien nur zur Arbeit erscheinen, wer den Gesundheitspass vorzeigen kann. Die Regelung ist die strengste dieser Art in Europa. Wer ohne den sogenannten Grünen Pass zur Arbeit kommt, riskiert bis zu 1500 Euro Bußgeld. Wer der Arbeit fernbleibt, muss mit unbezahlter Freistellung rechnen. Die Kosten für Corona-Tests sind im Normalfall selbst zu tragen.

  • 18.59 Uhr
    Grossbritannien: höchste Anzahl Corona-Tote seit März

    Die Zahl der Corona-Todesfälle in Grossbritannien ist auf den höchsten Stand seit März gestiegen. Die britische Statistikbehörde meldete am Dienstag 223 Todesfälle, die in den vier Wochen vor ihrem Tod positiv auf Covid-19 getestet wurden. Noch höher lag die Zahl zuletzt am 9. März, als 231 Menschen in Grossbritannien an oder mit dem Virus starben.

    Am Montag wurden knapp 50’000 neue Corona-Fälle im Land gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 435. Von einer erneuten Einführung von Corona-Beschränkungen ist in der britischen Regierung bislang kaum die Rede. In England sind eine Maskenpflicht in Innenräumen oder Nachweisregeln über Impfungen oder Tests seit dem «Freedom Day» im Juli eher die Ausnahme. Knapp 79 Prozent der impfberechtigten Bürgerinnen und Bürger ab zwölf Jahren sind vollständig geimpft.

  • 18.06 Uhr
    Corona-Zahlen steigen: Bulgarien führt 3G-Regel ein

    Bulgarien führt wegen steigender Corona-Fallzahlen erst jetzt die 3G-Regel mit Zertifikaten für Geimpfte, Getestete und von Covid-19 Genesene ein. Ab diesem Donnerstag werden nur Kunden, die einen entsprechenden Nachweis haben, etwa Lokale, Hotels, Fitnesszentren, Shopping-Malls sowie Kinos, Theater, Konzerte und Museen besuchen dürfen. Alle Tätigkeiten in Innenräumen sollen nur mit einem «Grünen Zertifikat» erfolgen, kündigte Interims-Gesundheitsminister Stojtscho Kazarow am Dienstag vor der Presse an. Ausgenommen sind Lebensmittelläden, Apotheken und Banken. Hintergrund sind schnell steigende Corona-Fallzahlen.

    In dem EU-Land mit 6,9 Millionen Einwohnern wurden zuletzt binnen 24 Stunden 4979 Corona-Neuinfektionen nachgewiesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg damit auf 308,3 pro 100’000 Menschen. Mit rund 20 Prozent vollständig gegen Covid-19 Geimpften ist Bulgarien EU-Schlusslicht. Viele Bulgarinnen und Bulgaren wollen sich wegen Vorurteilen oder Desinformation nicht impfen lassen. Einige Krankenhäuser in Sofia werden eigenen Angaben zufolge bald am Limit sein.

  • 16.55 Uhr
    BAG-Mathys widerspricht den Bergbahnen

    Was gilt im kommenden Winter in den Schweizer Skigebieten? Keine generelle Covid-Zertifikatspflicht, haben die Bergbahnen heute vermeldet. Darauf habe man sich mit dem Bund geeinigt. An der Experten-Medienkonferenz vom Nachmittag sagte Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit (BAG), diese Ankündigung komme verfrüht. Man sei am Verhandeln, entscheiden müsse aber der Bundesrat.

    Im Video siehst du Mathys' Äusserungen im Original-Wortlaut. 

    BAG-Mathys: Zertifikats-Entscheid der Bergbahnen ist «vermessen»

    BAG-Mathys: Zertifikats-Entscheid der Bergbahnen ist «vermessen»

    Laut Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) kommt die Ankündigung der Bergbahnen, auf eine Zertifikatspflicht in Skigebieten zu verzichten, zu früh. Der Bundesrat werde darüber entscheiden.

