Corona-Überblick

Taskforce empfiehlt zweite Dosis nach sechs Wochen für schnellere Impfkampagne

Agenturen/red

20.4.2021

Agenturen/red

20.4.2021

Laut Angaben der Johns-Hopkins-Universität liegt. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in der Schweiz bei bislang insgesamt 639’445 Personen. 10’532 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 verstorben. Weltweit stieg die Zahl der Infizierten auf 142’293’386, die Zahl der Toten auf 3’034’072.

Stand der Schweizer Impfkampagne

Bei einem Intervall von sechs Wochen zwischen der ersten und der zweiten Impfung und möglichst wenigen gelagerten Dosen könne eine Impfung der Hälfte der Bevölkerung mit mindestens einer Dosis «mehrere Wochen früher» als ursprünglich geplant erreicht werden, schreibt die wissenschaftliche Taskforce des Bundes. Erfolge die Durchimpfung einen Monat schneller, entspreche dies einem «gesellschaftliche Gesamtgewinn» von 1,5 Milliarden Franken, hat die Taskforce errechnet. Das seien 50 Millionen Franken pro Tag der Impf-Beschleunigung.

Nach der Prüfung sehr seltener Fälle von Hirnvenenthrombosen hat die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) grünes Licht gegeben für den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson. In der Schweiz ist der Impfstoff von Johnson & Johnson seit knapp einem Monat zugelassen. Die Schweiz hat mit dem Hersteller jedoch keinen Vertrag abgeschlossen. Die Vizedirektorin des Bundesamts für Gesundheit, Nora Kronig, wurde vor der Zulassung mit der Aussage in Medienberichten zitiert, dass die Lieferung erst ab dem dritten Quartal möglich und somit für die Schweiz zu spät wäre.

Die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca verzögert sich in der Schweiz weiterhin. Die zuständige Behörde Swissmedic würde gerne vorwärtsmachen, doch ihr fehlen die notwendigen Studien.

Das Wichtigste im Überblick

  • Das BAG meldet 2141 Neuinfektionen bei 23'812 Tests. Das entspricht einer Positivitätsrate von neun Prozent. 13 Personen sind an Covid-19 gestorben, 77 wurden hospitalisiert.
  • Auch im Mai kommt es zu Verzögerungen bei der Lieferung von Impfstoffen. Einige Kantone müssen voraussichtlich Impftermine verschieben.
  • Der Bund hat mit Roche einen Vertrag über die Beschaffung von Medikamenten gegen das Coronavirus abgeschlossen. Swissmedic hat grünes Licht für dessen Einsatz gegeben.
  • Nach der Prüfung sehr seltener Fälle von Hirnvenenthrombosen hat die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) grünes Licht gegeben für den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson.
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  • 20.10 Uhr
    Sechs-Wochen-Intervall beschleunigt Impfkampagne

    Wird den Menschen in der Schweiz die zweite Dosis des Impfstoffes gegen Covid-19 erst sechs statt vier Wochen nach der ersten gespritzt, beschleunigt dies die Impfkampagne. Das schreibt die wissenschaftliche Taskforce des Bundes am Dienstag.

    Bei einem Intervall von sechs Wochen und möglichst wenigen gelagerten Dosen könne eine Impfung der Hälfte der Bevölkerung mit mindestens einer Dosis «mehrere Wochen früher» erreicht werden. Damit würden mehr Menschen eine erste Dosis und damit einen Schutz vor dem Coronavirus erhalten.

    Les membres du staff medical changent de box pour vacciner contre le coronavirus COVID-19 les personnes a l'aide du vaccin Moderna, lors du premier jour d'ouverture du Centre de vaccination de Palexpo, ce lundi 19 avril 2021 a Geneve. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)
    Impfzentrum bei Genf. (Symbolbild)
    KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

    Erfolge die Durchimpfung einen Monat schneller, entspreche dies einem «gesellschaftliche Gesamtgewinn» von 1,5 Milliarden Franken, hat die Taskforce errechnet. Das seien 50 Millionen Franken pro Tag der Impf-Beschleunigung.

    Nicht nur ein von vier auf sechs Wochen verlängertes Intervall zwischen den beiden Dosen kann die Kampagne beschleunigen, sondern auch das möglichst rasche Aufbrauchen der gelieferten Dosen, heisst es in der im Internet veröffentlichten Stellungnahme der Taskforce weiter. Das Sechs-Wochen-Intervall entspreche der Zulassung der Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna in der Schweiz.

    Die Taskforce empfiehlt zudem, möglichst viele Menschen für die Spritzen zu überzeugen, um einen genügend hohe Durchimpfungsrate zu erreichen. Diese Impfung sollte aber freiwillig sein. «Jede Anstrengung für eine effektive und überzeugende Informations- und Umsetzungskampagne ist lohnenswert», schreibt die Taskforce.

    Weiter rät die Taskforce, Kinder und Jugendliche zu impfen, sobald Impfstoffe für sie zugelassen sind. Die Planung sollte darauf ausgerichtet werden, Zwölf- bis 16-Jährige ab Juli an zu impfen und Kinder unter zwölf Jahren ab Ende Jahr. Mit rechtzeitiger Informationen solle die Impfbereitschaft erhöht werden.

  • 19.50 Uhr
    Argentinien startet Produktion von Sputnik V

    Als erstes Land in Lateinamerika hat Argentinien mit der Herstellung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V begonnen. Der Pharmahersteller Laboratorios Richmond produziert nun zunächst eine erste Tranche, die dann zur Qualitätskontrolle zum Gamaleja-Institut in Moskau geschickt wird, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Im Juni wird die Produktion im grossen Stil anlaufen. Der in Argentinien hergestellte Impfstoff soll später in andere lateinamerikanische Länder exportiert werden.

    In Argentinien wird auch das Vakzin des Herstellers Astrazeneca produziert, das zur Abfüllung nach Mexiko geschickt wird. In der Impfkampagne in Argentinien kommt aber vor allem Sputnik V zum Einsatz. Bislang haben 12,3 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Dosis erhalten, 1,8 Prozent sind bereits vollständig geimpft.

  • 19.28 Uhr
    Ende der Ausgangssperre in den Niederlanden

    Trotz anhaltend hoher Infektionszahlen werden in den Niederlanden die Corona-Massnahmen gelockert. Vier Monate nach Verhängung des strengen Lockdown wird die abendliche Ausgangssperre aufgehoben, und die Terrassen der Cafés und Geschäfte dürfen unter Auflagen wieder öffnen, kündigte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstag in Den Haag an. Die Lockerungen sollen ab dem 28. April gelten.