    19.10.2021

  • 16.48 Uhr
    Berset zu Gast in Zürich – Gegner wollen demonstrieren

    Bundesrat Alain Berset ist am Mittwochabend an der Universität Zürich zu Gast, wo er eine Rede halten wird. Das Thema: Pandemie, Politik und Gesellschaft. Gleichzeitig wollen Massnahmenkritier*innen zu einer Kundgebung in der Innnenstadt auf. Wie «20 Minuten» berichtet, kursiert auf dem Messanger-Dienst Telegram ein Flyer, in dem die Organisatoren schreiben, ein «Zeichen gegen Tyrannei» setzen zu wollen. Gemäss Zürcher Stadtpolizei sei die Kundgebung bewilligt.

    Das Coronavirus hat Bundesrat Alain Berset körperlichen an seine Grenzen gebracht. (Archivbild)
    Bundesrat Alain Berset ist nicht bei allen Zürcherinnen und Zürchern willkommen.
    Bild: Keystone/Anthony Anex
  • 16.23 Uhr
    Curavec zieht Zulassungsgesuch zurück

    Nachdem die deutsche Biotechfirma Curevac bei ihrem Covid-19-Impfstoff die Reissleine gezogen hatte, hat sie auch ihr Zulassungsgesuch in der Schweiz zurückgezogen. Der Impfstoffkandidat der ersten Generation war in Studien gefloppt.

    Wie das schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic am Dienstag mitteilte, traf das Rückzugsschreiben von Curevac am Montag ein.

    Das Unternehmen gab bereits vor Wochenfrist bekannt, es könne seinen Impfstoff nicht mehr bis zur Marktreife entwickeln. Bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zog sie ihr Gesuch bereits früher zurück. 

    Curevac konzentriere sich nun auf einen Impfstoff der zweiten Generation. An diesem arbeite man zusammen mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline.

    Das Zulassungsgesuch für den mRNA-Impfstoff in der Schweiz hatte Curevac im April eingereicht. Die Schweiz hatte fünf Millionen Dosen davon bestellt. In der Schlussanalyse kam das Präparat bloss auf einen Wirkungsgrad von 48 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung.

  • 16.15 Uhr 
    Niederlande verzeichnen nach Lockerungen starken Anstieg der Fallzahlen

    Der starke Anstieg von Corona-Infektionen und Patientenzahlen in Spitälern in den Niederlanden hält an. In den vergangenen sieben Tagen nahm die Zahl der Neuinfektionen um 44 Prozent im Vergleich zur Vorwoche zu, wie das zuständige Reichsinstitut für Gesundheit und Umwelt (RIVM) am Dienstag mitteilte. Gut 25'700 Fälle wurden gemeldet. Die Inzidenz beträgt nach Angaben des Instituts 151.

    Die Behörde sieht einen direkten Zusammenhang mit der Lockerung der Massnahmen vor etwa drei Wochen. So war die Abstandsregel von 1,5 Meter aufgehoben worden. Masken müssen nur im öffentlichen Nahverkehr getragen werden. Nur vor dem Besuch von Gaststätten wird ein Nachweis verlangt, dass man getestet, geimpft oder genesen ist.

    Auch die Zahl der Todesfälle stieg. In den vergangen sieben Tagen wurden 48 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet, fast doppelt so viel wie in der Vorwoche. Die Zahl der Covid-Patienten in Spitälern und auf Intensivstationen stieg so stark an, dass Krankenhäuser erneut Operationen absagen müssen. Etwa 80 Prozent der Covid-Patienten sind nicht geimpft.

    Menschen tanzen am 15. Oktober 2021 auf einem grossen Techno-Event in Amsterdam. Mit den Lockerungen in den Niederlanden steigen derzeit auch wieder die Covid-Fallzahlen. 
    Bild: Keystone
  • 15.38 Uhr 
    Island will Mitte November alle Massnahmen beenden

    Läuft alles wie geplant, dann hebt Island Mitte November alle verbliebenen Corona-Massnahmen auf. Ziel sei es, die wesentlichen verbliebenen Beschränkungen ab dem 18. November zu beenden, teilte die isländische Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir am Dienstag mit.

    Beim Impfen sei man gut vorangekommen, vorherige Lockerungen hätten keine negativen Effekte auf die Zahl der Spitaleinweisungen gezeigt, hiess es in einer Regierungsmitteilung. Deshalb gibt es bereits ab Mittwoch neue Lockerungen: 2000 statt wie bisher 500 Menschen dürfen dann bei Versammlungen und Veranstaltungen zusammenkommen, Mund-Nasen-Schutz müssen sie dabei nicht länger tragen. Restaurants, Kneipen und Nachtclubs dürfen zudem länger öffnen.

    Mit einer kompletten Aufhebung der Massnahmen würde die kleine Nordatlantik-Insel ihren nordeuropäischen Partnern folgen: Dänemark, Norwegen und Schweden hatten schon im September die wesentlichen im jeweiligen Land geltenden Beschränkungen aufgehoben. Auch in Finnland sind bereits viele Corona-Massnahmen gelockert werden.

  • 14.53 Uhr 
    Ischgl startet mit Sicherheitskonzept in Wintersaison

    Der österreichische Wintersportort Ischgl startet am 25. November in die diesjährige Wintersaison – begleitet von umfangreichen Anti-Corona-Massnahmen.

    «Ziel ist und bleibt es, eine der sichersten Destinationen im Alpenraum für unsere Gäste zu sein», sagte Alexander von der Thannen vom Tourismusverband Paznaun-Ischgl. Die Seilbahnkabinen würden mit Kaltvernebelungsgeräten desinfiziert. Dieselbe Methode werde auch in den Skibussen sowie in Sportshops, Skidepots, WC-Anlagen, Aufzugskabinen und den Erste-Hilfe-Stationen täglich angewendet, hiess es. Kamerasysteme sollen die Wartezeiten an den Kassen und Liften mittels Dichtemessungen und Mobilitätsanalysen optimieren.

    Ischgl in Tirol war in der ersten Corona-Welle im März 2020 in die internationalen Schlagzeilen geraten. Die Behörden sollen auf deutliche Hinweise, dass im Ort das Coronavirus grassiert, zu spät reagiert haben. Zahlreiche Touristen haben sich angesteckt und das Virus in ihre Heimatländer mitgebracht. Die Wintersaison 2020/21 liess der Ort aus Sicherheitsgründen ausfallen.

    Für die bevorstehende Wintersaison in Österreich fehlen noch die offiziellen behördlichen Regelungen. Es ist aber absehbar, dass für den Skibetrieb die 3-G-Regel (getestet, geimpft oder genesen) gilt und zumindest für Seilbahnkabinen sowie in geschlossenen Arealen eine FFP2-Maskenpflicht kommt.

    ARCHIV – Ein Ortsschild mit durchgezogener roter Linie steht am Ende der Ortschaft Ischgl. Der Verbraucherschutzverein stellt am 23.09.2020 erste Musterklagen gegen die Republik und das Land Tirol vor, die am selben Tag beim Landgericht für Zivilrechtssachen Wien als Vorbereitung einer etwaigen Sammelklage eingebracht werden sollen. Foto: Jakob Gruber/APA/dpa
    Ischgl war im März 2020 als Corona-Hotspot in die Schlagzeilen geraten. Ein Sicherheitskonzept soll das in dieser Ski-Saison verhindern. (Symbolbild)
    Bild:  Keystone
  • 13.30 Uhr 
    Das BAG meldet 1240 neue Fälle und 2 Tote

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Dienstag 1240 neue Coronavirus-Ansteckungen bei 23'324 Tests gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG zwei neue Todesfälle und 21 Spitaleinweisungen.

    Am Dienstag vor einer Woche hatte das BAG 923 neue Infektionen registriert. Zudem gab es neun neue Todesfälle sowie 39 Spitaleinweisungen.

    Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner wurden in den vergangenen zwei Wochen 142,85 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,00.

    Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zurzeit 68,5 Prozent. 13,3 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

    Die Gesundheitsämter in Deutschland melden dem RKI binnen eines Tages 1183 Corona-Neuinfektionen.
    Im Vergleich zum letzten Dienstag sind die Covid-Fallzahlen angestiegen. (Symbolbild)
    Bild: dpa
  • 12.56 Uhr
    Wintersport wie letztes Jahr mit Maskenpflicht

    Die Schweizer Bergbahnen haben sich in Absprache mit Bund und Kantone darauf geeinigt, dass für die Wintersaison in den Seilbahnen eine Maskenpflicht gelten wird – jedoch keine Zertifikatspflicht. Dies bestätigt Hans Wicki, Präsident von Seilbahnen Schweiz, gegenüber «20 Minuten». Es stehe jedoch den einzelnen Skigebieten offen, selbst eine Zertifikatspflicht einzuführen. 

  • 12.07 Uhr 
    Dänemark verlängert Grenzkontrollen um sechs Monate

    Dänemark kontrolliert in den kommenden Monaten weiter seine Grenzen. Die vorübergehenden Grenzkontrollen werden um sechs Monate bis zum 11. Mai 2022 verlängert – das hat die dänische Regierung vergangene Woche der EU-Innenkommissarin Ylva Johansson mitgeteilt, wie aus einem Brief von Justizminister Nick Hækkerup hervorgeht. Begründet wird der Schritt mit der anhaltenden Gefahr durch militante Islamisten und die organisierte Kriminalität. Gleichzeitig informierte Hækkerup Brüssel darüber, dass die im Zuge der Corona-Pandemie vorgenommenen Grenzkontrollen zum 25. Oktober aufgehoben werden.

    Nach dem 25. Oktober werden sich die Grenzkontrollen auf die deutsch-dänische Landesgrenze, die Grenze über den Öresund nach Schweden sowie die dänischen Häfen mit Fährverbindungen nach Deutschland und Schweden konzentrieren. Hækkerup beteuerte, dass der Umfang der Kontrollen so begrenzt wie möglich sein werde.

    Eigentlich gibt es im Schengenraum, dem 26 europäische Länder angehören, keine Personenkontrollen an den Grenzen. Nach der Flüchtlingskrise hatten aber Länder wie Deutschland, Österreich, Dänemark und Schweden solche Kontrollen teils wieder eingeführt. Einige Staaten haben die Massnahmen seitdem halbjährlich verlängert.

  • 11.23 Uhr 
    Prozess gegen Maskenverweigerer findet im Freien statt

    Einem öffentlich in Erscheinung getretenen Corona-Skeptiker und Masken-Verweigerer ist letzte Woche in Glarus der Prozess im Freien gemacht worden, wie die «Glarner Nachrichten» berichten

    Der Mann wurde ursprünglich mit 250 Franken gebüsst, weil er an einer politischen Veranstaltung keinen Mundschutz trug. Da er die Busse nicht bezahlen wollte,  landete der Fall schliesslich vor dem Kantonsgericht in Glarus. Da er auch hier angeblich aus «verschiedenen Gründen» nicht in der Lage war, eine Maske zu tragen, verlegte das Gericht die Verhandlung kurzerhand nach draussen. 

    Wie Gerichtspräsident Daniel Anrig dem «Blick» sagte, habe es sich dabei nicht um ein Einknicken vor dem Mann gehandelt. Man habe dem Beschuldigten lediglich rechtliches Gehör gewährt, zudem hätten schon zuvor Verhandlungen im Freien stattgefunden. Ein Urteil in dem Fall ist noch nicht ergangen. 

    The court building Gerichtshaus where the Cantonal Court, the Court of Appeal and the Administrative Court of the Canton of Glarus are housed, pictured at Spielhof 6 in Glarus, Switzerland, on November 3, 2017. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
 
Das Gerichtshaus am Spielhof 6 in Glarus wo sich das Kantons-, Ober- und Verwaltungsgericht befinden, aufgenommen am 3. November 2017. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
    Das Kantonsgericht in Glarus verlegte den Prozess gegen einen Maskenverweigerer ins Freie. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 9.40 Uhr 
    Stadt Bern bewilligt Demo von Massnahmen-Gegnern

    Die Stadt Bern hat für kommenden Samstag eine Kundgebung der Covid-Massnahmen-Gegner bewilligt. Die Organisatoren haben sich verpflichtet, ein mit ihnen abgesprochenes Sicherheitskonzept und die Marschroute des Umzugs einzuhalten.