  • 19.03 Uhr
    Lebenserwartung in São Paulo sinkt in Corona-Krise

    Die Lebenserwartung in Brasiliens bevölkerungsreichstem Bundesstaat São Paulo hat in der Corona-Pandemie deutlich abgenommen. Die durchschnittliche Lebenserwartung sank 2020 im Vergleich zu 2019 um ein Jahr von 76,4 auf 75,4 Jahre, wie aus einer Studie des Staatlichen Systems der Datenanalyse (SEADE) von São Paulo am Dienstag hervorging. Dies bedeute einen Rückgang auf den Wert von vor sieben Jahren.

    Auch in den USA und in fast allen EU-Ländern ist die Lebenserwartung wegen der Corona-Pandemie nach verschiedenen Studien und Statistiken aus diesem Jahr gesunken.

  • 18.51 Uhr
    Johnson warnt vor dritter Pandemiewelle in Grossbritannien

    Trotz niedriger Fallzahlen befürchtet der britische Premierminister Boris Johnson in diesem Jahr eine dritte Welle an Coronavirus-Infektionen in seinem Land. Das sei die feste Ansicht der meisten Wissenschaftler, sagte der konservative Politiker bei einer Pressekonferenz am Dienstag im Regierungssitz Downing Street. Derzeit weise aber nichts darauf hin, dass der bislang vorgesehene Fahrplan zur Lockerung von Massnahmen nicht wie geplant fortgesetzt werden könne, so Johnson. Bis zum 21. Juni sollen in England schrittweise alle Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden.

    In Grossbritannien sind die Infektionszahlen in den vergangenen Monaten stark zurückgegangen. Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde zuletzt mit 26 angegeben. Die Zahl der Neuinfektionen lag am Dienstag bei etwa 2500. Gleichzeitig wurden 33 neue Todesfälle gemeldet. Mehr als 33 Millionen Menschen, knapp die Hälfte der Gesamtbevölkerung, wurde bereits mit einer ersten Dosis geimpft. Über zehn Millionen Menschen erhielten bereits beide Impfungen.

  • 17.55 Uhr
    Fast 5000 Patienten auf deutschen Intensivstationen

    Die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen in Deutschland hat fast die Marke von 5000 erreicht. Laut dem Divi-Intensivregister wurden am Dienstag insgesamt 4949 schwer kranke Corona-Patienten in deutschen Spitälern behandelt. Zuletzt hatte es solch eine Auslastung der Intensivkapazitäten Mitte Januar gegeben.

    Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, nannte die Lage auf den Intensivstationen «nach wie vor besonders angespannt». Jeden Tag müssten neue, oftmals sehr junge Covid-19-Patienten in ihren Dreissigern oder Vierzigern aufgenommen werden. Der Druck sei gross, weil auch andere Notfälle und Operationen versorgt werden müssten.

    epa09089698 Medical staff takes care of a COVID-19 patient at the intensive care unit of the University Hospital in Essen, Germany, 22 March 2021. The University Hospital Essen treats several patients in its intensive care unit who are seriously ill with COVID-19. Countries around the world are stepping up measures to stem the reappearance in a third wave of the SARS CoV-2 coronavirus, which causes COVID 19 disease. EPA/FRIEDEMANN VOGEL
    Behandlung eines Covid-19-Patienten in einem Spital in Essen . (Archhiv)
    Bild: Keystone
  • 17.41 Uhr
    Kanton Solothurn öffnet Impfung für breite Bevölkerung

    Spätestens ab Mitte Mai könnten die ersten Personen, unabhängig von Alter und Vorerkrankung, geimpft werden, teilte die Staatskanzlei Solothurn am Dienstag mit. Voraussetzung dafür sei, dass es zu keinen Verzögerungen bei der Lieferung der Impfstoffe komme.

    «Das erfreuliche Vorankommen der kantonalen Impfkampagne bei den Risikogruppen ermöglicht es uns, den Weg für alle Einwohnerinnen und Einwohner frei zu machen, die sich gegen Corona impfen lassen wollen», wird Peter Eberhard, Chef des kantonalen Gesundheitsamts, in der Medienmitteilung zitiert.

    Der Zeitpunkt der Anmeldung spielt für die Vergabe des Impftermins eine zentrale Rolle. Wer sich früher anmeldet, erhält auch früher einen Impftermin. Weiterhin gilt gemäss Gesundheitsamt, dass alle Personen aus den heutigen Risikogruppen, die sich nachträglich für eine Impfung entscheiden, auch künftig prioritär behandelt werden.

    Ab Mai erhält die breite Bevölkerung im Kanton Solothurn gleichberechtigten Zugang zu einer Covid-19-Impfung. (Symbolbild)
    Ab Mai erhält die breite Bevölkerung im Kanton Solothurn gleichberechtigten Zugang zu einer Covid-19-Impfung. (Symbolbild)
    KEYSTONE/URS FLUEELER
  • 17.12 Uhr
    Luzerner Erotik- und Sexbetriebe dürfen wieder öffnen

    Im Kanton Luzern dürfen Erotik- und Sexbetriebe wieder öffnen und Sexarbeiterinnen ihre Dienste wieder anbieten. Der Regierungsrat hat diese Lockerung nach den jüngsten Entscheiden des Bundesrats beschlossen. Sie gelten ab Mittwoch.

    Der Kanton Luzern hatte das umstrittene Verbot der Sexarbeit im Zuge der Coronapandemie als zusätzliche Massnahme zu jenen des Bundes erlassen. Nachdem dieser zuletzt verschiedene Lockerungen beschloss, wolle man auch die Einschränkungen im Luzerner Sexgewerbe aufheben, teilte das Gesundheits- und Sozialdepartement am Dienstag mit. Die übrigen kantonalen Massnahmen bleiben dagegen in Kraft. Die epidemiologische Lage sei nach wie vor angespannt, hält die Regierung fest.

  • 16.50 Uhr
    EU-Behörde gibt grünes Licht für Johnson-Impfstoff 

    Nach der Prüfung sehr seltener Fälle von Hirnvenenthrombosen hat die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) grünes Licht gegeben für den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson. Allerdings könne der Wirkstoff tatsächlich in sehr seltenen Fällen Blutgerinnsel auslösen, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit. Experten hatten das Präparat nach acht Fällen von Blutgerinnseln nach einer Impfung in den USA erneut geprüft.