    Hinter der Kundgebung stehen das «Aktionsbündnis Urkantone» und die Vereinigung «Freie Linke Schweiz», wie aus einer Mitteilung der Stadtberner Sicherheitsdirektion vom Dienstag hervorgeht. Die Kundgebung richtet sich gegen das Covid-Zertifikat.

    Die Bewilligung erfolgte, damit die Meinungsäusserungsfreiheit in einem geordneten Rahmen erfolgen kann, wie die Stadtbehörden schreiben. Die beiden Organisationen planen derzeit nach Angaben der Sicherheitsdirektion keine weiteren Kundgebungen in der Stadt Bern. Ihren Mitgliedern wollen die Organisationen empfehlen, nur noch an bewilligten Kundgebungen teilzunehmen.

    Im Gegenzug wird die Kantonspolizei weiterhin gegen regelmässig wiederkehrende, unbewilligte Kundgebungen vorgehen. Mitte Oktober hat die Stadt Bern bei der Kantonspolizei auch ein Gesuch gestellt, um die Kosten, die an den unbewilligten Corona-Demonstrationen entstehen, auf gewisse Demo-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer übertragen zu können.

    Gegner der Covid--Massnahmen demonstrieren in Bern. (Archiv)
    Bild: Keystone
  • 8.42 Uhr 
    Mit Humor besser durch den Pandemie-Stress

    Witzige Memes könnten Menschen dabei helfen, den mit der Corona-Pandemie verbundenen Stress besser zu bewältigen. Das legt eine US-Studie über die Wirkung dieser lustig beschrifteten Bildchen nahe, die im Fachblatt «Psychology of Popular Media» veröffentlicht ist.

    «Als sich die Pandemie immer weiter hinzog, wurde es für mich zunehmend interessanter, wie die Menschen die sozialen Medien und insbesondere Memes nutzten, um über die Pandemie nachzudenken», sagte die Hauptautorin Jessica Myrick von der Penn State University. Sie und ihr Team befragten im Dezember vergangenen Jahres 748 Menschen online, um herauszufinden, ob das Betrachten unterschiedlicher Memes Emotionen, Ängste, Informationsverarbeitung und Bewältigung der Corona-Krise beeinflusst. Dafür sammelten die Forscherinnen auf einschlägigen Plattformen Hunderte beliebte Memes und teilten diese in verschiedene Kategorien ein, so etwa danach, ob sich die Bildunterschrift auf Covid-19 bezog oder nicht.

    Dann bekamen die Probanden nach dem Zufallsprinzip unterschiedliche Memes oder aber zur Kontrolle verschiedene Arten bilderloser Texte zu sehen. Die Forscherinnen untersuchten, wie niedlich und lustig die Studienteilnehmer die gesehenen Medien fanden, über welche Emotionen sie berichteten und wie gewappnet sie sich für den Umgang mit der Pandemie fühlten. Dabei fanden sie heraus, dass Menschen, die sich Memes ansahen, ein höheres Mass an Humor und positivere Emotionen zeigten als andere, was indirekt mit einer Verringerung des Stresses im Zusammenhang mit der Pandemie einherging. Probanden, die Memes mit Bildunterschriften zu Covid-19 anschauten, hatten sogar eine höhere Wahrscheinlichkeit, weniger Stress wegen der Pandemie zu empfinden als solche, die Memes mit Bildunterschriften zu anderen Themen anschauten.

    ARCHIV - 24.04.2021, Berlin: Eine junge Frau hält ein Smartphone in der Hand. Witzige Memes könnten Menschen dabei helfen, den mit der COVID-19-Pandemie verbundenen Stress besser zu bewältigen, indem sie deren Betrachter ruhiger und zufriedener machen. (zu dpa «Mit einer Portion Humor besser durch den Corona-Stress») Foto: Fabian Sommer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
    Eine junge Frau hält ein Smartphone in der Hand. Witzige Memes könnten Menschen dabei helfen, den mit der Covid-19-Pandemie verbundenen Stress besser zu bewältigen, indem sie deren Betrachter ruhiger und zufriedener machen. (Symbolbild)
    Bild: Keystone/dpa/Fabian Sommer
  • 7.51 Uhr
    Güterzug von Italien wegen fehlendem «Green Pass» abgewiesen

    Ein mit Waren beladener RAlpin-Bahnkonvoi ist letzte Woche an der italienischen Grenze zurückgewiesen worden. Offenbar waren sechs der 16 Fahrer des Kombi-Operateurs von BLS, SBB und Hupac nicht im Besitz des von den italienischen Behörden geforderten «Green Pass».

    Auf Anfrage von AWP bestätigte die Geschäftsleitung des Solothurner Konzerns die Ende letzter Woche von der italienischen Presseagentur Ansa verbreiteten Informationen. Es handelte sich demnach um einen rollenden Strassenkonvoi, der Freiburg im Breisgau mit dem Terminal in Novara im Piemont verbindet. «In diesem Fall fahren die Fahrer in einem begleitenden Liegewagen», erklärte Ludwig Näf, Geschäftsführer (CEO) von RAlpin gegenüber der Nachrichtenagentur AWP.

    «Da zum Zeitpunkt der Kontrolle in Domodossola nicht alle Fahrer im Besitz eines Covid-Zertifikates bzw. eines ‹Green Pass› waren, musste der Zug nach Freiburg im Breisgau zurückkehren und entladen werden», so der RAlpin-Chef weiter. Da aus Sicherheitsgründen ein Lokführer der italienischen Tochtergesellschaft von SBB Cargo im Zug anwesend sein müsse, sei der Schlafwagen auf der rollenden Landstrasse ein «Arbeitsplatz» und müsse zertifiziert werden, erklärte der Manager. Seit Kurzem müssen bekanntlich in Italien Arbeitskräfte am Arbeitsplatz einen «Green Pass» haben.

  • 6.20 Uhr
    Kein Impfboom trotz Ende von Gratistests für Ungeimpfte

    Der Entscheid des Bundesrats, dass Covid-19-Tests ab dem 11. Oktober kostenpflichtig sind, hat nicht zu einem Impfboom geführt. Jüngste Daten des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zeigten, dass die Zahl der Menschen, die sich ein erstes Mal impfen liessen, sogar etwas abgenommen hat, berichtet der «Tages-Anzeiger». Während vom 4. bis zum 10. Oktober 51’767 Erstimpfungen vorgenommen wurden, liessen sich letzte Woche 45’780 erstmals impfen – ein Rückgang um elf Prozent.

    Ein Covid-Testcenter steht vor dem Fussballstadion fuer die Fussbalfans bereit vor dem Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und dem BSC Young Boys vom Samstag, 24. Juli 2021 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
    Ein Covid-Testcenter vor dem Fussballstadion in Luzern. (Archivbild)
    Bild: Keystone/Urs Flüeler
  • 6 Uhr
    Helikopter-Crew transportiert hunderte Intensivpatienten

    Rund 300 Pandemie-Einsätze haben die Helikopter-Crews der Alpine Air Ambulance (AAA) bisher geflogen, berichtet die «Neue Zürcher Zeitung». Infizierte Patientinnen und Patienten oder solche, die husten und infektiös sein könnten, würden unter speziellen Isolationsbedingungen im Helikopter transportiert. Besonders betreffe dies auch Intensivpatienten, die an Covid-19 erkrankt seien und in der Luft verlegt werden müssten. Zu Beginn der Pandemie hatten die Crews zwar Schutzkleidung für die Crew, aber noch keine spezielle Transporthülle für den Patienten. Der ganze Helikopter musste deshalb von Hand desinfiziert werden.

  • 5.50 Uhr
    Oberster Kantonsarzt hofft auf baldige Booster-Zulassung

    Der oberste Kantonsarzt der Schweiz hofft, dass die dritte Impfung bald zugelassen wird. Es sei aber richtig, wenn die Zulassung und die Empfehlung für die dritte Impfung sorgfältig geprüft werde, sagte Rudolf Hauri in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger.» Dennoch sollte die Schweiz nicht mehr allzu lange warten, sagte Hauri weiter. Ärztinnen und Ärzte könnten in Einzelfällen zwar bereits heute eine dritte Impfung verabreichen. Allerdings würden sie gemäss Rudolf Hauri damit die Haftung übernehmen, sollte etwas schiefgehen.