    Die EMA hält daran fest, dass die Vorzüge des Impfstoffs, Covid-19 zu verhindern, höher zu bewerten seien als die Risiken von Nebenwirkungen. Doch die Möglichkeit von Blutgerinnseln bei einer zugleich sehr niedrigen Zahl von Blutplättchen werde nun als seltene Nebenwirkung registriert. In den meisten Fällen ging es nach Angaben der Experten um Frauen unter 60 Jahre. Die Thrombosen vorwiegend in den Hirnvenen waren innerhalb von drei Wochen nach der Impfung aufgetreten.

    Vor einer Woche hatten die USA die Nutzung des Präparats vorübergehend ausgesetzt. Acht Fälle von Thrombosen waren aufgetreten nach etwa sieben Millionen Impfungen mit dem Johnson & Johnson-Präparat in den USA. In der EU war die Lieferung des Impfstoffs erst in der vergangenen Woche angelaufen. Zahlreiche EU-Staaten folgten der Empfehlung des Herstellers, vor der Nutzung zunächst das Gutachten der Experten abzuwarten.

    Der Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson.
    Der Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson.
    Bild: dpa

    In der Schweiz ist der Impfstoff von Johnson & Johnson seit knapp einem Monat zugelassen. Schwere und kritische Verläufe der Erkrankung könnten mit dieser Impfung zu fast 85 Prozent verhindert werden, schrieb das Heilmittelinstitut Swissmedic im März.

    Die Schweiz hat mit dem Hersteller jedoch keinen Vertrag abgeschlossen. Die Vizedirektorin des Bundesamts für Gesundheit, Nora Kronig, wurde vor der Zulassung mit der Aussage in Medienberichten zitiert, dass die Lieferung erst ab dem dritten Quartal möglich und somit für die Schweiz zu spät wäre.

  • 16.15 Uhr
    Norwegen für Touristen weiter Tabu

    Die norwegische Regierung hat am Dienstag ihre Einreisebeschränkungen verlängert. Das heisst, dass Touristen aus dem Ausland vorerst nicht ins Land gelassen werden. Die Regelung gilt zunächst bis zum 12. Mai.

    Obwohl das skandinavische Land vergleichsweise niedrige Ansteckungszahlen hat, sind die Einreiseregeln sehr streng. Im Wesentlichen ist nur Norwegern und in Norwegen registrierten Ausländern die Einreise gestattet.

    Wer von einer unnötigen Auslandsreise zurückkommt, muss für eine Woche auf eigene Kosten ins Quarantänehotel. Selbst ausländische Familienmitglieder, Partner und Geschäftsreisende sind in der Regel nicht willkommen. In Norwegen waren in den letzten 14 Tagen durchschnittlich rund 163 Corona-Fälle per 100'000 Einwohner registriert.

  • 15.53 Uhr
    Nidwaldnen erlaubt ausnahmsweise Heizpilze

    Restaurants im Kanton Nidwalden dürfen auf den Terrassen vorübergehend mit Heizpilzen für wohlige Wärme sorgen. Der Regierungsrat erlaubt es den Wirtinnen und Wirten mittels Notverordnung, fossile Heizsysteme im Freien einzusetzen, bis die Gäste wieder rein dürfen.

    Die Verordnung, die am Mittwoch in Kraft tritt, setzt das kantonale Energiegesetz ausser Kraft, wie die Nidwaldner Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. Dieses schreibt vor, dass Heizungen im Freien nur mit erneuerbaren Energien oder nicht nutzbarer Abwärme betrieben werden dürfen.

    Die Regierung wolle mit der Ausnahmeregelung die Gastronomie mit einer schnellen und praktikablen Lösung unterstützen. Sie erachte dies als verhältnismässig, heisst es in der Mitteilung. Sobald die Restaurants auch im Innenbereich wieder Gäste bewirten dürfen, oder bis zum Auslauf der Notverordnung am 30. Juni, müssen die Heizpilze wieder weg.

    Sie dürfen zudem nur zwischen 8 und 22 Uhr laufen, pro 10 Quadratmeter Terrassenfläche ist ein Heizkörper erlaubt. Der Einsatz muss der kantonalen Energiefachstelle vorab gemeldet werden.

    Solche Heizpilze dürfen in Nidwaldnr Gartenbeizen vorübergehend für Wärme sorgen. (Symbolbild)
    Solche Heizpilze dürfen in Nidwaldner Gartenbeizen vorübergehend für Wärme sorgen. (Symbolbild)
    Bild: Keystone
  • 15.27 Uhr
    Südtirol will Gastronomie innen mit Corona-Pass erlauben

    In Südtirol sollen ab kommender Woche Restaurantgäste auch innen essen und trinken dürfen, wenn sie einen Nachweis etwa über eine Corona-Impfung oder einen negativen Corona-Test haben. Es sei geplant, dass der Nachweis unter anderem per Handy-App mit dem Corona-Pass Südtirol vorgelegt werden könne, sagte der Landeshauptmann der Autonomen Provinz, Arno Kompatscher, am Dienstag in Bozen. Voraussetzung ist demnach, dass Bozen-Südtirol in die gelbe Corona-Risikozone mit moderaten Beschränkungen fällt. Mit Blick auf die Infektionslage ging Kompatscher am Dienstag auch davon aus.

    Die Verordnung für diese Pläne soll am Freitag beschlossen werden. Ab Montag soll dem Vorhaben der Regierung in Rom zufolge in den italienischen Regionen, die zu den gelben Zonen zählen, die Aussengastronomie wieder möglich sein. In Südtirol will die Landesregierung mit vielen Corona-Tests und -Impfungen vermeiden, dass nach wenigen Tagen oder Wochen Schliessungen folgen, wie Kompatscher weiter erklärte. Im Schnitt verzeichnen die Gesundheitsbehörden dort täglich 80 Corona-Neuinfektionen. Für den Präsenzunterricht an Schulen sind Tests verpflichtend. Am Montag wurden dort knapp 35'000 davon gemacht und 28 positive Fälle entdeckt.