    Die «normale Bevölkerung» brauche dieses Jahr «sicher keinen Booster» gegen das Coronavirus, sagte wiederum Christoph Berger von der eidgenössischen Impfkommission gegenüber dem «Blick». Es gebe keine Hinweise darauf, dass der Schutz der mRNA-Impfung bei ihr nachlasse. Nur bei den über 80-Jährigen lasse sich gemäss Studien aus Grossbritannien die Tendenz erkennen, dass der Schutz der Impfung leicht abnehmen könnte. Bei ihnen könnte eine dritte Impfung den Schutz erhöhen, man wisse aber noch nicht für wie lange.

  • 5.44 Uhr
    Neuseeland meldet Corona-Rekord – «zu Hause bleiben und Leben retten»

    Das Corona-Vorzeigeland Neuseeland hat am Dienstag 94 Neuinfektionen gemeldet – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Rekord lag bei 89 neuen Fällen innerhalb eines Tages und wurde im April 2020 verzeichnet. «Es ist wichtig, dass wir uns daran erinnern, dass wir nicht machtlos sind. Wir haben die Fähigkeit, die Fallzahlen so niedrig wie möglich zu halten», sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern. Sie forderte die Menschen auf, möglichst zu Hause zu bleiben, damit anderen das Leben zu retten und sich impfen zu lassen.

    Bis Dienstag waren etwa 67 Prozent der erwachsenen Bevölkerung vollständig geimpft. Insgesamt hat das Land mit fünf Millionen Einwohnern bislang 4700 Infektionen verzeichnet. 28 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Neuseeland hatte lange eine sogenannte Null-Covid-Strategie verfolgt. Zuletzt musste Ardern aber eingestehen, dass diese mit der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante kaum noch realisierbar ist.

  • 4 Uhr
    Wirtschaft für Covid-Gesetz

    Nach den Parteien hat sich jetzt auch die Wirtschaft zum Covid-Gesetz bekannt: Spitzenvertreterinnen und -vertreter wie Economiesuisse- Präsident Christoph Mäder oder Swissmem-Präsident Martin Hirzel würden sich «nach Möglichkeit auf ihren Kanälen, über Publikumsmedien und über soziale Netzwerke engagieren», kündigte Economiesuisse-Sprecher Michael Wiesner im «Tages-Anzeiger» an. Geld für die Kampagne lässt der Wirtschaftsdachverband aber nicht springen, für eine klassische Kampagne sei es zu spät.

  • 1 Uhr
    Aufschub: «Indiana Jones 5» erst für 2023 geplant

    Nach mehreren pandemiebedingten Aufschüben der lange geplanten «Indiana Jones»-Fortsetzung müssen sich die Fans weiter gedulden. Statt im Juli 2022 soll die Abenteuersaga nun erst im Juni 2023 in die Kinos kommen, wie das Disney Studio am Montag (Ortszeit) mitteilte. Dann wäre Hauptdarsteller Harrison Ford in der Rolle des Archäologie-Professors Henry Walton Jones schon 80 Jahre alt.

    Disney gab eine ganze Reihe von Kinostart-Aufschüben bekannt. Der Marvel-Film «Doctor Strange in the Multiverse of Madness» wird von März 2022 auf Mai verschoben, «Thor: Love and Thunder» von Mai 2022 auf Juli. Die im Dreh befindliche «Black Panther»-Fortsetzung «Wakanda Forever» soll nun erst im November 2022 anlaufen. Nach Informationen der Branchenblätter «Variety» und «Hollywood Reporter» hängen die späteren Starttermine unter anderem mit Verzögerungen bei der Produktion zusammen.

  • 0.30 Uhr
    Booster-Impfung möglicherweise Ende Oktober

    Die Zulassung für eine dritte Corona-Impfung in der Schweiz scheint in Sichtweite: bis Ende Oktober hält Swissmedic-Zulassungsleiter Claus Bolte für möglich – «wenn die entsprechenden Firmen mitspielen».