  • 15.05 Uhr
    Homeoffice für Baselbieter Kantonsangestellte auch nach Corona

    Angestellte der Baselbieter Kantonsverwaltung können auch nach der Corona-Pandemie statt im Büro im Homeoffice arbeiten: Die Regierung hat am Dienstag neue Regelungen zur Telearbeit und zur Gleitzeit erlassen. Demnach können Mitarbeitende des Kantons neu bis zu 20 Prozent ihres Pensums im Homeoffice erbringen. Der Beschäftigungsgrad spielt dabei keine Rolle. Voraussetzung ist einzig, dass der Job ordnungsgemäss erledigt wird, wie aus einer Regierungsmitteilung hervorgeht.

    Eine generelle Beschränkung der Telearbeit auf einen bestimmten Anteil des Pensums ist in der angepassten Verordnung zur Arbeitszeit nicht vorgesehen. Der Entscheid über den Anteil an Homeoffice liege im Ermessen des oder der Vorgesetzten, heisst es im Communiqué. Das neue Telearbeit-Regime tritt laut Regierung per 1. Mai in Kraft. Die Umsetzung ist nach Aufhebung der aktuellen Homeoffice-Pflicht wegen der Covid-19-Pandemie respektive einer allenfalls folgenden bundesrätlichen Homeoffice-Empfehlung vorgesehen.

    Und am Rechner gilt wie immer: Erst denken, ob es wirklich notwendig ist, und dann erst drucken.
    Die Baselbieter Regierung  ermöglicht den Kantonsangestellten auch nach der Pandemie die Arbeit im Homeoffice. (Symbolbild)
    Bild: dpa
  • 14.42 Uhr
    Swissmedic wartet weiter auf Astrazeneca

    Wieso verzögert sich die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca in der Schweiz weiterhin? Die zuständige Behörde Swissmedic würde gerne vorwärtsmachen, sagte Claus Bolte, Leiter Bereich Zulassung bei Swissmedic, am Dienstag in Bern vor den Medien. Doch: Ihr fehlten die notwendigen Studien.

    Wieso verzögert sich die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca in der Schweiz weiterhin? Die zuständige Behörde Swissmedic würde gerne vorwärtsmachen, sagte Claus Bolte, Leiter Bereich Zulassung bei Swissmedic, am Dienstag in Bern vor den Medien. Doch: Ihr fehlten die notwendigen Studien.

    Es liegt an Astrazeneca und nicht an Swissmedic, betonte Bolte, dass der Impfstoff noch nicht beraten worden sei.



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  • 14.28 Uhr
    Für Johnson & Johnson läuft es rund

    Das brummende Geschäft mit Arzneimitteln und Medizintechnik hat Johnson & Johnson Auftrieb gegeben. Im ersten Quartal kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 Prozent auf 22,3 Milliarden US-Dollar, wie der US-Pharmakonzern am Dienstag in New Brunswick im US-Bundesstaat New Jersey mitteilte. Analysten hatten etwas weniger erwartet.

    Unter dem Strich blieb ein Gewinn von rund 6,2 Milliarden Dollar übrig und damit fast 7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bereinigt um Sondereffekte legte der Gewinn um 12,5 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar zu.

    Die Quartalsdividende will der Pharmakonzern um fünf Prozent auf 1,06 Dollar je Aktie anheben.

  • 14.09 Uhr
    Kinos vor Wiedereröffnung

    Nach monatelanger Schliessung dürfen auch die Schweizer Kinosäle wieder öffnen. Welche Filme derzeit überhaupt laufen und welche Sicherheitsmassnahmen in den Sälen gelten, lesen Sie hier.

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  • 13.40 Uhr
    8,9 Prozent der Bevölkerung sind durchgeimpft

    Vom 12. April bis zum 18. April sind in der Schweiz 285'552 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Pro Tag wurden damit durchschnittlich 40'793 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um 36 Prozent.

    Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag veröffentlicht hat.

    Insgesamt wurden bis Sonntag 2'100'669 Impfungen durchgeführt. Bislang sind 768'597 Personen vollständig geimpft, das heisst 8,9 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei 563'475 Personen wurden bislang nur die Erstimpfung durchgeführt.

  • 13.32 Uhr
    BAG meldet 2141 Neuinfektionen und 13 Tote

    In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit BAG am Dienstag 2141 Coronavirus-Ansteckungen bei 23'812 Tests innerhalb eines Tages gemeldet worden. Das entspricht einer Positivitätsrate von neun Prozent. 13 Personen sind an den Folgen von Covid-19 gestorben, 77 Personen mussten ins Spital eingewiesen werden. Vor einer Woche lag die Zahl der gemeldeten Ansteckungen bei 2241. Gleichzeitig registrierte das BAG damals zehn neue Todesfälle und 82 Spitaleinweisungen.

    Die Positivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei 8,0 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner 331,88 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag vor rund zehn Tagen bei 1,10. Die Auslastung der Intensivstationen in den Spitälern beträgt zur Zeit 73,4 Prozent. 26,8 Prozent der verfügbaren Betten werden von Covid-19-Patienten besetzt.

    Insgesamt wurden bis vorgestern Abend 2'476'050 Impfdosen an die Kantone und Liechtenstein ausgeliefert. Davon wurden 2'100'669 Dosen verabreicht. 768'597 Personen sind bereits vollständig geimpft.

    Von den mutierten Varianten des Coronavirus sind in der Schweiz bisher 42'231 Fälle entdeckt worden. 16'599 betrafen die britische Variante (B.1.1.7), 245 die südafrikanische (B.1.351) sowie 13 die brasilianische (P.1). 25'374 Fälle konnten keiner Variante eindeutig zugewiesen werden.

    Gaeste sitzen auf der Terrasse der DADA Bar am Limmatquai am Montag, 19. April 2021 in Zuerich. Die Oeffnung der Terrassen und Aussenbereiche der Restaurants ist ab heute wieder erlaubt. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
    Gäste sitzen am 19. April 2021 auf einer Terrasse am Limmatquai. 
    Bild: Keystone
  • 13.09 Uhr
    Taskforce für Anwendung von Luftsensoren in allen Schulzimmern

    Die wissenschaftliche Taskforce des Bundes hat im Kampf gegen das Coronavirus die Anwendung von Kohlendioxid-Sensoren in Innenräumen und insbesondere allen Schulzimmern empfohlen. Die CO2-Messgeräte schlagen Alarm, wenn Innenräume gelüftet werden sollen.

    So könnten die Sensoren das Risiko einer aerosolbasierten Virusübertragung verringern, teilte die Taskforce in einem am Dienstag auf Twitter veröffentlichten Schreiben mit. Die entsprechenden Geräte seien einfach und mit hundert bis zweihundert Franken im Preis günstig. Die Sensoren würden derzeit noch wenig genutzt, könnten aber helfen, die Pandemie insbesondere in Schulen zu bekämpfen. Bei einer zu hohen CO2-Konzentration könnten Menschen in einem bestimmten Raum Massnahmen treffen, wie etwa ein Fenster öffnen oder den Raum verlassen.

    Von Menschen ausgestossene Aerosole sammeln sich den Experten zufolge in schlecht belüfteten Innenräumen an. Dadurch erhöht sich laut Studien das Risiko einer Sars-CoV-2-Virusübertragung.

    Neben der Anwendung in Klassenzimmern, Pausenräumen und Bibliotheken von Schulen kann sich die Taskforce den Einsatz von CO2-Geräten auch in Restaurants vorstellen.

  • 12.50 Uhr
    Impfstofflieferungen verzögern sich auch im Mai

    Die massiven Kürzungen bei der Lieferung des Moderna-Impfstoffs bleiben leider kein Einzelfall, berichtet Radio SRF. Wie der oberste Kantonsarzt Rudolf Hauri dem Sender bestätigte, werde es auch im nächsten Monat zu Verzögerungen bei Lieferungen des Produkts von Moderna kommen. 

    «Wir haben im Rahmen unserer Planung und unseres regelmässigen Austausches mit dem Bund und dem BAG tatsächlich davon gehört, dass es weniger Lieferungen gibt als ganz ursprünglich in Aussicht gestellt», sagte Hauri dem Sender. Das Ausmass sei dabei in jedem Fall so gross, «dass es für uns in der Planung relevant ist». Das bedeute, dass in einzelnen Kantonen bestimmte Impfgruppen später an die Reihe kämen und man bei anderen die Impftermine verschieben müsse.

  • 12.01 Uhr
    Biotech-Branche trotzt der Krise

    Die Schweizer Biotech-Branche blickt positiv auf das Pandemie-Jahr 2020 zurück: So hätten die forschenden Schweizer Biotech-Firmen 2020 innert Jahresfrist 8 Prozent zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und würden insgesamt 16'300 Personen beschäftigten, heisst es im am Dienstag erschienenen Swiss Biotech Report.

    Ausserdem haben sich die Kapitalinvestitionen in Schweizer Biotech-Unternehmen laut Report gegenüber 2019 fast verdreifacht und erreichten 3,4 Milliarden Schweizer Franken – «das beste Jahr aller Zeiten». Die Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) stiegen um zehn Prozent auf 2,2 Milliarden Franken.

    Etwas rückläufig war dagegen die Umsatzentwicklung der Branche: Mit 4,5 Milliarden Franken erwirtschaftete die Schweizer Biotech-Industrie etwas weniger als 2019 (4,8 Milliarden Franken).

    Der Report ist von der Swiss Biotech Association in Zusammenarbeit mit EY und acht weiteren Partnerorganisationen veröffentlicht worden.

  • 11.25 Uhr
    SRG macht Verlust im Corona-Jahr 2020

    Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem Verlust von 12,9 Millionen Franken abgeschlossen. Dafür verantwortlich waren sinkende Werbeeinnahmen und Restrukturierungskosten. Die Corona-Pandemie führte zu Mehrkosten, aber auch zu Einsparungen.

    Das Unternehmen verzeichnete vergangenes Jahr bei einem Betriebsaufwand von 1,46 Milliarden Franken rund 31 Millionen Franken weniger Werbeeinnahmen, gut 2 Millionen weniger Ertrag beim Sponsoring und rund 19 Millionen weniger Programmeinnahmen. In der Programmsparte seien rund 7 Millionen auf ausgefallene Sportproduktionen zurückzuführen.

    Rund die Hälfte der gesunkenen Werbeeinnahmen war laut SRG auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. Die Werbeaufträge seien ab März 2020 aufgrund der von den Behörden verordneten Pandemie-Massnahmen stark eingebrochen. Die Situation habe sich jedoch im zweiten Halbjahr aufgrund hoher Einschaltquoten bei den TV-Programmen verbessert. Die andere Hälfte der Einbussen führt die SRG auf den Trend zur digitalen Nutzung zurück. Dabei kam es zu einer Verlagerung von Werbebudgets in digitale, zumeist globale Angebote.

    Die Pandemie hat sich sowohl positiv als auch negativ auf das Geschäftsergebnis der SRG ausgewirkt. Einerseits führte die Beschaffung von Hygienemasken und Desinfektionsmitteln sowie weitere Corona-Massnahmen bei den Eigenproduktionen zu Zusatzkosten. Andererseits sparte die SRG wegen ausfallenden Kultur- und Sportveranstaltungen Kosten ein.

    Die SRG passte wegen der Corona-Pandemie ihr Programm an. Mehr gezeigt wurden Sendungen für Kinder und Jugendliche sowie für Seniorinnen und Senioren. Zudem führten die täglichen Sondersendungen zur Entwicklung der Corona-Lage zu Rekordreichweiten.

    Gilles Marchand, Generaldirektor SRG spricht an einer Medienkonferenz, am Freitag, 16. April 2021, in Bern. Die Leitung der SRG nimmt Stellung zu Belaestigungsvorwuerfen vom November 2020. (KEYSTONE/Peter Schneider)
    SRG-Generaldirektor Gilles Marchand spricht an einer Medienkonferenz am 16. April 2021 in Bern.
    Keystone
  • 11.10 Uhr
    Zürich zahlt 816 Millionen Franken an Härtefallgeldern

    Der Kanton Zürich hat die zweite Zuteilungsrunde des Corona-Härtefallprogramms abgeschlossen. Dabei wurden 711,8 Millionen Franken ausbezahlt, wie die Finanzdirektion mitteilte. Mit der Mitte Februar abgeschlossenen ersten Runde hat Zürich 5204 Unternehmen mit insgesamt 816 Millionen Franken unterstützt.

    In kurzer Zeit seien in der zweiten Runde 6381 Gesuche bearbeitet worden. 591,4 Millionen Franken entfielen auf nicht rückzahlbare Beiträge (à fonds perdu) und 120,4 Millionen Franken auf Darlehen. 135 Unternehmen (12,4 Prozent) bekamen den Maximalbetrag von 750'000 Franken, ganz abgelehnt wurden 862 Gesuche (15,5 Prozent).