    Die Notwendigkeit für eine dritte oder sogenannte Booster-Impfung sei bisher noch nicht eindeutig erbracht worden, sagte Bolte in der SRF-Sendung «10vor10» von Montagabend. Die Unterscheidung, wer beziehungsweise welche Altersgruppe eine solche Impfung brauche und auch die Notwendigkeit habe das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic noch einmal hinterfragt. Mehr dazu hier.

  • 0 Uhr
    Lettlands Regierung plant erneuten Lockdown

    Angesichts rapide steigender Corona-Infektionszahlen in Lettland plant die Regierung in Riga einen neuerlichen Lockdown. Um die Ausbreitung des Virus in den Griff zu bekommen, soll vom 21. Oktober bis 15. November das öffentliche Leben in dem baltischen EU-Land zurückgefahren werden. Dies kündigte Ministerpräsident Krisjanis Karins am Montagabend nach einer mehrstündigen Sitzung des Corona-Krisenstabs an. Die Regierung muss dem Vorhaben am Mittwoch in einer Kabinettssitzung noch zustimmen.

    Alle Geschäfte und Dienstleister – ausser Läden für den täglichen Bedarf – sollen dicht machen, der Schulbetrieb grösstenteils auf Fernunterricht umgestellt werden. Auch sollen die Bürger einer Mitteilung der Staatskanzlei zufolge ihre Wohnung von 20:00 Uhr bis 5:00 Uhr nur mit triftigem Grund verlassen dürfen.

    In Lettland hat sich die Corona-Lage trotz neuer Beschränkungen zuletzt zugespitzt. In den letzten 14 Tagen wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Riga vom Montag 1307,2 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner registriert – ein neuer Höchststand seit Beginn der Pandemie.

    In Lettland ist nur knapp die Hälfte der 1,9 Millionen Einwohner vollständig gegen Corona geimpft. Die Regierung bemüht sich seit Monaten mit nur mässigem Erfolg, die geringe Impfbereitschaft der Bevölkerung zu erhöhen.

  • 23.25 Uhr
    St. Petersburg beschränkt Freiheiten Ungeimpfter

    Angesichts dramatisch angestiegener Corona-Infektionszahlen führt die russische Ostsee-Metropole St. Petersburg zahlreiche Einschränkungen im öffentlichen Leben ein. Ab dem 1. November müssen Erwachsene etwa bei Sport-Grossveranstaltungen nachweisen können, dass sie geimpft oder genesen sind, wie die Petersburger Stadtverwaltung am Montagabend mitteilte. Ab Mitte November ist ein entsprechender Nachweis per QR-Code demnach auch beim Besuch von Fitnessstudios, Theatern, Kinos und Museen notwendig.

    Ab Dezember soll die Regelung zudem auf Gastronomie und Einzelhandel ausgeweitet werden. Ausgenommen ist, wer belegen kann, dass er sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen kann. Arbeitgeber wurden angewiesen, nicht geimpfte Über-60-Jährige ins Homeoffice zu versetzen. Ungenehmigte Veranstaltungen werden künftig auf maximal 40 Teilnehmer begrenzt.

    Wie in vielen anderen Regionen ist die Infektionslage in St. Petersburg seit Wochen sehr angespannt. Am Montag registrierten die Behörden 3097 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Russlandweit wurde mit mehr als 34'300 Infektionen binnen eines Tages ein neuer Höchststand seit Beginn der Pandemie erreicht. Im selben Zeitraum starben 998 Menschen mit Covid-19. Experten gehen allerdings davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch deutlich höher liegen.

    Im grössten Land der Erde, das über mehrere eigene Vakzine verfügt, ist die Impfskepsis weiterhin gross. Jüngsten Zahlen zufolge ist erst knapp ein Drittel der 146 Millionen Russen vollständig geimpft. Der Kreml hatte zuletzt mehrfach betont, dass die Entscheidung über verschärfte Corona-Regeln bei den einzelnen Regionen liege. Ein landesweiter Lockdown etwa sei nicht geplant.