    Die Gesuchseingabe für die dritte Zuteilungsrunde beginnt morgen Mittwoch. Für Unternehmen mit mehr als 5 Millionen Franken Umsatz erfolge die Öffnung des Gesuchsportals voraussichtlich in der ersten Hälfte des Mai.

  • 10.50 Uhr
    Mehr als 20 Prozent in Deutschland gegen Corona geimpft

    In Deutschland sind 20,2 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom 20. April hervor. Demnach wurden etwa 16,8 Millionen Menschen einmal geimpft, weitere rund 5,6 Millionen haben den vollen Impfschutz bekommen.

    Dabei gibt es Unterschiede zwischen den Ländern: Zehn der 16 Bundesländer haben bereits die 20-Prozent-Marke bei den Erstimpfungen erreicht. Schlusslicht ist derzeit Hessen mit 18,3 Prozent.

    Die Impfkampagne in Deutschland hatte Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft.

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  • 10.22 Uhr
    Swissmedic gibt grünes Licht für Einsatz von Corona-Medikament

    Die Schweizer Arzneimittelaufsicht Swissmedic hat offiziell grünes Licht gegeben für den Einsatz des vom Bund bestellten Anti-Corona-Medikamentencocktails von Roche. Die eigentliche Zulassung steht noch aus, dennoch darf das Konzentrat mit dem Namen RegN-Cov2 bereits angewendet werden.

    Die Wirkstoffe in dem Medikament fielen neu unter die Covid-19-Verordnung 3 des Bundes und dürften nach der Einreichung eines Zulassungsgesuchs in Verkehr gebracht werden, teilte Swissmedic am Dienstag mit. Die Behörde gab offiziell am 16. April grünes Licht. Damit steht das Arzneimittel bereits vor dem eigentlichen Zulassungsentscheid zur Verfügung.

  • 10.15 Uhr
    Gewerkschaftsbund fordert Mindestlohn und geregelte Arbeitsbedingungen

    Die Corona-Krise hat laut dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) zu mehr Arbeitslosigkeit und zu prekären Jobs geführt. Der SGB fordert einen Mindeststundenlohn von 22 Franken und geregelte Arbeitsbedingungen.

    «Die Corona-Krise hat in der Schweiz zu einem enormen Anstieg der Unterbeschäftigung geführt», teilte der SGB am Dienstag mit. Das Instrument der Kurzarbeit habe zwar viele Entlassungen verhindert. Doch auch nach der zweiten Welle seien ausserordentlich viele Berufstätige ohne Arbeit. Die jüngeren und die älteren Arbeitnehmenden seien überproportional betroffen.

    Zudem sei es zu einem verstärkten Öffnen der Einkommensschere gekommen. Die Aussichten für die nächsten Monate seien beunruhigend. Auf dem Arbeitsmarkt sei keine substanzielle Erholung in Sicht. Der SGB fordert eine rasche Verlängerung der Kurzarbeit von 18 auf 24 Monate, um Entlassungen zu vermeiden.

    Durch die Teil-Schliessungen der Wirtschaft seien prekäre Jobs gefördert worden, macht der SGB geltend. Die Schliessung der Restaurants etwa habe zu einem Boom bei den Essenslieferungen über Kuriere geführt. Diese hätten oft tiefe Löhne, unsichere Arbeitszeiten und eine schlechte soziale Absicherung. Nötig sind aus Sicht des SGB daher allgemeinverbindliche Gesamtarbeitsverträge, auch in neu entstandenen Jobs bei Kurieren und Online-Handel.

  • 10.03 Uhr
    Restaurants in Bern dürfen Aussenbereiche erweitern

    Restaurants und Cafés im Kanton Bern dürfen ab sofort ihre Aussenbereiche erweitern, wie die Staatskanzlei mitteilte. Dies gilt allerdings nur, um gewährleisten zu können, dass die erforderlichen Abstände eingehalten werden. Wer die Zahl der Sitzplätze vergrössern will, muss weiterhin ein Baugesuch einreichen.  Die Regelung sei gleich wie jene im vergangenen Sommer.

    Einer Erweiterung dürfen keine anderweitigen öffentlichen Interessen wie zum Beispiel die Verkehrssicherheit entgegenstehen, zudem müssen Gemeinde und Grundeigentümer zustimmen.

  • 9.40 Uhr
    Bund schliesst Vertrag für Antikörper-Mittel von Roche

    Der Bund hat mit dem Pharmahersteller Roche einen Vertrag für die Beschaffung von Medikamenten gegen das neue Coronavirus abgeschlossen. Es handelt sich um sogenannte monoklonale Antikörper-Kombinationstherapien. Die ersten Lieferungen werden Mitte Mai 2021 erwartet.

    Der Vertrag umfasst 3000 Dosen des Antikörper-Cocktails, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag mitteilte. Bei den Medikamenten handelt es sich um eine Mischung der Antikörper Casirivimab und Imdevimab. Sie sollen eine Resistenz gegen das Coronavirus erzeugen.

    Diese einmalig intravenös im frühen Krankheitsstadium verabreichten Medikamente verhindern das Eindringen des Virus in die Zelle und senken laut ersten Studien das Erkrankungsrisiko deutlich. Vorbild und Grundlage sind Antikörper, die aus dem Plasma eines Menschen gewonnen werden, die Covid-19 überstanden haben.

  • 7.58 Uhr
    Sollen Schwangere geimpft werden?

    Gemäss ersten Studien haben Schwangere eine gute Immunantwort auf die Corona-Impfung und soweit keine unerwünschten Nebenwirkungen. Zudem gäben sie die Antikörper in der Schwangerschaft und beim Stillen auch an das Kind weiter, berichtet SRF.

    In der Schweiz gilt neu für Schwangere eine Impfempfehlung, wenn sie chronisch krank sind oder im Alltag riskante Kontakte haben. Erste Schwangere seien bereits geimpft worden, eine grundsätzliche Impfempfehlung könnte gemäss SRF bald kommen.

  • 7.10 Uhr
    Politiker fordern schnelle Zulassung von Astrazeneca

    Der Impfstoff von Astrazeneca ist wegen möglicher Nebenwirkungen umstritten, so soll es etwa wiederholt zu Blutgerinnseln gekommen sein. Die Schweiz hat davon fünf Millionen Dosen bestellt, doch zugelassen ist das Vakzin noch nicht, das Gesuch liegt bei Swissmedic.

    Nun erhöhen Bundesparlamentarier den Druck. «Swissmedic muss die Studien, die für eine Zulassung oder Nicht-Zulassung von Astrazeneca entscheidend sind, prioritär vorantreiben», sagt etwa Mitte-Nationalrat Philippe Matthias Bregy gegenüber «20 Minuten». Vielleicht seien ein paar Überstunden notwendig, aber die Bevölkerung müsse so schnell wie möglich geimpft werden.

    Swissmedic wartet momentan auf Daten aus Studien in den USA und Lateinamerika. Wenn diese da seien, könne man innert Tagen einen Entscheid fällen, sagt ein Sprecher.

  • 6.40 Uhr
    Corona-Spuren im Zürcher Abwasser steigen stark

    In Zürich gibt es zurzeit wahrscheinlich deutlich mehr Corona-Fälle, als offiziell gemeldet werden. Dies gehe aus der Überwachung der Konzentration von Genfragmenten im Schmutzwasser bei der Kläranlage Werdhölzli hervor, berichtet der «Tages-Anzeiger». Die Konzentration steige seit 1. März 2021 massiv an.

    Seit Ostern sei die Anzahl durchgeführter PCR- und Antigen-Schnelltests in der Schweiz um 30 Prozent zurückgegangen und auch die offiziellen Fallzahlen sinken. Möglicherweise halten die neu eingeführten Selbsttests viele davon ab, sich professionell testen zu lassen, weshalb viele Infektionen mit dem Coronavirus nicht mehr in der Statistik auftauchen, mutmasst die Zeitung.

    Ein vom Testverhalten der Bevölkerung unabhängiges Monitoring sei die Überwachung von Coronaviren-RNA im Abwasser. ETH-Forscher wenden diese Methode schon länger in der Stadt Zürich an.

Aus der Industrie gelangen tausende Kilogramm Metalle der Seltenen Erden ins Abwasser, wie eine Studie der Eawag zeigt. (Archivbild der ARA Werdhölzli in Zürich)
Das Abwasser in der Kläranlage Werdhölzli in Zürich als Corona-Frühwarnsystem. (Archivbild)
Bild: Keystone/Christian Beutler
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  • 6.36 Uhr
    Luzern: Nachtragskredit für Härtefälle beantragt

    Im Kanton Luzern sollen die Härtefallgelder aufgestockt werden. Die Luzerner Regierung beantragt beim Luzerner Kantonsparlament einen Nachtragskredit von rund 4,2 Millionen Franken. Der Kantonsrat werde in der Maisession über den Nachtragskredit zum Voranschlag 2021 beraten, schreibt der Kanton Luzern in einer Mitteilung von Dienstag. Eine allfällige Erhöhung der Härtfallmassnahmen war im Voranschlag nicht enthalten.

    Der Nachtragskredit ist nötig, weil in der Frühlingssession auf Bundesebene die Massnahmen für Härtefälle von 2,5 auf 10 Millionen Franken erhöht wurden. Dies erfordert auch mehr A-fonds-perdu-Beiträge auf Kantonsebene, heisst es in der Mitteilung. Der Kantonsrat hatte bereits im November 2020 und im März 2021 Sonder- und Zusatzkredite für die Luzerner Härtefallmassnahmen bewilligt.

    Der Kanton Luzern hat gemäss der Mitteilung bislang total 220 Millionen Franken für Unternehmen bewilligt, die wegen der Corona-Massnahmen vorübergehend schliessen mussten. Zudem hat der Luzerner Kantonsrat 47 Millionen Franken bewilligt zur Unterstützung von Unternehmen, die nicht behördlich geschlossen werden mussten. Bis am 9. April 2021 wurden mehr als 60 Millionen Franken an Unternehmen gesprochen und ausbezahlt.

  • 6.22 Uhr
    UN: Nahrung für 185'000 Kinder in Venezuela

    Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) ist mit der Regierung Venezuelas übereingekommen, seine Arbeit in dem südamerikanischen Land aufzunehmen und vor allem den Kindern zu helfen. «Kinder und Schulen werden im Mittelpunkt unserer Tätigkeit stehen», teilte WFP-Chef David Beasley am Montag mit. Demnach sollen Schulmahlzeiten bereitgestellt, Schulkantinen erneuert und das Personal geschult werden. Bis Ende 2021 sollen so 185'000 Kinder erreicht werden, bis Ende des Schuljahres 2022/23 sogar 1,5 Millionen Kinder. Das voraussichtliche Jahresbudget liegt bei 190 Millionen US-Dollar und ist Teil eines humanitären Hilfsplans für Venezuela.

    Nach einem Bericht des UN-Welternährungsprogramms von Februar 2020 bekam einer von drei Venezolanern nicht genug zu essen. Das südamerikanische Land befindet sich in einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise, die sich durch die Pandemie noch verschärft hat.

  • 6.18 Uhr
    EMA legt heute Gutachten zum J&J-Impfstoff vor

    Nach Prüfung seltener Fälle von Hirnthrombosen will die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) heute Abend ihr Gutachten zum Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson vorlegen. Die Experten der Amsterdamer Behörde haben den Impfstoff erneut geprüft, nachdem in den USA sechs Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen aufgetreten waren. Der Hersteller rief dazu auf, bis zur Klärung den Impfstoff nicht anzuwenden. Das Corona-Vakzin des US-Herstellers ist in der EU bereits zugelassen, wurde aber bislang nicht verabreicht.

  • 6.12 Uhr
    SGB: Dauerhaft schlechte Arbeitsbedingungen verhindern

    Mehr Arbeitslose, mehr prekäre Jobs: Vor dem Hintergrund der Pandemie fordert der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) Abhilfe. Prekäre Jobs seien in Branchen entstanden, in denen Betriebe von den Behörden geschlossen worden seien. Der SGB sieht eine beunruhigende Entwicklung und will heute vor den Medien darlegen, wie Abhilfe geschaffen werden kann. Es brauche konkrete Gegenmassnahmen, damit die Pandemie nicht zu dauerhaften schlechteren Arbeitsbedingungen und tieferen Einkommen führe.

  • 6 Uhr
    EU hilft dem Balkan mit 651'000 Impfdosen

    Die Europäische Union hilft den sechs nicht zur EU gehörenden Ländern des Balkans mit 651 000 Impfdosen bei der Bekämpfung der Pandemie. Dies sei ein erster Schritt, dem noch weitere folgen würden, sagte Österreichs Aussenminister Alexander Schallenberg. Österreich koordiniere die von Mai bis August laufende Aktion im Auftrag der EU. «Als Europäische Union signalisieren wir ganz klar, wir betreiben nicht nur Nabelschau, wir schauen über den Tellerrand und uns ist ganz klar, dass wir selber erst dann in Sicherheit sind, wenn unsere engsten Nachbarn es auch sind.» Die Dosen von Biontech/Pfizer seien von vornherein für diese Art von Nachbarschaftshilfe reserviert worden. Die Hilfsaktion habe keinen Einfluss auf das Impftempo in der EU.

    Die Impfstoffe würden nicht pro Kopf, sondern nach Notwendigkeit verteilt. So erhielten Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien und Albanien, wo erst sehr wenige Menschen geimpft sind, fast 500'000 Dosen. Der Rest gehe in das Kosovo, nach Montenegro und Serbien. Die Hilfe sei vor allem für das Gesundheits- und Pflegepersonal gedacht. Das letzte Wort aber hätten die Staaten selbst.

    Serbien ist am wenigsten auf die Hilfe angewiesen. Das Balkanland verabreicht massiv auch russische und chinesische Vakzine und hat deshalb bereits 26 Prozent der Bevölkerung zumindest einmal geimpft. Im Rahmen des Programms erhält es im Verhältnis zur Bevölkerungszahl eher die kleine Menge von 36'000 Impfdosen von der EU.

  • 4 Uhr
    Corona-Variante aus Indien: Wie schlimm ist B.1.617?

    Eine aus Indien bekannte Corona-Variante sorgt für Aufsehen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) und andere Experten bewerten die Variante B.1.617 derzeit zurückhaltend, SPD-Gesundheitsfachmann Karl Lauterbach jedoch wittert Gefahr. In Indien sind die Fallzahlen geradezu explodiert, mit zuletzt rund 270'000 registrierten Neuinfektionen pro Tag. Die Variante B.1.617 stehe derzeit unter Beobachtung, für eine Einstufung als «besorgniserregend» fehle bislang «die entsprechende Evidenz», teilte eine RKI-Sprecherin auf dpa-Anfrage mit. «In Deutschland sind insgesamt acht aus dem März stammende Sequenzen der Linie B.1.617 identifiziert worden.»

    Die Variante trage zwei Mutationen an einem Oberflächenprotein, die von anderen unter Beobachtung stehenden Linien bekannt seien, erläuterte das RKI weiter. Beide würden «mit einer reduzierten Neutralisierbarkeit durch Antikörper oder T-Zellen in Verbindung gebracht, deren Umfang nicht eindeutig ist». Das heisst: Möglicherweise könnten Geimpfte und Genesene vor einer Ansteckung mit dieser Variante weniger gut geschützt sein.

    Auch bei den in Südafrika (B.1.351) und Brasilien (P.1) entdeckten Varianten wird diese Eigenschaft befürchtet. Beide hat die WHO als besorgniserregend eingestuft – als «Variant of Concern». Das gilt auch für die sehr ansteckende, Ende 2020 in Grossbritannien entdeckte Mutante B.1.1.7, die inzwischen auch in Deutschland die dominierende Variante ist.

  • 3.15 Uhr
    Roche-Präsident spricht sich für Impfpflicht aus

    Roche-Verwaltungsratspräsident Christoph Franz plädiert für eine Impfpflicht gegen Covid-19. Eine solche sei angebracht, wenn die Durchimpfungsraten am Ende nicht ausreichend hoch seien und wenn das im gesellschaftlichen Konsens entschieden würde, sagte Christoph Franz in einem Interview mit der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». «Es braucht Solidarität, um diese Krise gemeinsam zu bewältigen.» Dabei seien in weniger als einem Jahr mehrere Impfstoffe entwickelt und zugelassen worden. «Das dauert normalerweise mehr als fünf Jahre.»

  • 2.20 Uhr
    Auch Guantánamo-Häftlinge bekommen Impfung

    Auch die Häftlinge im US-Internierungslagers Guantánamo Bay auf Kuba bekommen nun ein Angebot, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Die ersten Impfungen der 40 Gefangenen könnten bereits am Montag erfolgen, erfuhr die Nachrichtenagentur AP aus dem Verteidigungsapparat. Ab Montag sind in den USA zudem alle Menschen ab einem Alter von 16 Jahren impfberechtigt.

    Es sei nie einfacher gewesen, gegen das Virus geimpft zu werden, teilte das Weisse Haus mit. Präsident Joe Biden ermunterte die Bevölkerung, Impftermine zu buchen. «Sie müssen geschützt sein, und Sie müssen auch Ihre Nachbarn und Ihre Familie schützen», sagte er.

    Am Sonntag hatten die USA den Meilenstein erreicht, dass 50 Prozent der Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten haben. Die Impfung der Gefangenen in Guantanamo Bay war eigentlich bereits vor Monaten geplant gewesen, doch gab es damals noch grossen Widerstand, weil viele Amerikaner selbst noch nicht geimpft waren.

  • 1.12 Uhr
    New Yorker Gouverneur jetzt auch wegen Corona-Buch in der Kritik

    Der mit mehreren Vorwürfen konfrontierte New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo steht nun auch wegen eines von ihm verfassten Buchs über die Corona-Krise in der Kritik. Er wird verdächtigt, er habe sich von Mitarbeitern beim Schreiben des Buchs helfen lassen. Der Rechnungshof des Bundesstaats hat die Generalstaatsanwältin Letitia James gebeten, Ermittlungen einzuleiten, wie am Montag bekannt wurde. «Es sind jüngst Vorwürfe aufgetaucht, dass öffentliche Ressourcen bei der Entwicklung des Buchs und der Werbung dafür verwendet worden sein könnten», sagte Rechnungshofchef Tom DiNapoli.

    Cuomos Buch «American Crisis: Leadership Lessons from the COVID-19 Pandemic» (Amerikanische Krise: Führungslektionen der Covid-19-Pandemie) war im Herbst erschienen. Er und seine Sprecher haben eingestanden, dass ranghohe Mitarbeiter ihm bei dem Buch halfen, aber beteuert, dass sie dies nur in ihrer Freizeit getan hätten. Die Vorstellung, dass Kriminalität im Spiel sei, sei absurd, sagte sein Sprecher Rich Azzopardi.

    Cuomo sieht sich auch noch ganz anderen Vorwürfen ausgesetzt: Mehrere Frauen haben den Demokraten in den vergangenen Wochen sexuellen Fehlverhaltens beschuldigt. Er hat dies bestritten.